Archiv für den Monat: Dezember 2012

Epilepsie beim Hund

Und es trifft nicht immer nur die anderen, denn epileptische Anfälle sind die häufigste chronische neurologische Funktionsstörung bei Hunden.

Um es gleich vorweg zu nehmen. Diese Krankheit ist erschreckend, bedeutet aber nicht das Ende. Ein Hund kann, wenn er gut auf seine Medikamente eingestellt ist, sehr gut damit leben.

Bei kaum einer anderen Erkrankung muss der Tierhalter so eng mit dem Tierarzt zusammen arbeiten wie bei der Epilepsie. Das beginnt bereits bei der Diagnose. Die beste Behandlungsmethode findet der Tierarzt, wenn er den Verlauf der Anfälle kennt. Diese Information hat nur der Hundehalter. Ein Tagebuch oder eine Videodokumentation beispielsweise mit Hilfe eines Handys liefert wichtige Hinweise. Die richtige Diagnose ist sehr wichtig, denn Epilepsie kann unterschiedliche Ursachen haben. So können beispielsweise Stoffwechselerkrankungen epilepsieartige Krämpfe auslösen. Werden diese Krankheiten behandelt, verschwinden auch die Anfälle.

Am häufigsten aber ist die sogenannte idiopathische Epilepsie, über deren Ursachen nur wenig bekannt ist. Sie tritt meist in den ersten fünf Lebensjahren auf. Bestimmte Rassen, u.a. Golden Retriever, Beagle, Collie, Pudel oder Schäferhund, sind anfälliger als andere Rassen. Männliche und weibliche Tiere sind gleichermaßen betroffen. Man vermutet auch, dass Epilepsie weitervererbt werden kann.

Der erste Anfall ist eine besonders erschreckende Erfahrung für den Hundebesitzer. Infolge treten die Anfälle in immer kürzeren Abständen auf. Zwischen den Anfällen erscheint der Hund völlig normal. Auffällig ist, dass Anfälle nahezu immer im Haus, also in der vertrauten Umgebung, und in Ruhephasen auftreten. Anstrengung und täglicher Auslauf schaden dem kranken Tier also in keiner Weise.

Während der Behandlung ist viel Geduld gefragt. Die ersten Erfolge zeigen sich meist erst nach drei bis vier Wochen. Es dauert eine Weile, bis der Tierarzt die richtige Medikamenteneinstellung gefunden hat. Entsprechend verlängert sich die Beobachtungsphase bei einem Dosierungswechsel um jeweils weitere vier Wochen. So kann es Monate dauern, bevor eine Besserung klar erkennbar wird. Auch während dieser Zeit sollte der Hundehalter ein genaues Tagebuch über die Anfälle führen. Ist die richtige Dosierung dann gefunden, müssen die Medikamente lebenslang verabreicht werden. Damit kann ein Hund sehr gut leben.

Super Nanny der Vierbeiner

Die renommierte britische Hundetrainerin Victoria Stilwell steht immer dann unterstützend zur Seite, wenn Problem-Hunde ununterbrochen bellen, grundlos beißen oder die Häuser ihrer Besitzer verwüsten. In „Der Hund oder ich!“ zeigt sixx zum ersten Mal im deutschen Free-TV (ab 27. Dezember täglich um 15.55 Uhr), wie es Victoria Stilwell gelingt, den Hausfrieden zwischen Haustier und Herrchen wieder herzustellen.

Von widerspenstigen Kläffern bis zu verwöhnten Schoßhündchen – die Hundetrainerin vertraut nach 20 Jahren Berufserfahrung auf ihr Geheimrezept: Positives Training! Sie geht das Problem von Grund auf an und nimmt jeden Hund als Individuum mit ganz eigenen Bedürfnissen wahr. Durch intensive Beobachtungen, Interviews mit den Besitzern und mit Hilfe von Aufnahmen einer „Pet Cam“ sammelt Victoria Hinweise auf die Ticks und Macken ihrer tierischen Patienten. Nach gründlicher Diagnose entwirft sie individuelle Trainingspläne für Hund und Besitzer und bietet eine praktische Ausbildung, die das erfolgreiche Zusammenleben von Tier und Herrchen fördert. Die ehemalige Schauspielerin überzeugt mit ihrer charmanten und einfühlsamen Art. Sie wurde vom britischen Magazin „DogWorld“ zur „Hundetrainerin des Jahres“ ernannt und auf der Global Pet Expo 2011 mit dem „Excellence in Journalism and Outstanding Contributions to the Pet Industry Award“ ausgezeichnet. Mit der Fernsehserie „It’s Me or the Dog“ gelang ihr 2009 eine Nominierung für den „People’s Choice Award“ in den USA.

„Der Hund oder ich!“ – ab 27. Dezember 2012 täglich um 15.55 Uhr auf sixx.
Informationen zu „Der Hund oder ich!“ finden Sie auf www.sixx.de

Das innovative Futtermodell

Den eigenen Hund mit hochwertigem Trockenfutter unter Verzicht auf chemische Zusätze zu füttern und gleichzeitig etwas für hilfsbedürftige Hunde tun ist unmöglich? Nein, sagt Charity for Dogs und bietet dem qualitätsbewussten Hundebesitzer nicht nur ein Premiumtrockenfutter der Extraklasse zu fairen Preisen an, sondern spendet bei jedem Kauf ihres Produkts zusätzlich 50 Prozent des gekauften Premiumfutters an die Tiertafel Deutschland e.V. – Gutes tun kann so einfach sein.

Jede Futterspende hilft das Tierheim zu vermeiden

Jeder Kauf eines 10 kg-Beutels des Premiumtrockenfutters von Charity for Dogs zieht die Spende von 5 kg Premiumtrockenfutter an die Tiertafel nach sich. So hilft jeder Käufer des Hundetrockenfutters aktiv mit, dass Hunde aus hilfebedürftigen Familien nicht ins Tierheim gebracht werden müssen oder sogar als ausgesetzte Straßenhunde enden. Die Tiertafel Deutschland e.V., die im Jahr 2006 von Claudia Hollm in Rathenow ins Leben gerufen wurde, unterstützt mit ihren Futterspenden Leistungsbezieher von Hartz IV, Senioren und Rentner mit Grundsicherung oder Obdachlose. Aktuell kann die Tiertafel mit 23 Futterausgabestellen, die über das Bundesgebiet verteilt sind, Bedürftigen helfen. Für diese ist ihr Haustier oftmals der letzte Halt und der Verlust wäre für diese Menschen sehr tragisch.

Tierärztliche Folgekosten durch Premiumfutter vermeiden

Das Futter, welches Charity for Dogs der Tiertafel spendet, erfüllt sämtliche wissenschaftlichen Voraussetzungen an ein echtes Premiumfutter für Hunde. Maximaler Fleischanteil, keine Schlachtabfälle, keine Geschmacksverstärker, Tiermehle, Derivate oder Konservierungsstoffe. Auf Getreide, welches vom Darmtrakt des geliebten Vierbeiners nicht oder nur schwer verarbeitet werden kann, wird gänzlich verzichtet. Charity for Dogs spendet der Tiertafel Futter, welches für eine ausgewogene Hundeernährung sorgt und hilft, teure Folgekosten durch Fehlernährungen des Hundes zu verhindern.

Premiumfutter für den eigenen Hund kaufen und dabei etwas Gutes tun – es kann mit Charity for Dogs so einfach sein.

Neue Klinik für Streunertiere in Bulgarien

Helmut Dungler, Gründer und Präsident der internationalen Tierschutzorganisation VIER PFOTEN, hat heute eine 10-jährige Kooperation mit der Stadt Sofia unterzeichnet. Die bulgarische Hauptstadt wird VIER PFOTEN ein Gebäude zur Verfügung stellen, das die Organisation als Tierklinik nutzen kann. Hunde und Katzen sollen dort ab der Eröffnung im Februar 2013 kostenlos kastriert werden.

„Mit dieser Kooperation werden wir die Situation von Streunertieren in Bulgarien und Sofia erheblich verbessern können“, freut sich Helmut Dungler. „Wir schätzen den persönlichen Einsatz von Bürgermeisterin Yordanka Fandakova sehr. Trotz großem politischen Druck plädiert die Bürgermeisterin für eine menschliche und effiziente Lösung in der Streuner-Frage. VIER PFOTEN wird sie dabei tatkräftig unterstützen: In den nächsten Jahren planen wir, rund 2.000 Hunde und Katzen aus Sofia und Umgebung zu kastrieren. Wir möchten auch Menschen ansprechen, die sich die Kastration ihrer Tiere in Privatkliniken nicht leisten können. Nur so kann vermieden werden, dass sich diese Tiere ungewollt vermehren.“

Der Zusammenarbeit zwischen VIER PFOTEN und der Stadt Sofia gingen heftige Debatten voraus. Im Frühling und Sommer 2012 wurden zwei ältere Menschen in Sofia von Streunerhunden angegriffen und tödlich verletzt. Zahlreiche Politiker und Medienvertreter forderten in Folge die Ausrottung der Streunerpopulation sowie gesetzliche Änderungen, um diese zu genehmigen. Trotz der negativen Stimmung blieb Sofias Bürgermeisterin bei der Ansicht, dass Massentötungen keine nachhaltige Lösung darstellen und bat Bulgariens größte Tierschutzorganisationen, eine gemeinsame Strategie zu erarbeiten.

„Die Frage, wie wir mit unseren Streunertieren umgeben, ist wahrscheinlich eines der schwierigsten Probleme für Sofia. Ohne aktive Kooperation zwischen lokalen Behörden, Tierschutzorganisationen und der Öffentlichkeit wäre eine nachhaltige Lösung unmöglich“, sagt Yordanka Fandakova. „Ich bin VIER PFOTEN für die bisherige Unterstützung sehr dankbar und werde auch in Zukunft auf die Hilfe der Organisation vertrauen. Und zwar nicht nur, was Kastrationen, Impfungen und das Entwurmen von Streunertieren betrifft, sondern auch im Hinblick auf die Umsetzung gemeinsamer Kampagnen zur Bewusstseinsbildung für ein verantwortliches Umgehen mit Haustieren.“

Seit Mitte der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts wird die Streunersituation in Bulgarien heiß diskutiert. Bis 2008 war es gesetzlich erlaubt, streunende Tiere einzufangen und zu töten. Da diese Methode keine nachhaltigen Erfolge erzielte, entschieden sich mehrere Gemeinden für Kastrationsprogramme. 2008 wurde ein Verbot für Massentötungen erlassen und somit der WHO-Empfehlung Folge geleistet, dass nur flächendeckende Kastration die Streunerpopuluation dezimieren kann. Die Umsetzung ist jedoch mangelhaft; bis dato haben nur wenige Kommunen die nötigen Maßnahmen für Kastrationsprojekte ergriffen. Auch gibt es keine gesetzlichen Sanktionen gegen Personen, die ihre Tiere auf der Straße aussetzen.

In den letzten zwei Jahren setzte VIER PFOTEN bereits einige große Streunerhunde-Initiativen in Sofia um. Seit 2011 arbeitet die Organisation auch in einem Kastrationsprojekt für Streunerkatzen mit Privatkliniken in Sofia zusammen. Insgesamt konnte VIER PFOTEN im Rahmen der Streunerhilfe bereits über 7.000 Hunde und Katzen in rund 30 bulgarischen Gemeinden kastrieren.

Mit ihren Streunerhilfe-Projekten ist VIER PFOTEN weltweit tätig, neben Bulgarien u.a. auch in Rumänien, Litauen, Slowakei, Ukraine, Sudan, Jordanien und Indien.

Tipps für stressfreie Weihnachten mit Hund

Die Weihnachtszeit ist für Haustiere eine besonders aufregende Zeit: Weihnachtsbaum, Geschenkpapier, Lametta und Leckereien von der Festtafel sind für Haustiere verlockend – bergen aber viele Gefahren. Der Deutsche Tierschutzbund gibt Tipps wie Weihnachten auch für die tierischen Familienmitglieder ein stressfreies Fest wird. Tierfreunde sollten grundsätzlich darauf verzichten, Leckerbissen vom Weihnachtsessen zu verfüttern. In dieser Zeit ist zudem die Gefahr einer Vergiftung besonders hoch: Duftöle, Pflanzen wie die Christrose und auch Schokolade enthalten Substanzen, die für Tiere giftig sind. Eine große Gefahrenquelle stellt auch der Weihnachtsbaum dar – daher sollten sich Katzen und Hunde nur unter Aufsicht in der Nähe aufhalten.

Viele Menschen wollen ihren geliebten Tieren zu Weihnachten eine Freude bereiten. Das Verfüttern von gewürzten Speisen sowie Schokolade etc. ist jedoch nichts für sensible Hunde- und Katzenmägen, die Tiere vertragen die Gewürze nicht. Außerdem sollte den Tieren nichts zu fressen gegeben werden, was eine Verletzungsgefahr birgt, also keine Fischgräten und splitternden Geflügelknochen. Essensreste sind daher immer direkt wegzuräumen. Gerne lecken Vierbeiner Duftöle oder aufgesprühten Schnee ab. Da diese aber giftige Substanzen enthalten, sollten sie vermieden werden. Zudem können sich Haustiere vergiften, wenn sie an den für die Jahreszeit typischen Pflanzen, wie Weihnachtssterne, Stechpalmen, Christrosen und Misteln, knabbern.

Gefahrenquelle: Weihnachtsbaum
Ein Weihnachtsbaum fasziniert vor allem Katzen und Hunde. Steht er mitten im Raum, kann dies eine Gefahrenquelle sein, weil Tiere den Baum anspringen und eventuell auch umstoßen können. Am besten ist es, den Baum in eine Ecke zu stellen, gut zu befestigen und für einen sicheren Halt zu sorgen. Baumschmuck aus Naturmaterialien (Stroh, Holz) ist ungefährlicher als bleihaltiges Lametta und leicht zerbrechliche Glaskugeln. Eine LED-Lichterkette ist Wachskerzen vorzuziehen, um Bränden vorzubeugen.

Vorsicht bei Geschenken für Tiere – Tipps für harmonische Zeit mit Haustieren

Wer seinem tierischen Familienmitglied zu Weihnachten etwas schenken möchte, sollte einige Tipps beachten. Spielzeuggeschenke sollten sorgfältig ausgewählt werden. Viele Bälle, Kauspielzeuge und vermeintliche andere Spaßprodukte bergen Gefahren für das Tier. Zum Schutz der Vierbeiner sollten Tierfreunde auch darauf verzichten, zusätzliche Leckereien von den Weihnachtstellern oder der Festtafel zu verfüttern. Weihnachtsschmuck und Kerzenwachs sind zudem Gefahrenquellen.

Beim Kauf von Geschenken für Tiere warnt der Deutsche Tierschutzbund vor nicht artgerechten Spielzeugen, die oftmals Verletzungsgefahren bergen. Zu kleine Spielzeuge oder die Innenteile von quietschenden Gegenständen können im Eifer des Spiels schnell verschluckt werden oder beim Kauen zersplittern. Gefährlich können unter anderem auch die als Katzenspielzeug angebotenen Laserpointer sein, deren Lichtstrahl von Katzen gejagt werden soll. Der Deutsche Tierschutzbund rät dringend vom Kauf ab, da es zu starken Verbrennungen von Mensch und Tier kommen kann, wenn der Lichtstrahl auf das Auge trifft.

Keinesfalls tiergerecht sind Röhrensysteme aus Plastik, wie sie für Hamster angeboten werden. In diesen Plastikgängen können die Tiere stecken bleiben und sogar ersticken. Auch offene Laufräder mit Gittersprossen sind als Käfiginventar bei kleinen Heimtieren ungeeignet: Zum einen haben sie oft einen zu kleinen Durchmesser, sodass die Wirbelsäule des Tieres beim Laufen stark gekrümmt wird, zum anderen kann es zu gefährlichen Verletzungen kommen, wenn Gliedmaßen oder der Schwanz in den Gittersprossen hängen bleiben. Konstruktionen wie das sogenannte „Hamsterauto“ sind als äußerst tierquälerisch einzustufen. Spiegel und Plastikvögel im Wellensittich-Käfig mögen vielleicht dem Halter gefallen, dem Tier ersetzen diese Utensilien jedoch nicht den für das Wohlbefinden unerlässlichen Artgenossen.

Viele Menschen wollen ihren geliebten Tieren zu Weihnachten auch eine kulinarische Freude bereiten. Das Verfüttern von gewürzten Speisen sowie Schokolade ist jedoch gesundheitsschädlich für Katzen und Hunde. In vielen Fällen führt es zu Verdauungsstörungen, die dann schnell beim tierärztlichen Notdienst enden können. Wer sich an Weihnachten auch an den Bedürfnissen seines Tieres ausrichtet und es vor Gefahrenquellen wie Geschenkpapier, Lametta oder Kerzenwachs schützt, für den wird das Fest mit seinen „tierischen Freunden“ sicher ein freudiges Zusammensein.

Hunde-Elend in Erfurt – Justizministerium verfügt Wiederaufnahme der Ermittlungen

Es waren aufschreckende Bilder, die Ermittler der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. im Frühjahr 2010 veröffentlichten und zur Anzeige brachten: Rund 30 Schäferhunde lebten in einer alten Industriehalle in Erfurt-Gispersleben, eingesperrt in engen Zwingern, ohne jegliche sozialen Kontakte. Nach monatelangem Stillstand, und einer weiteren Dienstaufsichtsbeschwerde seitens PETA, hat das Thüringische Justizministerium nun eine Wiederaufnahme der Ermittlungen gegen die Hundehalter und das handlungsunwillige Veterinäramt Erfurt verfügt. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft Erfurt das Verfahren eingestellt – trotz eines Gutachtens des Thüringer Landesamts für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz (TLLV), die das Leiden der Hunde eindeutig bestätigte. Die Veterinärbehörde sieht sich bis heute nicht in der Pflicht, effektive Auflagen gegen die katastrophale Hundehaltung zu erteilen. An den dortigen Missständen hat sich bis heute kaum etwas geändert.

„Es ist bedauerlich, dass es einen enormen Aufwand bedarf, damit ordnungsgemäße Ermittlungen eingeleitet werden – und das, trotz eindeutiger Belege, die PETA mittels Undercover-Aufnahmen erbrachte“, so Dr. Edmund Haferbeck, rechtlicher Berater bei PETA.

Die Halter aus Erfurt-Gispersleben, Mitglieder im Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH), bildeten die Schäferhunde zu Schutzhunden aus. Doch die Haltung der Tiere entsprach nicht den gesetzlichen Bestimmungen. Wie PETA-Ermittler dokumentieren konnten, wurden die Hunde unter anderem in Zwingern eingesperrt, die teilweise zu klein waren. Entgegen der Tierschutz-Hundeverordnung befanden sich die Zwinger in einer geschlossenen Halle, ohne Sicht nach draußen.

PETA weist darauf hin, dass eine Zwingerhaltung niemals den Bedürfnissen sozialer Tiere entsprechen kann. Vorgeschrieben ist, dass Hundehalter, die ihre Tiere in Zwingern halten, für ausreichend Auslauf im Freien sorgen müssen und den Tieren genügend Zeit und Aufmerksamkeit schenken. Da die Erfüllung dieser Auflagen jedoch kaum überprüfbar ist, fordert PETA ein Verbot sowohl der Zwinger- als auch der Anbindehaltung.

Aktenzeichen der Instanzen:
Staatsanwaltschaft Erfurt, Az.: 821 Js 10193/10
Generalstaatsanwaltschaft Jena, Az.: 284 Zs 863/10
Justizministerium des Freistaates Thüringen: Az.: 3132/aE-854/11

Die passende Sportart für Mensch und Hund finden

Spazieren gehen, Stöckchen werfen und oftmals auch Radfahren gehören für Hunde und ihre Halter zum Alltag. Für viele Mensch-Hund-Gespanne darf es aber gerne etwas mehr Sport und Wettkampf sein. Das Angebot an Hundesportarten ist vielfältig, da fällt die Entscheidung oft nicht leicht. Denn welche Sportart passt überhaupt zu Mensch und Hund?

„Grundsätzlich gilt es bei der Suche nach dem passenden Hundesport zwei Fragen zu beachten“, erklärt Hundesportexperte Wolfgang Rüskamp vom Deutschen Hundesportverband (dhv). „Wofür eignet sich mein Hund körperlich und von seinem Wesen? Und: Worauf habe ich als Besitzer Lust?“ Möchte ich also gemeinsam mit meinem Hund sportliche Höchstleistungen erbringen, wie es beispielsweise beim Turnierhundsport üblich ist, will ich neben meinem Hund herlaufen, während er einen Agility-Parcours bezwingt oder arbeite ich lieber auf eine intensive Bindung und Erziehung hin wie beim Obedience?

Was die Eignung des Hundes betrifft, meint Rüskamp: „Jeder Hund hat von Natur aus die Fähigkeit gut sehen, riechen, hören, laufen, springen und apportieren zu können. Trotzdem eignet sich nicht jeder Hund gleichermaßen für jede Sportart.“ Hier ein paar Tipps für Hundehalter:

Eine ideale Sportart für aktive Hunde, die viel Bewegung brauchen, ist beispielsweise Agility.
Besonders große, schwere Hunde sollten zum Wohle ihrer Gelenke auf Sportarten mit vielen Sprüngen verzichten. Glänzen können sie hingegen oft beim Obedience, der Königsklasse des Gehorsams.
Vierbeiner, die zur Gruppe der Apportier- oder Stöberhunde gehören, wie zum Beispiel Labradore, sind besonders gut geeignet für Fährtenhundsport.
Kleine Hunde, die wendig und quirlig sind, haben häufig Spaß an Dog Frisbee, Dog Dance oder Flyball.

Ausnahmen gibt es natürlich immer: Auch ein Schäferhund kann sich als begeisterter Dog Dancer entpuppen, während Kumpel Mops lieber ein paar Runden über den Agility-Parcours dreht.

Und wann ist der richtige Zeitpunkt, um mit Sport zu beginnen? „Der Hund sollte zumindest schon den Grundgehorsam gelernt haben, wenn es auf den DHV-Hundesportplatz geht“, empfiehlt Wolfgang Rüskamp. „Welpenschule und Basiskurse können schon bei uns absolviert werden. So lernen die Vierbeiner früh die Umgebung kennen und fühlen sich auf dem Platz wohl. Bei einer Schnupperstunde kann dann mit den Trainern die richtige Sportart für Hund und Mensch gesucht werden.“

Für alle Tiere gilt gleichermaßen, dass ein gründlicher Vorabcheck beim Tierarzt eingeplant werden sollte. Nur ein gesunder Hund ist auch ein guter Sportler. Weitere Informationen rund um das Thema Hundesport finden Interessierte zum Beispiel auf www.dhv-hundesport.de IVH

Freude auf vier Pfoten – Sympathieträger zum Streicheln

Einmal die Woche bekommen die Bewohner der Kursana Residenz Refrath Besuch auf vier Pfoten. Mischlingsrüde „Tex“ erobert dann gemeinsam mit Besitzerin Marita Matthes die Senioreneinrichtung – und die Herzen der Bewohner. Denn „Tex“ ist seit seinem ersten Besuch vor vier Jahren der unbestrittene Liebling.

Tiere – insbesondere Hunde – sind ein Türöffner zu den Herzen und manchmal auch zu den Gedanken der Senioren. Der Körperkontakt mit ihnen, ihre Unvoreingenommenheit gegenüber Menschen und ihr Gespür für die unterschiedlichen Gemüter weckt Erinnerungen und ruft Emotionen hervor. Sie sorgen für eine entspannte Atmosphäre, bringen Freude und sind auch nach ihrem Besuch ein beliebtes Gesprächsthema.

Das hat nicht nur die Kursana Residenz Refrath verinnerlicht – auch in den anderen Kursana Häusern sind Tiere gern gesehene Gäste. Ob ein Kaninchenbesitzer aus dem Ort zu Besuch kommt, ein Bewohner samt seiner Katze einzieht oder Mitarbeiter selbst Hunde haben – sie alle steigen schnell zu den am meisten eingeladenen Gästen oder beliebtesten Mitbewohnern im Haus auf.

Der Einsatz reicht soweit, dass einige Hunderassen gezielt zu Therapiehunden ausgebildet werden – Labradore, Retriever und Leonberger gelten als besonders geeignet. Letztlich entscheidet jedoch die Persönlichkeit. Der Hund muss ausgeglichen und ruhig sein und mit körperlichen Gebrechen umgehen können. Dann steht dem Einzug in eine Senioreneinrichtung und damit der Aussicht auf maximale Beliebtheit und zahlreiche Leckerlis nichts mehr im Wege.

Bericht über Tierquälerei in rumänischen Tierheimen

In rumänischen Tierheimen wird für ehemalige Straßenhunde scheinbar gut gesorgt. Zumindest gemessen an den Millionen-Ausgaben, die dafür in den Budgets der rumänischen Städte und Gemeinden auftauchen. Bis zu umgerechnet 200 Euro werden demnach pro Hund an private Heimbetreiber gezahlt. Zum Vergleich: Internationale Hilfsorganisationen rechnen mit 25 Euro für Kastration, Impfung und Futter.

Bei einem Besuch in rumänischen Tierheimen fand ein Team des ARD-Europamagazin heraus, dass das Geld offenbar nie dort ankommt. Die Zustände in den Heimen sind katastrophal. Halbverhungerte, kranke Hunde werden dort schlecht untergebracht und es fehlt an allem, angefangen vom Futter. Die schwächeren Tiere werden von ihren ausgehungerten Artgenossen gefressen. Obwohl laut Gesetz gesunde Tiere nicht mehr getötet werden dürfen, geschieht das häufig mit grausamen, möglichst billigen Methoden. Offenbar erklären korrupte Tierärzte auch gesunde Hunde für krank, um Platz für neue Tiere zu schaffen, für die dann wieder die überhöhten Beträge abkassiert werden können. Um an möglichst viele neue Hunde zu kommen, fahren Tierfänger durchs ganze Land und fangen nicht nur Streuner, sondern häufig auch bereits registrierte und kastrierte Tiere.

Exklusive Aufnahmen zeigen: Es geht in Rumänien offenbar nicht mehr darum, das tatsächlich große Problem mit streunenden, oft aggressiven und bissigen Straßenhunden zu lösen, sondern um die Veruntreuung von öffentlichen Geldern.

Sendung: ARD-Europamagazin am Samstag 08.12.2012, 16.30 Uhr, im Ersten.

Nicht nur in Alaska und Kanada gibt es Schlittenhunderennen.

Schlittenhunderennen basieren auf der besonderen Freundschaft zwischen Zwei- und Vierbeinern. Die pelzigen Dauerläufer suchen die Nähe zum Menschen und sind in ihrer ungestümen Wildheit doch stets verlässlicher Partner des Mushers. Eine gute Beziehung zwischen Mensch und Tier ist daher Grundvoraussetzung für ein funktionierendes Gespann, denn immerhin ist der Lenker auf die Energie und Kraft seiner Freunde angewiesen. Die Gespanne erreichen Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 40 Kilometern in der Stunde. Der Musher lenkt seine vierbeinigen Teamkollegen und reguliert das Tempo ausschließlich mit der Stimme. An der Spitze laufen ein bis zwei Leithunde, die im Idealfall immer ein offenes Ohr für die Anweisungen ihres Mushers haben. Die anderen Hunde unterliegen dem Rudelverhalten und folgen den Leittieren.

Am 19. und 20. Jänner 2013, jeweils ab 10.00 Uhr, startet in Angerberg wieder das große international besetzte Schlittenhunderennen.

Zahlreiche Musher werden mit ihren Hunden in Angerberg erwartet. Überall entlang der Strecken können die Zuseher die Gespanne anfeuern. Für das leibliche Wohl ist an beiden Tagen bestens gesorgt!