Archiv für den Monat: April 2015

Aktionstag: Kollege Hund

Am 25. Juni können sich Firmen wieder über tierische Unterstützung im Büroalltag freuen: Der Deutsche Tierschutzbund und die örtlichen Tierschutzvereine rufen mit Unterstützung von Pedigree zum achten Mal den Aktionstag „Kollege Hund“ aus. An diesem besonderen Tag haben Firmen die Möglichkeit, die Vorzüge eines vierbeinigen Kollegen kennenzulernen und diese im besten Fall sogar als Dauerlösung zu etablieren. Weit über tausend Betriebe quer durch die Republik nehmen jedes Jahr an diesem Schnuppertag teil. Interessierte können sich unter www.kollege-hund.de anmelden und werden vom Verband mit einer Urkunde als tierfreundliches Unternehmen ausgezeichnet.

Neben Frauchen und Herrchen profitieren auch Chefs und Kollegen von dem tierischen Neuzugang – das belegen wissenschaftliche Studien: Hunde am Arbeitsplatz verbessern das Arbeitsklima, fördern den Stressabbau und steigern die Motivation. Das macht den Kollege Hund zu einem Gewinn für das ganze Team. Im letzten Jahr setzten über 1.000 Unternehmen mit ihrer Teilnahme am tierischen Schnuppertag ein Zeichen für mehr Akzeptanz von Hunden am Arbeitsplatz. Und das quer durch alle Branchen, darunter beispielsweise Frisörsalons, Reisebüros und Anwaltskanzleien. Je mehr Unternehmen ihren Mitarbeitern die Mitnahme von Hunden erlauben, desto größer ist auch die Entlastung für die überfüllten Tierheime. Viele Berufstätige entscheiden sich aktuell noch gegen ein Tier, da sich Job und Hund nur schwer vereinbaren lassen. Wenn mehr Hunde ihre Halter zur Arbeit begleiten dürften, könnten auch mehr Hunde aus dem Tierheim auf ein neues liebevolles Zuhause hoffen.

Jetzt zum Aktionstag anmelden

Anmeldungen für den Aktionstag 2015 sind ab sofort möglich. Folgende Punkte gilt es zu beachten: Neben dem Einverständnis des Chefs und der Kollegen muss selbstverständlich auch sichergestellt sein, dass die Bedürfnisse des Tieres erfüllt werden. Der Hund sollte Rückzugsmöglichkeiten und einen festen Platz mit seiner Decke, seinem Napf und seinem Spielzeug haben. Die Pausen sollten dem Hund gewidmet werden. Dann steht einem erfolgreichen gemeinsamen Aktionstag nichts mehr im Wege. Interessenten können auf www.kollege-hund.de das Anmeldeformular herunterladen und sich kostenlos anmelden. Am 25. Juni wird dann der neue tierische Kollege dem Team vorstellt und vielleicht bekommt der Neuzugang schon bald eine unbefristete Anstellung.

Hundepensionen verlangen umfassenden Impfschutz

Einmal in den Ferien auf eine Foto-Safari nach Afrika. Dieses Jahr soll es also klappen. Die Planungen sind bereits in vollem Gange, auch der Arzttermin steht schon. Einige Impfungen sind notwendig, damit aus dem Abenteuer Wildnis kein Fiasko wird. Einziger Wermutstropfen – der Hund kann nicht mit und muss in diesem Jahr zu Hause bleiben. Eine gut geführte Hundepension soll helfen, den Trennungsschmerz so gering wie möglich zu halten. Rechtzeitig sollte man sich mit den Aufnahmebedingungen beschäftigen. So verlangen die Hundepensionen beisielsweise einen lückenlosen Impfschutz, der auch anhand des Impfpasses nachgewiesen werden muss.

Einige Impfungen wird der Hund bereits haben, darauf achtet der Tierarzt. Der orientiert sich an den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission, die mit der Maßgabe entwickelt worden sind, die Zahl der Impfungen zwar so klein wie möglich, aber so groß wie nötig zu halten. Natürlich gehören dazu alle Pflicht- oder so genannte Core-Impfungen. Ein absolutes Muss ist die Grundimmunisierung von Welpen gegen Tollwut, Leptospirose, Parvovirose, Staupe und Ansteckende Leberentzündung. Diese Erkrankungen sind entweder für den Hund selbst lebensgefährlich oder können auf den Menschen übertragen werden, wie zum Beispiel Tollwut. Deshalb wird dieser Impfschutz im regelmäßigen Turnus aufgefrischt.

Non-Core-bzw. Wahlimpfungen richten sich nach dem jeweiligen Infektionsrisiko, dem ein Tier ausgesetzt ist. Der vermehrte Kontakt zu anderen Hunden in Hundepensionen ist beispielsweise solch ein erhöhtes Risiko. Mit der Qualität oder Hygiene der Einrichtung hat das übrigens nichts zu tun. Im Gegenteil. Sachkundig geführte Hundepensionen bestehen auf die Vorlage eines lückenlosen Impfpasses sowie auf den Nachweis einer Impfung gegen Zwingerhusten. Häufig ist diese Impfung schon Standard bei der jährlichen Routinevorsorge. Diese deckt einen Teil der Erreger des Zwingerhustens ab, eine Impfung durch Eintröpfeln in die Nase (intranasal) bietet einen zusätzlichen Schutz. Es empfiehlt sich, sich hierzu beim Tierarzt rechtzeitig zu erkundigen. Alle Impfungen müssen im Impfpass eingetragen und bei der Abgabe des Hundes vorgelegt werden. Erst wenn der Rundum-Impfschutz für Hund und Besitzer gut geplant ist, steht einer erlebnisreichen Reise nichts mehr im Wege und Vorsorge ist getroffen, den Hund danach in bester Gesundheit wieder zu sehen.

Vernichtungsfeldzug gegen Hunde in Rumänien

Seit mehreren Jahren setzt sich die Tierschutzorganisation TASSO e.V. bereits für Straßenhunde in Rumänien ein. Gemeinsam mit vielen anderen Organisationen, die der Kampf gegen die Not der Tiere verbindet, will TASSO das Leid der Streuner verringern und unterstützt die Mahnwache des Vereins „Stuttgarter Stimmen für Streuner“, die am Samstag, den 18. April 2015 in Stuttgart stattfindet. Start ist um 14 Uhr am Schlossplatz.

Mit der Mahnwache, zu der auch der rumänische Tierrechtler Claudiu Dumitriu anreist, will TASSO dazu beitragen, den Straßenhunden in Rumänien eine Stimme zu geben. Im September 2013 mussten alle Tierschutzvereine einen herben Rückschlag in ihrer Arbeit verkraften: nach dem Tod eines Kindes, angeblich durch Straßenhunde, wurde die mühsam abgeschaffte Tötung von Streunerhunden per Gesetz wieder eingeführt. „Die staatlich sanktionierte Tötungsmaschine lief wieder an. Mit Kopfgeldprämien wurde die lukrative Jagd auf die Hunde gestartet. Tierschutzvereine wurden als Störfaktor angesehen und in ihrer Arbeit behindert“, erinnert sich Petra Zipp, Leiterin Tierschutz Ausland bei TASSO, an die aufwühlende Zeit. „Tierschützer bemühen sich in verschiedenen rumänischen Städten seit Jahren, Tierheimstrukturen aufzubauen und integrierte Kastrationsprojekte durchzuführen – ein Kampf gegen Windmühlen, um das Problem der Straßenhunde nachhaltig und human zu lösen.“

Um diesen Machenschaften Einhalt zu gebieten, unterstützt TASSO Claudiu Dumitriu, der rechtlich und politisch gegen diese Tierquälereien vorgeht und für eine Veränderung der Gesetze kämpft. „Der schreckliche Umgang mit den Hunden in den städtischen Tierheimen ist eine Schande für Rumänien“, schildert er die Situation vor Ort. „Schlimmster Auswuchs ist zurzeit die Gründung eines sogenannten Tierschutzvereins durch die Hundefänger und mehrere Gemeinden, um im Kreis Brasov auf diesem Wege hochoffiziell alle Hunde einzufangen und zu entsorgen. Eine gewaltige Aufgabe für den Tierschutz, gegen diese Tierquälerei anzugehen. Wichtig ist jetzt, beharrlich und sachkundig weiter für Tierschutz in Rumänien zu arbeiten und die Tiere und die Menschen, die sich dort für sie einsetzen, nicht im Stich zu lassen“, appelliert er weiter an die Menschen.

„Das Einfangen und Einsperren unter katastrophalen Bedingungen ist sinnlos und löst das Straßenhundeproblem nicht, sondern füllt nur die Taschen der korrupten Hundefängermafia“, erklärt Petra Zipp. „Nur die flächendeckende Kastration aller Hunde, auch Hunde mit Halter, und eine Kennzeichnung und Registrierung kann diesem Elend ein Ende bereiten.“