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- 2.2.2012: Messe „Jagd und Hund“: Tiere Töten als Freizeitspaß
- 26.1.2012: Traurige Bilanz: Im Januar mehr Tiere in den Tierheimen
- 21.1.2012: Neues Spendertier-Programm rettet Tierleben - Bundesverband ruft zum Mitwirken auf
- 18.1.2012: Passivrauchen gefährdet Heimtiere
- 18.1.2012: VIER PFOTEN warnt vor Welpenkauf bei Zoo Zajac
- 16.1.2012: Tierisch abnehmen: Mit dem Hund dem Weihnachtsspeck zu Leibe rücken
- 29.12.2011: Vom Sauerland bis zum Thüringer Wald: Urlaub mit Hund im Schnee
- 29.12.2011: Umfrage belegt: Katze, Hund und Meerschweinchen vertreiben Einsamkeitsgefühle
Archiv der Kategorie Tierliebe
Messe „Jagd und Hund“: Tiere Töten als Freizeitspaß
2.2.2012 von admin.
Die am 31.01.2012 in Dortmund begonnene Messe „Jagd und Hund” gibt sich nüchtern als Einkaufs- und Erlebnisparadies für Tier- und Naturfreunde. Dabei geht es in erster Linie um das Töten von Tieren, kritisiert der Deutsche Tierschutzbund. Jagdreisen ermöglichen den Abschuss von Tieren weltweit. Vom Braunbären in Sibirien bis zum Löwen in Südafrika ist alles dabei: Jagdtrophäen ohne ökologischen Sinn. Tierquälerische Greifvögelschauen bespaßen die Messebesucher. Der Deutsche Tierschutzbund erneuert anlässlich der Messe zudem seine Forderung nach einer grundlegenden Novellierung des deutschen Jagdrechts.
Jährlich sterben beim „Volkssport Jagd” mehr als fünf Millionen Wildtiere in Deutschland, obwohl es für den Abschuss der meisten jagdbaren Tierarten keinerlei ökologische Notwendigkeit gibt. Einzelne Jagdpraktiken, z.B. die Jagdhundeausbildung an lebenden Enten oder tierschutzwidrige Jagdmethoden wie die Fallenjagd und die Verwendung von Bleischrot, müssen ebenso verboten werden wie der Abschuss Tausender Haustiere, fordert der Deutsche Tierschutzbund
Abschuss geschützter Arten zum Sparpreis
Jagdreisen stehen auch bei deutschen Jägern noch hoch im Kurs. Daher bieten auf der Messe zahlreiche Anbieter Jagden auf streng geschützte Arten an - und das weltweit. Ein Schnäppchen ist der Pavianabschuss in Südafrika für nur 50 Euro. Doch auch exklusive Abschüsse von Nashörnern oder Elefanten für einige Tausend Euro sind möglich. Und sogar für den stark gefährdeten Eisbären ist eine Tötungslizenz zu haben. Dass sich gerade die deutsche Jägerschaft dennoch gerne als Naturliebhaber und Artenschützer inszeniert, erscheint angesichts solcher Praktiken beinahe zynisch.
Tierquälerische Greifvögelschauen
Bei den auf der Messe gezeigten Greifvogel-Vorführungen bleibt den Besuchern in der Regel meist verborgen, welche Tierschutzprobleme mit der Haltung und Ausbildung der Vögel verbunden sind. Für Freiflugveranstaltungen sind nur an den Menschen gewöhnte Tiere verwendbar. Deshalb werden die Greifvögel zunächst durch einen gezielt herbeigeführten Hungerzustand abgerichtet. In Falknereien müssen die Tiere die meiste Zeit des Tages festgebunden auf einer Stange verbringen. Die Bewegungsmöglichkeiten der Tiere werden auf ein Minimum beschränkt. Verletzungen und Erkrankungen der Füße durch die Anbindehaltung sind nicht auszuschließen. Nur wenige Tiere bekommen überhaupt die Möglichkeit am Tag zumindest einmal für kurze Zeit ihrem Bewegungsbedürfnis nachzukommen.
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Traurige Bilanz: Im Januar mehr Tiere in den Tierheimen
26.1.2012 von admin.
Auch in den ersten Wochen des neuen Jahres hatten die ohnehin am Rande ihrer Belastbarkeit stehenden Tierheime mit einer erhöhten Tieraufnahme zu kämpfen. Was als niedliche Überraschung unter dem Weihnachtsbaum begann, endete wieder einmal - trotz ständiger Warnungen des Deutschen Tierschutzbundes - häufig im Tierheim. Nach der anfänglichen Euphorie über das neue Haustier in der Ferienzeit nach Weihnachten, schwenkt die Stimmung im Alltag häufig in Desinteresse um. Die oft spontan und unüberlegt verschenkten Tiere beanspruchen Zeit, Geld und Verantwortung. Oft heißt die Lösung dann Abgeben oder gar, feige und gesetzeswidrig, Aussetzen. Die dem Deutschen Tierschutzbund angeschlossenen über 500 Tierheime brauchen deshalb gerade jetzt Unterstützung.
Wer über ein Tier nachdenkt, muss sich ausgiebig informieren und die eigene Lebensplanung auf das neue Familienmitglied abstimmen, rät der Deutsche Tierschutzbund. „Trotz aller Erfolge, die wir in der Beratung vor einer Aufnahme eines Tieres in die Familie haben, es gibt immer wieder Menschen, die ohne notwendige gründliche Beratung ein Tier anschaffen”, erklärt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes und appelliert: „Wer sich jetzt überlegt, ein Tier aufzunehmen, sollte zuerst ins örtliche Tierheim gehen und sich erkundigen. Da warten viele Mitgeschöpfe auf ein gutes, neues Zuhause.” Zudem sind die Tierheime auf Spenden oder ehrenamtliche Unterstützung gerade jetzt angewiesen, darauf weist Schröder hin.
Meerschweinchen im Tierheim Dormagen, Kaninchen und Hunde im Tierheim Berlin oder Katzen im Tierheim Niederlinxweiler. Die Tierschützer gehen von einer hohen Dunkelziffer ausgesetzter Tiere aus. Das Aussetzen von Tieren ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Ordnungswidrigkeit. Gemäß Tierschutzgesetz kann dafür eine Strafe bis zu 25.000 Euro verhängt werden. Kommt das Tier dabei zu Schaden und wurde das bewusst in Kauf genommen, kann sogar eine Straftat vorliegen. Das „Aussetzen” lässt sich oft nicht beweisen, insbesondere Tiere, die nicht gekennzeichnet und registriert sind, lassen sich nicht eindeutig einem Tierhalter zuordnen, wenn sie aufgefunden werden. Daher setzt sich der Deutsche Tierschutzbund für eine bundesweite Kennzeichnungs- und Registrierpflicht ein.
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VIER PFOTEN warnt vor Welpenkauf bei Zoo Zajac
18.1.2012 von admin.
Norbert Zajac, Betreiber des nach eigenen Angaben weltgrößten Zoofachhandels in Duisburg, startet nun entgegen aller Proteste den Verkauf von Hundewelpen. Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN befürchtet den tierschutzwidrigen Handel zu Lasten der Tiere und bittet eindringlich, vom Erwerb dieser Hunde abzusehen.
Hunde und Katzen gehören nicht in den Zoofachhandel. An dieses ungeschriebene Gesetz halten sich alle Mitglieder des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF). Norbert Zajac, 2010 zum Unternehmer des Jahres gekürt, kümmert dies nicht. Er steigt in den offiziellen Welpenhandel ein.
VIER PFOTEN befürchtet nicht nur, dass andere Zoofachhandlungen nachziehen könnten und dass viele Hunde – spontan gekauft – letztlich im Tierheim enden, sondern wirft auch die Frage auf, woher diese Welpen überhaupt stammen sollen. Presseberichten zu Folge will Norbert Zajac nur Welpen ankaufen, die in Deutschland zu viel „produziert“ würden. Recherchen von VIER PFOTEN zeigen jedoch, dass unzählige Hundebabys aus den osteuropäischen Ländern nach Deutschland geschmuggelt werden. Die Tiere werden viel zu früh ihren Müttern entrissen und müssen unglaubliche Qualen bei der Aufzucht und den Transporten erleiden. Diese jungen Hunde sind in der Regel nicht geimpft, oft todkrank und seelisch gestört. Die Tierschutzorganisation sieht den Welpenhandel bei Zoo Zajac aber auch dann kritisch, sollte Norbert Zajac „nur“ mit regionalen Hundehändlern Geschäfte machen.
Birgitt Thiesmann, Leiterin der VIER PFOTEN-Kampagne gegen den unseriösen Hundehandel, sagt hierzu: „Gerade in der Sozialisierungs- und Prägungsphase brauchen die Tiere ein stabiles und ruhiges Umfeld mit festen Bezugspersonen. In einer Zoofachhandlung sind diese Bedingungen nicht gegeben. Die Folgen können für Hund und Herrchen zum Martyrium werden.“ Aber auch die prekäre Lage der deutschen Tierheime sollte jeden mitfühlenden Menschen davon abhalten, einen Welpen bei Zoo Zajac zu kaufen. „Die Tierheime platzen aus allen Nähten, da sie ständig Nachschub an Hunden, die keiner will, erhalten. Zoo Zajac handelt in unseren Augen damit ganz klar gegen den Tierschutz“, so Thiesmann weiter.
Prof. Dr. Theodor Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer, bestätigt diese Erfahrungen und rät ebenfalls von Welpenkäufen ab: „Statt Hunde über das Internet oder im Einzelhandel zu erwerben, sollte sich der zukünftige Hundebesitzer an seriöse Züchter wenden, wo er die Welpen zusammen mit dem dazugehörigen Muttertier besichtigen kann oder sich auf den Weg ins Tierheim machen, von denen die meisten schon jetzt überfüllt sind.“
Fröstelnde Stubenhunde – im Herbst an die Kälte gewöhnen
9.12.2011 von admin.
Im Sommer war er kaum in der Wohnung zu halten – doch nun rollt er sich am liebsten vor der Heizung zusammen: Wenn es draußen kälter wird, dann ist Hund nicht gleich Hund. Während auf dem Land die Tiere wie selbstverständlich weiter ins Freie drängen, schlottert mancher Stadthund der gleichen Rasse schon, wenn er vor die Tür tritt. Ein Grund dafür ist die unterschiedliche Haltung. „Lebt ein Hund überwiegend in der geheizten Wohnung, hat er ein anderes Fell, als der Landhund, der dauernd draußen ist“, erläutert Udo Kopernik vom Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH). Die gleichbleibend hohen Temperaturen im Haus verhindern, dass das Fell die entsprechende Winterqualität bildet. So ein Hund muss dann langsam an Wind und Wetter gewöhnt werden.
Dabei wird ähnlich vorgegangen wie bei einem Menschen, der sich gegen Erkältungen abhärten will: Möglichst viel Bewegung an der frischen Luft. Es sollten jedoch nicht gleich Gewaltmärsche auf dem Programm stehen. „Besser ist es, häufiger aber dafür nur kurz mit dem Hund rauszugehen“, so Kopernik. Während der Spaziergänge sollte der Hund in Bewegung bleiben und nicht längere Zeit regungslos warten müssen.
Zu beachten ist, dass bestimmte Rassen mit einem Fell ohne Unterwolle schneller frieren, wenn sie nicht in Bewegung sind. Das gilt unter anderem für kurzhaarige Tiere wie den Rhodesian Ridgeback oder kleine Windhundrassen. Zeigt das Gewöhnungs-Training hier nicht die gewünschte Wirkung, kann Schutzkleidung wie wärmende Hundmäntel oder -jacken helfen.
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Augsburg gewinnt den „Goldenen Fressnapf 2011“
6.12.2011 von admin.
Die Wahl zum „Goldenen Fressnapf 2011“ ist entschieden: Augsburg ist laut Analyse und Befragung der Fachmarktkette Fressnapf die hundefreundlichste Großstadt Deutschlands. Fressnapf belohnt Augsburgs Hundefreundlichkeit mit einer Spende von 5.000 Euro für ein Projekt, das die Situation der Hunde in Augsburg weiter verbessern soll. Der zweite Platz geht an Frankfurt, drittplatzierte Stadt ist der Vorjahressieger München. Der „Goldene Fressnapf“ wird alljährlich an Städte verliehen, die sich mit dem größten Engagement für Hundebesitzer und ihre vierbeinigen Freunde einsetzen. Dafür hat Fressnapf 40 Großstädte ab 200.000 Einwohnern in fünf Bewertungskategorien untersucht. Zudem waren Fressnapf-Kunden und Hundehalter aufgerufen, via Internet die Hundefreundlichkeit ihrer Stadt zu bewerten.
Augsburg mit überzeugendem Gesamtpaket
Augsburg hat zwar nicht in allen Bereichen „die Schnauze vorn“, allerdings sorgt die Summe aller Ergebnisse aus den Einzelkategorien dafür, dass die drittgrößte Stadt in Bayern auf dem Siegertreppchen ganz oben steht. Die Augsburger selber haben ihrer Stadt in Sachen Hundefreundlichkeit mit der Bewertung „sehr hundefreundlich“ unter allen 40 Städten die dritthöchste Wertung gegeben. Augsburg kann des Weiteren mit der Anzahl der Kotbeutelspender punkten: Sie liegt mit 175 im Vergleich zu anderen Großstädten im oberen Segment. So geht die Stadt effektiv gegen das Problem der tierischen Hinterlassenschaften vor. Mit 75 Euro für den ersten Hund liegt Augsburg zudem bei der Hundesteuer deutlich im unteren und damit günstigen Segment. Geht man davon aus, dass die Hundesteuer ordnungspolitisches Instrument zur Begrenzung der Hundeanzahl in einer Stadt ist, so sind Hunde in Augsburg offensichtlich herzlich willkommen! Für die Mobilität im öffentlichen Raum sehr wichtig: die Mitnahme eines Hundes ist im Augsburger Personennahverkehr kostenlos. Schließlich gibt es für den gesamten Innenstadtbereich keinen generellen Leinenzwang. Zwar gibt es in Augsburg keine speziell gekennzeichneten Hundefreilaufflächen, doch ist dieser Umstand der nicht vorhandenen Leinenpflicht geschuldet. Alles zusammen entscheidende Kriterien, die Augsburg zu der hundefreundlichsten Großstadt Deutschlands machen und Grund genug, dass sich Vierbeiner sowie deren Halter in Augsburg sprichwörtlich „pudelwohl“ fühlen können.
Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl wertet den Gewinn des „Goldenen Fressnapfs 2011“ „als sehr erfreuliche Anerkennung von Rahmenbedingungen, die dazu beitragen, dass Mensch und Hund gut in Augsburg miteinander auskommen. Viele Menschen wissen einen Hund als Begleiter und oft auch als einzigen Freund zu schätzen. Eine solche Hundefreundschaft ist ein ganz wunderbares Geschenk. Auch ich mag Hunde sehr und freue mich darüber, dass der ‚Goldene Fressnapf‘ in diesem Jahr an Augsburg geht. Ich danke dem Unternehmen herzlich für das Preisgeld. Es kommt der Tierfutternothilfe e.V. und damit dem Wohl vieler Vierbeiner zugute.“
Deutschlands Hundehalter hatten die Wahl
Deutschlands Hundehalter hatten bei der Erhebung selber die Chance, via Internet ihre Stimme für die Hundefreundlichkeit ihrer Großstadt abzugeben. In den Augen der Hundehalter erwiesen sich die Anzahl der Hundefreilaufflächen, die Anzahl der Hundekotbeutelspender sowie die Höhe der Hundesteuer als wichtigste Faktoren für die Hundefreundlichkeit der Städte. Weniger wichtig bewerteten die Hundehalter Kosten für Hunde im öffentlichen Personennahverkehr sowie die Leinenpflicht. 12 Prozent der Hundehalter bewerten ihre eigene Stadt als sehr hundefreundlich. Rund 77 Prozent halten ihre Stadt generell für hundefreundlich. Nur 11 Prozent gaben an, dass die eigene Stadt nicht hundefreundlich bzw. überhaupt nicht hundefreundlich ist. Die Ergebnisse der Umfrage machen deutlich, dass das Miteinander zwischen Mensch und Hund nicht nur auf dem Land gut funktioniert. „Gegenseitiges Verständnis und Rücksichtnahme sollte in Zukunft für Städter mit und ohne Hund an erster Stelle stehen – und das gilt es, weiter zu fördern“, erklärt Fressnapfs Unternehmenssprecher Achim Schütz.
Fressnapf-Studie nimmt Großstädte unter die Lupe
Die Fressnapf-Studie hat interessante Erkenntnisse rund ums Thema Hund und Großstadt hervorgebracht. So haben Hundefreunde aus den 40 Großstädten die Anzahl der Hundefreilaufflächen als wichtigstes Kriterium für die Hundefreundlichkeit ihrer Stadt gewertet. Besonders hervorgetan haben sich dabei die Städte Frankfurt, Nürnberg, Bielefeld und München, die keine generelle Leinenpflicht vorschreiben und zusätzlich noch spezielle Hundefreilaufflächen ausweisen. Damit bieten diese Städte Hundehaltern und ihren vierbeinigen Begleitern besonders viel Freiraum zum Laufen, Spielen und Tollen. Hundekotbeutelspender sind Deutschlands Hundehaltern, so belegt die Fressnapf-Studie, besonders wichtig und gehören folgerichtig inzwischen in fast allen Städten zum „guten Ton“. Besonders bürgernah agiert hier Erfurt, der Gewinner des „Goldenen Fressnapfs 2009“: Auf Nachfrage gibt es dort im Bürgerbüro kostenlose Hundekotbeutel zum Mitnehmen. Besonders kreativ geht Nürnberg gegen die ärgerlichen Hundehaufen vor: Sie setzen zwei mobile Hundekotsauger ein, die Fressnapf sponsert. Nur Leipzig, Bochum und Gelsenkirchen bieten keine Hundekotbeutel an. Die Kosten, mit dem eigenen Hund den öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen, bewerteten die Hundebesitzer als eher zweitrangig. Die Verkehrsverbünde Rhein-Ruhr, Berlin-Brandenburg, München und Hamburg beispielsweise zeigen sich hier großzügig und hundefreundlich: Hunde fahren auf dem Fahrticket des Herrchens oder Frauchens kostenlos mit! In Berlin muss ein ermäßigter Preis für jeden Hund gezahlt werden. In Stuttgart muss sogar ein Kinderticket für den vierbeinigen Liebling gelöst werden.
Vier Pfoten für glückliche Zweibeiner
Der Hund ist das zweitbeliebteste Haustier Deutschlands und gilt als treuester Freund des Menschen. Längst wird der vierbeinige Begleiter als Familienmitglied gezählt, ist Begleiter und Beschützer, manchmal aber auch Seelentröster oder Therapeut. Gerade für ältere Menschen ohne großes soziales Umfeld ist der Hund ein unverzichtbarer Gefährte im Alltag. Er ist immer da ist, schenkt einem Aufmerksamkeit und Zuneigung. Dies ist Grund genug für Fressnapf, die Stadt zu ehren, die eben dies zu schätzen weiß und besonderen Wert auf die Situation für Hundehalter legt. Die Auszeichnung „Goldener Fressnapf” soll ein Anreiz für andere Städte sein, mehr Engagement für Vierbeiner zu zeigen. Dazu Achim Schütz: „Unser Anliegen ist es, Deutschlands Städte und Gemeinden zu ermuntern, inmitten des Großstadtdschungels eine Hundehaltung zu ermöglichen, die die Bezeichnung artgerecht und lebenswert verdient. Zusätzlich wollen wir die Behörden und Bürger zur Diskussion anregen, sich mit dem Thema Mensch und Hund in der Großstadt auseinanderzusetzen.”
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Welttierschutztag: Deutscher Tierschutzbund fordert neues Tierschutzgesetz
12.10.2011 von admin.
Der Deutsche Tierschutzbund und die ihm angeschlossenen über 700 Mitgliedsvereine forderten zum Welttierschutztag ein neues Tierschutzgesetz. „Für ein neues Tierschutzgesetz” heißt die dazugehörige Kampagne. Der Tierschutz steht seit 2002 als Staatsziel im Grundgesetz. Trotzdem hat sich an der realen Situation der Tiere wenig geändert. Die vorhandene Gesetzgebung muss daher dringend angepasst werden.
„Anders als es das Staatsziel erfordert, ist das Tierschutzgesetz in Wahrheit noch immer ein Tier-Nutz-Gesetz. Das kann nur eine Konsequenz haben: Wir brauchen ein neues Gesetz, wie es von der Bevölkerung unterstützt wird und das die Tiere auch wirklich schützt”, fordert Thomas Schröder, der am Wochenende zum neuen Präsidenten des Deutschen Tierschutzbundes gewählt wurde. Tiere werden in der Landwirtschaft für die Intensivhaltungssysteme „zurechtgestutzt”: Hühnern werden die Schnäbel abgeschnitten, Ferkel ohne Betäubung kastriert, Rinder unter Schmerzen enthornt. Alles tierschutzwidrige Handlungen, durch das derzeitige Tierschutzgesetz gedeckt. Auch deshalb fordert der Verband das Tierschutz-Klagerecht für anerkannte, seriöse Tierschutzorganisationen. Dieses Instrument ermöglicht einen besseren Vollzug des Tierschutzgesetzes.
Über 2,8 Millionen Tiere werden in Tierversuchen „verbraucht”, ohne dass es zwingende Vorschriften gibt, nach Alternativen ohne Tierversuche zu forschen. Den Heimtierschutz hat der Gesetzgeber bislang kaum konkretisiert: Der qualvolle Heißbrand von Pferden ist in Deutschland noch immer zulässig. Immer noch können private Hinterhofzüchter Hündinnen als Gebärmaschinen missbrauchen. Lösungskonzepte, um der Problematik der Sammelwut, dem sogenannten Animal Hoarding, zu begegnen, fehlen bis heute. Eine verpflichtende Kennzeichnung und Registrierung von Hunden und Katzen fehlt, um u. a. dem Aussetzen von Tieren vorzubeugen und entlaufene Tiere besser wiederfinden zu können. Exotische Tiere werden in Wohnzimmern und Vorgärten gehalten und leiden unter nicht artgerechter Haltung, Wildtiere leiden in der Zirkusmanege. “Unsere bittere Quintessenz: das derzeitige Tierschutzgesetz ist grausam und einer ethisch verantwortlichen Gesellschaft unwürdig”, so Schröder.
Des Weiteren fordert der Verband, dass die Kostenerstattung für die Versorgung von Fundtieren und herrenlosen Tieren in den Tierheimen verbindlich geregelt und die finanzielle Ausstattung des karitativen Tierschutzes als Bundesaufgabe im Tierschutzgesetz festgeschrieben wird. Darüber hinaus ist aber eine finanzielle Soforthilfe für die Tierheime nötig. „Die Tierheime übernehmen immer mehr staatliche Aufgaben, ohne kostendeckende Erstattung. Die Kommunen nehmen jährlich über 250 Mio. EUR aus der Hundesteuer ein. Davon benötigen wir 20 Prozent als Rettungsschirm für Tierheime”, fordert Wolfgang Apel, der am Wochenende zum Ehrenpräsidenten des Deutschen Tierschutzbundes ernannt wurde.
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Die Internet-Communities dogSpot und catSpot suchen Deutschlands schönste Hunde und Katzen – für den Tierschutzkalender 2012. Der Verkaufserlös geht als Spende an die Tierschutzorganisation TASSO e.V.
7.10.2011 von admin.
Karlsruhe/Hattersheim, 05.10.2011 (profact) – Noch bis zum 13. Oktober können Hunde- und Katzenfans tolle Fotos ihres Vierbeiners bei dogSpot beziehungsweise catSpot hochladen. Die Mitglieder der Communities nominieren anschließend die schönsten Kalendermotive. Anfang November schließlich wählt eine fachkundige Jury jene Fotos aus, die jeweils einen Monat lang im Tierschutzkalender 2012 zu sehen sein werden.
„Die Erlöse des Verkaufs kommen direkt unserer Tierschutzarbeit zugute“, freut sich Philip McCreight von TASSO. „Jeder Hunde- oder Katzenbesitzer sollte deshalb zur Kamera greifen, seinen Liebling fotografieren und die Bilder hochladen.“
Weitere Informationen zum Tierschutzkalender 2012 sind unter www.dogspot.de/tierschutzkalender und www.catspot.de/tierschutzkalender zu finden.
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Vorbildlicher Tierschutz im In- und Ausland wurde mit insgesamt 16.000 Euro honoriert
7.10.2011 von admin.
Hattersheim, 05.10.2011 (profact) – Zum vierten Mal hat TASSO den Tierschutzpreis „Die Goldene Pfote“ vergeben, ausgezeichnet wurden vorbildliche Projekte im In- und Ausland.
Der mit 5000 Euro dotierte 1. Preis in der Kategorie „International“ ging an „Perros en Puerto A.C.“. Der Verein betreut in Mexiko ausgehungerte und kranke Straßenhunde. Unter den nationalen Preisträgern konnte die Initiative „Starke Handicap Pfoten“ die meisten Jurystimmen auf sich vereinen. Die engagierten Tierschützer aus dem niedersächsischen Bohlsen ermöglichen Hunden mit Handicap über ein spezielles Training neue Lebensfreude. TASSO belohnte die Initiative ebenfalls mit 5000 Euro.
Mit seinem Engagement für bulgarische Straßenhunden eroberte der Verein „Deutsch-Bulgarische Straßentier-Nothilfe“ aus dem hessischen Homberg den 2. Platz im internationalen Bereich. In der nationalen Endausscheidung belegte die „Stiftung Hof Butenland“ aus Butjadingen in Niedersachsen den gleichen Rang. Die Tierschützer von der Nordseeküste widmen sich in erster Linie alten Milchkühen, denen sie in einem „Kuh-Altersheim“ noch viele schöne Jahre ermöglichen. Beide Preisträger erhielten 2000 Euro als Unterstützung für ihre laufenden Projekte. Die dritten Plätze gingen an „Cani F.A.I.R.“ aus Ungarn (Rettung und Unterbringung von Straßenhunden) und das „Tierheim Herzsprung“ aus Brandenburg, dessen Mitarbeiter vollkommen ehrenamtlich arbeiten und das sich in erster Linie um alte, kranke und verhaltensauffällige Tiere kümmert. Das Preisgeld betrug jeweils 1000 Euro.
Über 100 Vereine und Privatpersonen hatten sich für die diesjährige „Goldene Pfote“ beworben, 24 von ihnen kamen in die Endauswahl. Die Bewertung der eingereichten Wettbewerbsformulare übernahm eine Experten-Jury. Ort der Preisverleihung war wie auch in den Vorjahren das Tierschutzzentrum Pfullingen des Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt). Als Schirmherrin konnte die Künstlerin Dunja Rajter gewonnen werden.
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ZZF lehnt Hundeverkauf im Zoofachhandel ab
7.10.2011 von admin.
Wiesbaden - Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) lehnt den Verkauf von Hunden im Zoofachhandel ab. In den „Heidelberger Beschlüssen“ haben sich die ZZF-Mitglieder bereits vor sechs Jahren verpflichtet, keine Hunde im Zoofachhandel zu präsentieren (Vermittlung und vermittelnder Verkauf sind erlaubt). In den Heidelberger Beschlüssen wird die vermittelnde Zusammenarbeit mit Tierheimen und Züchtern ausdrücklich empfohlen.
Die grundsätzliche Position des ZZF ergibt sich aus folgenden Überlegungen:
Bei Welpen stellt die Prägungsphase außerordentlich hohe Anforderungen an die Bezugspersonen und Umgebung der Tiere. Diese Anforderungen sind gegenwärtig im Zoofachhandel nur sehr schwer zu erfüllen. Der Zoofachhandel stellt für den Hund eine Art „Zwischenrudel“ mit wechselndem Pflegepersonal und mit nur kurzfristig miteinander vergesellschafteten Artgenossen dar. Fachleute befürchten deshalb erhebliche Sozialisierungsprobleme mit allen sich daraus zunächst für die Halter und dann insbesondere für den jeweiligen Hund ergebenden negativen Konsequenzen: Sozialisierungsschwierigkeiten sind eine der häufigsten Ursachen für die Abgabe von Hunden in Tierheimen.
Das zweite Problem stellt die Herkunft der im Zoofachhandel anzubietenden Hunde dar. Die in Verbänden organisierten Hundezüchter haben entschieden, keine Hunde über den Zoofachhandel zu verkaufen. Einzelne Zoofachhändler mögen dieses Problem auf regionaler Ebene lösen können, weil sie über Kontakte zu Züchtern verfügen, die nicht in den Züchterverbänden Mitglied sind. Sollte der Hund bundesweit Bestandteil des üblichen Lebendtiersortiments werden, befürchtet der ZZF, dass im Zoofachhandel viele Welpen aus unter Tierschutzaspekten fragwürdigen Quellen (Massenzuchten) angeboten würden. Darüber hinaus steht zu befürchten, dass die tierseuchenrechtlichen Bestimmungen, deren Einhaltung insbesondere für die Gesundheit der bereits vorhandenen Hunde von Bedeutung ist, missachtet oder umgangen würden.
Die Heidelberger Beschlüsse für den Tierschutz im Zoofachhandel finden Sie hier
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Messe „Jagd und Hund“: Marktführer in Sachen Tiere töten
3.2.2011 von admin.
Anlässlich der in Dortmund beginnenden Messe „Jagd und Hund” kritisiert der Deutsche Tierschutzbund die Jagdveranstalter. Nüchtern wirbt die Messe im Veranstaltungskalender mit einem „Produkt- und Dienstleistungsangebot mit den Schwerpunkten in den Bereichen Jagd sowie Angeln”. Jährlich sterben beim „Volksport Jagd” mehr als fünf Millionen Wildtiere in Deutschland, obwohl es für den Abschuss der meisten jagdbaren Tierarten keinerlei ökologische Notwendigkeit gibt. Darüber hinaus werden geschätzt jedes Jahr über Hunderttausend Katzen und einige Tausend frei laufende Hunde von Jägern erschossen. Die offiziellen Zahlen belegen allein für NRW den Tod von fast 40.000 Katzen in den letzten drei Jahren. Der Deutsche Tierschutzbund erneuert daher seine Forderung nach einer grundlegenden Novellierung des deutschen Jagdrechts.
Das Jagdwesen in Deutschland wird wichtigen Grundsätzen des Tierschutzes nicht gerecht. Wer die ethische Verantwortung für die Mitgeschöpfe ernst nimmt, kann Jagd nur dann rechtfertigen, wenn sie sich nach sorgfältiger wissenschaftlicher Prüfung als ökologisch erforderlich erweist und Tiere dadurch von Leiden erlöst oder vor Leiden bewahrt werden. „Unter dem Deckmantel des angewandten Naturschutzes werden in Deutschland Dutzende von Tierarten erbarmungslos und ohne ökologische Notwendigkeit bejagt. Dies geschieht zum Teil mit Methoden, die absolut grausam und tierquälerisch sind”, so Thomas Schröder, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Tierschutzbundes.
Zur Umsetzung der notwendigen Veränderungen des Jagdwesens und des Jagdrechts in Deutschland muss das Bundesjagdgesetz als Rahmen grundlegend reformiert werden. Einzelne Jagdpraktiken, z.B. die Jagdhundeausbildung an lebenden Enten oder tierschutzwidrige Jagdmethoden wie die Fallenjagd und die Verwendung von Bleischrot, müssen verboten werden, fordert Europas größte Tierschutzorganisation.
Weiteres Problem des Jagdgesetzes: die Pauschalregelung zum Abschuss von Haustieren. Laut derzeitiger Regelung können Jäger wildernde Hunden und Katzen abschießen. In der Praxis bedeutet dies: Eine Katze kann bereits dann abgeschossen werden, wenn sie wenige Hundert Meter von einem Wohnhaus entfernt über eine Wiese läuft oder vor einem Mauseloch sitzt. Dass die Katze in diesem Fall gar keine Gefahr für das Wild darstellt, ist dabei völlig irrelevant. „Es kommt auch immer wieder vor, dass Hunde ohne ersichtlichen Grund getötet werden, selbst dann wenn sie nur einige Meter vom Halter entfernt durch den Wald laufen. Das ist unglaublich”, so Schröder abschließend.
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