Archiv für den Monat: April 2016

Wolf MT6 ist tot

Der Wolf MT6 ist getötet worden, wie das niedersächsische Umweltministerium mitgeteilt hat. In einer gemeinsamen Stellungnahme äußerten die Naturschutzverbände IFAW, NABU und WWF Bedauern über den Tod des Tieres und zugleich Verständnis für die Entscheidung. Auch wenn das Schicksal des Einzeltieres tragisch sei, habe MT6 durch sein auffälliges Verhalten ein nicht mehr zu kalkulierendes Risiko für Menschen dargestellt. Zuvor hatte das niedersächsische Umweltministerium entschieden, den Wolf wenn möglich einzufangen und in ein Gehege zu bringen. MT6 hatte sich wiederholt Menschen mit Hunden genähert und generell ein unberechenbares Verhalten an den Tag gelegt. Vergrämungsaktionen hatten in den vergangenen Monaten keine Erfolge gezeigt. Experten waren sich einig, dass erneute oder weitere Vergrämungsversuche bei dem Wolf MT6 nicht dazu führen würden, dass er sein Verhalten ändert. Aufgrund dieser fachlichen Einschätzung ist die Entnahme des Tieres für die Verbände nachvollziehbar.

„Die dauerhafte Rückkehr des Wolfs nach Deutschland ist nur mit der breiten Akzeptanz der Bevölkerung möglich. Es muss daher vermieden werden, dass einzelne auffällige Wölfe die Akzeptanz der ganzen Art gefährden. Auch muss verhindert werden, dass ein auffälliger Wolf sein Verhalten an den Nachwuchs weitergibt und somit möglicherweise ein ganzes Rudel auffälliges Verhalten zeigt“, so die Verbände. Um derartige Vorfälle zukünftig zu vermeiden, forderten die Verbände ein besseres und effizienteres Management seitens der Behörden an – vor allem in potentiellen Konfliktfällen.

Kritisch ist nach gemeinsamer Auffassung der Verbände, dass nicht ausreichend untersucht ist, wodurch das auffällige Verhalten von MT6 ausgelöst wurde. „Wir plädieren ausdrücklich für die intensive Beobachtung des Munsteraner Rudels, aus dem das Tier ursprünglich stammt. Ziel muss es sein, dass sich ein Verhalten bei anderen Wölfen nicht wiederholt. Für den Fall, dass weitere Tiere auffälliges Verhalten zeigen, sollten zeitnah umfassende Vergrämungsmethoden eingeleitet werden. Da es besonders gefährlich wird, wenn Wölfe durch Menschen angefüttert werden und man sie auf diese Weise lehrt, Menschen aktiv aufzusuchen, muss die Aufklärungsarbeit auch seitens der zuständigen Behörden weiter intensiviert werden“, so IFAW, NABU und WWF.

Zugleich betonten alle drei Verbände einhellig, dass sich aus dem aktuellen Fall keine Gesetzmäßigkeit ableiten lässt. „Der Wolf ist eine in Deutschland streng geschützte Tierart. Jedes potentiell kritische Verhalten muss gesondert bewertet werden. Richtschnur und Leitlinie hierfür muss ein entsprechender Wolfs-Managementplan sein, der von den einzelnen Bundesländern im Vorfeld erarbeitet wurde. Die Einschätzung von Konfliktfällen beruht dabei auf einer Veröffentlichung des Bundesamtes für Naturschutz zum Umgang mit Wölfen in Deutschland“, so die Verbände.

Kosten für Hundebetreuung absetzen

Es ist wieder soweit, die Abgabe der Steuererklärung rückt näher. Für Heimtierhalter kann sich eine Steuerklärung besonders lohnen. Denn ob Hund, Katze, Kaninchen oder Zierfische: Hat der Tierhalter im entsprechenden Steuerjahr eine Betreuung für seine Lieblinge in Anspruch genommen, kann er die dafür entstandenen Kosten steuerlich geltend machen.

Zur Betreuung eines Heimtieres gehören unter anderem das Füttern, Waschen, die Fellpflege, das Beschäftigen des Tieres, das Gassi gehen sowie das Saubermachen des Aquariums oder des Katzenklos. „Das sind im Haushalt regelmäßig anfallende Aufgaben, die zu haushaltsnahen Dienstleistungen gehören, entschied der Bundesfinanzhof vergangenes Jahr (Az: VI R 13/15)“, sagt Ralf Thesing vom Bund der Steuerzahler. Doch wie der Name haushaltsnahe Dienstleistung schon sagt: Die Betreuung muss innerhalb der eigenen vier Wände erfolgen. „Tatsächlich muss der Hundefriseur den Vierbeiner im eigenen Haushalt frisieren. Findet der Termin in einem Hundesalon statt, können die Kosten nicht abgesetzt werden“, sagt der Finanzexperte.

Tierfreunde können sowohl Dienstleister als auch Privatpersonen mit der Betreuung der Lieblinge beauftragen. Wird das eigene Heimtier zur Betreuung in einem Hundehotel oder einer -pension untergebracht, können auch in diesem Fall die Kosten nicht steuerlich abgesetzt werden.

„Bis zu einer Obergrenze von 4.000 Euro im Jahr können Ausgaben für haushaltsnahe Dienstleistungen geltend gemacht werden“, so der Finanzexperte. „Allerdings jeweils nur 20 Prozent vom Betrag der jeweiligen Dienstleistung“, sagt er. Damit alle anfallenden Betreuungskosten abgesetzt werden können, brauchen Steuerzahler eine Rechnung über die erbrachten Leistungen. „Die Rechnungen müssen per Überweisung bezahlt worden sein“, erklärt Thesing. Barzahlungen erkennt das Finanzamt nicht an.
Sonderausgaben und Werbungskosten

Die Hundesteuer ist eine private Ausgabe und kann von der Steuer nicht abgesetzt werden. Dafür aber die Hundehaftpflichtversicherung. „Sie kann als Sonderausgabe geltend gemacht werden“, so der Experte. Voraussetzung dafür: „Der Höchstbetrag darf mit den angefallenen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen nicht bereits ausgeschöpft sein.“ Wer ein Tier aus beruflichen Gründen hält, wie einen Diensthund, kann viele anfallende Kosten wie Futter, Leine, Hundegeschirr, Hundebox und sogar Tierarztbesuche steuerlich als Werbungskosten absetzen, da der Hund in diesem Fall ein „Arbeitsmittel“ ist.

„Wichtig ist, alle Quittungen zu sammeln und genau aufzuschreiben, um was für Ausgaben es sich handelt“, rät der Finanzexperte. Sehr vage und allgemein gehaltene Bezeichnungen wie „Hundezubehör“ reichen dem Finanzamt nicht aus. Bei Fragen helfen Steuerberater und Lohnsteuerhilfevereine weiter. IVH

Den Sommer mit Hund geniessen

Der Hund gilt als der beste Freund des Menschen – und fast alles, was es für Zweibeiner gibt, wird auch für Vierbeiner angeboten. Der neueste Trend: Reisebüros und -führer für Hunde. Denn damit der Urlaub für alle Beteiligten erholsam wird, will er richtig vorbereitet sein. Das beginnt schon bei der Wahl des Reiseziels.

Manche mögen’s heiß – Hunde nicht

Da Hunde nicht schwitzen können, macht ihnen die Hitze in südlichen Ländern zu schaffen. Besser geeignet für den gemeinsamen Trip sind zum Beispiel ein Badeurlaub an der Nordsee oder ein Wanderurlaub in den Alpen. „Hundehalter, die mit ihrem Vierbeiner ins Ausland reisen möchten, sollten sich vorher über Einreisebestimmungen, länderspezifische Tierkrankheiten und entsprechende Vorsorgemaßnahmen informieren“, rät Franziska Obert, Expertin der Agila Haustierversicherung. Für Reisen innerhalb der EU benötigen Hunde einen Heimtierausweis, in dem Angaben über Tier und Halter sowie eine gültige Tollwutimpfung vermerkt sind. Außerdem muss der Hund einen Mikrochip zur Identifikation tragen. Über nationale Besonderheiten können die Botschaft des jeweiligen Landes oder das Veterinäramt Auskunft geben.

Sicher ans Ziel und wieder zurück

Auch die Anreise will gut geplant sein. Wichtig bei einer langen Autofahrt sind regelmäßige Pausen. Und die Klimaanlage sollte nie auf Hochtouren laufen, denn auch Hunde können sich erkälten. Die Bahn transportiert kleine Hunde kostenlos, große Vierbeiner zahlen die Hälfte des Erwachsenentarifs. Bei Airlines wie der Lufthansa reisen Hunde je nach Gewicht und Größe in der Passagierkabine oder im Frachtraum mit. Abschließend sollten die Besitzer prüfen, ob der Versicherungsschutz ihres Vierbeiners auch im Ausland greift. Agila-Expertin Obert erklärt: „Viele Anbieter übernehmen auch einen medizinisch notwendigen Rücktransport nach Deutschland oder erstatten einen Teil der Reisekosten, wenn der Urlaub wegen Reiseunfähigkeit des Hundes nicht angetreten werden kann.“ Eine Krankenversicherung für den Hund schont die Nerven – schließlich soll Urlaub der Erholung dienen.