Archiv für den Monat: Januar 2015

Tipps bei Übergewicht von Hunden

Die Weihnachtszeit ist rum, die Zeit des festlichen Essens ist vorbei. Gekommen ist die Zeit der guten Vorsätze, allen voran, im neuen Jahr endlich abzunehmen. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. weiß: Da Liebe auch bei manch einem Tierhalter durch den Magen geht, haben auch unsere Haustiere das eine oder andere Leckerchen zu viel erhalten. In Zusammenhang mit fehlender Bewegung kann es so schnell zu Übergewicht kommen. Fettleber, Diabetes mellitus, Gelenkbeschwerden, Atemnot, Herz-Kreislaufprobleme, Bluthochdruck und viele andere Beschwerden können die Folge sein, die Lebenserwartung des Tieres sinkt.

Lässt sich die Körperkontur unter einem wohlig-speckigen Gewebe nicht mehr erkennen, wird es höchste Zeit, den Lebenswandel zu ändern. Aber Vorsicht: Bitte beachten Sie stets den tierartspezifischen Körperbau. Denn nicht alles, was nach Übergewicht aussieht, ist es auch. Zum Beispiel haben Kaninchen, egal ob normal- oder übergewichtig, eine Wamme unterhalb des Kopfes.

Bevor Sie Ihren Liebling jedoch von jetzt auf gleich auf Diät setzen, stellen Sie das Tier dem Tierarzt vor und vergewissern sich, dass das Übergewicht nicht etwa Symptom einer bestehenden Krankheit ist. Denn auch Tiere können unter einer Schilddrüsenunterfunktion oder anderen Stoffwechselkrankheiten leiden.

Gefährdet ist jedes Tier, sofern es mehr Kalorien aufnimmt, als es verbrennt. „Ein großes Problem ist die nicht artgerechte Ernährung. Verschiedene Leckerlies mit Joghurt, Honig und anderen süßen Zusätzen erschweren es manch einem Tierhalter, im Tierbedarfsladen am Regal vorbeizugehen“, weiß Dr. Anette Fach, die für die Tierschutzorganisation TASSO tätige Tierärztin. „Lustige Farben und Formen sprechen das Tierhalterherz an, und wenn treue Kulleraugen des Tieres noch ins Spiel kommen, ist es um manch einen geschehen und die Packung Leckerlies gekauft.“

Achten Sie auch auf ausreichend Bewegung. Jedes Tier hat seinen eigenen arttypischen Bedarf, der befriedigt werden muss, damit es gesund und glücklich ist: sei es das ausgiebige Rennen und Toben mit dem Hund oder der Freilauf bei im Käfig lebendem Tier.

TASSO-Tipp: Verlassen Sie sich nicht auf die bunten Verpackungen im Tierbedarfsladen. Recherchieren Sie gründlich, welche Ernährung und körperliche Auslastung für Ihr Tier artgerecht ist. Weitere Infos zum verantwortungsvollen Umgang mit dem Tier unter www.tasso.net.

Werkzeug im Kampf gegen den illegalen Welpenhandel

Bundesminister Schmidt veranlasst Tollwut-Impfpflicht für Welpen, die nach Deutschland gebracht werden.

Ab sofort dürfen Hundewelpen nur noch nach Deutschland gebracht werden, wenn sie einen dokumentierten Impfschutz gegen Tollwut haben. Das sieht die Verordnung zur Änderung tierseuchenrechtlicher Verordnungen und zur Aufhebung der Sperrbezirksverordnung vor, die Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt in Berlin unterzeichnet hat. „Mit den neuen Regelungen geben wir den Kontrollbehörden ein weiteres Werkzeug im Kampf gegen den illegalen Welpenhandel an die Hand“, sagte Schmidt.

Bisher musste der Nachweis über eine wirksame Tollwut-Schutzimpfung nur für Hundewelpen vorliegen, die zu Handelszwecken transportiert wurden. Privatpersonen, die Welpen transportierten, mussten lediglich plausibel darlegen können, dass ein Welpe keinen Kontakt zu potenziell Tollwut-infizierten Tieren hatte. Mit der neuen Verordnung gilt seit dem 29. Dezember 2014 für private Transporte von Hundewelpen dieselbe Regelung wie für gewerbliche. Hintergrund sind Berichte der Kontrollbehörden, nach denen in der Vergangenheit wiederholt Handelstiere als Heimtiere deklariert und unter den erleichterten Bedingungen des privaten Reiseverkehrs transportiert wurden.

Zum Zeitpunkt der Impfung müssen die Welpen mindestens zwölf Wochen alt sein, der Impfschutz wird 21 Tage nach dem Impftermin wirksam. Erst danach dürfen Hundewelpen frühestens nach Deutschland transportiert werden. Bei privaten Transporten reicht die Dokumentation der Impfung im Heimtierpass aus, bei gewerblichen muss zusätzlich ein Gesundheitszeugnis vorliegen. Die neuen Regelungen gelten auch für Katzen und Frettchen. Sie betreffen den Transport aus anderen EU-Mitgliedstaaten oder Drittstaaten nach oder durch Deutschland.