Archiv der Kategorie: Hund und Mensch

Silvester – Für Hunde die gefährlichste Nacht des Jahres

520 Tierhalter haben zum Jahreswechsel 2016/2017 ihre vierbeinigen Lieblinge bei TASSO vermisst gemeldet. Zusätzlich sind 262 Tiere gefunden worden, ohne dass zu dem Zeitpunkt schon eine Vermisstenmeldung bei TASSO vorlag. Das bedeutet: Allein an Silvestern 2016 und Neujahr 2017 sind mindestens 782 Tiere entlaufen und waren auf sich allein gestellt.

Diese Zahlen zeigen: Silvester ist der Horror für viele Haustiere. An keinem anderen Tag verschwinden so viele geliebte vierbeinige Freunde wie am letzten des Jahres. Die vielen Silvesterknaller und das ausgelassene Feiern sind die Ursachen dafür. „Hunde entlaufen vor allem, weil sie sich vor dem Silvesterfeuerwerk erschrecken“, weiß TASSO-Leiter Philip McCreight und ergänzt: „Auch Tiere, die eigentlich keine Angst vor lauten Geräuschen haben, können in einem ungünstigen Moment Angst kriegen und weglaufen. Daher warnen wir Tierhalter immer davor, ihre Vierbeiner in den letzten Tagen des Jahres noch freilaufen zu lassen. Vor allem bei ängstlichen Hunden ist jetzt sogar eine doppelte Sicherung vonnöten.“

Die Mitarbeiter der TASSO-Notrufzentrale sind daher natürlich auch in der gefährlichsten Nacht des Jahres für Tierhalter da. Die Besetzung wird im Vergleich zu den anderen Nächten kräftig aufgestockt, so dass immer Ansprechpartner zur Verfügung stehen und schnelle Hilfe geboten werden kann. „Uns erreichen in der Silvesternacht und an Neujahr sehr viele Anrufe. Nicht nur von Tierhaltern, sondern zum Glück auch von vielen Menschen, die ein umherirrendes Tier gefunden haben“, erinnert sich TASSO-Mitarbeiterin Karin Wloka an die vergangenen Silvesterdienste in der TASSO-Notrufzentrale.

Dass Tiere direkt während des Jahreswechsels entlaufen, geschieht recht häufig. Wenn ihre Halter zum Beispiel in den Garten oder auf die Straße vor dem Haus gehen, um das neue Jahr zu begrüßen, entwischen Hunde und Katzen gerne durch offen gelassene Türen oder Fenster. Vor allem Besucher achten oft nicht darauf, alle Türen zu schließen. Aber auch schon einige Tage vor Silvester, meist sobald das Silvesterfeuerwerk im Handel verkauft werden darf, entlaufen viele Vierbeiner. Und auch einige Tage nach Neujahr passiert es noch, dass sie von verspätet gezündeten Knallern erschreckt werden. Freigängerkatzen trauen sich zudem oft nicht nach Hause oder haben sich verlaufen, weil sie aus Angst vor dem lauten Knallen von ihren üblichen Wegen abgewichen sind. Daher sollten die Tiere – auch Wohnungskatzen – unbedingt bei TASSO registriert sein, damit sie im Ernstfall eine Chance haben, wieder nach Hause zurückgebracht werden zu können. Die Registrierung kann ganz einfach über die TASSO-Homepage unter www.tasso.net/online-registrierung vorgenommen werden.

Für die Tage rund um den Jahreswechsel rät TASSO Tierhaltern:

Lassen Sie Ihre Freigängerkatzen im sicheren Haus
Sichern Sie Ihren Hund bei jedem noch so kleinen Spaziergang gut ab
Versuchen Sie am Silvestertag rechtzeitig mit Ihrem Hund die letzte Gassirunde zu gehen, bevor überall ausgelassen geknallt wird
Richten Sie Rückzugmöglichkeiten in der Wohnung ein und versuchen Sie durch heruntergelassene Rollos und mit Hilfe des laufenden Fernsehers oder Radios den Lärm auszusperren
Seien Sie bei Ihrem Tier und stehen Sie ihm bei, wenn es Angst hat
Leidet Ihr Tier auch gesundheitlich stark unter dem Krach des Jahreswechsels, halten Sie frühzeitig Rücksprache mit Ihrem Tierarzt
Verzichten Sie an Silvester selbst auf das Zünden von Raketen und Böllern und gehen Sie mit gutem Beispiel voran

Welthundetag: Die problematische Situation der deutschen Tierheime

Veraltete Elektroanlagen, abblätternde Farbe an Fenstern und Hundezwingern, reparaturbedürftige Zäune und Fliesenspiegel – dieses oder ein ähnliches Bild finden viele Besucher vor, wenn sie ihr lokales Tierheim vor Ort betreten. Anlässlich des Welthundetages am 10. Oktober macht die Tierschutzorganisation TASSO e.V., die Europas größtes Haustierregister betreibt, auf die unhaltbare Situation der deutschen Tierheime aufmerksam.

Deutschlands Tierheime stehen mit dem Rücken zur Wand. Viele Einrichtungen arbeiten seit Jahren am Rande ihrer finanziellen und personellen Kapazitäten, manche sind sogar unmittelbar in ihrer Existenz bedroht. Die Situation wird durch zigtausende kostenintensive Fund- und Abgabetiere, die jedes Jahr dazu kommen, immer weiter verschärft. Die bereitgestellten Mittel der Kommunen reichen bei weitem nicht aus, um eine angemessene und kostendeckende Versorgung der Fundtiere zu gewährleisten.

Im Rahmen des TASSO-Tierheim-Supports unterstützt TASSO die deutschen Tierheime bereits seit vielen Jahren, beispielsweise mit der Vergabe von Transpondern und Lesegeräten. Ziel ist es, dazu beizutragen, dass noch mehr Tiere gekennzeichnet, bei TASSO registriert und schließlich schnellstmöglich wieder nach Hause zurückgebracht werden können, damit sie den Tierheimen so wenig Kosten wie möglich verursachen.

Doch darüber hinaus brauchen unsere Tierheime vor allem Unterstützung bei der Instandhaltung ihrer Gebäude. Denn die Versorgung der vielen Tiere steht für die engagierten Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer natürlich grundsätzlich an erster Stelle. Notwendige Reparaturen in und an Gebäuden müssen aus Kostengründen immer wieder hinten angestellt werden. Am häufigsten fallen Schlosser- und Elektroarbeiten sowie Fliesen- und Malerarbeiten an, bei denen dringend helfende Hände von fachkundigen Heimwerkern und Handwerksfirmen vonnöten sind.

Gemeinsam stark sein – Jeder noch so kleine Beitrag hilft!

Heimwerker und Handwerksfirmen, die ihr Fachwissen und ihre Fähigkeiten zur Verfügung stellen möchten, sollten direkt bei ihrem Tierheim vor Ort erfragen, bei welchen Arbeiten Unterstützung gebraucht wird. Mit jedem noch so kleinen Beitrag kann die Situation für das jeweilige Tierheim und letztendlich auch die Tierheimtiere verbessert werden.

Keine Hunde auf der Rolltreppe!

Sie vereinfachen uns den Alltag und bringen uns schnell von unten nach oben oder umgekehrt. Millionen Menschen weltweit nutzen sie täglich. Und doch sind sie oft eine unterschätzte Gefahr: Rolltreppen. Stürze von Senioren und Kleinkindern, eingeklemmte Kleidungsstücke sowie verfangene Haare sind nur einige Beispiel dafür, dass diese praktischen Beförderungsgeräte von Menschen mit Vorsicht genutzt werden sollten. Und von Hunden? Die sollten mit ihren Pfoten niemals eine Rolltreppe betreten und für die kurze Fahrt auf den Arm genommen werden. Darauf weist die Tierschutzorganisation TASSO e.V., die Europas größtes Haustierregister betreibt, erneut mit Nachdruck hin.

Krallen, lange Haare, unvorsichtiges Auftreten mit der Pfote: Für Hunde birgt eine Rolltreppe zahlreiche Gefahren, derer sich das Tier nicht bewusst ist. Sogar wenn manche Menschen versuchen, ihren Tieren das Rolltreppefahren beizubringen. Sehr schnell kann sich beispielsweise die Pfote in dem stählernen Aufsatz am Ende der Rolltreppe verfangen. Die Folgen sind dann meist dramatisch. Häufig verlieren die Tiere unter großen Schmerzen eine Kralle, manchmal muss sogar noch vor Ort von der Tierrettung ein Zeh amputiert werden. Hunde auf einer Rolltreppe sind also tabu. Kleine Vierbeiner können auf den Arm genommen werden, mit großen Hunden sollten verantwortungsvolle Tierhalter die Treppe nutzen. Oder den Aufzug, der oft ebenfalls zur Verfügung steht, wo Rolltreppen sind. Aber Achtung: Auch beim Einsteigen in den Aufzug müssen Hundehalter natürlich achtsam sein und aufpassen, dass beispielsweise die Leine nicht eingeklemmt wird. Dennoch ist die Fahrt im Aufzug eine sicherere Alternative. Das weiß auch die Prüfstelle Dekra. Erst in diesem Frühjahr warnten auch deren Sachverständige erneut vor den noch immer oft unterschätzten Gefahren der Rolltreppe und verwiesen auf zahlreiche Unfälle.

Im Internet und vermehrt in sozialen Medien finden sich in letzter Zeit auch immer wieder Fotos von Menschen, die mit großen Hunden auf dem Arm die Rolltreppe nutzen. Dazu steht dann oft geschrieben: „Weil sein Hund Angst vor der Rolltreppe hatte, trägt ihn dieser Mann hinunter.“ „Damit wird sowohl dem Hund als auch dem Halter ungerechtfertigter Spott zuteil, denn beide machen alles richtig. Der Hund, weil er die Rolltreppe zu Recht scheut, der Halter, weil er seinem Tier die Gefahren erspart und ihn stattdessen auf den Arm nimmt“, sagt TASSO-Leiter Philip McCreight.

McCreight wünscht sich daher, dass im Internet aufgeklärt wird, statt das Thema ins Lächerliche zu ziehen. Aber auch an den Rolltreppen selbst gebe es mehr Möglichkeiten, auf die Gefahren hinzuweisen. „Die kleinen Schilder, die oft am Fuße der Treppe angebracht sind, werden leicht übersehen oder nicht ernstgenommen“, kritisiert der Tierschützer und appelliert an Verkehrsbetriebe und Kaufhäuser, deutlicher zu warnen. Vor allem ist aber der Halter gefragt: Kleine Hunde gehören auf den Arm, mit großen sollte unbedingt eine normale Treppe oder der Aufzug genutzt werden.

Tag des Hundes am 11. Juni

Am 11. Juni ist der „Tag des Hundes“, an dem die besondere Bedeutung dieser Tierart für uns Menschen hervorgehoben werden soll. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. nimmt diesen Tag zum Anlass, um an jene bedauernswerte Hunde zu erinnern, die tagtäglich in Versuchslaboren für den Menschen leiden müssen.

In Deutschland ist es nach wie vor erlaubt, Hunde in Tierversuchen einzusetzen. Die Tierschutz-Versuchstierverordnung (TierSchVersV) sieht jedoch vor, dass die Tiere grundsätzlich für diesen Zweck gezüchtet worden sein müssen.

Laut der aktuellen Statistik des Bundeslandwirtschaftsministeriums wurden 2015 in Deutschland 4.491 Hunde für Tierversuche verwendet. Im Wesentlichen mussten diese für gesetzlich vorgeschriebene Toxizitäts- und Unbedenklichkeitsprüfungen von Arzneimitteln und sonstigen Chemikalien herhalten. „Bei diesen Tests werden den Hunden täglich über einen bestimmten Zeitraum Prüfsubstanzen auf verschiedenstem Wege verabreicht“, sagt Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei TASSO. Beispielsweise bekämen die Tiere die Prüfstoffe in Tablettenform einverleibt, als Injektions- oder Infusionspräparat gespritzt oder sie müssen gasförmige beziehungsweise vernebelte Stoffe einatmen. Das Leid der Tiere hat damit noch lange kein Ende. Die Hunde müssen bei solchen Versuchen teilweise in kleinen Stoffwechselkäfigen in Einzelhaltung ausharren und engmaschige Blut- und Urin-Entnahmen über sich ergehen lassen. Nach Beendigung der Tests erwartet sie schließlich die Tötung und Sektion. „Bei solchen Toxizitäts- und Unbedenklichkeitsprüfungen können die auftretenden Effekte beziehungsweise Vergiftungserscheinungen den Hunden auch schwerste Schmerzen, Leiden und Schäden zufügen“, erklärt der Tierschutzexperte.

Auch für die Grundlagen- oder angewandte Forschung müssten Hunde leiden, berichtet Mike Ruckelshaus. So werden beispielsweise trotz längst bekannter Zweifel an dem wissenschaftlichen Nutzen von Hundeexperimenten für die Zahnmedizin immer noch Versuche mit dieser Tierart durchgeführt. Im Rahmen solcher Versuche wurden den Hunden beispielsweise Defekte in den Unterkieferknochen gesetzt, die nach zwölf Wochen mit gezogenen Zahnwurzeln aus dem Oberkiefer aufgefüllt und nach einer erneuten Einheilungsphase von zwölf Wochen mit Titanimplantaten versehen wurden. Zwei Wochen nach dem Setzen der Implantate wurden alle Hunde getötet.

Bereits seit über 10.000 Jahren ist der Hund für uns Menschen ständiger und treuer Begleiter. Er ist Sozialkumpan und leistet Hilfsbedürftigen große Dienste als Rettungs-, Therapie- oder Behindertenbegleithund. „Der Hund gilt als der beste Freund des Menschen“, resümiert Mike Ruckelshaus, und fragt abschließend: „Aber behandelt man so etwa seinen besten Freund?“

Hund Bruno überlebt rätselhaften Autounfall

So etwas hat Karl Niedermeier noch nie erlebt: Am 21. März 2017 betrat ein Kunde sein Autohaus im bayrischen Donaustauf und teilte ihm mit, er habe einen Hund im Auto. Das ist noch nichts Besonderes, dachte Karl Niedermeier zunächst schulterzuckend. Doch als er der Kunde ihm dann sein Auto zeigte, stockte dem Händler kurz der Atem. Der braune Mischling Bruno hing nach einem Unfall im Lufteinlass der Stoßstange des schwarzen BMW fest.

Bruno hatte sein Frauchen beim Spaziergang im strömenden Regen aus den Augen verloren und vermutlich wegen seiner leichten, altersbedingten Schwerhörigkeit ihre Rufe nicht mehr gehört. Orientierungslos lief er auf eine Bundesstraße und geriet vor einen fahrenden BMW. Bei dem Zusammenstoß rutschte er in den Lufteinlass des Wagens. Der Fahrer bemerkte den Unfall, fuhr sofort rechts ran, konnte Bruno jedoch nicht befreien und brachte seinen Wagen ganz vorsichtig zum nahegelegenen Autohaus.

Dort stellte Karl Niedermeier schnell fest, dass auch er Bruno nicht einfach nach vorne herausziehen, hob daher kurzerhand das Fahrzeug auf die Hebebühne, schraubte den Unterboden ab, hoffte, dass der gelassen wirkende Bruno ihn nicht vor Schreck beißen würde und befreite den Hund vorsichtig. „Er stand dann erst einmal etwas verdattert da, war aber nicht aggressiv oder verstört“, berichtet Karl Niedermeier von diesem außergewöhnlichen Moment. Anschließend fuhr Niedermeier mit Bruno zum Tierarzt, dieser las den Chip aus, den Bruno unter der Haut trägt, und informierte die TASSO-Notrufzentrale. Da das Tier keine medizinische Versorgung benötigte, nahm Niedermeier den Hund wieder mit zurück in sein Geschäft.

Unterdessen war Brunos Frauchen, Anna Paula Gabriel, bereits seit mehr als einer Stunde auf der Suche nach ihrem tierischen Liebling. Verzweifelt sprach sie Passanten an, informierte die Polizei und entdeckte plötzlich eher zufällig auf ihrem Handy eine E-Mail. Sie war von TASSO. Die Mitarbeiter aus der TASSO-Notrufzentrale hatten Anna Paula Gabriel telefonisch nicht erreichen können und daher eine E-Mail geschickt. „Ich bin sofort zum Autohaus gefahren und habe mir erstmal gar nichts dabei gedacht, dass Bruno dort ist“, erzählt sie. Erst vor Ort erfuhr sie von Brunos unglaublichem Abenteuer und konnte kaum glauben, dass ihrem Vierbeiner nichts Schlimmes zugestoßen ist, als das Auto ihn mitten auf der Bundesstraße mit etwa 70 Stundenkilometern anfuhr.

Ein paar kleinere Prellungen und einen Kratzer an der Schnauze – ansonsten war Bruno unverletzt. „Es ist wirklich ein Wunder. Ein ganz tolles Wunder! Ich bin dem Fahrer des Autos so dankbar, dass er Hilfe für Bruno gesucht hat, dem Autohaus, dass sie ihn befreit haben und TASSO, dass sie mich so schnell informiert haben“, freut sich Anna Paula Gabriel, der auch heute Freude und Überraschung noch heute anzuhören sind. Bruno hat sein Abenteuer gut überstanden. Laut seiner Halterin springt er trotz seiner 13 Jahre wie „ein junger Gott“ und hat nach wie vor keine Scheu vor Autos. Bruno muss an diesem verregneten Tag Ende März wirklich mehr als einen Schutzengel gehabt haben. Und großes Glück, so engagierten Tierfreunden zu begegnen.

Luna und Balu sind beliebt – TASSO verrät die TOP-Hunderassen und Haustiernamen im Jahr 2016 in Deutschland

In Berlin und Dresden lieben die Menschen Bulldoggen, in München, Hamburg und Düsseldorf Labradore, und in Frankfurt und Hannover stehen Chihuahuas an der Spitze der Top 10 der beliebtesten Hunderassen. Auch für das Jahr 2016 hat die Tierschutzorganisation TASSO e.V., die Europas größtes Haustierregister betreibt, erneut ausgewertet, welche die beliebtesten Hunderassen waren. Grundlage bilden hierbei die Neuanmeldungen im Register.

Deutschlandweit betrachtet führt der Labrador Retriever (19.761) die Rasse-Rangliste mit großem Vorsprung an, gefolgt wird er vom nach wie vor beliebten Deutschen Schäferhund (14.748). Beide Rassen sind bereits seit Jahren vorne mit dabei. Chihuahuas (12.855) und französische Bulldoggen (9.610), die auf Platz 3 und 4 der Hitliste liegen, erfreuen sich besonders in den vergangenen Jahren steigender Beliebtheit. Es folgen die quirligen Jack-Russel-Terrier (7.872), die besonders bei Familien beliebten freundlichen Golden Retriever (6.864), sportliche Australian Shepherds (6.327), mutige Yorkshire Terrier (6.165), intelligente Border Collies (3.960) und schließlich der robuste Bolonka Zwetna (3.703), der in diesem Jahr den Mops aus der Rangliste verdrängt hat.

Allerdings: Alle Top 10 zusammen haben keine Chance gegen den wirklich beliebtesten Hund in Deutschland: den Mischling. Wie bereits in den Vorjahren liegen Mischlingshunde ganz vorne auf der Beliebtheitsskala der Deutschen. 106.204 Mischlinge wurden allein im vergangenen Jahr bei TASSO registriert.

Grundsätzlich begrüßt TASSO die Vielfalt der verschiedenen Hunderassen und warnt vor dem Trend zu sogenannten Modehunden, also Tieren einer Rasse, die gerade besonders im Trend liegt. Denn das kann für die Hunde schnell gefährlich werden. „Steigt die Nachfrage nach Modehunden plötzlich an, fördert das leider allzu oft den illegalen Welpenhandel“, weiß TASSO-Leiter Philip McCreight. Die Folge: Oft werden zu junge oder kranke Tiere von unseriösen Händlern statt von seriösen Züchtern verkauft, um die gestiegene Nachfrage zu befriedigen. „Die Tiere sind dann häufig unter schlechten Bedingungen im Ausland geboren und zu früh von der Mutter getrennt worden, sodass oft ihr Gesundheitszustand und ihre Sozialisierung mangelhaft sind.“

Beständigkeit bei der Namenswahl

Besonders treu zeigen sich die Deutschen bei der Namensgebung ihrer vierbeinigen Lieblinge. Egal ob Rassehund oder Mischling: Viele Fellnasen dürften Balu oder Luna heißen, denn das waren auch im vergangenen Jahr die beliebtesten Hundenamen. Luna und Emma steht sogar bereits seit 2008 an der Spitze der Namenshitliste. Hündinnen werden auch gerne Bella, Amy, Lucy, Kira, Lilly, Nala oder Paula genannt. Einziger Unterschied zum Vorjahr bei den Hündinnen ist der zehnte Platz: Mia verdrängte Lotte vom letzten Rang der Top 10. Ähnlich beständig ist die Namensliste der Rüden: Hinter Balu folgen Buddy, Sammy und Sam, Rocky, Lucky, Bruno, Max, Leo, Charly und Oskar. Auch hier hat es in den vergangenen Jahren nur wenige Veränderungen gegeben.

Wenig Überraschung bietet auch die Hitliste der beliebtesten Katzennamen. Auch hier sind Luna und Lilly vorne mit dabei. Zudem Mia, Lucy, Nala, Mimi, Minka, Bella, Kitty und Amy. Kater hören – wenn sie wollen – auf die Namen Sam und Sammy, Felix, Leo, Simba, Balu, Findus, Tiger, Max, Charly und Moritz.

Welthundetag am 10. Oktober

Sie sind ein Gewinn für alle: Wenn Hundehalter ihre tierischen Begleiter mit ins Büro bringen dürfen, profitieren davon nicht nur sie selbst, sondern auch die Tiere, die Kollegen, das Arbeitsklima und letztlich die Leistung jedes Einzelnen. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. wirbt dafür, dass mehr Unternehmen ihren Mitarbeitern gestatten, ihre Tiere mit zur Arbeit zu bringen.

Viele Aufträge, wenig Zeit, ständig klingelt das Telefon, und wie am laufenden Band treffen Emails ein: Der Arbeitsalltag ist oft stressig. Auf die wichtigen Ruhepausen wird verzichtet, und auch in der Freizeit können viele nicht loslassen. Für das Unternehmen ist das langfristig kein Gewinn, denn ein Burn-out ist längst kein Randphänomen mehr. Umso wichtiger, dass Firmen sich aktiv für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter einsetzen. Viele wissenschaftliche Studien haben nachgewiesen, dass Arbeitnehmer stark davon profitieren, wenn es erlaubt ist, Hunde mit zur Arbeit zu bringen. Daher setzt sich TASSO dafür ein, dass sich mehr Unternehmen der Idee des „Bürohundes“ öffnen und legt anlässlich des Welthundestages (10. Oktober 2016) im Oktober mit der Aktion „Büroschnauzen“ einen Schwerpunkt auf dieses Thema.

Die Organisation kann dabei auf eigene positive Erfahrungen zurückblicken. Den TASSO-Mitarbeitern ist es seit jeher erlaubt, ihre Vierbeiner mitzubringen. Und TASSO-Leiter Philip McCreight wünscht sich, dass der Bürohund auch in anderen Unternehmen selbstverständlich wird. „Hunde tragen erwiesenermaßen zu einer Verbesserung des Betriebsklimas bei. Die sozialen Tiere fördern die Kommunikation, denn die Kollegen haben ein unverfängliches Smalltalk-Thema. Schließlich bietet ein Hund immer Gesprächsstoff“, weiß Philip McCreight. „Streichel-, Spiel- und Spaziergeh-Pausen führen dazu, dass die Mitarbeiter sich häufiger bewusst entspannen und anschließend konzentrierter weiterarbeiten können“, weiß McCreight. Hierbei ist gerade das Streicheln wichtig, denn dabei schüttet der Körper erwiesenermaßen das Glückhormon Qxytocin aus. Den Stress des Mitarbeiters zu reduzieren, hilft schließlich nicht nur ihm selbst, sondern letztlich auf dem Unternehmen, dass auf gesunde leistungsfähige Mitarbeiter angewiesen ist.

Natürlich ist es nicht in jedem Job möglich, dass der Hund mit zu Arbeit kommt. Es müssen aber einige Grundregeln beachtet werden:

• Der Arbeitsplatz muss geeignet sein. Der Hund darf nicht mit in eine Fabrik, in der es laut und gefährlich ist. Lebensmittelverarbeitende Betriebe sind tabu. Weiterhin sollte nicht zu viel Trubel herrschen. Ein überfülltes Kaufhaus ist zum Beispiel keine gute Umgebung für den Vierbeiner.

• Kollegen und Vorgesetzte müssen einverstanden sein. Auch wenn ein Kollege ein Problem damit hätte – vielleicht allergiebedingt – muss darauf Rücksicht genommen werden.

• Ein eigener Platz: Dem Hund darf es an nichts fehlen. Dazu gehört ein Rückzugplatz. Weiterhin braucht der Hund auch im Job immer Zugang zu frischem Wasser und regelmäßige Spaziergänge und gelegentliche Spielpausen.

• Weiterhin muss sich der Vierbeiner im Büro wohlfühlen. Er sollte keine Angst vor Menschen haben oder Aggressionen zeigen. Ein gewisser Grundgehorsam ist ebenfalls Voraussetzung. Den idealen Begleiter für das Büro zeichnet zudem ein ruhiges und freundliches Gemüt aus.

Kosten für Hundebetreuung absetzen

Es ist wieder soweit, die Abgabe der Steuererklärung rückt näher. Für Heimtierhalter kann sich eine Steuerklärung besonders lohnen. Denn ob Hund, Katze, Kaninchen oder Zierfische: Hat der Tierhalter im entsprechenden Steuerjahr eine Betreuung für seine Lieblinge in Anspruch genommen, kann er die dafür entstandenen Kosten steuerlich geltend machen.

Zur Betreuung eines Heimtieres gehören unter anderem das Füttern, Waschen, die Fellpflege, das Beschäftigen des Tieres, das Gassi gehen sowie das Saubermachen des Aquariums oder des Katzenklos. „Das sind im Haushalt regelmäßig anfallende Aufgaben, die zu haushaltsnahen Dienstleistungen gehören, entschied der Bundesfinanzhof vergangenes Jahr (Az: VI R 13/15)“, sagt Ralf Thesing vom Bund der Steuerzahler. Doch wie der Name haushaltsnahe Dienstleistung schon sagt: Die Betreuung muss innerhalb der eigenen vier Wände erfolgen. „Tatsächlich muss der Hundefriseur den Vierbeiner im eigenen Haushalt frisieren. Findet der Termin in einem Hundesalon statt, können die Kosten nicht abgesetzt werden“, sagt der Finanzexperte.

Tierfreunde können sowohl Dienstleister als auch Privatpersonen mit der Betreuung der Lieblinge beauftragen. Wird das eigene Heimtier zur Betreuung in einem Hundehotel oder einer -pension untergebracht, können auch in diesem Fall die Kosten nicht steuerlich abgesetzt werden.

„Bis zu einer Obergrenze von 4.000 Euro im Jahr können Ausgaben für haushaltsnahe Dienstleistungen geltend gemacht werden“, so der Finanzexperte. „Allerdings jeweils nur 20 Prozent vom Betrag der jeweiligen Dienstleistung“, sagt er. Damit alle anfallenden Betreuungskosten abgesetzt werden können, brauchen Steuerzahler eine Rechnung über die erbrachten Leistungen. „Die Rechnungen müssen per Überweisung bezahlt worden sein“, erklärt Thesing. Barzahlungen erkennt das Finanzamt nicht an.
Sonderausgaben und Werbungskosten

Die Hundesteuer ist eine private Ausgabe und kann von der Steuer nicht abgesetzt werden. Dafür aber die Hundehaftpflichtversicherung. „Sie kann als Sonderausgabe geltend gemacht werden“, so der Experte. Voraussetzung dafür: „Der Höchstbetrag darf mit den angefallenen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen nicht bereits ausgeschöpft sein.“ Wer ein Tier aus beruflichen Gründen hält, wie einen Diensthund, kann viele anfallende Kosten wie Futter, Leine, Hundegeschirr, Hundebox und sogar Tierarztbesuche steuerlich als Werbungskosten absetzen, da der Hund in diesem Fall ein „Arbeitsmittel“ ist.

„Wichtig ist, alle Quittungen zu sammeln und genau aufzuschreiben, um was für Ausgaben es sich handelt“, rät der Finanzexperte. Sehr vage und allgemein gehaltene Bezeichnungen wie „Hundezubehör“ reichen dem Finanzamt nicht aus. Bei Fragen helfen Steuerberater und Lohnsteuerhilfevereine weiter. IVH

Wenn Bello Ärger macht

Viele Hundebesitzer kennen diese Situation: Ihr Hund läuft unvermittelt auf die Straße oder erschreckt beim Spaziergang im Feld einen Jogger. Schnell können erhebliche Personen- und Sachschäden entstehen – etwa wenn der Jogger stürzt und sich verletzt oder ein Autofahrer wegen des Hundes bremsen muss und dadurch einen Unfall verursacht. Für solche Schäden haften die Halter der Tiere – und zwar in unbegrenzter Höhe und lebenslang. Richtet der Hund einen schweren Schaden an, kann das sehr teuer und sogar existenzbedrohend werden.

In vielen Bundesländern gesetzlich vorgeschrieben

Eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung sollte daher ein Muss für jeden Hundebesitzer sein. In Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind Hundebesitzer sogar gesetzlich verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. „Die Deckungssumme sollte möglichst hoch sein“, rät Fachjournalist Martin Blömer vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Bei Anbietern wie der DEVK etwa beträgt die Versicherungssumme zehn Millionen Euro pauschal für Personen- und Sachschäden sowie eine Million Euro für Vermögensschäden.

Umfassend geschützt

Ein wichtiger Punkt bei der Tierhalterhaftpflicht ist auch die sogenannte Forderungsausfalldeckung. Sie greift, wenn der Versicherungsnehmer oder auch sein eigenes Tier einen Schaden erleidet, der fremde Tierhalter aber nicht zahlen kann. Seit Februar 2016 übernimmt der Kölner Versicherer auch in diesem Fall die Kosten. Auch Pferdehaltern empfehlen Experten im Übrigen einen solchen Vertrag. Kleintiere wie Meerschweinchen oder Katzen sind dagegen über die Privathaftpflicht geschützt und müssen nicht extra versichert werden.

Die beliebtesten Hunderassen 2015

Ganz oben auf der Beliebtheitsskala der Deutschen stehen Mischlingshunde: Mit 148.364 Neuregistrierungen von Mischlingen im TASSO-Register setzt sich dieser Trend im Jahr 2015 analog zu den Vorjahren fort. „Gegenüber den Rassehunden machen die Mischlinge bei den Neuregistrierungen 2015 mit 41 Prozent knapp die Hälfte aus. Die Deutschen lieben einfach Mischlingshunde“, erläutert Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V., die mit aktuell über 7,7 Millionen registrierten Tieren Europas größtes Haustierzentralregister betreibt.

Der Labrador Retriever trumpft mit 19.031 Neuanmeldungen auf und kommt damit auf Platz 2, gefolgt vom Deutschen Schäferhund auf Platz 3 (15.029). „Die Beliebtheit des Deutschen Schäferhundes hat bei den Hundehaltern in den vergangen Jahren trotz der Platzierung unter den diesjährigen Top 3 stark nachgelassen“, weiß Philip McCreight.

Die Plätze 4 und 5 gehören dem Chihuahua (12.807) und der Französischen Bulldogge (8.523). Mit 8.318 Neuregistrierungen übernimmt der Jack Russell Terrier Platz 6, der Golden Retriever (7.123) und der Yorkshire Terrier (6.291) kommen auf die Plätze 7 und 8. Der Australian Shepherd (5.438) und der Border Collie (3.841) belegen in der TASSO-Rangliste die Plätze 9 und 10.