Archiv für den Monat: November 2015

Erstmalig Haftstrafe für Welpenhändler

In Seligenstadt stand gestern Nachmittag ein Ehepaar vor Gericht, das seit mindestens zehn Jahren mit Welpen aus dubiosen Quellen handelt. Die Tiere sind durchweg krank oder starben. Markus und Petra L. wurden wegen Betrugs zu 15 Monaten Haft ohne Bewährung sowie fünf Jahren Zucht- und Haltungsverbot verurteilt. Das Paar hatte bereits 2005 und 2008 Haft auf Bewährung bekommen. Jetzt ist davon auszugehen, dass die Verurteilten in Berufung gehen werden.

Die international tätige Stiftung VIER PFOTEN begrüßt das Urteil des Amtsgericht Seligenstadt als deutliches Signal gegen den illegalen Welpenhandel. Das Paar aus Seligenstadt/Hessen hatte im großen Stil sämtliche Hunderassen über verschiedene Internetportale wie EBAY Kleinanzeigen angeboten, sogar im Ausland. In diesen Anzeigen war von eigener Zucht, gesunden und geimpften Hunden die Rede, was jedoch schon deshalb nicht stimmen konnte, weil die Händler nicht über die entsprechende Anzahl von Muttertieren verfügten. Die Welpen kosteten zwischen 350 und 1.050 Euro. Tatsächlich kamen die Hunde aus dubiosen Quellen, waren oft krank, manche starben sogar. In vielen Fällen gab es weder Impfpässe noch Kaufverträge. Obwohl gestern „nur“ acht Fälle verhandelt wurden, folgte die Richterin dem Plädoyer des Oberamtsanwaltes und zog das Gesamtbild des betrügerischen Paares in Betracht. Markus und Petra L. betrieben trotz vielfacher Verurteilungen das Geschäft weiter und zeigten keinerlei Bedauern, weder für die kranken Welpen noch für die geschädigten Käufer.

Auch bei VIER PFOTEN meldeten sich zahlreiche betrogene Hundebesitzer. Die gemeinsamen Recherchen mit HR konnten die kriminelle Vorgehensweise der Welpenhändler schließlich eindeutig belegen.

Birgitt Thiesmann (52), Heimtierexpertin bei VIER PFOTEN:
„Dieses Urteil ist ein Meilenstein für die Kampagnenarbeit von VIER PFOTEN, denn es zeigt, dass illegaler Welpenhandel kein Kavaliersdelikt ist. Wir hoffen, dass die Entscheidung des Gerichts wegweisend für andere Fälle dieser Art sein wird. Skrupellose Welpenhändler sollen verstehen, dass ihr Geschäftsmodell und das damit verbundene Leid der Tiere hart bestraft wird.“

Besonders in Osteuropa werden tausende Welpen unter schlimmsten Bedingungen produziert. Hundebabys werden viel zu früh von ihren Müttern getrennt und meist schon krank, verwurmt und mit gefälschten Impfpässen quer durch Europa transportiert. Ihre neuen Besitzer sind meist mit hohen Tierarztkosten und nicht selten sogar mit dem frühen Tod der Welpen konfrontiert. VIER PFOTEN engagiert sich mit einer internationalen Kampagne gegen den illegalen Welpenhandel und fordert eine europaweite Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für alle Hunde.

Der Hundeprofi unterwegs

Wenn es um das Verhältnis zwischen Mensch und Hund geht, macht Martin Rütter so schnell keiner etwas vor. Doch bei „Der Hundeprofi unterwegs“ verlässt der Tier-Experte sein gewohntes Revier! Zum Auftakt der neuen Staffel (am 28. November um 19:10 Uhr bei VOX) begibt er sich auf Spurensuche rund um die Rückkehr der Wölfe in Deutschland. Seit einigen Jahren häufen sich Meldungen und Bilder von unüblichen Begegnungen mit den scheuen Tieren. Martin Rütter will diesem Phänomen auf den Grund gehen: „Als Hundetrainer kommt man um das Thema Wolf natürlich nicht herum. Die beiden Arten stammen zwar voneinander ab, verhalten sich aber oft ganz anders“, erklärt er. Um mehr über den Urahnen aller Haushunde herausfinden, spricht der Tierpsychologe deswegen mit Wolfsexperten, mit Befürwortern und Gegnern ihrer Rückkehr und sucht selbst die Nähe zu den Wölfen.

Sie waren jahrzehntelang aus den heimischen Wäldern verschwunden, doch seit etwa 15 Jahren sind sie zurück: Rund 300 Wölfe gibt es inzwischen wieder in Deutschland. Viele Naturschützer und Experten sind erfreut über die Rückkehr der Wölfe – doch zunehmend gibt es auch Stimmen gegen die neuen alten Waldbewohner, da sich beängstigende Wolfsbegegnungen häufen. So einen irritierenden Vorfall hat unter anderem Hundebesitzerin Anja Nowak in der Lüneburger Heide erlebt. Als sie mit ihren zwei Golden Retrievern im Wald spazieren war, standen plötzlich sieben Wölfe nur wenige Meter von ihr entfernt! „Es ist für mich ein sehr nachhaltiges Erlebnis. Eigentlich ist es im Grunde das schrecklichste und auch das faszinierendste Erlebnis gewesen, das ich je hatte“, beschreibt Anja den ungewöhnlichen Zwischenfall. Es scheint, als hätten die Tiere ihre Scheu vor den Menschen verloren. Für den Wolfsexperten vom Naturschutzbund Markus Bathen gibt es in diesem Fall jedoch nur eine Erklärung: „Das sind Welpen-Trupps, die sind nicht auf Beutezug, sondern erkunden ihr Revier. Wenn sie einen Menschen zum ersten Mal sehen, sind sie natürlich interessiert.“

Doch es gibt auch ausgewachsene Tiere, die sich entgegen ihrem natürlichen Verhalten extrem nah an den Menschen heran trauen. Seine Recherchen führen Martin Rütter dabei immer wieder zu einem ganz bestimmten Wolfsrudel, das auf einem Truppen-Übungsplatz im niedersächsischen Munster lebt. Warum benehmen sich diese Wölfe als seien sie an Menschen gewöhnt? Für Biologin Gesa Kluth vom Lupus-Institut, das für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland zuständig ist, steht fest: „Wölfe suchen normalerweise nicht die Nähe zum Menschen, denn sie haben, anders als Hunde, keine soziale Bindung zu Menschen. Aber meine Theorie ist ganz klar: Irgendetwas ist mit diesen Tieren aus dem Munster-Rudel passiert. Die verhalten sich anders, als der Rest der Wölfe, den wir beobachten.“ Findet Martin Rütter dazu Antworten beim Kommandanten des Truppenübungsplatzes, Oberstleutnant Jörg Heimann und kann Förster Jörg-Rüdiger Tilk, der dort für die Tierwelt zuständig ist, weiterhelfen? Warum haben diese Tiere ihre Scheu verloren? Und stellen Wölfe in Deutschland tatsächlich eine Bedrohung dar, wie immer häufiger zu hören ist?

Wie es Martin Rütter in einem Wolfsgehege ergeht und was betroffene Landwirte und Schäfer von der Wolfs-Rückkehr halten, zeigt VOX in der ersten neuen Folge von „Der Hundeprofi unterwegs“ am 28. November 2015 um 19:10 Uhr. Den zweiten Teil der Reportage über Wölfe in Deutschland sehen die Zuschauer am 5. Dezember um 19:10 Uhr.

Mit Hund und Skiern auf der Loipe

Fallen die ersten Schneeflocken freut sich auch Bello. Sportbegeisterte Hundehalter können die Freude am Schnee und den Bewegungsdrang ihrer Vierbeiner mit einer immer beliebter werdenden Wintersport-Art kombinieren: dem Skijöring. „Skijöring kommt ursprünglich aus Skandinavien und kann mit jedem Hund ausgeübt werden, der zieh- und lauffreudig ist“, sagt Werner Schaub vom Verband deutscher Schlittenhunde Sportvereine und selbst seit 30 Jahren begeisterter Skijörer.

Der Hundehalter ist beim Skijöring auf Skating-Skis unterwegs und über eine elastische Leine mit seinem Hund, der wie beim Schlittensport ein Zuggeschirr trägt, verbunden. „Wie bei allen Sportarten ist eine gewisse Kondition bei Hund und Mensch vorausgesetzt. Wichtig sind auch Grundkenntnisse im Skaten und ein gutes Gleichgewichtsgefühl“, erklärt Schaub.

Oberstes Gebot beim Skijöring: Niemals den Hund überholen, maximal darf sich der Halter auf Kopfhöhe des Tieres bewegen. Von hinten gibt er seinem Tier Befehle, wie „vorwärts“, „links abbiegen“, „rechts“, „Stopp“. „Es ist wichtig einen Hund zu haben, der auf Befehle gut hört“, erklärt der Experte. Zu Beginn ist es ratsam, sich langsam zu bewegen, damit der Hund lernt, Hindernisse wie Bäume, Sträucher, Gräben und Bäche, zu umgehen.

Skijöring kann mit bis zu drei Hunden ausgeübt werden. Für kleine Hunde unter 16 Kilogramm eignet sich Skijöring weniger, da sie kaum den Skifahrer bewegen können. Hunderassen wie Setter, Hütehunde sowie nördliche Hunderassen wie Siberian und Alaskan Husky, Malamut oder Samojede mögen Skijöring besonders. Aber auch allen anderen energetischen Hunderassen wie Golden Retriever, Riesenschnauzer, Labrador und Mischlingen kann Skijöring Spaß machen.

Mit kurzen Strecken sollte der Hund langsam an die Sportart herangeführt werden. Kleine Leckerlies eignen sich gut zur Belohnung. Später, bei längeren Touren bis zu zwölf Kilometer, sollten Besitzer stets Wasser dabei haben, damit der Hund vor Durst nicht Schnee frisst. Solange es noch keinen Schnee gibt, kann man auch auf unbefestigten Feld- und Waldstraßen trainieren. „Wir trainieren die Hunde beispielsweise mit einem Mountainbike, auch Bikejöring genannt, dem Dogscooter, einer Art Hunderoller oder zu Fuß, Canicross genannt“, erklärt Schaub. Die drei genannten „Sportarten“ sind die Off-Snow-Alternativen für ein bis zwei Hunde. „Wir selbst trainieren uns mit Inlinern oder Skirollern, aber ohne Hund davor!“, gibt Schaub den Tipp.

Hat es dann endlich geschneit, geht es auf die Skatingloipe. Die beste Trainingszeit ist, wenn auf der Loipe nicht so viel los ist. Am besten eignet sich eine Hundeloipe. „Die ist auch nicht so lang und die Vierbeiner können sie gut bewältigen“, sagt Schaub.

Gemeinsame Outdoor-Events können eine stabile Hund-Mensch-Beziehung fördern

Kuscheln und Streicheln sind wichtig für die Bindung zwischen Mensch und Hund. „Doch zu einer vertrauensvollen und stabilen Beziehung gehört auch, dass die Fellnase selbst bei Ablenkung ansprechbar ist und sich unterwegs am Menschen orientiert“, weiß Oliver Schönfeld vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Besonders gut lasse sich die Bindung über Spiel, Beschäftigung und gemeinsame Abenteuer festigen. Denn zwischen Zwei- und Vierbeinern, die viel gemeinsam unternehmen, entstehe mit der Zeit eine imaginäre Leine, die Hund und Halter zu einem Team zusammenwachsen lässt.

Gemeinsam Abenteuer bestehen

Wer neben den täglichen Spaziergängen mehr Abwechslung für sich und seinen Vierbeiner sucht, für den hält Purina Adventuros Hundesnacks nun gemeinsam mit dem Erlebnisexperten Jochen Schweizer aufregende Outdoor-Abenteuer bereit. Ob Kanutour, Survival-Training, Stand Up Paddling oder Unterwasser-Fotoshooting – unter www.so-schmeckt-abenteuer.de finden Herrchen und Frauchen garantiert das passende Erlebnis für Hunde mit einem natürlichen Sinn für Abenteuer und für Vierbeiner, die es lieben, Neues zu entdecken und Spannendes zu erleben. Die Events können aber auch eine ausgefallene Geschenkidee sein, um Hundehalter zu überraschen.

So schmeckt Abenteuer

Das gemeinsame Erlebnis kann die Beziehung zwischen dem Hund und seinem Besitzer maßgeblich stärken. „Wer Abenteuer erlebt, hat nicht nur Spaß miteinander, sondern lernt sich auch auf ganz neue Weise kennen und verstehen“, so Evelyn Thielen, Produktmanagement Katzen- und Hundesnacks von Purina. „Unsere Snacks wurden speziell für Hunde mit einer Spürnase für Abenteuer entwickelt und eignen sich besonders als Belohnung bei einem spannenden Outdoor-Erlebnis.“ Die für Vierbeiner unwiderstehlichen Leckerbissen gibt es in den außergewöhnlichen Geschmacksrichtungen Wildschwein, Hirsch oder Büffel als Nuggets, Strips, Sticks oder Mini Sticks – passend für große und kleine vierbeinige Abenteurer.

So kommen Hunde fit durch den Winter

Der Winter kommt – und mit ihm Kälte und Schnee. Das setzt nicht nur dem Menschen zu, auch Hunde können darunter leiden. Mit ein paar einfachen Tipps kommen Hundebesitzer aber gemeinsam mit ihrem Vierbeiner gesund und munter durch die unwirtliche Jahreszeit, zum Beispiel beim Spaziergang: Jetzt ist es beim Gassi gehen häufig noch oder schon wieder dunkel. Im Straßenverkehr steigt im Winter das Unfallrisiko, vor allem Tiere mit dunklem Fell werden von Auto- oder Motorradfahrern oft zu spät gesehen. Dagegen hilft die richtige Ausrüstung. Ein Leuchthalsband, Blinklichter am Halsband oder Brustgeschirre in reflektierenden Neonfarben machen Hunde sichtbar.

Vor Wind und Kälte schützen

Welpen und Junghunde, aber auch kurzhaarige, ältere und kranke Tiere sind besonders kälteempfindlich. Den ausgedehnten Winterspaziergang mit dem Vierbeiner sollte man deshalb besser durch mehrere kurze Gassirunden am Tag ersetzen. Auch Mäntel und Hundeschuhe – sogenannte Booties – können einer Erkältung des Hundes vorbeugen. „Erkältungen bei Hunden sind genauso unangenehm und langwierig wie bei Menschen. Spätestens bei Fieber oder gelblichem Ausfluss aus der Nase sollte ein Tierarzt zu Rate gezogen werden“, rät Sven Poplawski von der Agila Haustierversicherung.

Pflege tut gut

Streusalz auf vereisten Wegen ist praktisch für den Hundehalter, schadet aber den Hundepfoten. Nach dem Spaziergang sollten Hundebesitzer deshalb die Pfoten mit lauwarmem Wasser reinigen und mit einer fetthaltigen Creme einreiben. Bei verschneiten Wegen sollten sie außerdem darauf achten, dass der Hund keinen Schnee frisst. „Nehmen Hunde zu viel Schnee auf, können sie eine Magenschleimhautentzündung bekommen“, warnt Sven Poplawski. „Das ist nicht nur schmerzhaft, die Behandlung kann beim Tierarzt auch hohe Kosten verursachen.“ Damit zur Sorge um das kranke Tier keine finanzielle Belastung kommt, bietet Agila eine spezielle Tierkrankenversicherung für Hunde an. „Grundsätzlich gilt zudem: Eine nährstoffreiche Ernährung, viel Bewegung und sorgfältige Pflege stärken die Abwehrkräfte und helfen dem Hund, gesund durch den Winter zu kommen“, so Poplawski.