Archiv für den Monat: April 2013

Frankfurter Flughafen erster Airport mit Hundestaffel

Als erstes Unternehmen in Deutschland besitzt die Fraport AG eine Hundestaffel, deren Sprengstoffspürhunde zur Kontrolle von Luftfracht eingesetzt werden dürfen. Eine entsprechende Lizenz hat das Luftfahrt-Bundesamt in Braunschweig der Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens nach zahlreichen Testreihen und Überprüfungen unter Mitwirkung verschiedenster Sicherheitsbehörden und Fluggesellschaften erteilt.

Hintergrund der Lizensierung sind verschärfte Sicherheitsbestimmungen der Europäischen Union für Luftfracht, die am 29. April europaweit in Kraft treten: Fracht von Unternehmen, die beim Luftfahrt-Bundesamt nicht als „bekannter Versender“ registriert sind – was derzeit auf einen Großteil des Cargo-Umschlags zutrifft – muss von diesem Zeitpunkt an zu 100 Prozent kontrolliert werden. Momentan sind lediglich Stichproben vorgeschrieben.

Verantwortlich für die Kontrolle der Luftfracht sind die jeweiligen Fluggesellschaften und Frachtabfertiger. Zwar setzen diese am Flughafen auch Röntgengeräte ein, allerdings müssen Pakete ab einer bestimmten Größe manuell geöffnet und untersucht werden. Wenn im Zuge der neuen Regelung von Mai an die zu überprüfenden Stückzahlen nun deutlich ansteigen, bietet die Fraport AG den Einsatz ihrer Hundestaffel an: Die Frachtabsuche mit Sprengstoffspürhunden ist gut in die Abfertigungsprozesse integrierbar, bei den verschiedensten Verpackungsarten möglich und gewährleistet auch bei einem künftig erhöhten Aufkommen zu überprüfender Luftfracht eine effiziente und zügige Kontrolle.

Die Diensthundestaffel der Fraport AG trägt mit ihren Sprengstoffspürhunden schon seit 1985 ihren Teil zum hohen Sicherheitsstandard des Frankfurter Flughafens bei und darf mit der nun erfolgten Lizensierung auch an der Frachtsicherheit mitwirken. Zwischen dem Kauf eines geeigneten Tieres und dem Abschluss seiner Ausbildung zum geprüften Sprengstoffspürhund vergehen etwa neun Monate. Erst dann dürfen die Hunde, deren Fähigkeiten einmal im Jahr überprüft werden, zum Einsatz kommen. Dem neuen Einsatzgebiet der Frachtüberprüfung ging eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem Luftfahrt-Bundesamt voraus: Die Behörde überzeugte sich vor Ort von der Ausbildung der Hunde und ihrer Qualifikationen, der Dokumentation der Einsätze sowie der Einhaltung aller Vorgaben und konnte den Zulassungsvorgang schnell abschließen.

Bundesweiter Aktionstag zum Schutz freilebender Wölfe

Der NABU macht den 30. April zum „Tag des Wolfes“. Unter dem Motto „Rotkäppchen lügt!“ gibt es bundesweit zahlreiche Aktionen, um das Bewusstsein in der Öffentlichkeit für den Schutz der Tiere zu stärken. Neben Info-Ständen in mehreren Städten sind Rotkäppchen-Flashmobs an zentralen Orten geplant, über soziale Netzwerke können Unterstützer mit dem Aktions-Logo ein Zeichen setzen. Unter www.NABU.de/wolfstag ruft der NABU Wolfsfans dazu auf, eine Protestmail an den Präsidenten des sächsischen Landtages zu schicken, damit die streng geschützten Tiere weiterhin nicht geschossen werden dürfen. Jeweils am 30. April endet das offizielle Wolfsjahr, bei dem durch das Monitoring alle wissenschaftlichen Daten gesammelt werden, um Erkenntnisse über das Leben freilebender Wölfe in Deutschland zu erhalten.

„Seit über zehn Jahren leben wieder Wölfe bei uns in der freien Natur und immer noch gibt es unbegründete Bedenken gegen die selbstständige Rückkehr des einst durch den Menschen ausgerotteten Wildtieres. Wie Fuchs, Wildschwein und Wespe müssen wir auch den Wolf als Wildtier respektieren. Von Wölfen geht dabei deutlich weniger Gefahr aus, als beispielsweise von Wildschweinen. Seit ihrer Rückkehr ist kein Wolfsangriff auf einen Menschen in unseren Wolfsregionen bekannt“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Der hohe internationale Schutzstatus des Wolfes müsse sich weiterhin in Bundes- und Landesrecht widerspiegeln. Deshalb gehöre der Wolf auch weiterhin nicht ins Jagdrecht.

Für einen wirksamen Schutz des Wolfes in ganz Deutschland fordert der NABU die Erstellung von Managementplänen in allen Bundesländern durch die verantwortlichen Landesregierungen unter Beteiligung von Schafzuchtverbänden, Nutztierhaltern, Naturschutz- und Jagdverbänden. Mit seinem Projekt „Willkommen Wolf!“ begleitet der NABU die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland und setzt sich für dessen Schutz ein. Über 300 ehrenamtliche NABU-Wolfsbotschafter informieren bundesweit über die Tiere. Der NABU gibt Info-Materialien für Erwachsene sowie Schulen und Kindergärten heraus und organisiert Veranstaltungen zum Thema Wolf.

Elektronische Tier Kennzeichnung ist Standard

In Deutschland entlaufen jährlich über 300.000 Hunde und Katzen. Ein Großteil dieser Tiere kehrt nicht wieder nach Hause zurück, da die Frauchen und Herrchen von Fundtieren oft nicht ausfindig gemacht werden können. Eine sichere und einfache Kennzeichnung ist deshalb eine wichtige Maßnahme.

Dazu bieten sich verschiedene, mehr oder weniger geeignete, Möglichkeiten an. Halsbänder beispielsweise können leicht abgenommen werden oder verloren gehen und stellen, vor allem bei Katzen, oftmals ein großes Verletzungsrisiko dar. Tätowierungen gelten ebenfalls nicht mehr als das Mittel der Wahl: Sie sind schmerzhaft und dürfen laut Tierschutzgesetz bei Hunden und Katzen nach der vollendeten zweiten Lebenswoche nicht ohne Narkose angebracht werden. Auch verblassen sie mit den Jahren, so dass sie oftmals nicht dauerhaft lesbar bleiben.

Daher wurden diese älteren Kennzeichnungsverfahren während der letzten Jahre zunehmend von der elektronischen Markierung mit einem injizierbaren Transponder abgelöst. Zuverlässige Schätzungen gehen davon aus, dass mittlerweile ungefähr rund sechs bis sieben Millionen Hunde und Katzen auf diese Weise abgesichert sind. Die Kennzeichnung dient nicht nur dem Tierschutz. Gekennzeichnete und registrierte Tiere, die schnell zurück vermittelt werden können, ersparen auch den Kommunen jährlich Millionen von Euro an Unterhaltskosten in Tierheimen.

Ein Transponder kann schmerzarm gesetzt sowie lebenslang abgelesen werden. Die auf dem Mikrochip im Transponder gespeicherte Nummer ist gemäß ISO-Standard weltweit einmalig und kann im Tier nicht mehr verändert werden. Der Transponder ist nur wenige Millimeter groß und kann sehr einfach mit einer speziellen Spritze unter die Haut auf der linken Halsseite injiziert werden. Dafür ist in der Regel weder eine Narkose noch eine örtliche Betäubung erforderlich. Der Transponder selbst hat keine Batterie, ist völlig passiv und sendet keinerlei dauerhafte Strahlung aus. Nur durch ein spezielles Lesegerät wird er für kurze Zeit aktiviert. Der Nummerncode nach ISO-Norm wird entschlüsselt und auf der Anzeige des Lesegerätes sichtbar. Mittlerweile verfügen die meisten Tierarztpraxen, Veterinärämter, Tierheime und auch viele Züchter über Lesegeräte.

Die Überprüfung der Funktionsfähigkeit des Transponders empfiehlt sich regelmäßig im Rahmen der jährlichen Gesundheitsuntersuchungen und Impfungen. Auf jeden Fall sollten Sitz und Funktion des Transponders rechtzeitig vor Auslandsreisen und wichtigen Veranstaltungen (z.B. Ausstellungen, Hundeprüfungen) unter Vorlage der zum Tier gehörigen Ausweise geprüft werden.

Die beste Kennzeichnung taugt nichts, wenn der Nummerncode des Transponders bzw. die Tätowiernummer nicht an eine zentrale Datenbank gemeldet wird. Dafür hat die Tierarztpraxis Meldebögen für wichtige Zentralregister vorrätig. Auch eine Online-Meldung ist schnell und unkompliziert möglich. Die Anmeldung des Tieres mit seiner individuellen Nummer erfolgt entweder durch die Tierarztpraxis in Ihrem Auftrag oder durch Sie persönlich. Das Haustierregister verschickt eine Meldebestätigung, die anzeigt, dass das Tier ordnungsgemäß angemeldet wurde. Anfragen wegen zugelaufener oder vermisster Tiere sind bei den Haustierregistern rund um die Uhr möglich. Durch die Anmeldung des Tieres in einem Haustierregister sind beispielsweise Tierheime, Tierarztpraxen und Polizeidienststellen, aber auch Privatpersonen dazu in der Lage, Fundtiere jederzeit schnell an den Besitzer zurückvermitteln zu lassen – und das sogar weltweit.

Gründe für die elektronische Registrierung

● Zur Identifizierung bei Verlust

Nur durch eine eindeutige Kennzeichnung kann bei einem verloren gegangenen Tier der Besitzer ausfindig gemacht werden.

● Zum sicheren Eigentumsnachweis

Eine unverkennbare und fälschungssichere Kennzeichnung ermöglicht im Falle eines Dieb-stahls sowie bei An- und Verkauf einen zweifelsfreien Eigentums- bzw. Identitätsnachweis.

● Zum Nachweis der Abstammung

Die unverwechselbare Identifikation eines Tieres ermöglicht die eindeutige Zuordnung der Abstammungsdokumente und sichert so die züchterische Glaubwürdigkeit. Viele Rassehundevereine sind bereits auf Transponderkennzeichung umgestiegen.

● Zum Nachweis der Gesundheit

Ein gekennzeichnetes Tier kann leichter seinem Impfpass zugeordnet werden. So lässt sich z. B. bei Tollwutverdacht eine Impfung zweifelsfrei nachweisen. Bei einigen Rassen treten bestimmte Erbkrankheiten auf. Um mit diesen Rassen zu züchten, ist eine Gesundheits- bescheinigung nötig, die nur im Zusammenhang mit der Kennzeichnung gültig ist.

● Für den internationalen Reiseverkehr

Seit dem Juli 2011 ist für den Grenzübertritt zwischen EU-Ländern das Mitführen eines Heimtierausweises für Hunde, Katzen und Frettchen vorgeschrieben. Die Identifizierung des Tieres muss durch einen Transponder erfolgen.

● Zur Identifizierung im Sport und Ausstellungen

Eine sichere und schnelle Zuordnung von Tier und Begleitpapier ist für sportliche Veranstaltungen und bei Ausstellungen unerlässlich.

Hier kann man Hunde und Katze registrieren lassen:

Nach der Kennzeichnung sollte das Tier am besten sofort bei einer der deutschen Registrierstellen angemeldet werden: Internationale Zentrale Tierregistrierung (IFTA)

www.tierregistrierung.de, Deutsches Hausregister des Deutschen Tierschutzbundes e.V.

www.registrier-dein-tier.de oder www.tasso.net .

Die Zecke gilt laut Experten als das gefährlichste Tier Deutschlands

Kein anderes Tier ist für so viele Infektionen verantwortlich wie der kleine Blutsauger. Ab Temperaturen über 7°C erwachen die Spinnentiere aus der Winterstarre. Zecken können als Überträger von Krankheiten nicht nur dem Menschen, sondern auch Heimtieren gefährlich werden. VIER PFOTEN appelliert daher an alle Hunde- und Katzenhalter, ihre Schützlinge nach jedem Auslauf auf Zecken zu untersuchen.

„Nach den langen Wintermonaten werden sich die Zecken nun explosionsartig vermehren“, warnt Dr. Martina Stephany, Kampagnenleiterin bei VIER PFOTEN. Auch wenn der Schwerpunkt der Erkrankungen bisher in Süddeutschland liegt, steigt in Norddeutschland die Zahl der Infektionen mit Borreliose, FSME und Babesiose an.

Die Babesiose, auch „Hunde-Malaria“ genannt, wird durch die sogenannte Auwaldzecke übertragen. Erste Symptome sind Erschöpfung und Appetitlosigkeit, die sich bis zur Blutarmut (Anämie) mit Fieber und Lethargie steigern können. Im Verdachtsfall sollte sofort der Tierarzt aufgesucht werden – ohne Behandlung verläuft die Erkrankung tödlich. Das gilt auch für die Gehirnhautentzündung FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis). Auch hier sind Schwäche und Schläfrigkeit erste Warnsignale, gefolgt von hohem Fieber und Krampfanfällen. Allerdings wird FSME meist nur bei immunschwachen Tieren diagnostiziert. Borreliose kann im Frühstadium durch eine Behandlung mit Antibiotika geheilt werden. Ohne Behandlung kommt es zu Fieberschüben, Müdigkeit und Gelenkentzündungen, die schließlich zu Lähmungen führen. Eine Impfung ist empfehlenswert, bietet jedoch leider keinen hundertprozentigen Schutz.

Dr. Stephany rät: „Nach jedem Freilauf sollte der Körper von Hund und Katze gründlich untersucht werden. Entdeckte Zecken sind sofort zu entfernen.“ Darüber hinaus schützen „Spot-on“-Präparate vom Tierarzt. Sie werden in den Nacken geträufelt, so dass das Tier sie nicht ablecken kann. Es gibt Präparate, die sowohl abwehrend als auch abtötend gegen Zecken wirken. Vorsicht ist bei dem Wirkstoff „Permethrin“ geboten: Während Hunde das Präparat sehr gut vertragen, ist es für Katzen giftig. „Lesen Sie die Gebrauchsanweisung genau und behandeln Sie Hunde und Katzen nicht mit dem gleichen Mittel“, so Dr. Stephany. Vor allem bei Katzen sind die „Spot-on“-Präparate den Parasitenschutz- Halsbändern vorzuziehen, da die Katze beim Streunen und Klettern am Halsband hängen bleiben kann. Für Hunde sind die Halsbänder allerdings eine gute Alternative.

Den Stadtalltag mit Hund spielend meistern

Ob es die Fahrt mit der S-Bahn oder das Überqueren einer Straße ist – der Alltag in der Stadt hält für die besten Freunde des Menschen einige Abenteurer bereit. Die meisten Hunde sind jedoch anpassungsfähige Zeitgenossen und mit ein wenig Geduld lernen sie, die spannenden Herausforderungen mit Leichtigkeit zu meistern.

„Wichtig ist, dass der Hund im Welpenalter gut sozialisiert wurde. Das bedeutet, dass wir das Hundekind den aufregenden Stadtalltag mit all den fremden Menschen, Gerüchen und Geräuschen erkunden lassen“, betont die Hundeexpertin Kate Kitchenham (www.kitchenham.de). Aber auch bereits erwachsenen Tiere können sich an die Stadt gewöhnen. „Wichtig ist, dass wir Ruhe ausstrahlen beim Betreten von Bahnhöfen und Cafés – der Hund orientiert sich an uns und wird unser Verhalten schnell kopieren und solche Orte höchstens langweilig finden“, so die Expertin weiter. Damit Bello den Stadtspaziergang „verkehrssicher“ meistern kann, ist folgende Tipp-Auswahl hilfreich:

Hundehalter sollten ihre Vierbeiner in jedem Fall an der Leine führen. Auch die besterzogensten Hunde können sich mal erschrecken oder in unvorhersehbare Situationen geraten.

Für das Überqueren von Straßen ist das Kommando „Stopp“ wichtig. Der Vierbeiner lernt das Signal, indem man ihn an den Rand des Bürgersteigs führt, dort abrupt stehen bleibt und gleichzeitig das Kommando „Stopp“ gibt. Erst wenn dieses Kommando durch Blickkontakt und das Kommando „Lauf“ wieder aufgelöst wird, darf der Hund über die Fahrbahn gehen.

S-Bahn fahren lernen ist für Bello in der Regel kein Problem, wenn man Anfangs zur Gewöhnung nur kurze Strecken fährt.

Mit Vierbeinern, die das Kommando „Bleib“ gut kennen, ist auch shoppen gehen möglich. Der Hund liegt dann einfach in einer Ecke des Geschäfts und entspannt.

Beim Wechsel in ein anderes Stockwerk sind Treppe oder Lift für das Mensch-Hund-Gespann die beste Wahl. Rolltreppen sollten wenn möglich vermieden werden, denn die sich bewegenden Stufen von Rolltreppen bergen ein nicht zu unterschätzendes Verletzungsrisiko.

Uneingeschränkten Spaß bietet der tägliche Besuch auf der Hundewiese. Dort kann Bello frei herumlaufen, mit seinen zahlreichen Hundefreunden herumtollen und ausgiebig schnüffelnderweise „Zeitung“ lesen.

Kitchenham ist überzeugt: „Eine Stadt bietet auch für Hunde viel Abwechslung, denn dort gibt es immer wieder etwas Neues zu entdecken.“ IVH

Was ein Hund können sollte, um ein zuverlässiger Partner des Menschen zu sein

So niedlich Welpen sind, mit ihrer Erziehung sollte man bald starten. Doch auch ältere Hunde können noch eine Menge lernen, wenn man sich Zeit für sie nimmt und sich die Mühe macht, sich auf sie einzustellen. Soweit sind sich die meisten Hundebesitzer einig. Doch bei der Frage, wie viel Erziehung ein Hund nun eigentlich braucht, gehen die Meinungen weit auseinander. Während die einen meinen, der Hund müsse jederzeit aufs Wort gehorchen und stets bereit sein, sich dem Menschen zu unterwerfen, sind die anderen der Meinung, dass man einen Hund auch mit sanften Methoden zu einem guten und loyalen Partner erziehen kann.

Brauchen Hunde „Dog Dance“ und „Agility“-Training?

Neben der Hundeschule haben manche der Fellnasen noch jede Menge Termine. Sie gehen zum „Dog Dance“, wo sie mit Herrchen oder Frauchen tanzen, oder stellen ihre Gelehrigkeit im „Agility“-Training unter Beweis. Inzwischen sehen einige Hundeexperten diese Entwicklung kritisch. Sie hinterfragen, ob ein Hund wirklich immer fehlerfrei funktionieren muss und ob es wirklich nötig ist, dass er seinen Menschen immer anschaut, wenn er „bei Fuß“ gehen muss.

Einigkeit besteht allerdings fast immer in der Frage, dass ein Hund mindestens so intensiv erzogen werden sollte, dass er keine Gefahr für seine Umwelt darstellt. Besonders Eltern, die es ihren Kindern ermöglichen möchten, mit einem Hundefreund aufzuwachsen, wollen hier auf Nummer sicher gehen. Auf www.tiervision.de etwa finden Hundehalter interessante Videos, die ihnen viele Informationen zur Erziehung und zu anderen Hundethemen bieten.

Sicher ist sicher

Weil in einem Hundeleben aber trotz der besten Erziehung mal etwas schiefgehen kann, sollten die Besitzer nicht auf eine ausreichende Hundehalter-Haftpflichtversicherung verzichten. Auf www.tierversicherung.biz finden Hundehalter günstige Angebote, mit denen sie sich im schlimmsten Fall vor weitreichenden wirtschaftlichen Konsequenzen schützen können. Denn grundsätzlich ist der Besitzer für Schäden verantwortlich, die sein Tier verursacht.

Haustiere bringen keine Pluspunkte bei der Partnersuche

Jeder Vierte bevorzugt einen Partner ohne tierischen Anhang. Knapp 30 Prozent der Singles würden ein Haustier aber tolerieren. Frauen mit Katzen sind bei Männern beliebt.

26 Prozent aller Singles wünschen sich einen Partner ohne Haustier. Dies ergab eine aktuelle Umfrage von PARSHIP (www.parship.de), Europas führender Online-Partneragentur, unter rund 2.500 Mitgliedern. Ein Trost für alle Partnersuchenden mit tierischem Anhang: Für die Mehrheit der Singles (41 Prozent) kommt es ganz auf das Haustier an, ob dieses ein K.O.-Kriterium für eine Beziehung darstellt. Und für rund jeden dritten Befragten (29 Prozent) spielt es grundsätzlich überhaupt keine Rolle, ob der Traumpartner einen Vierbeiner hat oder nicht.

Interessant: Immerhin vier Prozent der Alleinstehenden sehen den tierischen Anhang sogar als Pluspunkt und würden eine Frau oder einen Mann mit Tier deutlich bevorzugen.

Exoten im Heimtierzoo schrecken ab

Die Tierfreunde unter den Singles mögen es gern klassisch, wenn es um das Haustier geht. So stehen Hunde (67 Prozent) auf der Liste der beliebtesten Tiere beim potenziellen Partner unangefochten an der Spitze, gefolgt von Katzen (22 Prozent) und Pferden (9 Prozent). Katzen kommen dabei vor allem bei den Männern gut an: 35 Prozent von ihnen bewerten den Stubentiger als besonders attraktives Haustier. Wer beim anderen Geschlecht punkten will, sollte hingegen auf Spinnen, Hamster oder Fische verzichten – sie kommen bei Singles gar nicht an (0 Prozent).

PARSHIP Single-Experte rät, für Haustiere offen zu bleiben

„Art und Anzahl der Haustiere beeinflussen sehr oft die wahrgenommene Attraktivität einer Person. Denn zum einen gelten Haustierbesitzer als zeitlich und räumlich gebunden und damit als unflexibler. Zum anderen wird Herrchen und Frauchen nicht selten unterstellt, sie seien bereits auf die Beziehung mit ihrem Haustier fixiert“, erklärt Diplom-Psychologe und PARSHIP Single-Experte Markus Ernst. „Da sich diese Vorbehalte aber meist nicht bewahrheiten, sollte man sich bei der Partnersuche auch nicht davon abhalten lassen, den Menschen kennenzulernen, um sich dann ein eigenes Bild machen zu können.“

Das Ranking im Überblick

Frage: Wenn Sie die Wahl haben: Bevorzugen Sie einen Partner mit oder ohne Haustier?

– Ich würde einen Partner mit Haustier bevorzugen (Gesamt 4 %,
Männer 3 %, Frauen 6 %)
– Das kommt ganz auf das Haustier an (Gesamt 41 %, Männer 38 %,
Frauen 44 %)
– Es ist mir egal, ob ein möglicher Partner ein Haustier hat oder
nicht (Gesamt 29 %, Männer 31 %, Frauen 27 %)
– Ich würde einen Partner ohne Haustier bevorzugen (Gesamt 26 %,
Männer 28 %, Frauen 23 %)

Frage: Welcher tierische Begleiter macht einen potenziellen Partner für Sie besonders attraktiv?

– Hund (Gesamt 67 %, Männer 53 %, Frauen 73 %)
– Katze (Gesamt 22 %, Männer 35 %, Frauen 16 %)
– Pferd (Gesamt 9 %, Männer 12 %, Frauen 8 %)
– Maus (Gesamt 2 %, Männer 0 %, Frauen 3 %)
– (Zier-)Fische (Gesamt 0 %, Männer 0 %, Frauen 0 %)
– Vogel, z.B. Wellensittich (Gesamt 0 %, Männer 0 %, Frauen 0 %)
– Reptilien (Schlange, Echsen etc.) (Gesamt 0 %, Männer 0 %,
Frauen 0 %)
– Spinne (Gesamt 0 %, Männer 0 %, Frauen 0 %)
– Hamster / Meerschweinchen (Gesamt 0 %, Männer 0 %, Frauen 0 %)

Über die Studie

Für die Studie hat PARSHIP 2.490 weibliche und männliche Singles zwischen 18 und 65 Jahren befragt. Die Online-Erhebung fand im Februar 2013 statt.

Tierbedarf Futter ist nicht egal

Von der Hundeleine über das Diätfutter bis zum Kaninchenstall: Die Bedürfnisse von Haustierbesitzern sind vielfältig. Auf dem Vormarsch sind daher auch die großen Tierbedarfsmärkte. Aber welche dieser Fachhandelsketten bietet nicht nur ein breites Sortiment, sondern auch eine freundliche und kompetente Beratung? Eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Service-Qualität untersuchte nun im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv sechs große Anbieter für Tierbedarf.

Insgesamt boten die Fachmärkte eine gute Serviceleistung. Die Mitarbeiter waren freundlich, hilfsbereit und nahmen sich Zeit für ein Beratungsgespräch. Allerdings mussten sich die Kunden häufig zu lange gedulden, bis ein Verkäufer für eine Beratung zur Verfügung stand. Auch bei der Kompetenz der Mitarbeiter zeigten sich einige Defizite. „In über 20 Prozent der Testfälle gaben die Angestellten falsche Auskünfte zur Tierhaltung, die im schlimmsten Fall zu Gesundheitsschäden bei den Tieren geführt hätten“, kritisiert Markus Hamer, Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts. Beispielsweise gab ein Verkäufer fälschlich an, dass es bei jungen Hunden nicht nötig sei, von Welpen- auf Erwachsenenfutter umzustellen. Mindestens unangenehm für Mensch und Tier hätten sich auch einige falsche Beratungen zur Katzentoilette auswirken können.

Besonders überzeugen konnten die Fachmärkte dagegen mit angenehm gestalteten Filialen und sauberen Räumlichkeiten. Auch das Angebot erwies sich insgesamt als gut. „Mehr als 90 Prozent aller Filialen verfügten über ein vielfältiges Sortiment und boten eine umfassende Auswahl an Produkten für verschiedene Tierarten“, so Serviceexperte Hamer. Zudem gab es meistens Sonderangebote oder Rabattaktionen. Auch spezielle Produkte wie etwa Aquarien waren in den meisten Filialen erhältlich.

Testsieger wurde Kölle Zoo. Das Unternehmen überzeugte mit einem vielfältigen Angebot und motivierten Mitarbeitern, die sich genügend Zeit für ihre Kunden nahmen und sie individuell berieten. Megazoo belegte Rang zwei. Die Filialen punkteten besonders durch eine angenehme Atmosphäre sowie freundliche und hilfsbereite Angestellte. Drittplatzierter wurde Zoo & Co. Schön gestaltete und saubere Räumlichkeiten mit vielen Orientierungsmöglichkeiten sowie eine ordentliche Präsentation des breitgefächerten Produktsortiments trugen zu dem guten Serviceergebnis bei.

Das Marktforschungsinstitut untersuchte von Januar bis März 2013 den Service von sechs Fachhandelsketten für Tierbedarf. Die Qualität von Service und Beratung wurde im Rahmen von je zwölf verdeckten Filialbesuchen pro Unternehmen vor Ort erhoben. Insgesamt flossen somit 72 Testwertungen in die Analyse ein. Neben der Kompetenz und Freundlichkeit der Mitarbeiter standen das Angebot, die Wartezeiten und die Filialgestaltung auf dem Prüfstand. Auch zusätzliche Services wie beispielsweise das Angebot von Kundenkarten wurden erhoben.

Hunde-Elend in Wermelskirchen

Zahlreiche Hunde, angekettet oder eingesperrt im engen Pferdeanhänger und Zwinger, Hühner in winzigen Kisten – es waren erschütternde Bilder, die sich PETA-Ermittlern im vergangenen Januar auf einem Grundstück in Wermelskirchen boten. Nach Einschreiten der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V gibt es nun einen Erfolg: Mit Hilfe eines hartnäckigen Tierfreundes wurden die Haltungsbedingungen aller Tiere verbessert. Für die Hunde wurden Laufleinen angeschafft und in erreichbarer Nähe Schutzhütten aufgestellt, die Hühner verfügen nun über ein Freilaufgehege. Einer der Hunde ist weiterhin in einem Zwinger untergebracht, die Größe jedoch wurde vorschriftsmäßig angepasst.

Der aufmerksame Tierfreund hatte das zuständige Veterinäramt Rheinisch-Bergischer Kreis bereits Anfang 2012 über die zahlreichen Missstände informiert. Nachdem die Behörde untätig blieb, kontaktierte der Informant zusätzlich PETA und bat um Unterstützung. Die Tierrechtsorganisation nahm sich des Falles an und wandte sich ebenfalls an die zuständige Behörde. In Zusammenarbeit mit dem Amt wurden dann Schritt für Schritt bessere Haltungsbedingungen durchgesetzt, zuletzt im März 2013.

„Hunde sind bewegungsfreudige und soziale Rudeltiere, die sich nach Nähe und Zuneigung ihrer Halter sehnen. Eine Haltung im Zwinger ist für die Tiere nicht nur unzumutbar, sondern Tierquälerei“, so Kathrin Eva Schmid, Recherche-Koordinatorin bei PETA. „Wir bedanken uns beim Tierfreund und Veterinäramt. Zugleich ermutigen wir Menschen dazu, Vernachlässigung, Misshandlung und Quälerei von Tieren den Behörden zu melden und dabei standhaft zu bleiben.“

Entgegen der Hundehaltungsverordnung wurde der Hund in einem 1,60m x 2,60m kleinen Zwinger gehalten – der Vorschrift zufolge darf keine Seite die Länge von zwei Metern unterschreiten. Die Höhe des Zwingers reichte gerade aus, damit der Hund aufrecht stehen konnte. Auch das fehlende Wasser und der verschimmelte Kot auf dem Boden ließen darauf schließen, dass das Wohl des Tieres dem Halter gleichgültig war.

PETA weist darauf hin, dass eine Haltung von Hunden an der Kette oder im Zwinger niemals den Bedürfnissen der sozialen Tiere entsprechen kann und fordert ein Verbot sowohl der Zwinger- als auch der Kettenhaltung.

Wohin mit dem Haustier in der Urlaubszeit?

Heute startet die Urlaubsaktion des Deutschen Tierschutzbundes mit Unterstützung von Whiskas und Pedigree

Seit 19 Jahren ist die Urlaubsaktion „Nimmst du mein Tier, nehm‘ ich dein Tier“ des Deutschen Tierschutzbundes und seiner Mitgliedsvereine eine Lösung für diejenigen, die ihr Haustier nicht mit in den Urlaub nehmen können. Alljährlich werden dabei viele tausende engagierte Tierbesitzer und Tierliebhaber, die sich als „Frauchen und Herrchen auf Zeit“ anbieten, zusammengeführt. Auch in diesem Jahr wird der Deutsche Tierschutzbund von Whiskas und Pedigree unterstützt, die sich seit vielen Jahren als Partner der Urlaubsaktion engagieren.

Trotz der bundesweit erfolgreichen Aktion und des umfangreichen Informationsangebots des Deutschen Tierschutzbundes zum Thema „Tier und Urlaub“ werden in den Sommermonaten jedes Jahr fast 70.000 Haustiere – vor allem Hunde und Katzen – von ihren Besitzern ausgesetzt. Auch die Zahl der abgegebenen Kleintiere, wie Hamster, Meerschweinchen und Ratten, steigt stetig an. Die meisten ereilt dieses Schicksal, wenn ihre Besitzer in die Ferien aufbrechen und sich vorab nicht um das Wohl ihres Tieres gekümmert haben.

„Mit unserer Aktion „Nimmst du mein Tier, nehm‘ ich dein Tier“ bieten wir eine ganz konkrete Unterstützung und Hilfe bei der Urlaubsplanung an, und sicher haben wir mit der Beratung viele Tiere vor einem traurigen Schicksal bewahrt“, erklärt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Das Angebot steht jedem Interessierten ab dem 2. April offen. „Die Urlaubsaktion ist für alle Beteiligten unkompliziert und zugleich praktischer Tierschutz“, so Schröder weiter. „Unsere Mitgliedsvereine und die Helfer vor Ort leisten Großartiges.“ Trotz der Beratung blieben Jahr für Jahr zehntausende Hunde und Katzen, die ausgesetzt würden. „Tiere auszusetzen ist eine Straftat und die Gerichte sollten die Strafmaße voll ausschöpfen. Das Aussetzen von Tieren ist kein Kavaliersdelikt“, verdeutlicht Schröder.

Für die Tierheime sind die Belastungen besonders hoch. Kommt nun in der Urlaubszeit eine hohe Zahl an Tieren hinzu, geraten die Tierheime an die Grenzen ihrer Kapazität und auch finanziellen Möglichkeiten.