Archiv der Kategorie: Hunderziehung

Verein für Deutsche Schäferhunde e.V. – mit tierschutzwidrigen Ausbildungsmethoden zur Bundessiegerprüfung 2013?

Kurz vor Auftakt der Bundessiegerprüfung in Göttingen am 13. September 2013 hat PETA Deutschland e.V. bei den Staatsanwaltschaften Köln und Wuppertal Strafanzeigen gegen mehrere Mitglieder eines der ältesten Hundezuchtvereine Deutschlands gestellt. Der Vorwurf: Verwendung tierschutzwidriger Elektroreizgeräte zur Hundeerziehung. Umfangreiche Videoaufnahmen aus verdeckten Ermittlungen der Tierrechtsorganisation zeigen, wie Mitglieder des SV auf Trainingsplätzen mit Teletaktgeräten arbeiten, darunter auch Teilnehmer der Bundessiegerprüfung. Es ist davon auszugehen, dass die Betroffenen vorsätzlich und bewusst handeln. Der Einsatz von Elektroreizgeräten zur Erziehung von Hunden ist gemäß § 3 Nr. 11 TierSchG verboten. PETA fordert die Veranstalter der Bundessiegerprüfung nun auf, die betroffenen Hundehalter – entsprechend der Statuten – von der Veranstaltung zu disqualifizieren.

„Hunde mit Teletaktgeräten zu trainieren, verstößt gegen das Tierschutzgesetz – eine Tatsache, die den überprüften Mitgliedern des SV sehr wohl bewusst ist“, wertet Dr. Edmund Haferbeck, wissenschaftlicher Berater bei PETA Deutschland e.V., die Ermittlungen. „Mutmaßliche Tierquäler müssen von der Bundessiegerprüfung disqualifiziert und aus dem Verein für Deutsche Schäferhunde e.V. ausgeschlossen werden.“

Teletaktgeräte sind Elektroimpulsgeber. Sie bestehen aus einem Sender, den der Ausbilder in der Hand trägt, und einem Hundehalsband mit einem Funkwellenempfänger, der auf Knopfdruck elektrische Impulse unterschiedlicher Stärke erzeugt. So können Hunde über eine Distanz von bis zu 1.000 Metern per Stromstoß „bestraft“ werden.

Das Tierschutzgesetz verbietet den Einsatz von Elektroreizgeräten in der Hundeerziehung explizit, da Stromimpulse die Tiere erheblichen Leiden aussetzen. Auch wenn das Reizgerät nicht mit Stromstößen genutzt wird, kann der bloße Anblick des Teletaktgeräts von Hunden mit einem Schmerz- und Leidensgefühl in Verbindung gebracht werden. Der SV spricht sich offiziell gegen die Nutzung von Teletaktgeräten aus. Die aktuelle PETA-Recherche setzt eine frühere Ermittlung zur tierschutzwidrigen Zucht bei SV-Hundezüchtern fort. Der Verein Deutscher Schäferhunde ist dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) angeschlossen.

Super Nanny der Vierbeiner

Die renommierte britische Hundetrainerin Victoria Stilwell steht immer dann unterstützend zur Seite, wenn Problem-Hunde ununterbrochen bellen, grundlos beißen oder die Häuser ihrer Besitzer verwüsten. In „Der Hund oder ich!“ zeigt sixx zum ersten Mal im deutschen Free-TV (ab 27. Dezember täglich um 15.55 Uhr), wie es Victoria Stilwell gelingt, den Hausfrieden zwischen Haustier und Herrchen wieder herzustellen.

Von widerspenstigen Kläffern bis zu verwöhnten Schoßhündchen – die Hundetrainerin vertraut nach 20 Jahren Berufserfahrung auf ihr Geheimrezept: Positives Training! Sie geht das Problem von Grund auf an und nimmt jeden Hund als Individuum mit ganz eigenen Bedürfnissen wahr. Durch intensive Beobachtungen, Interviews mit den Besitzern und mit Hilfe von Aufnahmen einer „Pet Cam“ sammelt Victoria Hinweise auf die Ticks und Macken ihrer tierischen Patienten. Nach gründlicher Diagnose entwirft sie individuelle Trainingspläne für Hund und Besitzer und bietet eine praktische Ausbildung, die das erfolgreiche Zusammenleben von Tier und Herrchen fördert. Die ehemalige Schauspielerin überzeugt mit ihrer charmanten und einfühlsamen Art. Sie wurde vom britischen Magazin „DogWorld“ zur „Hundetrainerin des Jahres“ ernannt und auf der Global Pet Expo 2011 mit dem „Excellence in Journalism and Outstanding Contributions to the Pet Industry Award“ ausgezeichnet. Mit der Fernsehserie „It’s Me or the Dog“ gelang ihr 2009 eine Nominierung für den „People’s Choice Award“ in den USA.

„Der Hund oder ich!“ – ab 27. Dezember 2012 täglich um 15.55 Uhr auf sixx.
Informationen zu „Der Hund oder ich!“ finden Sie auf www.sixx.de

Basics für die richtige Hundeerziehung

Hunde können wirklich niedlich sein, sie können ein toller Teil unsere Lebens werden. Sie können aber auch, wenn man die Erziehung streifen lässt, Besitzer in den Wahnsinn treiben. Damit das nicht passiert und der Hund zu jemandem wird, den man gerne bei sich hat und ihn nicht als Last empfindet, gilt es ein paar Dinge zu beachten. Ganz nach dem Motto, früh übt sich, sollte man bereits kurz nach der Anschaffung, die im besten Fall beim frühen Hundeleben erfolgt, gewisse Grundlagen schaffen. So sollte darauf geachtet werden, dem Hund auch Grenzen aufzuzeigen, die er nicht übertreten darf.

Eigene Zonen ermöglichen

Wenn Sie es beispielsweise nicht wollen, dass der Hund im Bett oder auf der Couch liegt, muss er dies wissen und Alternativen geboten bekommen, die ihm als das Positivere erscheinen. Genauso wie ein Hund draußen sein Revier markieren möchte, will er es auch innerhalb der vier Wände. Ein Hundebett oder auch Hundedecken können so dazu dienen, dem Hund oder der Hündin einen Platz zu bieten, den nur er oder sie betreten darf. Gleiches gilt auch für das Fressen, bei welchem es viel Hundezubehör gibt, das die Grenzen abstecken kann. Vollkommen falsch ist es natürlich, dem Hund etwas vom Tisch zu geben oder etwas von der Arbeitsfläche fallen zu lassen. Viel besser ist es, Reste oder auch mal eine Wurstscheibe in seinen Napf zu packen, den er dann als seinen Essensplan umso mehr zu schätzen weiß. Auch auf Reisen empfiehlt es sich, einen derartigen eigenen Fressplatz aufzubauen, so dass der Vierbeiner gar nicht erst auf die Idee kommt, am Tisch oder Grill zu betteln.

Intelligenz fördern

Dass Hunde ganz gerne einmal herumwüten, wenn man selbst nicht zuhause ist, hat bestimmt auch schon der ein oder andere bemerkt. Grund dafür ist nicht die streitlustige Grundhaltung, sondern schlichtweg Langeweile. Damit diese gar nicht erst aufkommt, ist es ratsam, den Hund koordinativ zu fordern. Mit einigen Accessoires ist es möglich, nicht nur den Spieltrieb aufrecht zu erhalten, sondern auch das kognitive Vermögen stets weiter zu schulen. Ein gutes Beispiel dafür wäre ein Snackball, durch welchen der Hund erst beschäftigt wird ehe er an das Fressen kommt. Ganz wichtig ist es, ihm bei der Lösungsfindung auch Zeit zu lassen. Irgendwann kommt er auch ohne das Zeigen von Frauchen und Herrchen hinter das System.

Fun-Agility-Park eröffnet am Sonntag 06.06.10 um 10 Uhr

Unmittelbar am Hundestrand in Nessmersiel hat am 06.06.2010 der erste Fun-Agility-Park Deutschlands eröffnet. Der ca. 6.000 qm große Abenteuerspielplatz ist eine Kombination aus Hundespiel- und Trainingsplatz. Egal ob ausgebildeter Profihund oder untrainiertes Schoßhündchen, hier kann sich jeder Vierbeiner nach Herzenslust austoben, kann spielen und lernen. Z. B. im Welpenspiel- und Prägebereich, auf dem Longierplatz oder auf der großzügigen Freilauffläche. Auf dem Hundeabenteuerspielplatz ist übrigens keine Leinenpflicht.

Jeden Mittwoch um 14:30 Uhr steht Ihnen sogar ein VDH-zertifizierter Hundetrainer für eine Trainings- und Spielstunde zur Verfügung. Die Teilnehmergebühr beträgt 5,00 €. Eine Anmeldung in der TI im Sturmfrei in Neßmersiel ist erforderlich. Mindestteilnehmerzahl: 5 Hunde.

Fahrschule für Hunde

Unterwegs sein – für Hundebesitzer ist das oft kein Problem. Denn im Gegensatz zu manch anderem Heimtier fahren viele Hunde gern im Auto mit. Doch nicht alle bellenden Vierbeiner sind von Natur aus entspannte Beifahrer. Sie müssen erst lernen, dass sich Autofahren durchaus lohnen kann.

Der Grundstein dafür, ob ein Hund gern im Wagen mitfährt oder nicht, wird oft schon im Welpenalter gelegt. Frischgebackene Hundehalter sollten deshalb bei den ersten Fahrten mit ihrem Tier nicht zu schnell fahren und sehr kurvenreiche Strecken möglichst vermeiden. Denn sonst kann dem Hund übel werden. „Wenn doch mal ein Malheur passiert, sollten Hundehalter auf keinen Fall mit ihrem Tier schimpfen oder es zu sehr bemitleiden“, rät Hundeexpertin und Ratgeberautorin Anja Mack. „Das verstärkt die schlechte Erfahrung nur.“

Ausgewachsene Hunde, die nicht gern im Auto mitfahren, können mit einigen Tricks lernen, dass sich die Fahrt für sie lohnt:

Das Einsteigen wird zum Beispiel durch im Auto platzierte Leckerlis oder Kauartikel attraktiver.

Die Fahrt selbst kann so manchem Hund durch kurze Strecken, die zu einem schönen Ziel führen, schmackhaft gemacht werden. Am Ende der Tour kann zum Beispiel ein ausgedehnter Spaziergang warten.

„Sollte der Vierbeiner allerdings regelrechtes Angstverhalten zeigen, reichen einfache Lockmittel nicht“, so Mack. Dann ist ein gezielter Trainingsaufbau nötig, bei dem das Tier langsam an das Fahrzeug herangeführt wird. „Erst wird das Tier in der Nähe des Autos gefüttert“, erklärt Mack. „Dann wird das Fressen von mal zu mal näher am Wagen gereicht, bis es schließlich im Fahrzeug serviert wird.“ Erst, wenn der Hund entspannt im Auto frisst, können Herrchen oder Frauchen einen Schritt weiter gehen, zum Beispiel die Tür schließen und den Motor anlassen, und ihr Tier so langsam weiter an das Autofahren heranführen.

Quelle: IVH

Umwerfende Begruessung muss nicht sein

Manche Hunde freuen sich überschwänglich, wenn Herrchen nach Hause kommt, und zeigen ihre Begeisterung, indem sie ihn anspringen. Überschüttet der kontaktfreudige Vierbeiner „seine“ Menschen und auch Fremde bei der Begrüßung mit so viel Zuneigung, kommt das aber meist nicht gut an.

Gepflegtes „Hallo!“ sagen lernen junge wie auch erwachsene Hunde mit ein bisschen Geduld und Konsequenz:

Klare Signale geben

Springt ein Hund seinen Halter an, sollte dieser dem vierbeinigen Gefährten auf jeden Fall vermitteln, dass sein Verhalten nicht erwünscht ist. „Sich steif und groß machen und eine abblockende Geste wie eine gespreizte Hand sind hier wirkungsvolle Signale“, erklärt Anton Fichtlmeier, Hundetrainer und Autor von Hunde-Ratgebern. Am einfachsten ist es, wenn schon der Welpe lernt, dass Anspringen nicht gewollt ist. Sonst stellt er als erwachsener Hund möglicherweise bewusst die Rangordnung infrage.

Fichtlmeier rät deshalb: „Funktioniert das Abblocken nicht, ist das Anspringen schon provozierend, dann kann man ruhig laut ‚Pfui’ rufen. Sinnvoll ist, das Verhalten sofort umzulenken und den Hund durch Handzeichen und Unterstützung von Leckerli ins ‚Sitz’ zu motivieren.“ Einen Verhaltensabbruch zu fordern, sodass der Hund stoppt und zur Ruhe kommt, ist auch in anderen Situation wichtig. Bello sollte lernen, dass es Grenzen gibt, die er nicht übertreten darf. „Der Halter würde z. B. auch mit Vehemenz handeln, würde das Tier auf die Straße rennen wollen“, so Fichtlmeier.

Ruhe ausstrahlen

Zu beachten ist unbedingt: Es ist ein Unterschied, ob der Hund jemanden vor Freude anspringt oder weil er keinen Respekt zeigt. „Kleine Hunde wie Terrier springen oft wie Flummis umher und am Menschen hoch, wenn sie sich freuen“, weiß Fichtlmeier. „Zur Beruhigung hilft es oft schon, in die Hocke zu gehen und den Hund zu begrüßen.“ Der Hundefreund sollte dabei ruhig bleiben und die Be¬geisterung des Tieres nicht noch durch eigenen Enthusiasmus steigern.

Bleibt der Hund ruhig und läuft die Begegnung mit bekannten wie fremden Menschen kontrolliert und für alle stressfrei ab, ist das Ziel erreicht. Gehorsam und richtiges Benehmen sollten dann stets belohnt werden – mit einem Leckerli oder einer Extraportion Streicheleinheiten.

Quelle: IVH