Archiv für den Monat: Mai 2015

Was tun, wenn der Hund unter Reisekrankheit leidet

Tommy freut sich schon auf die Ferien. Frauchen hat dann viel Zeit und lange Spaziergänge stehen auf dem Programm. Tommy hat aber auch ein wenig Angst. Auto fahren ist nicht gerade seine große Leidenschaft, weil ihm häufig übel wird. Damit steht er nicht alleine. Marktforschungen zufolge leiden 16 Prozent aller Hunde unter der Reisekrankheit (Kinetose). Die Ursachen sind die gleichen wie beim Menschen. Egal ob im Auto, im Zug, auf dem Schiff oder im Flugzeug – während der Fahrt passen die Informationen, die der Körper dem Gehirn meldet, nicht zusammen, mit dem, was das Auge wahrnimmt. Besonders unangenehm ist es, wenn das Fahrzeug die Richtung wechselt, beschleunigt oder abbremst. Viele Hunde werden dann regelrecht seekrank. Sie reagieren mit starkem Hecheln, Panik, Bellen oder sogar mit Erbrechen. Auch die Angst vor dem Fahren kann der Auslöser für die Reisekrankheit sein.

Vor allem junge Hunde sind betroffen. Es ist deshalb ratsam, früh mit einem „Fahrtraining“ zu beginnen. Zunächst sollte man den Hund an das stehende Auto gewöhnen und ihn belohnen, wenn er einsteigt. Hat er sich erst einmal mit der fremden Umgebung angefreundet, kann man erste Fahrten wagen. Hundeexperten raten, längere Reisen mit einem entspannten Spaziergang unmittelbar vor Fahrtantritt zu beginnen. Auch mit leerem Magen fährt es sich stressfreier. Der Hund sollte im Auto ausreichend Platz haben und sicher untergebracht sein. Gut geeignet sind Trennnetze oder -gitter.

Hunde mögen keine allzu große Hitze. Autos mit modernen Klimaanlagen bieten nicht nur den Menschen, sondern auch dem Hund entsprechenden Reisekomfort. Kritisch sind dagegen Pausen. Hier darf ein Hund niemals allein im Auto zurückgelassen werden, auch nicht bei leicht geöffneten Fenstern. Die Temperaturen steigen in einem in der Sonne geparkten Auto schnell auf 50 Grad Celsius und mehr an. Gut ist es, den Hund bei kleinen Zwischenstopps zu bewegen und ihn ausreichend mit Wasser zu versorgen. Der normale Wasserbedarf eines (mittelgroßen) Hundes (0,5 bis 1 Liter pro Tag) steigt bei sommerlichen Temperaturen schnell auf das Doppelte. Er benötigt dieses Mehr an Flüssigkeit, um übers Hecheln seine Körpertemperatur zu regeln. Schwitzen im klassischen Sinn kann ein Hund nämlich nicht.

Häufige Pausen helfen außerdem, den vierbeinigen Fahrgast abzulenken und ihm die Angst vorm Fahren zu nehmen. Das wirkt sich insgesamt auf sein Wohlbefinden aus und die Reisekrankheit lässt sich möglicherweise schon auf diese Weise verhindern. Viele Hundehalter versäumen es, die Unpässlichkeit ihres Hundes beim Tierarzt zu erwähnen, weil sie meinen, man könne ohnehin nichts daran ändern. Für hartnäckige Fälle gibt es aber die Möglichkeit, spezielle Medikamente zu verabreichen. Dazu kann jeder Tierarzt Auskunft geben.
Bundesverband für Tiergesundheit e.V.

Elmar Weppers Hund Ferdi nach neun Tagen wieder zurück nach Hause

Schauspieler Elmar Wepper und seine Frau Anita können ihr Glück kaum fassen: Ferdi, ihr einjähriger bulgarischer Mischlingshund, ist wieder bei ihnen. Der Ausflug des Rüden und die Berg- und Talfahrt der Planegger (bei München) dauern neun lange Tage. Dank der Registrierung bei TASSO e.V. und des Einsatzes der Tiersucher von K-9 sind Hund und Herrchen wieder glücklich vereint. Wie K-9 und TASSO Tiere zurückbringen, erfahren Interessierte in der deutschlandweiten Vortragsreihe „Hilf mir zurückzukommen“, die am 13. Juni 2015 startet.

Ferdi lebt erst seit vier Tagen bei Elmar Wepper und seiner Frau, als er sich am 10. April erschreckt und aus seinem Halsband schlüpft. Weppers informieren das Tierheim, aus dem sie Ferdi geholt haben. Der Hund ist zum Glück bei TASSO, dem größten Haustierzentralregister Europas, registriert. „Die Mitarbeiter des Tierheims haben richtig reagiert und Ferdi sofort bei uns als vermisst gemeldet“, erklärt Philip McCreight, Leiter von TASSO. „Die Registrierung und die Vermisstenmeldung sind das A und O, damit wir den Halter eines Vierbeiners ermitteln und Tier und Herrchen wieder vereinen können.“

Die Weppers sind nicht die einzigen, die ihr Tier vermissen: Über 300.000 Tiere werden jedes Jahr in Deutschland als vermisst gemeldet. „Anhand der Transponder- oder Tätowiernummer kann das verschwundene Tier zweifelsfrei identifiziert werden, sollte es aufgefunden werden“, so Philip McCreight weiter. „TASSO vermittelt jedes Jahr rund 60.000 Tiere an ihre glücklichen Halter zurück. Wenn für das Tier Gefahr droht, ist es hilfreich, sich zusätzlich auch an Organisationen wie K-9 zu wenden.“

Ferdi bleibt zunächst verschwunden, die Angst um das in fremder Umgebung scheue und unsichere Tier wächst. Nach fünf langen Tagen der Ungewissheit nimmt das Tierheim Kontakt zum K-9 Suchhundezentrum und damit den K-9 Tiersuchern auf. „Wir haben uns sofort mit Familie Wepper in Verbindung gesetzt“, erklärt Alexandra Grunow, Leiterin der Suchhundestaffel. Der Einsatz lohnt sich: Noch am gleichen Tag können die K-9 Suchhunde eine Sichtung das verängstigten Tieres in fast zehn Kilometern Entfernung von seinem Zuhause bestätigen und seine Spur weiter verfolgen. Plötzlich der erste Kontakt tief im Wald. Für Elmar Wepper und seine Frau der erste Lichtblick seit vielen Tagen.

Ferdi wird nach Augenzeugenberichten seit etwa einem Tag immer wieder in der Gegend gesichtet. Drei Suchhunde, Zac, Rommy und Lila, sind im Einsatz. Zac zeigt auf einer Lichtung dann tief im Wald an: Ferdi ist in unmittelbarer Nähe. Alexandra Grunow bricht die Suche sofort ab, um zu vermeiden, dass der Hund weitergetrieben wird, und informiert die Weppers. Ihre Aufgabe: Sie sollen sich an dem Punkt postieren, an dem Ferdi erwartungsgemäß als nächstes auftauchen wird, denn Tiere im Instinktverhalten laufen durchaus vorhersehbare Wege. „Damit können wir Zeit gewinnen und große Strecken überbrücken“, erklärt Alexandra Grunow. Das müssen sie auch, denn Ferdi hat fünf Tage Vorsprung. Leider taucht Ferdi erst spät in der Nacht an dem erwarteten Punkt auf, und die Familie verpasst sich knapp. Doch der Kontakt ist hergestellt.

Währenddessen erhalten knapp 50 TASSO-Suchhelfer per E-Mail von TASSO den Hinweis, dass in ihrer Umgebung ein Hund vermisst wird. Je mehr Menschen nach Ferdi suchen, umso schneller ist er wieder zurück bei seiner Familie. Rund 12.000 Tierfreunde sind bundesweit für TASSO im Einsatz, wenn es um die Suche nach vermissten Tieren geht. „Bei TASSO sind alle Leistungen kostenlos“, erklärt Philip McCreight den Service der Tierschutzorganisation. „Dazu gehören auch die Suchplakate, die die Halter bei uns mit einem Bild ihres tierischen Lieblings bestellen können. Wenn jemand nicht warten möchte auf den Postversand, kann er das Plakat auch zum Selbstausdrucken per E-Mail erhalten. Nutzen Sie unseren Service. TASSO anonymisiert die Kontaktdaten und bringt Finder und Halter zusammen.“ TASSO rät: Niemals die persönlichen Kontaktdaten auf Plakaten oder in sozialen Netzwerken preisgeben. Das öffnet Betrügern Tür und Tor.

Als nächstes nimmt K-9 Kontakt zum Tierheim auf. „Wir haben erfahren, dass Ferdi im Tierheim einen Freund hatte“, erzählt Alexandra Grunow. „Unsere Hoffnung war, dass Ferdi auf seinen alten Kumpel reagieren würde. Nach zwei weiteren Tagen, in denen wir Ferdi mit unseren Suchhunden auf den Fersen waren und gezielt Flyern konnten, wird Ferdi auf einem Reiterhof gesichtet und vorsichtig angefüttert.“ K-9 bittet das Tierheim, mit Ferdis Freund Shorti zur Sichtungsstelle zu kommen. Und tatsächlich: Er erkennt seinen Kumpel und rennt auf ihn zu. Die Experten von K-9 und die Mitarbeiterinnen des Tierheims können Ferdi endlich sichern. Die Wiedersehensfreude mit Familie Wepper ist groß. „Zac und Alexandra, ein Dream-Team von K-9. Ohne euch hätten wir unseren Ferdi nie mehr gefunden. Danke von ganzem Herzen auch an das gesamte Team“, sagt Elmar Wepper abschließend.

Geschichten wie diese sind für TASSO und K-9 Anlass, gemeinsam zur Vortragsreihe „Hilf mir zurückzukommen“ einzuladen. Alexandra Grunow und Rovena Langkau von K-9 geben Antworten auf Fragen wie: Was ist zu tun, wenn ein Tier vermisst ist? Wie kann Tiersuche helfen? Wie kann ich Tiersucher werden? 2 Euro pro verkauftem Ticket unterstützen die Arbeit von TASSO e.V. Alle Termine und Ihre Möglichkeiten der Anmeldung unter: www.suchhundezentrum.de

Ach du dicker Hund

Schätzungen zufolge ist jeder dritte Hund in Deutschland zu dick. Übergewicht kann viele Gründe haben, doch meistens liegt es ganz einfach daran, dass Herrchen und Frauchen zu viel oder das Falsche füttern – mit oftmals fatalen Folgen für die Gesundheit und die Lebensqualität ihres Vierbeiners.

Zu viele Leckerlis und zu wenig Bewegung

Jeder Hund hat einen bestimmten Kalorienbedarf, der mit der täglichen Fütterung gedeckt werden sollte. Durch eine Nahrung mit hohem Energiegehalt oder zu großen Futtermengen wird dieser Bedarf schnell überschritten und der Hund nimmt mehr Kalorien auf, als er verbraucht. Aber auch „kleine Sünden“ wie Essensreste und Leckerlis werden bei der Errechnung der Tagesmengen oft vergessen. Deshalb sollten Hundehalter darauf achten, dass der vierbeinige Freund stets mehr Kalorien verbraucht, als er zu sich nimmt. Neben der richtigen Ernährung ist Bewegung die wichtigste Grundlage für die Idealfigur, denn regelmäßiges Spielen und lange Spaziergänge steigern den Energieverbrauch des Tieres und halten es fit und gesund.

Online-Fitness-Coach für Hunde

Mit der Website www.idealgewicht-hund.de können Hundehalter ihre Vierbeiner jetzt individuell in Topform bringen. Auf dem neuen Portal, das von Royal Canin ins Leben gerufen wurde, lässt sich anhand eines Gewicht-Checks überprüfen, ob der eigene Vierbeiner ideal-, unter- oder übergewichtig ist. Wissenswertes wie „Ab wann ist ein Hund zu dick?“ oder „Wie vermeide ich Übergewicht?“ wird einfach und verständlich erklärt, gleichzeitig werden verschiedene Wege zum Idealgewicht aufgezeigt. Daneben werden Aktivitäten wie ein Dummy-Training, Versteck- und Suchspiele oder Frisbee für Hunde in kurzen Videos vorgestellt und erklärt. Ein besonderer Service ist ein kostenfreier Fitness-Coach-Newsletter, mit dem Hundehalter regelmäßig individuelle Ratschläge und konkrete Anregungen erhalten, wie sie die Fitness ihres Hundes im Alltag fördern können. Die ersten 200 Hundehalter, die sich mit ihrem Vierbeiner für den Newsletter anmelden, erhalten einen Schrittzähler zur Motivation gratis.

Hund im Auto: Transportbox ist beste Wahl

Urlaubszeit, Reisezeit. Der Hund muss natürlich mit. Doch wo ist der sicherste Platz im Auto? „Ganz klar in einer ausreichend großen Transportbox“, sagt TÜV Rheinland- Kraftfahrtexperte Hans-Ulrich Sander und betont: „Viele Tiere fühlen sich in der Höhlenatmosphäre sogar pudelwohl.“ Thront ein Tier jedoch ungesichert auf der Hutablage, wird er bei einer Vollbremsung oder einem Unfall zum gefährlichen Geschoss. Ein etwa 20 Kilogramm schwerer Hund entwickelt bei Tempo 50 eine Aufprallwucht von über einer halben Tonne. Der Hund überlebt den Crash wahrscheinlich nicht, Herrchen oder Frauchen drohen schwere Verletzungen durch den fliegenden Vierbeiner.
Verletzungsgefahren verringern

Bei kleineren Hunden sollte die kompakte Box im Fußraum hinter den Vordersitzen platziert werden. Für größere Boxen bietet sich der Laderaum von Kombis, Vans und SUVs an. Hierbei darauf achten, dass das Behältnis quer zur Fahrtrichtung direkt an die Lehne der Rücksitzbank gestellt wird. So verteilen sich bei einem Aufprall die Kräfte gleichmäßiger, das Tier übersteht die Belastung besser. Wer die Box zusätzlich mit Spanngurten sichert und dazu ein stabiles, möglichst fest installiertes Trenngitter einbaut, reduziert bei einem heftigen Unfall die Verletzungsgefahr für die Fondpassagiere.
Spezielle Rückhaltesysteme

„Haltegeschirre, die am Gurtschloss oder mit Isofix-Haken befestigt werden, sind nur zweite Wahl“, erklärt der TÜV Rheinland-Fachmann. Denn sie sorgen zwar dafür, dass das Tier den Fahrer unterwegs nicht behindert, bieten aber bei einem Unfall einen nur begrenzten Schutz. Wenn schon Geschirr, dann auf breite Gurte und solide Verschlüsse achten und den Vierbeiner stramm festschnallen – eine eher unbequeme Position für den Hausgenossen. Beim Kauf von Boxen oder Rückhaltesystemen unbedingt auf das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit, das auch TÜV Rheinland vergibt, achten. Außerdem sollten die Produkte nach der Crashtest-Prüfnorm ECE R17, ECE R126 oder DIN 75410-2 getestet sein. „Tiere sind rein rechtlich eine Ladung. Und die muss ausreichend gesichert sein. Verursacht ein herumspringender Hund einen Unfall, drohen Bußgeld und Abschläge bei der Vollkaskoversicherung“, so Hans-Ulrich Sander.