Archiv für den Monat: April 2014

Ein Urlaub mit dem Vierbeiner erfordert sorgfältige Planung

Die Urlaubsreise ist für viele Menschen der Höhepunkt des Jahres. Für die meisten Hundebesitzer ist er allerdings erst wirklich komplett, wenn der vierbeinige Liebling mitkommen darf. Alten oder kranken Hunden sollte man den Reisestress zwar nicht zumuten – alle anderen kommen aber liebend gerne mit. Deswegen sollte man sich bereits bei der Planung erkundigen, ob am Urlaubsort Hunde willkommen sind. Aber auch wenn Bello sein größtes Glück darin sieht, überall dort zu sein, wo Herrchen ist, sind einige Voraussetzungen zu treffen, damit die Reise wirklich zum Vergnügen für alle wird.

Bequemes Reisen mit dem Auto

Die meisten Hunde fahren gerne Auto. Mit regelmäßigen Pausen zwischendurch, in denen man Gassi gehen und frisches Wasser anbieten kann, ist dies sicher die einfachste Form des Reisens. Wenn der Vierbeiner zu Reiseübelkeit neigt, sollte man vorher nicht füttern. Gegen Nervosität helfen milde Beruhigungsmittel. Am wichtigsten ist die Sicherung des Tieres. Ein frei im Wagen sitzender Hund, womöglich noch auf dem Beifahrersitz, wird bei einem Unfall zum unkalkulierbaren Geschoss. Eine der Größe angepasste stabile Hundebox, zum Beispiel von Schecker, verschafft dem Hund Sicherheit. Besonders für große Hunde bietet sich auch ein spezielles Gurtsystem an, das ähnlich wie der Sicherheitsgurt für Herrchen den Hund am Sitz fixiert. Informationen gibt es unter www.schecker.de.

Über den Wolken

Die Deutsche Bahn akzeptiert gerne tierische Fahrgäste – auf dem Schoß sogar kostenfrei. Auch Flugreisen sind mit entsprechenden Transportbehältern kein Problem. Der vierbeinige Begleiter muss allerdings vorher bei der jeweiligen Fluggesellschaft angemeldet werden. Kleine Hunde oder Katzen dürfen in einer flexiblen, wasserdichten Tragetasche in der Passagierkabine mitgenommen werden. Größere Tiere müssen den Flug in einer den Bestimmungen der IATA (International Air Transport Association) entsprechenden Transportbox im Gepäckraum zurücklegen. Die jeweiligen Größenbeschränkungen sind bei der Fluggesellschaft zu erfragen.

Vierbeiner brauchen auf Reisen einen Pass

Wer mit seinem Haustier ins Ausland reisen möchte, hat eine Reihe von Vorschriften zu beachten. Innerhalb und außerhalb der EU gelten unterschiedliche Einreisebestimmungen für Tiere. Der ADAC empfiehlt daher, sich rechtzeitig über die Vorschriften zu informieren und mindestens einen Monat vor der Abreise an die obligatorischen Impfungen beim Tierarzt zu denken.

Innerhalb der EU müssen Vierbeiner eindeutig gekennzeichnet sein. Dafür ist seit Juli 2011 ein Mikrochip Pflicht. Eine vor diesem Stichtag erfolgte und gut lesbare Tätowierung wird ebenfalls anerkannt. Außerdem ist der EU-Heimtierausweis mitzuführen, der vom Tierarzt ausgestellt wird. Der Ausweis muss Angaben zum Tier, seinem Besitzer und der durchgeführten Tollwutimpfung enthalten. Die Erstimpfung muss mindestens 21 Tage vor Grenzübertritt durchgeführt worden sein. In Finnland, Großbritannien, Irland und Malta ist bei Hunden zusätzlich eine Behandlung gegen Bandwürmer Pflicht.

Nicht-EU-Länder haben länderspezifische Besonderheiten. Die EU-Regeln übernommen haben jedoch die Schweiz und Liechtenstein, hier genügen Mikrochip, EU-Heimtierausweis und Tollwutimpfung. Norwegen verlangt bei Hunden zusätzlich die Behandlung gegen Bandwurm.

Bei der Wiedereinreise aus Ländern wie Norwegen, der Schweiz, Australien, den USA und Kanada gelten die gleichen Bestimmungen wie innerhalb der EU. Ansonsten muss noch vor der Abreise in Deutschland ein Tollwut-Antikörpertest durchgeführt werden. Dieser darf frühestens 30 Tage nach der Impfung stattfinden.

Impfung ist aktiver Tierschutz

Es ist nur ein kleiner Piks – und schon sind Hund und Katze vor schweren Krankheiten geschützt. Gegen nahezu jede gefährliche Infektionskrankheit können Hunde und Katzen heute sehr verträglich geimpft werden. Die Impfung ist deshalb aus Gründen des Tierschutzes unverzichtbar.

Kaum eine andere „Erfindung“ hat die Tiergesundheit mehr revolutioniert als die modernen Impfstoffe. Viele schwere Hunde- und Katzenkrankheiten kennen die meisten nur noch vom Hörensagen. Staupe, Katzenseuche, Tollwut & Co. haben ihren Schrecken verloren. Eine umfassende Impfung, wie sie die Ständige Impfkommission empfiehlt, umgibt die Tiere wie ein lebenslanger Schutzschild. Auch die steigende Lebenserwartung von Hund und Katze ist ein klarer Erfolg konsequenter Gesundheitsvorsorge durch Impfungen. Was viele aber nicht wissen: Dieser Schutz bekommt Löcher, wenn nicht alle Tierhalter konsequent an einem Strang ziehen. Neue Krankheitsausbrüche lassen sich nämlich nur dauerhaft vermeiden, wenn mindestens 70 Prozent einer Population den gleichen Impfschutz erhalten. Wird in zu großen Abständen oder gar nicht mehr geimpft, kann der Impfschutz einer ganzen Tierpopulation zusammenbrechen, mit fatalen Folgen für die Tiergesundheit. Zwar lassen sich nicht alle Krankheiten zu hundert Prozent verhindern, Impfungen sorgen aber dafür, dass diese deutlich kürzer und milder verlaufen. Nicht zuletzt schützen Impfungen auch den Menschen vor Infektionen, die durch Tiere übertragen werden können.

An erster Stelle steht die umfassende Grundimmunisierung von Welpen in den ersten beiden Lebensjahren, bei Hunden und Katzen gleichermaßen und unabhängig von den individuellen Lebensumständen. Hunde sollten grundsätzlich gegen ansteckende Leberentzündung, Leptospirose, Parvovirose, Staupe und Tollwut geimpft werden. Bei Katzen ist ein Schutz gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen, bei Freigängerkatzen auch gegen Tollwut unverzichtbar. Je nach individueller Lebenssituation und besonderen Risikofaktoren sind weitere Impfungen empfehlenswert, wie z.B. beim Hund gegen Borreliose oder Zwingerhusten oder bei der Katze gegen Chlamydien oder Leukose. Die Impfstrategie sollte deshalb mit dem Tierarzt für jedes Tier im Einzelnen besprochen werden. Das betrifft auch Wiederholungsimpfungen, die notwendig sind, um den Schutz ein ganzes Tierleben lang aufrecht zu erhalten. Für einige Impfungen ist eine jährliche Auffrischung notwendig, für andere reicht es aus, im mehrjährigen Rhythmus zu impfen. Das hängt beispielsweise auch vom aktuellen Infektionsdruck in einer Region ab. Sind Reisen mit dem Tier geplant, gelten gesonderte Länderbestimmungen, über die man sich rechtzeitig informieren muss.

Den besten Schutz bietet das jährliche Impfgespräch mit dem Tierarzt. So werden notwendige Impfungen nicht vergessen.