Archiv für den Monat: November 2012

Nach Beißvorfall in Backnang. „Hundeführerschein“ kann Unfälle verhindern und ermöglicht Hunden ein tiergerechteres Leben

Nachdem am vergangenen Dienstag im baden-württembergischen Backnang ein Mann von einem Hund angefallen und in die Taille gebissen wurde, fordert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. die Einführung eines „Hundeführerscheins“, der Beißvorfälle verhindern soll. Ein „Hundeführerschein“ kann sicherstellen, dass Halter gewissenhaft mit ihrem Tier umgehen und die Signale sowie das Kommunikationsverhalten ihres Hundes richtig deuten.

„Das Problem liegt in der Regel nicht beim Hund, sondern am anderen Ende der Leine“, sagt Charlotte Köhler, Kampagnenleiterin bei PETA. „Noch bevor Menschen einen Hund aufnehmen, müssen sie den sachgemäßen Umgang mit ihm lernen und vorweisen. Denn jeder Hund, der falsch gehalten und behandelt wird, kann zu einer Gefahr für den Menschen werden – unabhängig davon, ob es ein Schäferhund, ein Dackel oder ein Mischling ist.“

Der „Hundeführerschein“ sieht vor, dass künftige Halter bereits vor Aufnahme des Hundes einen Theoriekurs absolvieren, bei dem sie das notwendige Fachwissen über die tiergerechte Haltung, die Kommunikation und die Bedürfnisse der Tiere erwerben. Anschließend müssen Halter und Hund gemeinsam an einem Praxisseminar in einer Hundeschule teilnehmen.

In der Schweiz sind alle Hundehalter bereits seit September 2008 zu einem Sachkundenachweis verpflichtet. Niedersachsen wird als erstes Bundesland in Deutschland 2013 einen allgemeinen „Hundeführerschein“ einführen. In Baden-Württemberg, wo sich der jüngste Beißvorall ereignete, ist ein Sachkundenachweis für als gefährlich eingestufte Rassen erforderlich. PETA weist jedoch darauf hin, dass die Festlegungen der „Listenhunde“ auf willkürlichen Annahmen basieren.

Die Einführung von verpflichtenden Kursen wird zudem Menschen, die sich noch nicht ausführlich mit dem Thema Hundehaltung auseinandergesetzt haben, möglicherweise von einem Impulskauf abhalten. Jedes Jahr landen 80.000 Hunde in deutschen Tierheimen, darunter sehr viele, die unüberlegt „angeschafft“ wurden.

Kein Haustier Spontankauf zu Weihnachten

In der Weihnachtszeit stehen bei vielen Kindern Hunde, Kaninchen oder auch Fische wieder ganz oben auf dem Wunschzettel. Rund 12 Prozent aller Nicht-Tierhalter in Deutschland wünschen sich ein Heimtier, die meisten von ihnen hätten gerne einen Hund (60 Prozent) oder eine Katze (28 Prozent). Das ergab eine haushaltsrepräsentative Erhebung zur Heimtierhaltung in Deutschland, die der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) bei dem Marktforschungsinstitut IMR – Institute for Marketing Research im April diesen Jahres in Auftrag gegeben hat.

Der ZZF warnt jedoch davor, Tiere als Überraschung zu verschenken. ZZF-Präsident Norbert Holthenrich mahnt: „Wer ein Heimtier halten möchte, muss sich vorher gut über seine grundlegenden Bedürfnisse informieren und sich vergewissern, dass die ganze Familie mit dem neuen Hausgenossen einverstanden ist.“ Kinder, die sich zu Weihnachten ein Tier wünschen, denken dabei nur selten an regelmäßiges Gassi gehen, an das Reinigen von Nagergehegen oder an artgerechte Haltungsbedingungen. Eltern sollten bedenken, dass sie oft die Hauptverantwortung für die Tiere ihrer Kinder tragen werden. Auch die Kosten, die für Futter und Pflege entstehen, müssen bedacht werden. Holthenrich empfiehlt daher, zunächst Fachliteratur über die gewünschte Tierart oder einen Geschenkgutschein unter den Tannenbaum zu legen. Nach den Festtagen können Tiere sich in Ruhe eingewöhnen und Kinder haben mehr Zeit, um sich dem neuen Mitbewohner zu widmen.

Risiko durch Kugeln, Kerzen oder Weihnachtsdekoration

Heimtierhalter sollten außerdem bedenken, dass Weihnachtsdekoration für die Tiere ein Risiko darstellen kann: Kerzen, Kugeln und das Lametta am Weihnachtsbaum reizen besonders neugierige Katzen zum Spielen. Die Tiere können sich beispielswiese an zerbrochenen Kugeln verletzen oder kleine Teile verschlucken. An brennenden Kerzen können sich Katzen ihre Schnurrbarthaare ansengen. Auch bunte Süßigkeitenteller sollte man außer Schnauzen-Reichweite bringen. Denn der Verzehr von einer Tafel Schokolade kann zu Vergiftungen bei Hund und Katze führen.

Beschäftigungsspiele für Hunde

Heimtierhalter, die ihren Lieblingen zu Weihnachten etwas schenken möchten, finden im Zoofachhandel eine reichhaltige Auswahl. Im Trend sind derzeit komfortable Hundebetten oder Bekleidung wie bunte Mäntelchen für den Temperaturausgleich zwischen der warmen Wohnung und dem Gassi gehen in der kalten Winterluft. Auch mit Spielzeug kann man seinen tierischen Mitbewohnern eine Freude machen. „Gerade für Hunde gibt es im Moment hochwertige Beschäftigungsspiele, bei denen die Tiere beispielsweise versteckte Leckerlies suchen müssen“, sagt ZZF-Präsident Norbert Holthenrich. Gefragt sind außerdem tiergerechte Weihnachtskalender. Sogar Kaninchen finden dort jeden Tag ein Leckerlie wie getrocknete Gemüsestückchen oder Joghurtdrops.

Snoopet bringt Menschen mit Hund zusammen

Neues Kontaktportal ermöglicht den Austausch zwischen Hundeliebhabern +++ Profile für Frauchen, Herrchen und Hund +++ Kontaktvorschläge anhand von Matching-Skalen +++ Location Based Services machen Treffen mit anderen Hundebesitzern in der Nähe zum Kinderspiel.

Der Hund gilt nicht nur als des Menschen bester Freund, sondern auch als sympathischer Vermittler zwischen gleichgesinnten Herrchen und Frauchen. Ob auf der Suche nach Gesprächspartnern, nach neuen Freunden und Gassi-Dates – oder sogar der wahren Liebe: Ab sofort bietet das neue Kontaktportal Snoopet unter www.snoopet.de und mobil per iPhone-App einen neuen Treffpunkt für alle Hundefreunde in Deutschland.

„Mit Snoopet sprechen wir Hundeliebhaber in Deutschland an, die auf der Suche nach persönlichen Kontakten in ihrer Umgebung sind“, sagt Larissa Maes, die Gründerin von Snoopet. „Hundefreunde können mit ihrem Profil bei Snoopet einfach und bequem den direkten Austausch mit Gleichgesinnten suchen und erhalten zudem geeignete Kontaktvorschläge für sich und ihren Vierbeiner“, so Maes weiter. Hinter Snoopet steht BeVation, der digitale B2C-Inkubator der DirectGroup Germany in der Bertelsmann SE & Co. KGaA mit Sitz in Berlin.

Hunde, Herrchen und Frauchen mit Profil

Wie bei anderen sozialen Netzwerken auch, können Mitglieder von Snoopet ein Profil erstellen und sich so den anderen Mitgliedern präsentieren. Doch nicht nur Herrchen und Frauchen stellen sich mit den eingegebenen Informationen, Fotos und Texten der Community vor – auch jeder der vierbeinigen Lieblinge bekommt auf Snoopet ein eigenes Profil. Viele der eingestellten Inhalte können auf andere soziale Netzwerke wie Facebook verlängert werden.

Dabei werden Snoopet-Mitglieder nicht – wie auf Dating-Portalen üblich – anhand statischer Persönlichkeitstests bewertet. Nach der kostenlosen Registrierung kann der Nutzer stattdessen an einem charmanten Hunde-Quiz teilnehmen. In rund 10 unterhaltsamen Fragen zum Leben mit Hund werden die Gewohnheiten und Vorlieben des Hundehalters auf witzige Art und Weise abgefragt. Anhand der Informationen aus dem Hunde-Quiz und den Profildaten werden Nutzer auf drei individuellen Skalen eingestuft. In den Kategorien Hund, Dating und Freundschaft bewertet Snoopet, wie gut zwei Nutzer und ihre Hunde zusammenpassen – und unterbreitet anschließend passende „Kontaktvorschläge“. Auf Basis der Matching-Skalen werden dem Nutzer beim Durchstöbern des Netzwerks zudem Mitglieder mit ähnlichen Gewohnheiten und Vorlieben bevorzugt angezeigt, mit denen er sich per „Antapsen“ vernetzen kann. Dabei gilt das Prinzip: Je mehr Informationen der User für andere freigibt, desto mehr Informationen erhält er im Gegenzug beim Aufsuchen anderer Profile.

iPhone App mit Local Buzz

Egal ob spontanes Treffen oder Hunde-Date: Snoopet macht Verabredungen aller Art zum Kinderspiel. Dafür sorgt vor allem die kostenlos verfügbare iPhone-App. Einmal installiert hat der Nutzer mit der Funktion „Local Buzz“ die Möglichkeit, seine Kontakte und alle Snoopet User in seiner Umgebung wissen zu lassen, wann und wo er mit seinem Hund wie lange unterwegs ist. Interessierte können sich so direkt mit Mensch und Hund vor Ort verabreden und treffen.

Preise, Verfügbarkeit und Premium-Pakete

Ab sofort steht die erste kostenlose Beta-Version von Snoopet zur Verfügung. Schritt für Schritt folgen dann zusätzliche Funktionalitäten, sodass das Netzwerk bis Mitte Dezember den vollen Funktionsumfang erreicht haben wird.

Alle Features sind vom Nutzer kostenlos nutzbar. Bestimmte Funktionen stehen jedoch in einem bestimmten Kontingent zur Verfügung. Möchte der Nutzer diese Funktionalitäten darüber hinaus nutzen, kann er ab 7,99 Euro monatlich unterschiedliche Funktions-Pakete für den Zeitraum von einem, zwei oder drei Monaten erwerben.

Zum Start von Snoopet sind alle Funktions-Pakete bis 15. Dezember 2012 kostenlos nutzbar.

Zwei von drei Single-Frauen lassen ihre Katze oder ihren Hund mit ins Bett

64 Prozent der Single-Frauen mit Haustier lassen sich nachts von Fiffi oder Mietzi die Füße wärmen – das zeigt eine aktuelle Studie, die immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale, unter Tierhaltern durchgeführt hat / Ein Drittel der Hunde und Katzen in Deutschland dürfen zumindest mit ins Schlafzimmer / Katzen im Bett beliebter als Hunde

Zwei Drittel der Single-Frauen mit Haustier haben grundsätzlich nichts gegen tierische Bettgenossen einzuwenden – bei ihnen dürfen Hunden oder Katzen nachts mit ins Bett. Das zeigt eine aktuelle Studie, die immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale, unter Tierhaltern durchgeführt hat. Bei Single-Männern haben es die Vierbeiner schon schwerer: Nicht mal die Hälfte von ihnen (44 Prozent) gewährt Fiffi und Co. den Zugang zum Bett.

In der Studie gestehen 41 Prozent aller deutschen Hunde- und Katzenbesitzer ein, dass ihr Haustier mit in ihrem Bett schläft. Weitere 37 Prozent gewähren ihrem Vierbeiner nachts immerhin Zugang zum Schlafzimmer.

Katzen dürfen häufiger mitkuscheln als Hunde

Grundsätzlich ist der beliebteste tierische Bettgenosse der Deutschen die Katze: Sie wird von 48 Prozent ihrer Besitzer im Bett geduldet. Hunde haben es da schwerer, sie müssen öfter draußen bleiben: Nur 37 Prozent ihrer Halter möchten morgens von einer feuchten Schnauze geweckt werden.

Für die repräsentative Studie Wohnen und Leben Winter 2012 wurden im Auftrag von immowelt.de 1.084 Personen durch das Marktforschungsinstitut Innofact befragt. 415 von ihnen sind Hunde- oder Katzenbesitzer.

Die Ergebnisse der Studie im Überblick:

Dürfen Ihre Tiere in Ihrem Bett schlafen?

– Auf keinen Fall: 19 Prozent
– Ins Zimmer ja, das Bett ist tabu: 37 Prozent
– Meine Tiere schlafen bei mir im Bett: 41 Prozent
– Nur, wenn mein Partner nicht da ist: 2 Prozent
– Nur, wenn das Tier krank ist: 1 Prozent

Dürfen Ihre Tiere in Ihrem Bett schlafen?

– Ja sagen 64 Prozent der ledigen Frauen
– Ja sagen 44 Prozent der ledigen Männer

Darf Ihr Tier in Ihrem Bett schlafen?

– Ja sagen 48 Prozent der Katzenbesitzer
– Ja sagen 37 Prozent der Hundebesitzer

Vierbeiner können Schwangere stärken

Mit rundem Bauch spazieren gehen, Rückenbeschwerden und Stützstrümpfe ertragen: Schwangere Frauen fühlen sich an manchen Tagen nicht nur untrainiert, sondern auch besonders sensibel und unverstanden. Hier hilft der treue Vierbeiner auf ganz unterschiedliche Weise: Hunde sorgen bei werdenden Müttern für ausreichend gesunde Bewegung und vermitteln zugleich das gute Gefühl von Geborgenheit.

Ganz egal, ob ausgedehnte Spaziergänge oder Herumtollen auf der Hundewiese: „Die Frau muss lediglich abschätzen, wie es um ihre Kraftreserven bestellt ist“, erklärt Dr. Ruth Abraha-Späth, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Hamburg. „Ab etwa dem sechsten Monat wird – je nach persönlicher Kondition – in der Regel alles ein wenig anstrengender. Grundsätzlich ist es so, dass Bewegung unter anderem die Durchblutung der Plazenta verbessert und damit auch die Nährstoffversorgung des Kindes optimiert.“ Etwas Vorsicht geboten ist allenfalls bei sehr großen Hunden, die stark an der Leine ziehen oder reißen: „Hier sollte vielleicht der Partner die Führung übernehmen“, meint Abraha-Späth.

Neben dem Plus für Gesundheit und Fitness und damit einer gefühlt einfacheren Schwangerschaft setzt körperliche Aktivität auch die sogenannten Glückshormone frei. Die gute Laune kann sich dabei auf das ungeborene Kind übertragen. Im gleichen Maße wirken Kuschel-Momente entspannend und emotional stabilisierend. „Hunde sind sehr einfühlsame Tiere, die sich gut auf die psychische Verfassung von Menschen einstellen können“, sagt Abraha-Späth. „Das kann gerade in der Schwangerschaft besonders wohltuend sein.“

Übrigens: Am besten gewöhnen Hundehalter ihren Vierbeiner bereits während der Schwangerschaft daran, in Zukunft nicht mehr die Nummer Eins zu sein. Wickeltisch, Kinderwagen und Babybettchen werden schon eine Weile vor der Entbindung als Tabuzonen erklärt und Schoßhunde lernen rechtzeitig, eher bei dem werdenden Vater auf dem Schoß zu liegen, damit Eifersucht auf das Baby gar nicht erst aufkommt. IVH

Spürhund soll in Südafrika Nashorn-Horn und Waffen von Wilderen aufspüren

Zusammen mit der Hunde-Akademie Perdita Lübbe hat die Tierschutzorganisation TASSO e.V. die Aktion „Rettet das Nashorn!“ ins Leben gerufen. Wichtigstes Ziel ist dabei die Ausbildung eines Spürhundes, der die Arbeit der Anti-Wilderer-Einheit in Südafrika unterstützen soll. „Wir werden den Hund speziell darauf trainieren, das Horn von Nashörnern und Waffen zu finden. Da Wilderer immer wieder in ihre Waffenverstecke zurückkehren, können sie auf diese Art gefasst werden“, erklärt Perdita Lübbe, die den Hund kostenlos ausbildet.

Dass eine Aktion wie „Rettet das Nashorn!“ dringend notwendig ist, zeigen die aktuellen Zahlen des südafrikanischen Umweltministeriums. So wurden bis zum 30. Oktober 2012 in den südafrikanischen Nationalparks insgesamt 488 Nashörner illegal getötet, davon allein 296 im Greater-Kruger-Nationalpark. 2011 lag der Abschuss bei 448 Tieren, 2010 waren es noch 333. In Südafrika leben etwa 90 Prozent aller Nashörner Afrikas. „Das Wildern hat vor allem wegen der steigenden Nachfrage aus Asien zugenommen“, sagt Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V. „Nashornpräparate gelten dort als Aphrodisiakum.“ Für ein Kilogramm Nashorn-Horn werden bis zu 40.000 Euro bezahlt, so der Tierschützer.

Zur Finanzierung der kostspieligen Rettung starteten TASSO und Perdita Lübbe diverse Charity-Aktionen, beispielsweise Abendveranstaltungen mit dem Wolfsexperten Günther Bloch und dem Mentalisten Andy Häussler. Außerdem wurde soeben eine Verkaufsaktion bei Ebay ins Leben gerufen, bei der unter dem Suchbegriff „Nashorn Hund“ Nashorn-Zeichnungen und -Objekte ersteigert werden können, beispielsweise von Christian Clemens und Timo Horn, Fußballer beim 1. FC Köln, sowie vielen bekannten Hundetrainern. Der Reinerlös geht ebenfalls der Aktion zu. Schirmherrin des Projekts ist Dr. Dorit Urd Feddersen-Petersen, Verhaltenswissenschaftlerin mit dem Forschungsschwerpunkt „Verhalten von Tieren aus der Familie der Hunde“.

„Perdita Lübbe und ich freuen uns auf eine rege Teilnahme an unserer Rettungsaktion, denn Tierschutz kennt keine Grenzen“, so Philip McCreight. „Ich wünsche mir, dass unsere Kinder und Kindeskinder noch lebendige Nashörner in ihrem natürlichen Lebensraum erleben dürfen.“

„Die tierischen 10“

In der neuen Ranking-Show „Die tierischen 10“ (ab 8.1.2013, 8 Folgen, dienstags um 20:15 Uhr) gibt VOX einen Einblick in die kuriose, lustige und auch spannende Welt von Hund und Katze. Dabei beschäftigt sich die Show mit Themen, die jeden Tierfreund interessieren. Zu jedem Thema wird ein Ranking von zehn unterhaltsamen Einspielfilmen präsentiert, die von den prominenten Show-Gästen kommentiert werden. Die prominenten Show-Gäste verraten den Zuschauern auch ihre eigenen Anekdoten und Erfahrungen als Tierfreunde. So erzählt Gabi Köster, wie ihr Hund „Taxi“ ihr über die schwere Zeit nach ihrer Erkrankung hinweghalf und Jana Ina Zarella, Désirée Nick, Thomas Anders und andere prominente Gäste berichten von ihren individuellen „tierischen“ Erfahrungen im Alltag. In jeder Show findet zudem eine Studioaktion statt, in der besonders talentierte Hunde ihr Können zeigen oder in der die Promis ihr Geschick und Tierwissen unter Beweis stellen müssen. Durch die insgesamt acht Sendungen, die jeweils eine Stunde dauern, führt Moderator Jochen Schropp. Unterstützt wird er vom VOX-Hundeprofi Martin Rütter, der sein geballtes Fachwissen in die Sendung mit einbringt und dabei Missverständnisse aufklärt, die oft noch zwischen Hund und Herrchen stehen.

Jede Show beschäftigt sich mit einem anderen tierischen Thema: 10 tierische Schlagzeilen Die 10 verrücktesten Tierrekorde 10 krasse Beispiele der Vermenschlichung Die 10 größten Missverständnisse zwischen Mensch und Tier Die 10 berühmtesten Promi-Hunde 10 Dinge, die ich von meinem Hund nie erwartet hätte Die 10 tierischen Supertalente Die 10 größten Fehler bei der Haustierhaltung

Interview mit Jochen Schropp:

Worauf dürfen sich die Zuschauer bei „Die tierischen 10“ freuen? Auf eine unterhaltsame Sendung rund ums Thema Mensch und Tier! Anhand teils lehrreicher und auch lustiger Filme sprechen meine prominenten Gäste mit mir und Experte Martin Rütter über die jeweilige Schlagzeile der Show und ihre zehn Beispiele. Natürlich haben wir auch Tiere im Studio und die ein oder andere Aktion, die die Promis herausfordern soll und bei der auch mal für den Deutschen Tierschutzbund gespielt wird. Jeder, der Tiere liebt, oder vielleicht sogar eins hat, wird sich in vielen angesprochenen Themen wiederfinden.

Was reizt Sie persönlich an der Sendung? Ich bin mit Tieren groß geworden. Mein Vater war Biologe, züchtete Vögel, war im Naturschutzbund. In meiner Kindheit hatten wir Fische, Kaninchen, Meerschweinchen, Waldmäuse, Zwerghühner und einen Kater. Das Highlight waren die Besuche bei meiner Oma, die einen Dackel hatte. Ich liebe Tiere und besonders jetzt, wo meine geringe Freizeit und mein Leben in der Stadt keine Haustiere zulassen, war es spannend für mich, verschiedene Erlebnisse einzuordnen und zu lernen, warum sich Tiere oft anders verhalten als wir Menschen uns das wünschen. Ich habe viel gelernt und als neugieriger Mensch ist das genau der Grund, warum ich gerne ein Teil dieser Sendung bin. Und natürlich gibt es einige Überraschungen in unserer Show!

Ein Thema ist „Die 10 verrücktesten Tierrekorde“. Welche haben die Tiere denn erzielt? Es gibt natürlich Rekorde, die mit Training zu tun haben. Beispielsweise haben wir einen Wellensittich, der 148 Wörter sprechen kann und sich so einen Platz im Guinness-Buch der Rekorde gesichert hat. Auch Hundeseilspringen aus Japan ist ein Thema, bei dem Martin als Experte sagen kann, ob das für Hunde überhaupt gesund ist. Aber auch von der Natur gegebene Rekorde wie der größte Hund der Welt oder aber auch der hässlichste haben in der Show selbstverständlich einen Platz!

Interview mit Martin Rütter:

Auf was dürfen sich die Zuschauer der neuen Ranking-Show freuen? Zunächst mal hoffe ich, dass sich die Zuschauer genauso drüber freuen wie ich, denn ich war absolut überrascht, wie vielschichtig das Thema sein wird. Es ist wirklich verrückt, was für ein Gemisch an Tieren wir dabei haben: von rammelnden Riesenschildkröten über einen Hund, der eine Zunge hat, die fast so lang ist wie sein Körper. Da ist irgendwie alles dabei und da waren auch eine Menge Momente, in denen ich selber echt verdattert war.

Sie haben sich also gewundert, dass es noch andere Tiere außer Hunde gibt? Ja. Ich habe mich zum einen gewundert, dass es ein Leben außerhalb der Hundewelt gibt und zum anderen glaubt man ja, wenn man sich mit einer Tierart gut auskennt, dass man auch so ein Gefühl für andere Tierarten hat. Aber ich habe bei den Aufzeichnungen schon gemerkt: „Okay, wie sich so eine kalbende Seekuh anhört, wusstest du auch nicht.“ Ich habe auf einen röhrenden Hirsch getippt. Also es ist wirklich für jeden etwas dabei.

Im Studio gibt es Aktionen mit den Tieren? Ja. Mir war ganz wichtig, dass das keine sterile Bluebox-Geschichte wird, bei der der Moderator einfach den Countdown runterfeuert, sondern dass es auch Plaudereien gibt zwischen unseren prominenten Gästen im Studio. Jeder hat eine Geschichte über seine Tiere oder über Tiere, die er nicht so gut leiden kann, zu erzählen. Und mir war auch wichtig, dass wir Tiere in der Sendung haben, denn ich glaube, dass das gerade für Familien auch ganz wichtig ist, auch zu sehen: „Boah! Schau mal, da ist ein Hund, der kann zählen! Da ist ein Kakadu, der macht die verrücktesten Stimmen nach!“ und dadurch wird’s einfach viel lebhafter.

Welche Rolle haben Sie in der Sendung? Ich bin ja in jeder Sendung dabei und bin sozusagen Jochens Dauergast und meine Aufgabe ist, auch aus Expertensicht mal Dinge zu erklären und auch mal zu sagen: „Warum ist denn das eigentlich so? Kann ein Tier das wirklich?“ Ich werde das schon auch immer mit einem Schmunzeln erklären. Und bei manchen Sachen kann ich es auch gar nicht erklären. Da spekuliere ich wirklich lustig vor mich hin und denke „Hm, kann ein Wellensittich so was wirklich?“ Aber immer, wenn es um das Thema „Hund“ geht, dann kommt natürlich auch der Expertentipp.

Gibt es bei Ihnen ein tierisches, unvergessenes Erlebnis mit Tieren, mit Hunden? Ja: Ich hatte in der Kindheit natürlich Schlüsselerlebnisse. Ich hatte im Elternhaus nicht die Möglichkeit, Kontakt zu Tieren zu haben. Ich habe aber eine Tante, Tante Thea, und ich komme aus dem Ruhrpott und da gab es diese typischen Zechenkolonien. Da gab es so kleine Reihenhäuser und Tante Thea tat in den 70er Jahren etwas, was nicht üblich war. Sie war eine Pflegestelle für Tiere. Also alle im Ort wussten, wenn du ein Problem mit deinem Tier hast oder du willst es nicht mehr, schleppst du es zu Tante Thea. Und dort hatte ich immer Kontakt zu vielen verschiedenen Tieren. Das fing an, dass sie Spinnen zu Hause überwintern ließ und hörte dann damit auf, dass sie einen Esel im Garten stehen hatte. Das Faszinierende war nur, Tante Thea hatte ein wahnsinniges Händchen für Tiere, denn sie schaffte es bei Hunden zum Beispiel innerhalb von sechs Wochen, aus dem nettesten Hund einen Wahnsinnigen zu machen. Also sie bekam immer Hunde, die total nett waren und nach sechs Wochen konntest du das Haus nicht mehr betreten, weil Tante Thea wirklich jedes Tier in den Irrsinn trieb.

Vergiftete Köder in Parchim

Nachdem in den vergangenen Tagen Unbekannte mit Rattengift präparierte Köder im mecklenburg-vorpommerschen Parchim auslegten, an denen bislang vier Hunde qualvoll starben, setzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des Täters oder der Täter führen. Zeugen, die Informationen beisteuern können, wenden sich bitte telefonisch unter 0152 37325400 oder per E-Mail an PETA oder direkt an das zuständige Polizeirevier. Die Organisation appelliert an Halter betroffener Hunde, tierärztlich belegte Vergiftungen ihrer Schützlinge bei der Polizei zu melden und Anzeige zu erstatten. Weiterhin fordert PETA die Einführung eines Meldesystems für Giftanschläge dieser Art. Durch eine Meldepflicht können Anschläge gegen Hunde zentral registriert und die Bevölkerung kann über Giftköderwarnungen und Gefahrenschwerpunkte informiert werden. Zugleich wird durch die Dokumentation der Fälle sensibilisiert, wie häufig Tiere Opfer von Missbrauch werden.

„Die Tiere in Parchim schweben in akuter Lebensgefahr“, sagt Charlotte Köhler, Kampagnenleiterin bei PETA. „Die Täter müssen schnellstmöglich gefasst werden, damit Tierfreunde ihre Hunde unbeschwert ausführen können. Es ist äußerste Vorsicht geboten, damit keine weiteren Tiere durch die Köder der Hundehasser zu Tode kommen. Die Köder können sogar Kindern zum Verhängnis werden.“

PETA macht darauf aufmerksam, dass ein vergifteter Hund schnellstmöglich tierärztlich behandelt werden muss. Bereits bei einem Verdacht sollte unverzüglich eine Tierklinik aufgesucht werden. Erbrechen, Speicheln, Durchfall, Zittern können erste Symptome sein – diese können jedoch erst nach einigen Tagen auftreten. PETA weist auch darauf hin, dass eine Vergiftungsgefahr für Tiere auf Feldern besteht, die nun gedüngt sind.

Fälle von grausamer Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus an der Universität Saarland dazu: „Geschätzte 80-90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“

Tierquälerei ist eine Straftat nach §17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Zarte Versuchung mit schlimmen Folgen

Natürlich soll auch der vierbeinige Hausgenosse nicht leben wie Hund. Ein wenig Süßes kann ja nicht schaden. Leider doch! Nicht alle Hundehalter wissen, dass die süße Versuchung weitreichende Folgen haben kann. Schokolade ist für Hunde im wahrsten Sinne Gift.

Schuld ist das in der Schokolade beziehungsweise in der Kakaobohne enthaltende Theobromin. Je nach Schokoladenart ist der Theobromin-Anteil unterschiedlich hoch. Weiße Schokolade wird mit 0,009 mg/g angegeben, Bitterschokolade kann bis zu 16 mg/g enthalten, Kakaopulver sogar bis 26 mg/g. Eine Tafel (100 g) Bitterschokolade enthält rund 1.600 mg (also 1,6 g) Theobromin.

Bei empfindlichen Hunden kann schon eine Dosis von 90 bis 250 mg je Kilo Körpergewicht für den Hund tödlich sein. Bei einem Verzehr von 300 mg ist bereits die sogenannte 50 Prozent Letaldosis erreicht. Das bedeutet, dass die Hälfte aller Hunde bei Aufnahme dieser Menge stirbt. Diese Dosis ist mit einer Tafel Bitterschokolade bereits erreicht bzw. überschritten, wenn der Hund etwa 5,5 Kilogramm oder weniger wiegt. Kleinere Hunderassen sowie Welpen und Junghunde sind also besonders gefährdet.

Aber auch wesentlich kleinere Mengen können zu Vergiftungserscheinungen mit Symptomen wie Unruhe, Übelkeit, Krämpfen, Durchfall und Fieber führen. Todesfälle sind zumeist auf Herz-Kreislaufversagen zurückzuführen. Zudem ist auch die wiederholte Fütterung kleinerer Mengen problematisch. Theobromin baut sich im Körper nur sehr langsam ab, so dass es zu Anreicherungen im Blut kommen kann.

Schokoladengenuss wird meist dann zum Problem, wenn der Hund heimlich und unkontrolliert herumliegende Schokolade nascht. Das können Hundehalter verhindern, indem sie die Süßigkeiten so aufbewahren, dass der süße Liebling nichts stibitzen kann. Mit „Schokoladendieben“ sollte man sofort zum Tierarzt gehen. Für Menschen ist Theobromin übrigens völlig ungefährlich.

Parade nackter Avatare zeigt Haut gegen Pelzmode von Prada und Armani

Unter dem Motto „Zeig Haut. Gegen Pelz.“ startet die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN heute eine große Onlinekampagne gegen sieben große Modeunternehmen, die noch Echtpelz verkaufen. Die Hamburger Werbeagentur GRIMM GALLUN HOLTAPPELS hat die virtuelle Protestparade entwickelt. Jeder Tierfreund kann online seinen nackten Stellvertreter (Nacketar) kreieren und auf die Straße schicken. Im Visier der Demonstranten sind Firmen wie Armani, Burberry, Prada oder Closed.

Unter www.parade-gegen-pelz.org gehen die Teilnehmer der VIER PFOTEN Parade für einen Pelz-Verzicht der Moderiesen auf die Straße. Auf einer virtuellen Fußgängerzone marschieren die Nacketare hüllenlos vor den Geschäften von Armani, Burberry, Closed, Kookai, Max Mara, Napapijri und Prada. Jeder Demonstrant kann sich auf der Webseite über die Hintergründe der Kampagne informieren und per E-Mail einen Appell an die sieben Firmen richten. Die Nacketare lassen sich spielerisch gestalten und mit originellen Extras ausstatten. „Der Phantasie sind bei der Pelzfrei-Parade kaum Grenzen gesetzt. Der Protest soll Spaß machen, aber die Message bleibt klar: Echter Pelz hat in der Mode nichts zu suchen“, erklärt Dr. Martina Stephany, Kampagnenleiterin bei VIER PFOTEN.

In den letzten Jahren ist Pelz wieder sehr präsent im Handel. Echtfell zeigt sich besonders als Besatz an Kapuzen, Krägen oder Kopfbedeckungen. „Auch ein kleiner Mützenbommel aus echtem Pelz verursacht enormes Tierleid. Gemeinsam rufen wir die Unternehmen auf, endlich Pelz aus ihrem Angebot zu streichen“, so Dr. Martina Stephany. Schon jetzt verzichten große Namen der Modewelt wie H&M, Esprit oder American Apparel auf den Pelzverkauf, mit der neuen VIER PFOTEN Kampagne sollen neue hinzukommen.

Weltweit sterben jedes Jahr circa 100 Millionen Nerze, Füchse und Marderhunde in der tierquälerischen Pelztierzucht. Für die Modebranche fristen die bewegungsfreudigen Tiere in winzigen Drahtgitterkäfigen ein kurzes Leben und werden qualvoll getötet. Andere Arten werden durch tierquälerische Fallen in der freien Wildbahn gefangen. In den Geschäften erfährt der Kunde nur selten etwas über Herkunft und Haltungsbedingungen der Pelztiere.

VIER PFOTEN setzt sich für ein gesetzliches Verbot der Pelztierhaltung und ein europaweites Handels- und Importverbot für Felle und Pelzprodukte ein. In Österreich und Großbritannien sind Pelzfarmen bereits verboten. Der Verkauf von Pelzprodukten geht aber auch in diesen Ländern weiter. Nur wenn sich die Modebranche und der Verbraucher klar gegen Pelz entscheiden, kann das sinnlose Tierleid gestoppt werden.