Archiv für den Monat: Mai 2014

Runder Tisch „Illegaler Welpenhandel“

Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Dr. Maria Flachsbarth, hat ein positives Fazit der erstmals tagenden Expertenrunde zum Thema „Illegaler Welpenhandel“ gezogen: „Mit dem heutigen Runden Tisch wurden erstmals die vorhandenen Erkenntnisse über den illegalen Hundehandel zusammengetragen. Dabei wurden auch mögliche Maßnahmen zur zusätzlichen Bekämpfung des illegalen Welpenhandels vorgeschlagen und erörtert, die es zu prüfen gilt. Das Treffen war ein vielversprechender Schritt im Kampf gegen ein schreckliches Geschäft.“

Der Runde Tisch ging zurück auf eine Initiative von Christian Schmidt, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft. Teilgenommen haben Vertreter aus Politik und Verwaltung, von Tierschutzverbänden, Vollzugsbehörden, dem Zoofachhandel, der Hundezucht und dem Tierheim Nürnberg. Hintergrund sind die immer wieder aufgedeckten Fälle des illegalen Handels mit Hunden, insbesondere mit Hundewelpen. Die Hunde stammen meist aus dem europäischen Ausland. Zucht, Handel und Transport finden unter tierschutzwidrigen Bedingungen und Verletzung tierseuchenrechtlicher Pflichten statt. So werden die Welpen viel zu früh von der Mutter abgesetzt, die Ausweisdokumente gefälscht, erforderliche Impfungen nicht durchgeführt und die Welpen schließlich ohne ausreichende Versorgung mit Futter und Wasser auf engem Raum transportiert. Kranke und verhaltensgestörte Hunde sind die Folge.

„Wir müssen diesen illegalen Praktiken durch eine verbesserte Aufklärung der Hundekäufer und einen stärkeren Austausch von Verbänden, Behörden und Politik entgegenwirken. Viele Tiere sind nicht nur krank und verhaltensgestört, sondern verenden trotz bester tiermedizinischer Versorgung später oft bei ihren neuen Besitzern“, sagte Flachsbarth. Auf der Internetseite des BMEL können sich potentielle Käufer bereits heute informieren. Auch Kampagnen und Initiativen der Tierschutzorganisationen haben schon viel Aufklärungsarbeit geleistet. Flachsbarth rief die zuständigen Behörden, aber auch die Bevölkerung zur Wachsamkeit für die Praktiken illegaler Hundeverkäufer auf. Wer mitbekommt, dass Tiere „aus dem Kofferraum heraus“ zu „Schnäppchenpreisen“ verkauft werden, solle rasch die Behörden informieren.

„Wir müssen uns dem Problem mit vereinten Kräften stellen“, sagte Flachsbarth. Zwar gibt es bereits weitreichende Vorschriften, um den Tierschutz beim gewerblichen Handel mit Hunden sicherzustellen und auch der Verbreitung von Tierseuchen vorzubeugen. Dennoch werden immer wieder Fälle des illegalen Hundehandels aufgedeckt, die Dunkelziffer ist vermutlich hoch. „Insgesamt 45 kleine Hunde befanden sich in völlig unzureichenden Behältnissen in dem Fahrzeug“, meldete Anfang der Woche etwa die Bundespolizeiinspektion Chemnitz. Eine Abnahme derartiger Funde verspricht sich das BMEL von der Erweiterung der Erlaubnispflicht ab dem 1. August 2014. Demnach müssen Händler, die Tiere nach Deutschland einführen wollen, zuvor eine Erlaubnis bei den zuständigen deutschen Behörden beantragen.

Informationen zum Problem des illegalen Welpenhandels unter:
www.bmel.de/Illegaler-Welpenhandel

Hund entlaufen und was nun?

Über 7 Millionen Haustiere sind bereits mit ihrer Chip- oder Tätowierungsnummer bei TASSO registriert und somit im Verlustfall geschützt. Alle anderen vermissten Tiere können im Ernstfall nur sehr schwer oder gar nicht an die Besitzer zurückvermittelt werden. Leider tritt der Fall der Fälle schneller ein als man denkt: Ein gekipptes Fenster, ein lautes Geräusch oder eine offene Tür, und plötzlich ist der geliebte Vierbeiner verschwunden. Mindestens 300.000 Tiere werden jährlich in Deutschland vermisst. Dennoch wissen viele Tierhalter nicht, wie sie sich in einem solchen Moment am besten verhalten sollten.

„Zuerst einmal ist es wichtig, Ruhe zu bewahren – auch wenn dies in solch einer Situation sehr schwer fällt“, rät Philip McCreight, Leiter von TASSO. „Tierhalter sollten auf die über 30-jährige Erfahrung von TASSO bei der Rückvermittlung vertrauen und sich von unseren Mitarbeitern an der Notrufzentrale leiten lassen.“

Das sind im Verlustfall die wichtigsten Schritte für Tierhalter:

1. Rufen Sie schnellstmöglich in der TASSO Notrufzentrale an: 06190.937300. Unsere Mitarbeiter sind rund um die Uhr, auch an Sonn- und Feiertagen, für Sie erreichbar.

2. In diesem ersten Telefonat nehmen wir die Vermisstmeldung auf, und leiten sie per E-Mail an unsere ehrenamtlichen Helfer im Umkreis weiter.

3. Bitte bleiben Sie danach telefonisch immer für uns erreichbar!

4. Erhöhen Sie die Chance, dass Ihr Tier gefunden wird, indem Sie zusätzlich eine Suchmeldung auf unserer Internetseite aufgeben.

5. Bitte fertigen Sie keine eigenen Plakate an, sondern bestellen Sie Ihre persönlichen TASSO-Suchplakate auf unserer Homepage. Sollten Sie vor kurzem umgezogen sein, hängen Sie die Suchplakate auch entlang des Weges zwischen alter und neuer Wohnung auf. Falls die Entfernung zu groß ist, informieren Sie die ehemaligen Nachbarn im alten Wohnort. Manchmal versuchen die Tiere, dorthin zurück zu laufen.

„Wird das eigene Tier vermisst, möchte man in der Regel alle Kanäle nutzen. Betroffenen, die sich dazu entscheiden, eine eigene Anzeige zu schalten oder einen Aufruf im Radio zu starten, raten wir, unter gar keinen Umständen ihre Telefonnummer preiszugeben. Auch eine Belohnung sollte niemals ausgesetzt werden, denn Betrüger nutzen eine solche Situation schamlos aus“, warnt McCreight vor der Abzocke mit vermissten Tieren.

Tipp: Tierhalter können unsere kostenlosen Leistungen rund um die Rückvermittlung natürlich auch nutzen, wenn ihr Tier vor dem Verlust noch nicht in unserer Datenbank erfasst war. Auch eine nachträgliche Registrierung bietet für die Zukunft Schutz und Sicherheit.

Weiterführende Links:

Weitere Tipps für die Suche sowie Suchplakate bestellen und/oder Suchmeldung erstellen: www.tasso.net/Vermisst-Gefunden

Online-Registrierung: www.tasso.net/online-registrierung

Trendsportarten für Fitnesstrainer Hund

Mit Spaß und Leichtigkeit fit in den Frühling? Wie soll das gehen? Wer dem Winterspeck den Kampf angesagt hat, seine guten Vorsätze aber während der kalten Jahreszeit auf Eis gelegt hatte, für den ist der Frühling eine gute Gelegenheit, einen neuen Anlauf zu nehmen. Hundehalter können sich einfach vom Bewegungsdrang ihres Vierbeiners anstecken lassen.

Joggen mit Hund ist prima für die Fitness. Wer die Abwechslung sucht, für den bietet der Deutsche Hundesportverband (dhv) e.V. mit seinen Trainern zahlreiche Sportarten an, die für Halter und Hund gleichermaßen fitnessfördernd sind – und großen Spaß machen.
Rally Obedience und Mehrkampf für Hund & Halter

Für sportliche Einsteiger ist die recht neue Trendsportart Rally Obedience geeignet. Sie kann auf dem Hundeplatz oder auch im eigenen Garten ausgeübt werden. „Hund und Halter durchlaufen gemeinsam einen Parcours, der innerhalb eines bestimmten Zeitlimits absolviert werden muss. Der Hund muss dabei an unterschiedlichen Stationen einfache Gehorsamsübungen wie ‚Sitz‘ und ‚Platz‘ zeigen. Für die korrekte Ausführung der Übungen werden Punkte vergeben. Das Mensch-Hund-Team mit den meisten Punkten gewinnt. Ein riesen Spaß für die ganze Familie“, erläutert Francisco Coll Moreno, Obmann für Öffentlichkeitsarbeit des dhv.

Wer sportliche Herausforderungen sucht, ist im Turnierhundesport gut aufgehoben. Neben dem Geländelauf gibt es den Vierkampf mit Gehorsamsübung, Hürden-, Slalom- und Hindernislauf. „Das Highlight jeden Turniers ist der Mannschaftswettkampf Combinations Speed Cup (CSC)“, erklärt Coll Moreno. „Er setzt sich aus den, allerdings verkürzten und neu kombinierten, Laufdisziplinen des Vierkampfes zusammen. Angeordnet als Hindernisparcours wird dieser in drei Sektionen unterteilt. Ähnlich eines Staffellaufs werden diese Sektionen von drei verschiedenen Teams einer Mannschaft bewältigt.“ Auch hier gewinnt die schnellste Mannschaft.
Vom Schnupperkurs zum Tuniersport

Wer sich nicht sicher ist, welche Sportart für ihn und seinen Vierbeiner die richtige ist, kann zunächst unverbindlich einen Schnupperkurs belegen. Mitmachen kann jeder, der in der Lage ist, einen Hund zu führen. Hunde müssen mindestens 15 Monate alt, gesund, geimpft und haftpflichtversichert sein. „Rassezugehörigkeit ist keine Voraussetzung“, sagt Coll Moreno, „aber Grundgehorsam sollte natürlich vorhanden sein.“

Erst wenn die richtige Sportart gefunden ist und diese weiterhin ausgeübt werden soll, sollte eine Mitgliedschaft in einem Hundesportverein überlegt werden. Und wenn man erfolgreich eine Begleithundeprüfung absolviert hat, steht einer Ausübung des Hobbys im Rahmen des Turnierhundesports nichts mehr im Wege. Die Homepage des dhv (www.dhv-hundesport.de) bietet Interessierten weitere Informationen und Kontaktadressen.

Hundesport bietet viele Vorteile: „Neben der Fitness wird bei den Sportarten die Bindung zwischen Hund und Halter gestärkt. Außerdem werden die Intelligenz und die Auslastung der Hunde gefördert“, sagt Coll Moreno. IVH

Auch bei Haustieren sind Allergien auf dem Vormarsch

Kommt Bello vor Juckreiz nicht zur Ruhe und leckt sich die Mieze stellenweise fast das Fell vom Körper, sollte zunächst ein Parasitenbefall abgeklärt und gegebenenfalls behandelt werden. Häufig ist jedoch eine Allergie der Grund für die quälenden Symptome. In Fachkreisen werden diverse Ursachen dafür diskutiert, dass immer mehr Haustiere zu Allergikern werden. Impfungen, Antibiotika, Umweltfaktoren, Stress – all dies kann dazu führen, dass das Immunsystem der Tiere durcheinandergerät und auf bestimmte Substanzen mit übersteigerter Abwehr reagiert. Als Folgen sind Hautprobleme, aber auch Verdauungsstörungen oder eine Schwächung der Atemwege möglich.

Das Futter unter der Lupe

Viele Therapeuten sehen im modernen Futter die Hauptursache für den sprunghaften Anstieg von Allergien bei Haustieren, aber auch bei Pferden. Industriell gefertigtes Tierfutter steckt nicht selten voller Zusatzstoffe. Bei Hunden und Katzen widerspricht zudem der oftmals hohe Getreideanteil im Futter dem physiologischen Ernährungsbedürfnis der Fleischfresser und kann daher die Entstehung einer Allergie begünstigen, informiert die Gesellschaft für Vitalpilzkunde (GFV). Deren Experten bieten unter Telefon 0800-0077889 und unter www.vitalpilze.de eine kostenlose Beratung auch für Tierhalter an. Besonders bei chronischen Erkrankungen wie Allergien können Vitalpilze bei Tieren gut eingesetzt werden.

Vitalpilze zur Regulation

An erster Stelle der Behandlung allergiegeplagter Tiere steht eine Futterumstellung, damit das Allergen möglichst komplett aus dem Napf verschwindet. Zusätzlich hat sich die kombinierte Gabe der Vitalpilzextrakte von Reishi und Agaricus blazei Murrill bewährt. Oft lässt der Juckreiz schnell nach, Hautrötungen gehen zurück und der Allgemeinzustand des Tiers verbessert sich. Ergänzend wird Hericium als Pulver oder Extrakt eingesetzt. Dieser Vitalpilz kann die Darmflora positiv beeinflussen, was bei Fehlregulationen des Immunsystems von großer Bedeutung ist. Eine gesunde Darmflora ist eine wichtige Voraussetzung für den Rückgang der Allergiesymptome.