Archiv für den Monat: Oktober 2012

Gesund oder krank? Die Haut schlägt Alarm

Wenn Hunde sich ständig kratzen oder lecken, dann fühlen sie sich wahrscheinlich nicht mehr wohl in ihrer Haut.

Denn die Haut ist ein äußerst sensibles Organ. Sie reagiert empfindlich auf äußere Angriffe aller Art, ist aber auch Alarmmelder für Krankheiten, die sich im Inneren des Körpers abspielen. Die gesunde Haut übernimmt eine ganze Reihe lebenswichtiger Funktionen des Organismus. Krankhafte Hautveränderungen sind also keine medizinische Lappalie. Allerdings ist die Diagnose von Hauterkrankungen oft schwierig, weil sich die Symptome verschiedenster Krankheiten sehr stark ähneln können.

Am häufigsten lösen Allergien Hautveränderungen aus, allen voran die Flohspeichelallergie. Es gibt auch viele Hunde, die allergisch sind gegen bestimmte Umweltstoffe wie Blütenstaub oder Pollen. An dritter Stelle steht die Futtermittelallergie.

Parasiten wie Flöhe, Zecken oder Milben sind mehr als nur lästige Quälgeister. Ihre Bisse und Stiche verursachen beispielsweise starken Juckreiz, dem der Hund nur ständiges Lecken oder Kratzen entgegensetzen kann. Die Folge: Kahlstellen im Fell bis hin zu offenen Hautstellen, die sich leicht infizieren. Milben lösen auch häufig Ohrenentzündungen aus. Im entzündeten Ohr können sich Bakterien, Pilze oder Hefen ungehemmt vermehren und innenliegende Ohrpartien schädigen.

Auch Pilze aller Art fühlen sich auf der Hundehaut wohl. Hautpilzerkrankungen können auch auf den Menschen übertragen werden und müssen deshalb konsequent behandelt werden. Bakterien setzen gerne noch einen drauf. Auf der bereits geschwächten Hundehaut finden sie einen idealen Nährboden und verursachen zum Teil schwerwiegende Folgeinfektionen.

Hautveränderungen sind auch Indikatoren für hormonelle Erkrankungen. Vermehrte Schuppenbildung und die Neigung zu Hautinfektionen beispielsweise sind typische Symptome bei einer Unterfunktion der Schilddrüse. Hunde, die am Cushing-Syndrom leiden, werden im wahrsten Sinne des Wortes dünnhäutig. Pigmentveränderungen vor allem an der Nase sind typisch für die immunologische Hauterkrankung Diskoide Lupus erythematodes, landläufig bekannt unter der Bezeichnung Collie nose.

Weil Hautveränderungen so vielschichtige Ursachen bei vergleichbarer Symptomatik haben, müssen Hundehalter bei der Diagnose, aber auch bei der Behandlung Geduld an den Tag legen.

Leine los: So wird der Waldspaziergang mit Hund zum Vergnügen

Bäume, Sträucher, Wiesen und kleine Gewässer – der Wald ist für Mensch und Hund ein beliebtes Ziel für einen ausgedehnten Spaziergang. Doch gelten dort auch Leinengebot und Co? Dirk Strauch, Förster und Pressesprecher der Niedersächsischen Landesforsten weiß, welche Regeln Hund und Halter beim gemeinsamen Ausflug beachten müssen.

„Viele Landesforstgesetze erlauben das Freilaufen des Hundes auf Waldwegen“, erklärt der Experte. „Allerdings gibt es auch zahlreiche Ausnahmen.“

So muss zum Beispiel in der Brut- und Setzzeit oder auf Wildäckern das Tier generell angeleint werden. Ganzjährig gilt das Leinengebot in Wildruhezonen. Die Bestimmungen für die zahlreichen Waldgebiete in Deutschland unterscheiden sich von Region zu Region. Noch dazu sind Leinengebote oder Zutrittseinschränkungen für bestimmte Bereiche in den seltensten Fällen durch Schilder ausgewiesen. „Hundehalter sind verpflichtet, sich über die Regelungen in den Waldgebieten selbst zu informieren“, sagt Strauch. Dies ist allerdings nicht allzu schwierig. Die Kommunen oder das örtliche Forstamt geben gern Auskunft über die lokalen Bestimmungen.

Für den Spaziergang ohne Leine ist es wichtig, dass der Hund immer in der Nähe seines Herrchens oder Frauchens bleibt. Außerdem sollte er auf Kommandos wie „Bei Fuߓ, „Sitz“ und „Aus“ hören. So soll vor allem verhindert werden, dass das Tier unberechtigterweise jagen geht. „Für Tiere mit einem ausgeprägten Jagdinstinkt empfiehlt sich eine Feld- oder Seil-Rollleine“, erklärt Strauch. „Damit haben die Tiere deutlich mehr Bewegungsfreiheit und sind gleichzeitig unter Kontrolle von Herrchen oder Frauchen.“ Entsprechende Leinen gibt es im Zoofachhandel in den unterschiedlichsten Ausführungen mit bis zu 20 Metern Freilauflänge.

Doch es gibt noch einen zweiten Grund, warum der Hund unbedingt gehorsam sein sollte: „Der Wald wird auch von Joggern, Wanderern und Spaziergängern genutzt. Auch sie sollen sich ungestört erholen können“, sagt Strauch.

Hunde genießen ihre Freiheit im Wald oft ganz besonders. Sie entdecken überall etwas Neues. Doch Beeren, Pflanzen oder Pilze könnten unbekömmlich oder gar giftig sein. Die Vierbeiner sollten daher darauf trainiert sein, keine „Fundsachen“ zu fressen.

Weitere Informationen über das Verhalten im Wald enthält die „Waldfibel“ des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Sie ist als Broschüre und Applikation für iPhone und iPad kostenlos erhältlich unter www.bmelv.de/waldfibel. IVH

Mit Hund Keks auf Entdeckungstour

Mit kindlicher Neugier und unermüdlichem Forscherdrang die Natur entdecken: Das können die jüngsten Zuschauer ab sofort mit Hund Keks in „Löwenzähnchen“ – dem Ableger der bekannten ZDF tivi-Wissenssendung „Löwenzahn“. KiKA zeigt das neue Vorschulprogramm ab 29. Oktober 2012 um 8:50 Uhr.

Wenn Fritz Fuchs seinen Bauwagen verlässt, fragt man sich, was eigentlich sein Hund Keks so treibt? Wer glaubt, dass der Berner Sennenhund ein Nickerchen macht, hat sich geirrt, denn Keks geht kurzerhand ohne sein Herrchen auf Entdeckungsreise. In „Löwenzähnchen“ kann er mit den Tieren in seiner Umgebung sprechen und erfährt so Neues und Lustiges über sie. Etwa wenn er einen quirligen Marienkäfer trifft, einem ängstlichen Kaninchen hilft oder die außergewöhnlichen Kinder vom grasgrünen Frosch kennenlernt. In jeder Folge schließt er Freundschaft mit einem anderen Tier.

Speziell für seine Hauptrolle in „Löwenzähnchen“ bekommt Keks eine prominente Stimme: Gesprochen wird der Berner Sennenhund von dem bekannten Comedian, Schauspieler und Autor Oliver Kalkofe – mal lustig, mal frech, mal neugierig und manchmal einfach „verKekst“.

Mit „Löwenzähnchen“ erweitert ZDF tivi, das Kinder- und Jugendprogramm des ZDF, das Portfolio seiner Wissenssendungen für die jüngsten Zuschauer von drei bis sechs Jahren. Verantwortliche Redakteurin im ZDF ist Susanne Kaupp.

Auch auf den programmbegleitenden Onlineseiten vonwww.zdftivi.de, dem ZDF-Internetangebot für Kinder, können die jungen Nutzer gemeinsam mit Keks die Tiere aus der Sendung treffen. Verpackt in Spielen, Rätseln, Liedern und Ausmalbildern lernen sie die Tiere dort noch besser kennen. Außerdem gewährt Keks einen exklusiv Einblick in sein „Geheimes Tagebuch“.

Urlaub mit dem Hund im Ferienhaus

Endlich Ferien mit dem Hund
Mit den Hund Ferien machen ist oft mit vielen Umständen verbunden, die schon bei der Suche nach der richtigen Ferienwohnung beginnt. Deshalb sollten Hundebesitzer schon vor der Buchung darauf achten, sich ein Domizil zu suchen, dass sowohl Hund, als auch Besitzer zufriedene und unbeschwerte Urlaubstage garantiert. Deutschland bietet dabei wundervolle Ferienwohnungen, die sich speziell auf Hund und Herrchen, bzw. Frauchen eingestellt haben. Dort gibt es pflegeleichte Fußböden, die so Tapse nach einem ausgiebigen Spaziergang mühelos überstehen. Aber auch viele andere Dinge, die das Leben und den Urlaub mit Hund erleichtern. Sogar die Gegend der Ferienwohnungen hat sich auf Urlaub mit Hunden eingestellt.

Ecken zum Wohlfühlen
So ist eine Ferienwohnung Sächsische Schweiz auf alle Bedürfnisse vollkommen ausgerichtet, aber auch die Sächsische Schweiz selbst bietet für den Urlauber und seinem Vierbeiner viele Orte in denen Hunde willkommen sind. So gibt es Wanderwege auf denen sich Hunde gerne vergnügen dürfen und so mancher See lädt zum schwimmen ein. Viele Restaurants bieten neben köstlichen Gerichten für die Gäste, auch für den tierischen Gast einen leckeren Snack an und heißen somit Hunde als sehr Willkommen. Urlauber, die sich eine Ferienwohnung Uckermark buchen, dürfen sich hier auf wahre Tierfreunde freuen.

Leckereien für Mensch und Hund
In vielen Ferienwohnungen sind Hunde hier ausdrücklich erwünscht, zudem gibt es zahlreiche Cafés, Restaurants und Bistros in denen Hunde erlaubt sind. Wanderwege, Parkanlagen und Feldwege sind für Hunde hier ein reines Paradies. Es ist also nicht weiter verwunderlich, dass sich hier viele Hundeliebhaber zum Austausch miteinander treffen. Wenn Hundeliebhaber gerne mal eine Städtereise in der Nähe der deutschen Hauptstadt unternehmen möchten, dann ist eine Ferienwohnung Potsdam sicherlich genau das Richtige. Potsdam hat Hunde gerne! Das merken Sie schon beim ersten Besuch dieser historischen Stadt. Überall werden Hundebesitzer freundlich behandelt und in jedem Falle immer mit berücksichtigt. Eine Ferienwohnung mit Hund kann so entspannend sein, wenn Sie eine Ferienwohnung wählen, die Ihren Vierbeiner und Ihren Bedürfnissen entspricht.

Was Menschen hilft, kann für Tiere tödlich sein

R+V Infocenter: Hunde und Katzen bei Erkältungen nicht selbst behandeln – vor Medikamentengabe mit Tierarzt sprechen

Ein Kratzen im Hals, ein Kribbeln in der Nase: Durch das wechselhafte Wetter sind viele Deutsche im Moment erkältet – und mit ihnen ihre Haustiere. Doch Herrchen und Frauchen sollten auf keinen Fall in die eigene Hausapotheke greifen, um ihren Vierbeinern zu helfen. „Hunde und Katzen reagieren völlig anders auf Grippe- oder Schmerzmittel als Menschen. Im schlimmsten Fall können Medikamente bei ihnen sogar zum Tode führen“, warnt Dr. Frank Offeney, Tierarzt beim Infocenter der R+V Versicherung.

Grund hierfür: Tiere haben einen anderen Stoffwechsel als Menschen. „Sie können bestimmte Substanzen, die in schmerz- und fiebersenkenden Medikamenten oder auch Naturheilmitteln vorkommen, nicht oder nur sehr langsam abbauen. Das führt unter Umständen zu lebensbedrohlichen Vergiftungen“, erklärt R+V-Experte Dr. Offeney. So reagieren Katzen beispielsweise besonders empfindlich auf gängige Wirkstoffe gegen Schmerzen und Fieber. Das ätherische Teebaumöl kann für sie sogar tödlich sein. Auch Hunde vertragen Schmerzmittel nicht. Sie können bei ihnen zu Magenblutungen und Erbrechen führen.

Dr. Offeney rät Tierbesitzern deshalb, Behandlungen immer zuerst mit einem Tierarzt abzusprechen. Das gilt auch für vermeintlich harmlose Naturheilmittel oder Salben und Tinkturen, die äußerlich aufgetragen werden. „Ein Tierarzt kennt zudem die richtige Dosierung der Medikamente.“

Weitere Tipps des R+V-Infocenters:

– Auch Meerschweinchen, Hamster oder Ratten keine Medikamente für
Menschen verabreichen. Penicillin ist für die kleinen Nager
beispielsweise giftig.
– Unterschiedliche Tierarten vertragen Medikamente
unterschiedlich. Deshalb ist es problematisch, sie untereinander
auszutauschen.
– Wer eine Erkältung hat, sollte nicht mit seinem Haustier
kuscheln, um es nicht anzustecken. Weitere Vorsichtsmaßnahme:
Hunde nach einem Spaziergang im Regen gut trocken reiben.
– Medikamente nicht offen herumliegen lassen, damit die Tiere sie
nicht aus Versehen verschlucken können.

Hundefutter-Ranking: Josera schlägt Eukanuba und Pedigree im sozialen Netz

Jährlich geben die Deutschen mehr als eine Milliarde Euro für
Hundefutter aus. Angesichts dieser Zahl erscheint die Präsenz der
wichtigsten Hundefuttermarken in den sozialen Medien ausbaufähig: Im
September wurde bei Facebook und Co. gerade einmal gut 1.500 mal über
Hundefutter gesprochen. Mit Abstand am häufigsten im Gespräch war der
unterfränkische Futterhersteller Josera mit 600 Nennungen, gefolgt
von Eukanuba mit 410 und Pedigree mit 170. Dies ist das Ergebnis des
Online-Tools Web-Analyzer.com, das Suchbegriffe nicht nur auszählt,
sondern auch nach Tonalität untersucht.

Josera kommt bei den Social Media-Nutzern gut weg: Mit 68 positiven
Nutzeraussagen fällt jede neunte Erwähnung des Rankingsiegers positiv
aus, das Hundefutter wird als „gut“, „günstig“ und „super“
wahrgenommen. Bei Eukanuba ist es jede sechzehnte Nennung, bei
Pedigree mit 14 Positiväußerungen jede zwölfte. Die überwiegende Zahl
der User-Äußerungen über Hundefutter weist eine neutrale Tonalität
auf.

Während der Josera zwar vorrangig in Foren besprochen wird, ist
Twitter der meistgenutzte Kanal zur Verbreitung von
Hundefuttermeinungen. Bei Pedigree gehen 9 von 10 Onlineerwähnungen
über diesen Weg, bei Frolic und Royal Canin jede zweite.

Obwohl Facebook mit Abstand das beliebteste Medium in den sozialen
Netzwerken ist und nach eigenen Angaben inzwischen jeder sechste
Mensch der Erde einen Facebook-Account pflegt, haben vier der acht
untersuchten Hundefuttermarken keinen eigenen Facebook-Auftritt:
Bonzo, Frolic, Hill´s und Rinti. Hier gibt es angesichts der
Tatsache, dass in Deutschland mehr als 5,4 Millionen Hunde als
Haustiere leben, Nachholbedarf.

Top 8: Über diese Hundefuttermarken spricht die Onlinewelt
– Ranking nach Anzahl der Nennungen in Social-Media-Beiträgen*

1) Josera (600)
2) Eukanuba (410)
3) Pedigree (170)
4) Royal Canin (160)
5) Hill´s (90)
6) Bonzo (50)
7) Frolic (30)
8) Rinti (10)

*Die Erhebung bezieht sich auf den Zeitraum 01.09. bis 30.09.2012,
Zahlen gerundet

Diensthund stellt Apothekeneinbrecher

Am 01.10.2012 gegen 23:15 Uhr wurde die Polizei wegen eines Einbruchalarms zu einer Apotheke an der Spicher Straße gerufen. Die Beamten stellten fest, dass die gläserne Eingangstür der Apotheke, die in einer Ladenzeile am Hit-Markt untergebracht ist, aufgebrochen war. Aus dem Inneren waren verdächtige Geräusche zu hören. Nachdem die Beamten die Fluchtwege abgeriegelt hatten, durchsuchten sie die Räume mit Hilfe des Diensthundes „Bullit“ und seines Führers vom Polizeipräsidium Köln. Der Hund stellte einen mutmaßlichen Täter, der dabei leicht verletzt wurde. Der 28-Jährige hat keinen Wohnsitz in Deutschland. Zu seiner Vernehmung musste ein Übersetzter hinzu gezogen werden. Offenbar hatte der Täter es auf den Inhalt der Kassen abgesehen. Die Ermittlungen dauern an.(Ri)

Künstliches Hornhautmodell testet pharmazeutische Substanzen

www.InVitroJobs.com, das Wissenschaftsportal des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte, stellt das saarländische Unternehmen Across Barriers GmbH vor, das tierversuchsfreie Methoden entwickelt und entsprechende Tests durchführt. Das aktuellste Forschungsprojekt ist ein aus humanen Zelllinien gezüchtetes Augenhornhautmodell, mit dem die Durchlässigkeit von Augenarzneistoffen und anderen Substanzen getestet werden kann.

Im Auftrag der pharmazeutischen, chemischen und kosmetischen Industrie untersucht Across Barriers die Verträglichkeit von Substanzen mittels Zellkulturen oder künstlichen Geweben. Dadurch können Tierversuche ersetzt oder zumindest reduziert werden. Mit den in vitro-Testmodellen lassen sich der Transport von Stoffen z. B. in Haut, Lunge, Darm oder Auge simulieren. Across Barriers hat bereits nachgewiesen, dass das neue Augenhornhautmodell funktioniert. Die Methode gilt damit als prä-validiert. „Wir setzen das Model erfolgreich in unseren Untersuchungen im Forschungsbereich ein und würden es sehr gerne validieren. Allerdings sind Validierungsstudien extrem aufwändig und werden in der Regel nicht öffentlich finanziert“, so Dr. Eleonore Haltner-Ukomadu, Inhaberin und Geschäftsführerin von Across Barriers.

Eine umfassende Validierungsstudie ist nötig, damit die Methode in die internationalen Prüfvorschriften Einzug halten kann und Tierversuche im großen Stil ersetzt werden können. Dafür müssen mehrere internationale, voneinander unabhängige Prüflabore die Reproduzierbarkeit und Zuverlässigkeit der in vitro-Methode testen. Solche Validierungsstudien können bis zu zehn Jahre dauern und je nach Methode weitaus mehr als 300.000 Euro kosten.

„Across Barries legt den Finger an der richtigen Stelle in die Wunde. Tierversuchsfreie Methoden nützen nur dann den Tieren und der Wissenschaft, wenn sie nicht nur von den Entwicklern, sondern weltweit angewendet werden“, so Dr. Christiane Hohensee, Projektleiterin InVitroJobs beim Bundesverband Menschen für Tierrechte. „Hierzu ist die Validierung unverzichtbare Voraussetzung. Sie darf nicht an finanziellen Mitteln scheitern.“

Ausführliche Informationen, inklusive eines Interviews mit Dr. Eleonore Haltner-Ukomadu unter: www.invitrojobs.com

Mietrecht: Wann ist ein Hund ein Hund?

Sind kleine Hunde echte Hunde oder „nur“ Kleintiere? Die Gerichte sind sich nicht immer einig. Das Immobilienportal Immonet hat die wichtigsten Details zur Haltung von kleinen Hunden zusammengestellt.

Yorkshire Terrier sind keine Hunde

Klein wie ein Meerschweinchen, passt in jede Handtasche und wenn er bellt, klingt das wie ein leises Krächzen: Dass Yorkshire Terrier keine Hunde sind, würde ein Biologe wohl nicht unterschreiben. Wenn es aber um das Thema Mietrecht geht, zweifelt manch ein Richter daran.

Wer in Deutschland einen Hund in der Mietwohnung halten möchte, ist auf die Zustimmung seines Vermieters angewiesen. Außer die Hundehaltung ist vertraglich ohnehin erlaubt. Woran aber macht man fest, was ein Hund ist? Das Landgericht Kassel hat entschieden, dass der Yorkshire Terrier der Kleintierhaltung zuzurechnen ist. Kleintiere dürfen Mieter auch ohne Zustimmung des Vermieters halten. Die Begründung des Gerichts: Der Hund sei etwa so groß wie ein Meerschweinchen. Zudem mache sich das Tier allenfalls über heiseres Krächzen bemerkbar. Daher belästige er die übrigen Hausbewohner nicht. (LG Kassel Aktenzeichen: 1S503/96). Ein Herz für Tiere zeigte auch das Düsseldorfer Landgericht: Da diese Hunderasse nicht laut belle und winzig sei, könne die Haltung dieser Hunderasse erlaubt werden, urteilten die Richter (Aktenzeichen: A 24S90/93).

Yorkshire Terrier sind sehr wohl Hunde

Hund bleibt Hund – meint das Amtsgericht Berlin-Spandau. Geklagt hatte eine Frau, die mit ihrem Yorkshire Terrier in Spandau wohnte. In ihrem Mietvertrag war das Halten von Hunden ausdrücklich verboten, die Haltung von Kleintieren hingegen ausdrücklich erlaubt. Der Vermieter beharrte darauf, dass der Terrier ein Hund sei und bekam vor Gericht Recht. Der Richter beurteilte das Tier nämlich nicht nach Größe, Gewicht oder Eigenheiten. (Aktenzeichen: 13 C 574/10).

Ausnahmen für kleine Hunde

Es gibt noch andere Fälle, in denen der Vierbeiner mit einziehen durfte. So in Hamburg, hier hatten alle Hausbewohner einem Mieter ihr Einverständnis für die Haltung eines kleinen Hundes gegeben. Das Gericht entschied, dass sich in diesem Fall der Vermieter nicht auf das vertraglich geregelte Verbot berufen kann. Ein schutzwürdiges Eigeninteresse des Vermieters liege nicht mehr vor, so die Richter vom Amtsgericht Hamburg-Bergedorf (Aktenzeichen: 409 C 517/02).

Eine weitere Ausnahme machte das Landgericht Hamburg im Fall eines betagten Mieterpärchens. Auch ihnen durfte die Erlaubnis für die Haltung eines kleinen Hundes nicht verweigert werden. Das Paar konnte vor Gericht nachvollziehbar begründen, warum sie ihren Ruhestand durch die Beschäftigung mit einem Hund sinnvoll gestalten können und Freude bringend ausfüllen. Für das Gericht war ausschlaggebend, dass die Erlaubnis für den Hund wieder entzogen werden kann, falls sich die Nachbarn von dem Tier gestört fühlen (Aktenzeichen: 334S26/01).

Am 10. Oktober ist Welthundetag: Hunde sind soziale Talente

Hunde bereichern das Leben / Enge Kind-Hund-Beziehung stimuliert schulisches Leistungs- und Sozialverhalten / Familienhunde müssen herangezogen werden / Checkliste zur Anschaffung

Hunde spüren Verschüttete auf, orten Sprengstoff und Drogen. Sie führen Blinde, und warnen Diabetiker vor einer Unterzuckerung. Für viele, oft lebenswichtige, Leistungen sind Hunde berühmt. Zum Welthundetag am 10. Oktober erinnert der ZZF daran, dass Hunde auch das Alltagsleben vieler Menschen bereichern: „Hundehalter bleiben durch die Bewegung mit ihrem Hund fit und gesund, ältere Menschen fühlen sich mit ihrem Vierbeiner geliebt und weniger einsam: Hunde sind einfach soziale Talente“, schwärmt Ute Klein, Vizepräsidentin und Vorsitzende der Fachgruppe Heimtierpflege im Salon im Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF).

Hunde sind enge Freunde

Insbesondere Kinder profitieren vom Umgang mit Hunden: „Hunde sind für Kinder Freunde, die ihre Phantasie und Bewegung fördern, und sie können sich in hohem Maße stabilisierend auf das psychische Wohlbefinden auswirken“, sagt Prof. Dr. Reinhold Bergler vom Psychologischen Institut der Universität Bonn. Für die positive Wirkung sei vor allem die Intensität der Beziehung zum Hund entscheidend: „Wir konnten nachweisen, dass eine konstante, intensive und enge Kind-Hund-Beziehung schulisches Leistungs- und Sozialverhalten stimulieren und trainieren kann.“

Mittelgroße Hunde sind beliebt

Besonders beliebt bei den Deutschen sind mittelgroße Hunde bis 50 cm Schulterhöhe, vor allem Terrier und Apportierhunde, Stöberhunde und Wasserhunde. Insgesamt leben laut einer Studie des ZZF 7,4 Millionen Hunde in 5,3 Millionen deutschen Haushalten, und noch mehr Deutsche lieben Hunde: In einer Umfrage des ZZF unter Nicht-Tierhaltern gaben 60 Prozent der befragten Haushalte an, sich einen Hund zu wünschen.

Vor der Anschaffung eines vierbeinigen Hausgenossen müssen Tierfreunde bedenken, ob sie den Bedürfnissen des Tieres gerecht werden können: „Die meisten Hunde benötigen jeden Tag viel Auslauf. Sie sind Rudeltiere, das heißt, sie sind von Natur aus gesellig und akzeptieren das Alleinsein nur vorübergehend“, mahnt ZZF-Vizepräsidentin Ute Klein.

Verantwortungsbewusste Tierfreunde sollten Hunde nur bei seriösen Hundezüchtern kaufen. Eine sinnvolle Alternative zum Züchter ist das nächstgelegene Tierheim. Anfänger kommen am besten mit Hunden zurecht, deren Lebensweg möglichst lückenlos bekannt ist.

Familienhunde müssen herangezogen werden

Die Wiesbadener Trainerin für Menschen mit Hund, Inge Büttner-Vogt, hat eine Checkliste für die Anschaffung eines Hundes erarbeitet: „Tierfreunde sollten den Hund nicht nach Schönheit aussuchen, sondern überlegen, ob er in die Familie passt“, betont sie. In Fachliteratur oder bei Trainern können Hundefreunde sich umfassend über die Eigenheiten der verschiedenen Rassen informieren. Dennoch ist Büttner-Vogt der Meinung, dass es die typische Familienhund-Rasse nicht gibt: „Die Tiere sind unabhängig von der Rasse eigenständige Lebewesen mit unterschiedlichen Charakteren.“

Die Checkliste zur Anschaffung eines Hundes und Auswahl des Züchters gibt es unter www.zzf.de.