Archiv für den Monat: Juni 2015

Warum Autos im Sommer für Hunde zur tödlichen Falle werden können

In diesem Jahr mussten wir lange auf ihn warten, doch nun lässt sich der Sommer endlich blicken. Picknicken, baden, sonnen: Was für uns Menschen ein Vergnügen ist, kann für Hunde tödlich enden, wenn ihre Halter die Gefahren der Sonneneinstrahlung auf Fahrzeuge unterschätzen.

In den letzten Wochen gab es bereits zahlreiche Meldungen, die von qualvoll verstorbenen Hunden in überhitzten Autos berichten. Das Problem: Viele Menschen wissen nicht, dass das Auto bereits bei mittleren Temperaturen schnell zur Hitze-Falle wird oder gehen zu sorglos mit diesem Thema um. „Ein Hund gehört ab 20 Grad Celsius nicht in ein verschlossenes Fahrzeug“, warnt Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V. „Leider glauben viele Leute immer noch, dass ein wenige Zentimeter geöffnetes Fenster oder ein Parkplatz im Schatten ausreichend sind, um dem Hund genügend Abkühlung zu verschaffen.“

Ein Trugschluss, denn das Autoinnere kann sich bei steigenden Temperaturen schnell auf über 50 Grad Celsius aufheizen. Wenige Minuten reichen dann schon aus, um einen Hund in eine lebensbedrohliche Situation zu bringen. Im Gegensatz zu uns Menschen schwitzen Hunde nicht, sondern regulieren ihren Wärmehaushalt durch das Aufnehmen von Flüssigkeit. Wenn ein Tier diese Möglichkeit nicht hat, steigt die Körpertemperatur an und es kommt zu einem Hitzschlag, weil lebenswichtige Organe nicht mehr ausreichend durchblutet werden.

Erste Anzeichen eines Hitzschlages sind Unruhe, eine weit herausgestreckte Zunge, Taumeln und Erschöpfung. Im fortgeschrittenen Stadium kann er zu einem Schockzustand, Bewusstlosigkeit und nicht selten sogar zum Tod führen. Ein Tier, das Symptome eines Hitzschlages zeigt, muss daher so schnell wie möglich von einem Tierarzt behandelt werden.

Wie im Notfall schnell und richtig zu reagieren ist, erklärt die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Anette Fach:
„Die wichtigste Maßnahme ist, das Tier zunächst in den Schatten zu bringen und vorsichtig mit nasskalten Tüchern für mindestens 30 Minuten abzukühlen. Beginnen Sie an den Pfoten über die Beine, das Hinterteil, über den Rücken bis zum Nacken, oder kühlen Sie mit feuchten Umschlägen. Das Wichtigste ist hierbei eine langsame Abkühlung. Keinesfalls darf das Tier mit eiskaltem Wasser übergossen werden. Danach muss zeitnah der Transport in einem gekühlten Auto zum Tierarzt erfolgen. Eine weitere Hitzebelastung sollte unbedingt vermieden werden. In der Tierarztpraxis sollte man sich sicherheitshalber anmelden, damit auch ein Tierarzt vor Ort und einsatzbereit ist, um das Tier entsprechend notfallmäßig behandeln zu können. Die Behandlung beim Arzt besteht aus Infusionen, Medikamenten und eventuell auch Sauerstoffzufuhr.“

Um noch mehr Vierbeiner vor einem grausamen Tod im Auto zu schützen, hat TASSO vor einigen Jahren die Kampagne „Hund im Backofen“ ins Leben gerufen. Tierfreunde können uns aktiv unterstützen, indem sie unser kostenloses Aufklärungsmaterial anfordern und dieses an andere Hundefreunde verteilen. Somit können noch mehr Menschen die Gefahren erkennen und entsprechend handeln.

Weitere Informationen zur Aktion „Hund im Backofen“ sowie das Bestellformular finden Sie hier: www.tasso.net/hund-im-backofen

Über TASSO e.V.:

Ferien auf vier Pfoten

Kein Urlaub ohne meinen Vierbeiner – das sagen sich viele Hundehalter und nehmen ihren Liebling kurzerhand mit in die schönsten Wochen des Jahres. Nicht jedes Urlaubsquartier ist allerdings auf die tierischen Gäste vorbereitet. Daher ist es wichtig, dies vorher anzufragen – oder sich am besten gleich für ein hundegerechtes Ferienhaus mit viel Auslauf für den Vierbeiner zu entscheiden. Das Angebot an Domizilen, in denen auch Tiere willkommen sind, ist groß, von den beliebten heimischen Küsten bis zum europäischen Ausland.

Genug Auslauf für den Vierbeiner

Ein Ferienhaus mit viel Platz und idealerweise einem eigenen Garten ist bei der Wahl der Unterkunft von Vorteil. Am wohlsten fühlen sich die Urlauber auf vier Pfoten und ihre Besitzer an der deutschen Nord- und Ostsee: Zumindest entscheidet sich jeder dritte Urlauber mit Hund für diese Ziele, berichtet das Ferienhausportal Casamundo.de. Die Vorteile sprechen für sich: Die Anreise ist überschaubar und erfolgt in der Regel per Auto – mit ausreichend Stopps und ganz ohne Hunde-Jetlag. Vor Ort locken dann Hundestrände zum Herumtoben sowie Dünen und Wiesen zu ausgedehnten Schnüffelausflügen.

Beliebte Ziele für den Hundeurlaub im Ausland

Doch nicht nur heimische Strände machen die Vierbeiner mit ihren Besitzern unsicher: Die ländliche Toskana in Italien und die Bretagne in Frankreich mit ihren weitläufigen Küstengebieten stehen bei dem Ferienhausportal ebenfalls hoch im Kurs. Weiterhin sehr beliebt sind große Seen im In- und Ausland wie Gardasee, Comersee oder die Mecklenburgische Seenplatte. Allein bei Casamundo können Hundebesitzer europaweit aus über 200.000 Ferienunterkünfte, in denen Vierbeiner willkommen sind, auswählen. Eine bemerkenswerte Entwicklung: Schon jeder fünfte Ferienhaus-Bucher reist laut diesem Anbieter mit tierischer Begleitung an.

Entspannt reisen in der Nebensaison

Noch ein Tipp für die tierische Urlaubsplanung: Empfehlenswert sind Reisen mit Hund außerhalb der Hauptsaison, wenn vielerorts die Leinenpflicht gelockert wird und spezielle Hundestrandabschnitte geöffnet sind. Auch klimatisch ist dies die angenehmste Reisezeit aus Hundeperspektive – und die Preise bewegen sich nicht mehr auf Hauptsaison-Niveau.

Forderung nach verpflichtenden Sachkundenachweis für Hundehalter

„Wir freuen uns sehr, dass Schleswig-Holstein diese sehr willkürliche Rasseliste abschafft und hoffen, dass andere Länder diesem Beispiel folgen. Die Rasse eines Hundes sagt absolut nichts über seine Gefährlichkeit aus. Was VIER PFOTEN vielmehr fordert, ist ein bundesweites Gesetz über einen verpflichtenden Sachkundenachweis für Hundehalter.“

Immer wieder macht VIER PFOTEN die Erfahrung, dass Hundehalter mit ihren Tieren überfordert sind. Das führt im schlimmsten Fall dazu, dass Hunde ins Tierheim gebracht oder sogar ausgesetzt werden. Laut VIER PFOTEN hat die Rasseliste diese Situation in der Vergangenheit sogar verschlimmert. Ein Sachkundenachweis würde nach Ansicht der Tierschutzstiftung dazu beitragen, die Kompetenz und Selbstsicherheit der Halter erheblich zu verbessern. Somit wäre Mensch und Tier geholfen.

Tierbetreuung in den Sommerferien

Zwei von drei Tierhaltern haben ihre Urlaubsplanung für Bello und Co. angepasst, jeder dritte verreist mit dem Vierbeiner

– Diejenigen, die nicht mit Tier verreisen können oder wollen,
richten sich größtenteils an Familie, Freunde oder Nachbarn für
kostenlose Urlaubsunterstützung
– Über 60 Prozent derer, die ohne Tier verreisen, haben Probleme,
eine passende Urlaubsbetreuung zu finden

Ende Juni beginnen in Deutschland die Sommerferien und wir werden erneut voller Vorfreude unsere Koffer packen. Doch besonders die Halter der 33,2 Millionen in deutschen Haushalten lebenden Haustiere(1) stellt die Urlaubszeit vor einen besonderen Herausforderungen: Wer kümmert sich um Bello und Mieze oder fahren sie mit?

Im Rahmen einer jährlich stattfindenden Umfrage hat Betreut.de, Onlinemarktplatz für familienunterstützende Dienstleistungen, über 1.000 Tierhalter zu den Herausforderungen während der Sommerurlaubszeit befragt(2).

Jedes dritte Haustier verreist, am häufigsten mit dem Auto.

Knapp zwei Drittel (64 Prozent) der Befragten geben an, dass sich die Urlaubsplanung durch das Haustier verändert habe. Von den 36 Prozent der Befragten, die mit dem Tier gemeinsam verreisen, sagen 91 Prozent aus, den Ferienort nach der Haustierfreundlichkeit auszuwählen und 76 Prozent greifen bewusst auf ein tierfreundliches Verkehrsmittel zurück.

„In den meisten deutschen Haushalten sind Tiere vollwertige Familienmitglieder. Daher kann es kaum verwundern, dass sich auch die Urlaubsplanung nach ihnen richtet. Viele verreisen so, dass das Tier mitfahren kann, oder bringen ihr Tier bedarfsgerecht unter“, sagt Steffen Zoller, Gründer von Betreut.de und langjähriger Hundehalter.

Familie und Freunde stehen hoch im Kurs, Tiersitter bieten eine Alternative.

Die Mehrheit derer, die ihr Haustier nicht mit in den Urlaub nehmen, vertraut die Tierbetreuung Familie und Freunden an (56 Prozent). 22 Prozent von ihnen haben schon einmal einen privaten Tierbetreuer für den Urlaub genutzt und jeder zweite von denen, die es noch nicht getan haben, kann es sich vorstellen (52 Prozent).

Die Urlaubsfreude wird bei Tierhaltern, die ohne Tier verreisen, durch zusätzlichen Stress getrübt: 60 Prozent gaben an, dass es ihnen mitunter Schwierigkeiten bereite, eine passende Betreuung für den Urlaub zu finden. Zugleich würden ebenfalls 60 Prozent der Tierhalter einen Tierbetreuer bevorzugen, der gleichzeitig auf mehrere Tiere aufpasst.

Das fördert nicht nur die Sozialisierung der Tiere, sondern ist auch mit Kostenvorteilen für die häufig mehrwöchige Urlaubsbetreuung verbunden. Tierbetreuer werden vorwiegend nach der Chemie zwischen Betreuer und Tier (61 Prozent), Erfahrung (19 Prozent) und Referenzen (8 Prozent) ausgewählt.

Betreut.de macht es einfacher, einen passenden Tierbetreuer zu finden.

„Die wesentlichen Herausforderungen, vor denen Tierhalter bei der Suche nach einer Urlaubsbetreuung stehen, sind hohe Kosten, Vorbehalte gegenüber Fremden und auch die Unkenntnis, wo und wie man einen guten Betreuer findet. Hier kann Betreut.de helfen“, fasst Steffen Zoller zusammen, „wir machen es einfach, Tierbetreuer in ganz Deutschland zu kontaktieren und nach Kriterien wie Kosten, Erfahrung und Verfügbarkeit zu filtern. So können Tierhalter Betreuer finden, die zu ihren Erwartungen passen.“

„Schon einige Wochen vor den Ferien sollten Tierbetreuer kennengelernt, Vorbehalte abgebaut und Vertrauen aufgebaut werden. So können Tierhalter stressfrei in den Urlaub starten, selbst wenn sie ihren vierbeinigen Freund vorübergehend nicht bei sich haben“, empfiehlt Steffen Zoller.

Über betreut.de Betreut.de gehört zu Care.com, dem weltweit größten Onlinedienst für Betreuung. 2006 in den USA gegründet, hat Care.com heute mehr als 15,2 Millionen Mitglieder in 16 Ländern. Der Onlinedienst ermöglicht es Familien, einfach und verlässlich mit Kinder-, Senioren- und Tierbetreuern sowie Haushaltshilfen in Kontakt zu treten. Familien stehen zudem Hinweise und Services zur Verfügung, um fundierte Entscheidungen für einen wesentlichen Bereich ihres Lebens treffen zu können: der Betreuung ihrer Liebsten. Weitere Informationen finden Sie auf www.betreut.de.

(1) Statista GmbH (2015): http://ots.de/z0oXK
(2) Care.com Europe GmbH (2015): Onlinebefragung „Haustiere und
Urlaubszeit in Deutschland“. Feldzeit: April-Mai 2015, 1.023
vollständig ausgefüllte Fragebögen gingen in die Auswertung ein.

Tag des Hundes 2015

Rund 5 Millionen Hunde leben in deutschen Haushalten. Seit 2010 gebührt ihnen deshalb ein eigener Tag, der vom Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) ins Leben gerufen wurde. Unter dem Motto „Unser Tag des Hundes“ finden am kommenden Wochenende deutschlandweit Aktivitäten statt, die die besondere Bedeutung dieses treuen Begleiters in unserer Gesellschaft hervorheben sollen. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. nimmt diesen Tag zum Anlass, um auf Gefahren hinzuweisen, die Hunden im ganz alltäglichen Leben begegnen können.

Treppe benutzen oder kleine Vierbeiner auf den Arm nehmen
Immer wieder sieht man Hundehalter, die ihre Vierbeine auf die Rolltreppe mitnehmen. „Eine für den Hund sehr gefährliche Angelegenheit“, warnt Philip McCreight, Leiter von TASSO. Das Tier kann sich am Ende der Treppe mit seinen Krallen oder Haaren in dem kamm-ähnlichen stählernen Aufsatz verfangen. Die Folgen sind ernsthafte Verletzungen, die bis hin zur Amputation führen können. „Wenn man unbedingt die Rolltreppe nutzen möchte, gehören kleine Hunde auf den Arm“, so der Tierschützer weiter. „Hunde, die zu groß und zu schwer sind, um sie hochzuheben, haben auf der Rolltreppe nichts zu suchen. Lieber die Treppe benutzen oder einen Umweg laufen.“

Nach der Norm DIN EN 115 müssen in der Nähe der Zugänge zu Rolltreppen Gebots- beziehungsweise Verbotszeichen angebracht sein, die kenntlich machen, dass Hunde getragen werden müssen. Im schnellen Vorbeigehen werden diese Schilder aber oft übersehen.

Vorsicht bei sich selbst schließenden Türen
Auch bei Aufzugfahrten ist Aufmerksamkeit geboten. Hundehalter sollten unbedingt darauf achten, dass die Leine nicht versehentlich in der Fahrstuhltür eingeklemmt wird. Dies kann nämlich dazu führen, dass der Hund nach oben gezogen und dabei stranguliert wird, sobald der Lift sich in Bewegung setzt.

Sich selbst schließende Türen stellen grundsätzlich eine Gefahr für Tiere dar. Häufig ist von Unfällen im öffentlichen Straßenverkehr zu lesen. Schnell ist die Leine oder eine Pfote in der sich schließenden Bus- oder Bahntür eingeklemmt. Wenn der Hund sich noch draußen befindet, der Mensch mit der Leine aber bereits im Innern, ist es für das Tier meist schon zu spät. „Wenn es möglich ist, seinen Hund in das Fahrzeug zu heben und somit gemeinsam einzusteigen, sollte man dies tun“, lautet der Alltags-Tipp von Philip McCreight. „Ist dies nicht machbar, sollte der Hundehalter so lange in der Lichtschranke stehen bleiben, bis das Tier vollständig eingestiegen ist.“

Nicht vergessen: Auch schwere Feuerschutztüren, die von selbst zufallen, sind eine Gefahrenquelle. Da sie häufig in Bürogebäuden genutzt werden, sollten Tierhalter, die ihren Hund mit ins Büro nehmen, immer darauf achten, dass ihr Tier nicht versehentlich eingeklemmt wird.

Aufgepasst beim Gassi gehen
Ein neuer Hausgenosse sollte gut und sicher angeleint werden. Nur ein Halsband mit Flexileine ist riskant und gefährlich. Fallengelassene Flexileinen veranlassen manchen Hund zu panischer Flucht und haben schon Tieren das Leben gekostet. Fällt dagegen eine robuste Leine aus der Hand, kann man diese mit dem Fuß schnell halten und hat den Hund so wieder sicher im Griff. In einigen Ländern werden Hunde von Hundefängern mit Schlingen gefangen und sind daher im Halsbereich sehr sensibel. Auch um diesen empfindlichen Bereich zu schonen, empfehlen wir als Ergänzung zum Halsband, das die Kennmarke von TASSO tragen sollte, ein gut sitzendes Brustgeschirr und somit eine doppelte Sicherung. Für ängstliche und unsichere Hunde gibt es zudem spezielle ausbruchsichere Sicherheitsgeschirre.

Beim Gassi gehen sollten Hundehalter zudem immer die Augen offen halten und aufmerksam sein. Scherben oder andere scharfe Gegenstände verletzen schnell die Ballen an den Hundepfoten. Auch Giftköder sind ein leidiges Thema. Mal kurz nicht hingeschaut und schon hat der Hund einen solchen verschlungen. Dann muss schnell gehandelt werden. Weitere Tipps zum Thema Giftköder finden Sie unter: http://www.tasso.net/Tierschutz/News/TASSO-e-V-warnt-Achtung-Giftkoder

Unbedingt kennzeichnen und registrieren
Kein Vierbeiner ist vor dem Weglaufen geschützt. Ein plötzliches Geräusch, ein interessanter Geruch oder ein anderes Tier, und plötzlich ist der Hund verschwunden. „Deswegen ist es so wichtig, sein Tier kennzeichnen und registrieren zu lassen“, gibt Philip McCreight zu bedenken. „Nur, wenn ein Tier registriert ist, hat es die größtmögliche Chance wieder zu seinem Halter zurückzukommen.“ Die Registrierung bei TASSO dauert nur wenige Minuten, schützt das Tier aber sein Leben lang, und ist genau wie die Rückvermittlung mit keinerlei Kosten verbunden.