Archiv für den Monat: Juli 2014

Gesunde Ernährung

Die meisten Hunde würden alles fressen – und davon möglichst viel. Da dies aber weder ihrer Gesundheit noch ihrer schlanken Linie zuträglich wäre, ist es an Herrchen und Frauchen, über den Speiseplan ihres Lieblings zu befinden. Die richtige Ernährung für die Vierbeiner zu finden, ist aber oft nicht einfach – das Angebot an Tierfutter im Handel ist unüberschaubar. Neue Trends verunsichern, dazu kommen mehr oder weniger gute Ratschläge anderer Hundebesitzer. Tatsächlich sind Hunde buchstäblich Allesfresser: Ihr Verdauungsapparat kommt mit beinahe allem klar – tierischen wie pflanzlichen Ursprungs, und selbst Verdorbenes hat meist keine Folgen. Für eine wirklich artgerechte Haltung ist allerdings gutes und ausgewogenes Futter alternativlos. Tipps zur Hundeernährung gibt es beispielsweise auf www.schecker.de.

Nass, trocken, flockig?

Grundsätzlich ist gegen frisches, selbst zubereitetes Hundefutter nichts einzuwenden, so lange darauf geachtet wird, dass es alle für das Tier lebensnotwendigen Nährstoffe und Mineralien enthält. Hochwertiges Fertigfutter ist bereits abgestimmt und deswegen die sicherste Alternative. Ob man Nass- oder Trockenfutter füttert, ist Geschmackssache. Vor allem Halter von größeren Hunden bevorzugen Trockenfutter, da es leichter zu handhaben ist. Bei Trockenfütterung ist allerdings besonders darauf zu achten, dass der Hund stets ausreichend frisches Wasser zur Verfügung hat. Feuchtfutter gibt es in Schalen, Dosen und in Wurstform. Die Herstellung des Futters erfolgt schonend, so dass ausreichend Vitamine und Mineralien erhalten bleiben. Dabei ist es hygienisch verpackt und lange haltbar. Flockennahrung aus Gemüse oder Getreide ist eine gute Möglichkeit, Feuchtfutter mit Faserstoffen anzureichern, und eignet sich auch als Zugabe zu eingeweichtem Trockenfutter.

Besonderes Futter für besondere Fälle

Je nach Alter des Hundes ändert sich auch der Nahrungsbedarf. Welpenfutter weist beispielsweise einen höheren Kohlenhydratanteil sowie ein besonders abgestimmtes Verhältnis von Kalzium und Phosphor auf. In der zweiten Lebenshälfte verringert sich durch die veränderte Stoffwechselrate der Energiebedarf um etwa 20 Prozent. Ein älteres Tier sollte daher ein besonders leicht verdauliches Futter mit hochwertigem Protein erhalten. Wie beim Menschen können auch beim Hund gesundheitliche Probleme und Unverträglichkeiten auftreten. Hier kann Spezialnahrung eine große Hilfe sein – etwa hypoallergenes oder glutenfreies Futter oder Diätkost bei Magen-Darm-Problemen oder Übergewicht.

Vorsicht, schädlich!

Auch wenn der vierbeinige Liebling noch so sehr bettelt – es gibt einige Lebensmittel, die man ihm niemals geben sollte. Bekannt ist etwa, dass das in Schokolade enthaltene Theobromin für Hunde giftig ist. Aber auch Nüsse sind durch ihren hohen Phosphorgehalt schädlich. Avocados enthalten das für Hunde giftige Persin, Weintrauben verursachen Erbrechen und Durchfall, und bei empfindlichen Tieren können Zwiebelgewächse Vergiftungserscheinungen bewirken.

Gelegentliche Reste von Herrchens Tisch wird ein gesunder Hund sicherlich aushalten, trotzdem sollte es die Ausnahme bleiben: Scharfe Gewürze und besonders Salz bringen den Flüssigkeitshaushalt durcheinander und können zu ernsten Verdauungsstörungen führen. Über die Fütterung von Knochen streiten sich die Fachleute. Sicher ist allerdings, dass gekochte oder gegrillte Knochen splittern und ernsthafte Verletzungen verursachen können. Die Verdauung eines Knochens kann außerdem für Bello eine recht beschwerliche Angelegenheit werden.

Übrigens: Auch wenn Herrchen und Frauchen eine vegetarische oder gar vegane Lebensweise pflegen – für ihren vierbeinigen Freund ist das nicht geeignet. Man kann und soll durchaus auch Gemüse und Getreide beifüttern, doch als Alleinkost reicht es nicht aus.

Fluggäste mit vier Pfoten

Sicherheitsgurt statt Hundeleine, Transportbox statt Katzenkörbchen – wer mit dem Vierbeiner per Flugzeug auf Reisen gehen möchte, muss sich durch allerlei Kleingedrucktes kämpfen. Das Online-Reiseportal eDreams hat daher die Top 15 der von deutschen Gästen meistgebuchten Fluggesellschaften auf ihre Tierfreundlichkeit hin analysiert. Ergebnis: Kleine Hunde und Katzen sind in der Kabine meistens willkommen. Insgesamt zwölf der untersuchten europäischen Airlines – darunter die drei großen deutschen Marken Lufthansa, Air Berlin und Germanwings – gestatten die Mitnahme von Tieren bis zu fünf bzw. acht Kilogramm. Voraussetzung dafür ist eine tiergerechte Tasche oder Box mit Handgepäck-Maßen. British Airways erlaubt tierische Passagiere hingegen nur im Gepäckraum, während die Low-Cost-Airlines Easyjet und Ryanair gar keine Haustiere transportieren. Die Kosten für die Mitnahme des Vierbeiners in der Kabine hängen von Flugdauer und Airline ab: Für Kurz- und Mittelstrecken liegen die Preise zwischen 20 (KLM, Vueling) und 75 Euro (Air France), Langstreckenflüge können bis zu 200 Euro kosten. Weitere Informationen unter http://blog.edreams.de/fliegen-mit-tieren.

eDreams vergleicht „tierische“ Flugangebote

Begleitet der Vierbeiner Herrchen oder Frauchen in die Kabine, darf er seine Transportbox grundsätzlich nicht verlassen. Die Box selbst bleibt während des Fluges unter dem Sitz verstaut. Unterschiede zeigen sich bei der zugelassenen Anzahl an tierischen Fluggästen: Air France und KLM gestatten drei Tiere pro Passagier, Turkish Airlines akzeptiert zwei Transportboxen pro Gast, aber nur eine davon in der Kabine. Vueling und Pegasus Airlines beschränken die Gesamtzahl der im Flugzeug befindlichen Tiere auf zwei pro Maschine. Daher empfiehlt sich eine frühzeitige Anmeldung des vierbeinigen Begleiters. Diese erfolgt übrigens bei allen Airlines recht unkompliziert während des Buchungsvorgangs via Internet oder Telefon. Außer Air France, British Airways und Scandinavian Airlines ermöglichen alle Gesellschaften zudem eine Nachmeldung bis 48 bzw. 24 Stunden vor Reisebeginn. Aber Achtung: Eingecheckt heißt noch nicht mitgenommen! Das Bodenpersonal kann den Transport eines Tieres verweigern, wenn der gesundheitliche oder hygienische Zustand zweifelhaft ist.

Service-Hunde und weitere Tierarten

Ein Plus bei allen getesteten Fluggesellschaften: Begleithunde für Blinde und Gehörlose reisen kostenfrei und ohne Einschränkungen hinsichtlich Größe und Gewicht in der Kabine mit. Der Transport von größeren Hunden und weiteren Tierarten im Gepäckraum unterliegt den individuellen Regeln der Airlines. Germanwings, Vueling und Pegasus Airlines bieten neben der Mitnahme im Passagierraum keine weiteren Optionen an. Ist der Transport im Laderaum aber grundsätzlich gestattet, gelten unter anderem Größe, Gewicht, Tierart und Rasse (z.B. Kampfhunde) als Kriterien für die Genehmigung. So transportiert Air Berlin beispielsweise keine Reptilien, Vueling schließt Nagetiere von der Mitnahme aus. Alle Fluggesellschaften fordern jedoch ein tierschutzkonformes Transportbehältnis nach den IATA Live Animal Regulations

Bei Befreiung von Hunden aus aufgeheizten Autos Zeugen und Polizei hinzuziehen

Wer einen Hund in einem geparkten Auto sieht und eine Notsituation für das Tier erkennt, darf eingreifen. TASSO erklärt, welche Voraussetzungen geschaffen sein müssen und worauf besonders zu achten ist.

In jedem Jahr gibt es viele warme Tage, die Hund und Frauchen oder Herrchen gleichermaßen genießen. Frühlingshafte 20 Grad reichen aber bereits aus, um das Innere eines Wagens binnen Minuten auf extrem hohe Temperaturen aufzuheizen. Für jeden Menschen sind diese Gradzahlen selbst im Schatten viel zu viel – erst recht für einen Hund. Dennoch lassen viele ihr Tier im Auto zurück. Bereits der kurze Gang zum Bäcker oder in die Apotheke kann für den im Auto geparkten Hund zur Lebensgefahr werden. „Feuerwehr und Polizei dürfen in solchen Situationen in jedem Fall eingreifen“, erklärt Philip McCreight, Leiter von TASSO. „Auch verantwortungsbewusste Mitmenschen sind ausdrücklich aufgefordert, dabei zu helfen, das Leben des Tieres zu retten.“

Folgendes sollten Sie dabei beachten:
• Rufen Sie die Polizei oder die Feuerwehr.
• Notieren Sie sich alle wichtigen Daten: Datum, Ort, Uhrzeit, Automarke, Farbe und Kennzeichen des Wagens.
• Dokumentieren Sie den Vorfall, wenn Sie können, mit Fotos.
• Suchen Sie Zeugen, die die Geschehnisse bestätigen können, und notieren Sie sich deren Telefonnummer und Anschrift.
• Erstatten Sie zur Sicherheit Strafanzeige wegen Tierquälerei.

Wenn die Situation so eilig ist, dass nicht länger auf das Eintreffen der Polizei oder Feuerwehr gewartet werden kann, darf man den Hund selbst befreien. Dabei gilt es jedoch, äußerste Vorsicht vor allem bei der Beschädigung des Fahrzeugs walten zu lassen. Denn: Bei der Befreiung des Tieres wird unumgänglich fremdes Eigentum beschädigt. Darum ist es ratsam, dem Wagen so wenig Schaden wie möglich zuzufügen und dabei weder Front- noch Heckscheibe, sondern besser ein Seitenfenster einzuschlagen. Rechnen Sie jedoch damit, dass es dazu kommen kann, dass seitens des Fahrzeughalters Strafanzeige erhoben wird. Kommt es dazu, können sich Betroffene auf den rechtfertigenden Notstand nach § 34 StGB berufen. Umso wichtiger ist es, Zeugen für den Vorfall zu haben und die Polizei zu verständigen. Telefonnummer und Anschrift der Zeugen sind wichtig. Der notwendige Polizeieinsatz jedenfalls geht nicht zu Ihren Lasten: Die entstandenen Kosten hat nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz (AZ 12 A 10619/05) der Hundebesitzer zu tragen.

Tierschützer raten weiterhin vom Urlaub mit dem Hund in Dänemark ab

Der öffentliche Druck und die jahrelangen Proteste von Tierschützern sowie die damit einhergehenden massiven Urlaubsstornierungen haben dazu geführt, dass Dänemark nun endlich Änderungen am landeseigenen Hundegesetz vorgenommen hat. Diese gelten ab dem 1. Juli 2014. Darauf weisen die Tierschutzorganisationen TASSO e. V. und VIER PFOTEN sowie der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) hin.

Ab dem 1. Juli 2014 treten in der dänischen Hundegesetzgebung die folgenden Neuerungen in Kraft:

Grundbesitzer dürfen ab diesem Zeitpunkt keine Hunde mehr abschießen, die auf ihrem Eigentum herumstreunen. Hundehalter, deren Hunde zum wiederholten Mal auf fremden Grundstücken frei umher laufen, werden künftig mit einem Bußgeld von bis zu 270 Euro belangt. „Wir begrüßen es außerordentlich, dass mit dieser Regelung das antiquierte Feld- und Weggesetz von 1872 nun endlich überholt ist“, sagt Mike Ruckelshaus, tierschutzpolitischer Sprecher von TASSO. „Wir fragen uns allerdings, ob diese Regelung auch für streunende Katzen gilt, denn dazu wird in den Verlautbarungen des dänischen Landwirtschaftsministeriums nichts erwähnt“, so der Experte weiter.

Eine weitere Gesetzesänderung betrifft den sogenannten Bissverletzungsparagraphen („skambid“). Bislang durfte ausschließlich die dänische Polizei entscheiden, ob ein Hund nach einem Beißvorfall eingeschläfert wird. Künftig haben Hundebesitzer das Recht, hierzu die Einschätzung eines „dog expert“ (Hundesachverständigen) einzufordern. „Leider ist in der neuen Gesetzgebung überhaupt nicht definiert, welche Ausbildung diese Person haben muss. Immerhin entscheidet sie über Leben und Tod eines Hundes“, gibt Udo Kopernik, Pressesprecher des VDH, zu bedenken. Deshalb bleibe erst einmal abzuwarten, ob diese Änderung tatsächlich eine Verbesserung für die Hundesicherheit in Dänemark darstelle.

Das seit dem 1. Juli 2010 geltende Verbot von Zucht, Haltung und Einfuhr 13 als gefährlich geltender Hunderassen (siehe unten) bleibt weiter bestehen. Diese Entscheidung lehnen TASSO e. V., VIER PFOTEN und der VDH ausdrücklich ab, da Hunde nicht pauschal über die Einordnung in eine Rasseliste als gefährlich oder ungefährlich eingestuft werden können. „Kein Hund ist von Geburt an bissig oder gar lebensbedrohlich, sondern wird durch das menschliche Verhalten dazu gemacht“, warnt Birgitt Thiesmann von der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN. „Ein Urlaub mit Hund in Dänemark ist deshalb nach wie vor nicht zu empfehlen“, rät die Tierschutzexpertin.

In Dänemark auch weiterhin verbotene Hunderassen (Zucht, Haltung und Einfuhr):

Pitbull Terrier, Tosa Inu, Amerikanischer Staffordshire Terrier, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, Amerikanische Bulldogge, Boerboel, Kangal, Zentralasiatischer Ovtcharka, Kaukasischer Ovtcharka, Südrussischer Ovtcharka, Tornjak und Sarplaninac.

Es gilt die folgende Ausnahmeregelung: Wer ein Tier von dieser Rasseliste nachweislich vor dem 17. März 2010 angeschafft hat, darf es weiterhin nach Dänemark mitbringen. Es muss aber auf Straßen, Wegen, Fußwegen und Plätzen an einer maximal 2 m langen Leine geführt werden. Der Hund muss zudem einen sicher verschlossenen Maulkorb tragen. Diese Übergangsordnung gilt allerdings nicht für Pitbull Terrier und Tosa Inu, da diese bereits vor Inkrafttreten der neuen Regeln ab 1. Juli 2010 verboten waren.

Weitere Informationen zur dänischen Hundegesetzgebung:
http://www.tasso.net/Tierschutz/Aktionen/Danemark
http://en.fvm.dk/focus-on/the-danish-dog-law/