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Autos werden wieder zur tödlichen Falle für Hunde

Der Sommer naht mit großen Schritten und mit den steigenden Temperaturen ist auch wieder die Zeit gekommen, Hundehalter vor einer großen Gefahr für ihre tierischen Lieblinge zu warnen: Dem Auto. Nach wie vor sterben in Deutschland jedes Jahr Hunde, weil ihre Halter sie im Fahrzeug zurücklassen. Dabei gilt: Ein Hund gehört nicht ins abgestellte Auto, wenn es warm ist.

Noch immer wissen viele Hundehalter nicht darüber Bescheid, wie gefährlich das im Autozurücklassen ihres Tieres wirklich ist. Bereits im März hat es in diesem Jahr die ersten Fälle gegeben, bei denen Hunde nur knapp gerettet worden sind. „Schon ab 20 Grad darf der Hund nicht im Auto zurückgelassen werden“, erklärt Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V. Bereits ab dieser Temperatur heizt sich das Innere des Fahrzeuges binnen kürzester Zeit auf extreme Temperaturen auf. Eine große Gefahr für die Tiere, die in diesem „Backofen“ auf die Rückkehr ihrer Halter warten müssen.

Auch wer die Seitenscheiben seines Autos ein Stück herunter lässt, bevor er weggeht, bringt seinen Hund dennoch in große Gefahr: „Das genügt nicht, um die notwendige Kühlung zu bringen“, sagt der TASSO-Leiter. Parken im Schatten ist ebenfalls ein häufig unterschätztes Risiko, denn auch dort kann sich ein Auto aufheizen. Außerdem wandert die Sonne. Sogar wer seinem Hund einen mit Wasser gefüllten Napf hinstellt, wiegt sich in falscher Sicherheit. Das Wasser kann umkippen oder ausgetrunken werden, während der Hund noch immer unter der Hitze leidet.

Hunde schwitzen völlig anders als Menschen. Ihren Wärmehaushalt kontrollieren sie über das Hecheln. Schon kurze Zeit in dieser Hitze ist gefährlich für die Tiere. Wenn die Hunde überhitzt sind und zu viel Flüssigkeit verloren haben, droht ein Kreislaufkollaps und damit auch der Tod.

Um die Tiere vor einem solchen qualvollen Tod zu schützen, macht TASSO regelmäßig im Frühjahr auf dieses wichtige Thema aufmerksam und bietet kostenlose Informationskarten und Plakate an. Sie können unter www.tasso.net/hund-im-backofen angefordert werden. Inhaber von Geschäften, Gastronomiebetrieben und Firmen, die ihren Kunden gestatten, Hunde mitzubringen, können dort auch ein „Hunde willkommen“-Schild zum Aushängen anfordern. Denn jeder Hund, der seinen Halter begleiten darf, muss nicht im backofenheißen Wagen zurückbleiben.

Wer an einem warmen Tag einen Hund im Auto sieht und eine Notsituation für das Tier erkennt, sollte sofort versuchen, den Halter ausfindig zu machen und anderenfalls die Polizei informieren. Weitere Tipps für den Ernstfall hat TASSO hier zusammengefasst: www.tasso.net/hund-im-backofen

Hilfe gegen Reisekrankheit beim Hund

Manche Hunde lieben das Autofahren und können es kaum abwarten, bis es losgeht. Andere werden nervös, hecheln, bellen, zittern oder müssen sich sogar im Fahrzeug übergeben. In den meisten Fällen ist die Übelkeit eine Auswirkung von Angst. So hat der Hund möglicherweise die Trennung von der Mutter und den Geschwistern oder einen Unfall negativ mit dem Autofahren verknüpft. Schafft man es, dem Hund die Angst zu nehmen, bedeutet dies meist auch den Sieg über die Reisekrankheit.

Um Hunden in stressreichen Situationen, wie dem Autofahren, zu helfen und die Angst zu nehmen, haben Tierärzte eine spezielle Produktreihe entwickelt. Diese enthält eine synthetische Nachbildung des natürlichen Beruhigungspheromons, das von der Mutterhündin gebildet wird, um ihren Welpen ein Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit zu vermitteln. Dieser vertraute Botenstoff hilft Hunden jeden Alters dabei, Autofahrten nicht mehr als bedrohlich zu empfinden und ruhig und entspannt zu bleiben. 15 Minuten vor Fahrtbeginn empfiehlt sich, das Spray, etwa von Adaptil, in die Transportbox oder den Kofferraum zu sprühen und so für Geborgenheit während der Fahrt zu sorgen.

Schritt für Schritt die Angst nehmen

Eine Reduzierung des Angst- und Stresslevels geht am besten in ganz kleinen Schritten, bei denen man dem Vierbeiner vermittelt, dass vom Auto nichts Schlechtes ausgeht:
– Zunächst wird das ruhige Sitzen im Auto geübt, während das Auto stillsteht und der Motor nicht läuft.
– Um das Auto mit etwas Positivem zu verbinden, gibt man Leckerlis, spielt oder kuschelt mit dem Hund im Fahrzeuginneren.
– Die Übungseinheiten sollten kurz gehalten werden und den Hund nicht überfordern.
– Im nächsten Schritt wird das Einsteigen in das Auto mit laufendem Motor geübt. Kleine Snacks als Lob und zur Ermutigung sind erlaubt.
– Sobald das problemlos klappt, kann man mit kurzen Fahrten beginnen, die man bei Erfolg allmählich verlängert.

Positive Atmosphäre schaffen

Um für den Hund eine positive Atmosphäre zu schaffen und die Lernerfolge zu unterstützen, empfiehlt es sich, ein spezielles Halsband, das ebenfalls Pheromone freisetzt, anzulegen. Das Halsband unterstützt den Hund zusätzlich am Ferienort, indem es Sicherheit und Geborgenheit in der neuen Umgebung und bei aufregenden Ereignissen, wie Feuerwerk oder Menschenmengen vermittelt.
Die Produkte sind erhältlich beim Tierarzt oder im Zoofachhandel. Mehr Informationen und Links zu Onlineshops findet man unter www.adaptil.de.

Hunde willkommen

Wanderungen in weitläufiger Landschaft, durch grüne Wälder und über blühende Wiesen – das gefällt Zwei- und Vierbeinern gleichermaßen. Gegenden wie der Bayerische Wald, in denen die Natur die Hauptrolle spielt, sind daher ideale Ziele für einen Wanderurlaub mit Hund. Eingebettet in das größte zusammenhängende Waldgebiet Mitteleuropas, gebildet von dem ältesten Nationalpark Deutschlands und dem tschechischen Nationalpark Sumava, liegt Philippsreut. Die Grenzgemeinde im Landkreis Freyung-Grafenau dürfte zu den hundefreundlichsten Kommunen im Bayerischen Wald zählen.

Füße und Pfoten im Speichersee erfrischen

Zu den speziellen Angeboten für Mensch und Tier gehören zum einen abwechslungsreiche Möglichkeiten des gemeinsamen Auslaufs, beispielsweise geführte Wanderungen mit Hund. Dazu kommen zahlreiche hundefreundliche Gastgeber, Trainingsangebote in der Hundeschule und sogar Wellness-Angebote für die Vierbeiner. Unter www.philippsreut.de gibt es weitere Informationen zur Region und zahlreiche Wandertipps. Zu den genussvollen Grenzerfahrungen für Herrchen oder Frauchen gehört beispielsweise der Rundblick vom Aussichtsfelsen des 1.139 Meter hohen Almbergs über die ursprüngliche Mittelgebirgslandschaft bis ins benachbarte Tschechien. Beim Rückweg über die bequeme Forststraße kann man Füße und Pfoten im großen Speichersee erfrischen.

Attraktive Wanderrouten

Durch die Gemeinde Philippsreut führen der Goldsteig, der längste Wanderweg Deutschlands, der europäische Fernwanderweg E6 sowie der Pilgerweg Via Nova. Wer beim Wandern gerne Natur- und Kulturgenuss verbindet, begibt sich am besten auf den Themenwanderweg „Von Kapelle zu Kapelle“. Ein Muss ist dabei ein Besuch der Tusset-Kapelle im tschechischen Stozec. Den Weg dorthin kann man verkürzen mit den sogenannten Igel- und Linienbussen, deren Benutzung mit dem Gästeservice-Umwelt-Ticket kostenlos ist. Praktisch für alle, die es bei einer kleinen Gassirunde belassen wollen: Eine originalgetreue Kopie der Wallfahrtskapelle steht seit 1985 in Philippsreut.

Tierschutzexperten raten weiterhin vom Urlaub mit Hund in Dänemark ab

Mit dem Auto gut erreichbar, mildes Klima, Dünen und Strand – Auf den ersten Blick erscheint ein Urlaub in Dänemark für Menschen mit Hund nahezu perfekt. Doch das dänische Hundegesetz ist alles andere als hundefreundlich. Ein Beißvorfall kann bereits die Beschlagnahmung des Hundes und im schlimmsten Fall seinen Tod zur Folge haben.

Auch wenn Dänemark vor mittlerweile zwei Jahren Änderungen am landeseigenen Hundegesetz vorgenommen hat, warnen die Tierschutzorganisationen TASSO e.V. und VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz sowie der Verband für das deutsche Hundewesen (VDH) dennoch vor Reisen mit dem Hund nach Dänemark.

Das seit dem 1. Juli 2010 geltende Verbot von 13 als gefährlich eingestuften Hunderassen hat weiterhin Bestand. Danach dürfen American Bulldogs, American Staffordshire Terrier, Boerboels, Dogo Argentinos, Fila Brasileiros, Kangals, Kaukasische Owtcharkas, Pitbull Terrier, Sarplaninacs, Südrussische Owtcharkas, Tornjaks, Tosa Inus und Zentralasiatische Owtcharkas in Dänemark weder gezüchtet noch gehalten und auch nicht eingeführt werden.

Hundehalter, insbesondere auch Touristen, deren Tiere einer dieser verbotenen Rassen angehören, müssen mit einer polizeilichen Beschlagnahmung und gegebenenfalls auch Tötung ihrer Vierbeiner rechnen. Auch Hunde, die in ihrem Aussehen einer der im Gesetz genannten Rassen ähneln, sind davor nicht gefeit. Dies kann insbesondere Mischlingshunde betreffen. Die Halter müssen im Fall der Fälle eindeutig mittels Herkunftsnachweisen belegen können, dass ihr Tier keiner der gelisteten Rassen angehört.

Auch Hunde, die auf dänischem Boden in einen Beißvorfall verwickelt sind, kann dieses Schicksal treffen. Seit dem 1. Juli 2014 entscheiden nicht mehr die Polizeibeamten, sondern sogenannte „dog experts“ (Hundesachverständige) darüber, ob der betreffende Hund getötet wird. „Leider ist in der Gesetzgebung auch nach zwei Jahren immer noch nicht festgelegt, welche Ausbildung diese Personen überhaupt haben müssen. Immerhin entscheiden sie über Leben oder Tod eines Lebewesens“, kritisiert Udo Kopernik, Pressesprecher des VDH, diese Bestimmung.

Offiziellen Angaben des dänischen Landwirtschaftsministeriums zufolge wurden bisher über 600 Hunde auf Basis des dänischen Hundegesetzes getötet, die dänische Organisation fairdog schätzt diese Zahl jedoch weitaus höher ein.

Die Tierschutzorganisationen TASSO und VIER PFOTEN sowie der VDH haben bereits in der Vergangenheit deutliche Kritik an der dänischen Hundegesetzgebung, insbesondere an der rassebezogenen Gefährlichkeitseinstufung von Hunden geäußert.

„Das Gefährlichkeitspotential eines Hundes ist von vielen rasseunabhängigen Faktoren wie beispielsweise menschlichem Fehlverhalten abhängig“, weiß Sarah Ross, Heimtierexpertin bei VIER PFOTEN. „Kein Hund ist von Geburt an bissig oder gefährlich.“

Für Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei TASSO, sind Rasselisten grundsätzlich eine haltlose Maßnahme: „Hunde pauschal aufgrund ihrer Rassezugehörigkeit als gefährlich einzustufen, ist wissenschaftlich unhaltbar. Rasselisten, ganz gleich ob in Dänemark oder Deutschland, gaukeln lediglich eine Scheinsicherheit vor, leisten aber keinen effektiven Beitrag zum Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden.“

Hundehalter, die ihren Urlaub mit ihrem Vierbeiner in Dänemark verbringen möchten, sollten sich zum Schutz ihrer Tiere vorab unbedingt umfangreich informieren. Besonders zu beachten ist die Pflicht, Hunde an den dänischen Stränden zwischen dem 1. April und dem 30. September an der Leine zu führen.

Sicher und gut vorbereitet mit dem Hund in den Urlaub

Für Hundehalter gehört der Vierbeiner zur Familie. Dass er sein „Rudel“ in den Urlaub begleitet, ist daher oft selbstverständlich. Bei einer Reise mit dem Hund ist jedoch Vorbereitung notwendig, denn es gilt einiges zu beachten. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. gibt Tipps für einen entspannten Urlaub mit Vierbeiner.

Wenn in den kommenden Wochen wieder tausende Menschen in Richtung Urlaub starten, darf der Familienhund natürlich nicht fehlen. Gerade bei Reisen mit dem Zug oder mit dem Auto nehmen die Deutschen ihren vierbeinigen Liebling gerne mit. Viele Anbieter von Ferienwohnungen und Hotels sind bereits auf Reisende mit Hunden eingestellt und gestatten das Mitbringen des Vierbeiners. Das sollte natürlich immer schon bei der Buchung geklärt werden.

Transponder und Registrierung dürfen nicht fehlen

„Weil der Urlaubsort, egal ob in Deutschland oder im Ausland für den Hund immer fremd sein wird, ist es gerade dann besonders wichtig, dass das Tier bei TASSO registriert ist“, betont TASSO-Leiter Philip McCreight. Bei der Registrierung wird die Nummer des Transponders, der umgangssprachlich auch Mikrochip genannt wird, gemeinsam mit den Daten des Halters in der TASSO-Datenbank hinterlegt. Nur so kann ein entlaufendes Tier auch am Urlaubsort schnell wieder mit seiner Familie zusammengebracht werden. Damit es aber gar nicht erst soweit kommt, dass ein Tier ausbüxt, rät Philip McCreight: „Reisende sollten den Hund sowohl während der Pausen auf der Fahrt als auch die ersten Tage am Urlaubsort anleinen.“ Vor einer weiten und anstrengenden Reise ist es zudem ratsam, noch einmal Rücksprache mit dem Tierarzt zu halten, damit sichergestellt ist, dass die Reise nicht zu viel für das Tier wird.

Die Anreise an den Urlaubsort muss gut geplant werden. Das optimale Verkehrsmittel ist das Auto. Es bietet dem Hund den größten Komfort, weil regelmäßige Pausen eingelegt werden können. Flugreisen bedeuten für Hunde oft großen Stress, besonders wenn die Tiere größer sind und im Frachtraum reisen müssten. Für Bahnfahrten benötigen Hunde ein eigenes Ticket, müssen häufig einen Maulkorb tragen und die Enge in den Zügen kann schnell stressig werden. Vor allem aber ist es bei einer Reise mit der Bahn nicht möglich, dem Tier regelmäßige Pausen zu gönnen.

Im Auto sichern und regelmäßig pausieren

Geht es mit dem Auto in den Urlaub, muss der Hund unbedingt angemessen gesichert werden. Etwa alle zwei Stunden sollte eine Pause eingelegt werden, in der der Vierbeiner frisches Wasser trinken und spazieren gehen kann. Da viele Hunden im Auto schnell unter Übelkeit leiden, ist es ratsam, sie etwa vier bis sechs Stunden vor Abfahrt das letzte Mal zu füttern. Es macht den Tieren nichts, einige Stunden ohne Futter auszukommen. Im Auto sollten die Fenster während der Fahrt geschlossen bleiben und die Klimaanlage darf nicht zu stark einstellt sein, da Hunde leicht eine Bindehautentzündung bekommen. Und natürlich gilt auch für die Pause auf dem Rasthof die Regel, einen Hund an warmen Tagen niemals im Auto zurückzulassen.

Heimtierausweis und Transponder sind Pflicht

Führt die Reise ins Ausland, ist es wichtig, dass der Halter einen EU-Heimtierausweis für sein Tier hat. Weiterhin ist die Kennzeichnung mit dem Transponder vorgeschrieben. Urlauber sollten vor Reiseantritt unbedingt die Einreisebestimmungen klären und sich darüber informieren, welche Vorschriften vor Ort gelten. In einigen Ländern müssen bestimmt Rassen zum Beispiel einen Maulkorb tragen, manchmal gilt Leinenpflicht, oder Hunde dürfen nicht mit ins Restaurant.

Die TASSO-Checkliste für das tierische Reisegepäck:

• Für die Sicherheit: Heimtierausweis mit Informationen zu den letzten Impfungen, Telefonnummer des Ansprechpartners bei der Haftpflichtversicherung und die Adresse eines Tierarztes vor Ort

• Für die Fahrt und den Aufenthalt: Transportbox, Maulkorb (wenn nötig), Leine, Hundekissen oder Körbchen sowie Decke und Spielzeug

• Für Hygiene und Hunger: Fressnapf, Kot-Tüten, Handtuch Kamm und Bürste, Futter und Leckerlies

• Für die Gesundheit: Reiseapotheke mit den Medikamenten, die das Tier benötigt, Mitteln gegen Reiseübelkeit und Durchfall, Wund- und Desinfektionsspray, Tücher zum Reinigen der Augen und Pfoten, Zeckenzange und Verbandsmaterial

Mit einer gründlichen Vorbereitung und etwas Rücksicht auf die Bedürfnisse des Vierbeiners steht einer erholsamen Urlaubsreise mit dem Hund nichts im Wege.

Den Sommer mit Hund geniessen

Der Hund gilt als der beste Freund des Menschen – und fast alles, was es für Zweibeiner gibt, wird auch für Vierbeiner angeboten. Der neueste Trend: Reisebüros und -führer für Hunde. Denn damit der Urlaub für alle Beteiligten erholsam wird, will er richtig vorbereitet sein. Das beginnt schon bei der Wahl des Reiseziels.

Manche mögen’s heiß – Hunde nicht

Da Hunde nicht schwitzen können, macht ihnen die Hitze in südlichen Ländern zu schaffen. Besser geeignet für den gemeinsamen Trip sind zum Beispiel ein Badeurlaub an der Nordsee oder ein Wanderurlaub in den Alpen. „Hundehalter, die mit ihrem Vierbeiner ins Ausland reisen möchten, sollten sich vorher über Einreisebestimmungen, länderspezifische Tierkrankheiten und entsprechende Vorsorgemaßnahmen informieren“, rät Franziska Obert, Expertin der Agila Haustierversicherung. Für Reisen innerhalb der EU benötigen Hunde einen Heimtierausweis, in dem Angaben über Tier und Halter sowie eine gültige Tollwutimpfung vermerkt sind. Außerdem muss der Hund einen Mikrochip zur Identifikation tragen. Über nationale Besonderheiten können die Botschaft des jeweiligen Landes oder das Veterinäramt Auskunft geben.

Sicher ans Ziel und wieder zurück

Auch die Anreise will gut geplant sein. Wichtig bei einer langen Autofahrt sind regelmäßige Pausen. Und die Klimaanlage sollte nie auf Hochtouren laufen, denn auch Hunde können sich erkälten. Die Bahn transportiert kleine Hunde kostenlos, große Vierbeiner zahlen die Hälfte des Erwachsenentarifs. Bei Airlines wie der Lufthansa reisen Hunde je nach Gewicht und Größe in der Passagierkabine oder im Frachtraum mit. Abschließend sollten die Besitzer prüfen, ob der Versicherungsschutz ihres Vierbeiners auch im Ausland greift. Agila-Expertin Obert erklärt: „Viele Anbieter übernehmen auch einen medizinisch notwendigen Rücktransport nach Deutschland oder erstatten einen Teil der Reisekosten, wenn der Urlaub wegen Reiseunfähigkeit des Hundes nicht angetreten werden kann.“ Eine Krankenversicherung für den Hund schont die Nerven – schließlich soll Urlaub der Erholung dienen.

Mit Hund und Skiern auf der Loipe

Fallen die ersten Schneeflocken freut sich auch Bello. Sportbegeisterte Hundehalter können die Freude am Schnee und den Bewegungsdrang ihrer Vierbeiner mit einer immer beliebter werdenden Wintersport-Art kombinieren: dem Skijöring. „Skijöring kommt ursprünglich aus Skandinavien und kann mit jedem Hund ausgeübt werden, der zieh- und lauffreudig ist“, sagt Werner Schaub vom Verband deutscher Schlittenhunde Sportvereine und selbst seit 30 Jahren begeisterter Skijörer.

Der Hundehalter ist beim Skijöring auf Skating-Skis unterwegs und über eine elastische Leine mit seinem Hund, der wie beim Schlittensport ein Zuggeschirr trägt, verbunden. „Wie bei allen Sportarten ist eine gewisse Kondition bei Hund und Mensch vorausgesetzt. Wichtig sind auch Grundkenntnisse im Skaten und ein gutes Gleichgewichtsgefühl“, erklärt Schaub.

Oberstes Gebot beim Skijöring: Niemals den Hund überholen, maximal darf sich der Halter auf Kopfhöhe des Tieres bewegen. Von hinten gibt er seinem Tier Befehle, wie „vorwärts“, „links abbiegen“, „rechts“, „Stopp“. „Es ist wichtig einen Hund zu haben, der auf Befehle gut hört“, erklärt der Experte. Zu Beginn ist es ratsam, sich langsam zu bewegen, damit der Hund lernt, Hindernisse wie Bäume, Sträucher, Gräben und Bäche, zu umgehen.

Skijöring kann mit bis zu drei Hunden ausgeübt werden. Für kleine Hunde unter 16 Kilogramm eignet sich Skijöring weniger, da sie kaum den Skifahrer bewegen können. Hunderassen wie Setter, Hütehunde sowie nördliche Hunderassen wie Siberian und Alaskan Husky, Malamut oder Samojede mögen Skijöring besonders. Aber auch allen anderen energetischen Hunderassen wie Golden Retriever, Riesenschnauzer, Labrador und Mischlingen kann Skijöring Spaß machen.

Mit kurzen Strecken sollte der Hund langsam an die Sportart herangeführt werden. Kleine Leckerlies eignen sich gut zur Belohnung. Später, bei längeren Touren bis zu zwölf Kilometer, sollten Besitzer stets Wasser dabei haben, damit der Hund vor Durst nicht Schnee frisst. Solange es noch keinen Schnee gibt, kann man auch auf unbefestigten Feld- und Waldstraßen trainieren. „Wir trainieren die Hunde beispielsweise mit einem Mountainbike, auch Bikejöring genannt, dem Dogscooter, einer Art Hunderoller oder zu Fuß, Canicross genannt“, erklärt Schaub. Die drei genannten „Sportarten“ sind die Off-Snow-Alternativen für ein bis zwei Hunde. „Wir selbst trainieren uns mit Inlinern oder Skirollern, aber ohne Hund davor!“, gibt Schaub den Tipp.

Hat es dann endlich geschneit, geht es auf die Skatingloipe. Die beste Trainingszeit ist, wenn auf der Loipe nicht so viel los ist. Am besten eignet sich eine Hundeloipe. „Die ist auch nicht so lang und die Vierbeiner können sie gut bewältigen“, sagt Schaub.

Verreisen mit dem Vierbeiner

Kaum ein passionierter Hundehalter kann es sich vorstellen, die schönste Zeit des Jahres ohne seinen vierbeinigen Freund zu verbringen. Statt den Hund in einer Tierpension abzugeben, kommt er ganz selbstverständlich mit in die Ferien. Auch die Tourismusbranche hat sich längst auf die entsprechende Zielgruppe eingestellt und bietet immer mehr hundefreundliche Urlaubsziele und -unterkünfte an.

Transportbox oder Absperrnetz

Obwohl man Hunde auch in der Bahn oder dem Flugzeug mitnehmen kann, ist es weitaus günstiger und praktischer, das Auto zu nutzen. Denn während man bei der Bahn für Vierbeiner, die nicht in einer Hundetasche oder -box transportiert werden, den halben Fahrpreis zahlen muss, dürfen größere Tiere im Flieger zumeist nur kostenpflichtig im Frachtraum mitreisen. Im Auto dagegen lassen sich Körbchen, Lieblingsspielzeug, Näpfe und Futter bequem im Kofferraum verstauen. Vor allem aber kann man öfter mal eine Pause einlegen, bei denen sich die Fellnase bewegen, etwas trinken und ihr Geschäft verrichten kann.

„Wichtig ist dabei, dass der Hund in einer Transportbox oder hinter einem Absperrnetz oder -gitter untergebracht ist“, weiß Reiseexpertin Beate Fuchs vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Das diene nicht nur seiner Sicherheit, sondern sei – was viele nicht wissen – durch die Straßenverkehrsordnung vorgeschrieben. Eine große Auswahl an Sicherungssystemen und Boxen gibt es zum Beispiel im Online-Shop von Schecker, einem der größten europäischen Versender im Bereich Hundebedarf, unter www.schecker.de.

Impfpass und Erste-Hilfe-Set

Bevor es losgeht, ist auch ein Besuch beim Tierarzt empfehlenswert. Er kann beurteilen, ob der Hund fit für die Reise ist und mit Impfungen oder Präparaten vorsorgen, dass sich der Hund unterwegs keine Parasiten oder Infektionen einfängt. Sinnvoll ist auch ein kleines Erste-Hilfe-Set mit Wundkompressen, Verbandspäckchen und Zeckenzange, um im Fall der Fälle schnell reagieren zu können. Nicht zuletzt sollte man den EU-Heimtierausweis nicht vergessen, ohne den die Einreise ins EU-Ausland nicht möglich ist.

Keine Entwarnung bei Urlaub mit Hunden in Dänemark!

Auch wenn Dänemark ab dem 1. Juli 2014 Änderungen am landeseigenen Hundegesetz vorgenommen hat, warnen die Tierschutzorganisationen TASSO e.V. und VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz weiterhin vor Reisen mit Hund nach Dänemark.

Nach wie vor gilt seit dem 1. Juli 2010 in Dänemark ein Verbot von Zucht, Haltung und Einfuhr für folgende 13 als gefährlich gelistete Hunderassen: Pitbull Terrier, Tosa Inu, Amerikanischer Staffordshire Terrier, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, Amerikanische Bulldogge, Boerboel, Kangal, Zentralasiatischer Ovtcharka, Kaukasischer Ovtcharka, Südrussischer Ovtcharka, Tornjak und Sarplaninac

Bei Hunden dieser Rassen oder auch solchen, deren Erscheinungsbild nur einer dieser Rassen ähnelt und nicht mittels Herkunftsnachweisen als nicht einer der verbotenen Rassen zugehörig identifiziert werden können, muss immer noch mit einer polizeilichen Beschlagnahmung und gegebenenfalls auch Tötung gerechnet werden. Dies kann insbesondere Mischlingshunde betreffen. Das gleiche gilt auch für jegliche Hunde, die auf dänischem Territorium in einen Beißvorfall verwickelt sind. Hier entscheiden seit vergangenem Jahr „dog experts“ (Hundesachverständige) über die Tötung des Hundes, zuvor war dies Aufgabe der Polizei. Offiziellen Angaben des dänischen Landwirtschaftsministeriums zufolge wurden bisher 600 Hunde aufgrund des dänischen Hundegesetzes getötet, die dänische Organisation fairdog schätzt diese Zahl weitaus höher ein. Die Tierschutzorganisationen TASSO e.V. und VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz haben bereits in der Vergangenheit deutliche Kritik an der dänischen Hundegesetzgebung, insbesondere an der rassebezogenen Gefährlichkeitseinstufung von Hunden geäußert.

„Das Gefährlichkeitspotential eines Hundes ist von vielen rasseunabhängigen Faktoren wie unter anderem menschlichem Fehlverhalten abhängig“, weiß Birgitt Thiesmann von VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz. „Kein Hund ist von Geburt an bissig oder gefährlich.“

Für Mike Ruckelshaus, tierschutzpolitischer Sprecher von TASSO, heißt dies klar: „Hunde pauschal aufgrund ihrer Rassezugehörigkeit als gefährlich einzustufen ist wissenschaftlich unhaltbar. Rasselisten, ganz gleich ob in Dänemark oder Deutschland, gaukeln lediglich eine Scheinsicherheit vor, leisten aber keinen effektiven Beitrag zum Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden.“

Dass seit der Änderung des dänischen Hundegesetzes im letzten Jahr Grundbesitzer auf ihrem Grundstück keine streunenden Hunde mehr abschießen dürfen, bewerten die beiden Tierschutzorganisationen jedoch als einen Erfolg ihrer jahrelangen Proteste gegen das antiquierte dänische Feld- und Weggesetz von 1872.

Ferien auf vier Pfoten

Kein Urlaub ohne meinen Vierbeiner – das sagen sich viele Hundehalter und nehmen ihren Liebling kurzerhand mit in die schönsten Wochen des Jahres. Nicht jedes Urlaubsquartier ist allerdings auf die tierischen Gäste vorbereitet. Daher ist es wichtig, dies vorher anzufragen – oder sich am besten gleich für ein hundegerechtes Ferienhaus mit viel Auslauf für den Vierbeiner zu entscheiden. Das Angebot an Domizilen, in denen auch Tiere willkommen sind, ist groß, von den beliebten heimischen Küsten bis zum europäischen Ausland.

Genug Auslauf für den Vierbeiner

Ein Ferienhaus mit viel Platz und idealerweise einem eigenen Garten ist bei der Wahl der Unterkunft von Vorteil. Am wohlsten fühlen sich die Urlauber auf vier Pfoten und ihre Besitzer an der deutschen Nord- und Ostsee: Zumindest entscheidet sich jeder dritte Urlauber mit Hund für diese Ziele, berichtet das Ferienhausportal Casamundo.de. Die Vorteile sprechen für sich: Die Anreise ist überschaubar und erfolgt in der Regel per Auto – mit ausreichend Stopps und ganz ohne Hunde-Jetlag. Vor Ort locken dann Hundestrände zum Herumtoben sowie Dünen und Wiesen zu ausgedehnten Schnüffelausflügen.

Beliebte Ziele für den Hundeurlaub im Ausland

Doch nicht nur heimische Strände machen die Vierbeiner mit ihren Besitzern unsicher: Die ländliche Toskana in Italien und die Bretagne in Frankreich mit ihren weitläufigen Küstengebieten stehen bei dem Ferienhausportal ebenfalls hoch im Kurs. Weiterhin sehr beliebt sind große Seen im In- und Ausland wie Gardasee, Comersee oder die Mecklenburgische Seenplatte. Allein bei Casamundo können Hundebesitzer europaweit aus über 200.000 Ferienunterkünfte, in denen Vierbeiner willkommen sind, auswählen. Eine bemerkenswerte Entwicklung: Schon jeder fünfte Ferienhaus-Bucher reist laut diesem Anbieter mit tierischer Begleitung an.

Entspannt reisen in der Nebensaison

Noch ein Tipp für die tierische Urlaubsplanung: Empfehlenswert sind Reisen mit Hund außerhalb der Hauptsaison, wenn vielerorts die Leinenpflicht gelockert wird und spezielle Hundestrandabschnitte geöffnet sind. Auch klimatisch ist dies die angenehmste Reisezeit aus Hundeperspektive – und die Preise bewegen sich nicht mehr auf Hauptsaison-Niveau.