Welthundetag: Die problematische Situation der deutschen Tierheime

Veraltete Elektroanlagen, abblätternde Farbe an Fenstern und Hundezwingern, reparaturbedürftige Zäune und Fliesenspiegel – dieses oder ein ähnliches Bild finden viele Besucher vor, wenn sie ihr lokales Tierheim vor Ort betreten. Anlässlich des Welthundetages am 10. Oktober macht die Tierschutzorganisation TASSO e.V., die Europas größtes Haustierregister betreibt, auf die unhaltbare Situation der deutschen Tierheime aufmerksam.

Deutschlands Tierheime stehen mit dem Rücken zur Wand. Viele Einrichtungen arbeiten seit Jahren am Rande ihrer finanziellen und personellen Kapazitäten, manche sind sogar unmittelbar in ihrer Existenz bedroht. Die Situation wird durch zigtausende kostenintensive Fund- und Abgabetiere, die jedes Jahr dazu kommen, immer weiter verschärft. Die bereitgestellten Mittel der Kommunen reichen bei weitem nicht aus, um eine angemessene und kostendeckende Versorgung der Fundtiere zu gewährleisten.

Im Rahmen des TASSO-Tierheim-Supports unterstützt TASSO die deutschen Tierheime bereits seit vielen Jahren, beispielsweise mit der Vergabe von Transpondern und Lesegeräten. Ziel ist es, dazu beizutragen, dass noch mehr Tiere gekennzeichnet, bei TASSO registriert und schließlich schnellstmöglich wieder nach Hause zurückgebracht werden können, damit sie den Tierheimen so wenig Kosten wie möglich verursachen.

Doch darüber hinaus brauchen unsere Tierheime vor allem Unterstützung bei der Instandhaltung ihrer Gebäude. Denn die Versorgung der vielen Tiere steht für die engagierten Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer natürlich grundsätzlich an erster Stelle. Notwendige Reparaturen in und an Gebäuden müssen aus Kostengründen immer wieder hinten angestellt werden. Am häufigsten fallen Schlosser- und Elektroarbeiten sowie Fliesen- und Malerarbeiten an, bei denen dringend helfende Hände von fachkundigen Heimwerkern und Handwerksfirmen vonnöten sind.

Gemeinsam stark sein – Jeder noch so kleine Beitrag hilft!

Heimwerker und Handwerksfirmen, die ihr Fachwissen und ihre Fähigkeiten zur Verfügung stellen möchten, sollten direkt bei ihrem Tierheim vor Ort erfragen, bei welchen Arbeiten Unterstützung gebraucht wird. Mit jedem noch so kleinen Beitrag kann die Situation für das jeweilige Tierheim und letztendlich auch die Tierheimtiere verbessert werden.