Archiv für den Monat: Juli 2012

Hitze kann für Haustiere tödlich sein

Tierische Hitze – tierische Gefahr: Jedes Jahr sterben unzählige Tiere, weil Tierhalter nicht bedenken, wie gefährlich die Sommerhitze für ihre Tiere werden kann. Der Deutsche Tierschutzbund rät allen Tierbesitzern, die vierbeinigen Lieblinge besonders im Auge zu behalten. Zusätzlich sollten Vorsorgemaßnahmen getroffen werden, um unnötiges Tierleid oder gar den Hitzetod zu verhindern. Hund, Katze, Meerschweinchen, Hamster und Co. können im Unterschied zum Menschen nicht durch Schwitzen abkühlen, sondern allein durch Trinken beziehungsweise durch Hecheln. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist deshalb überlebenswichtig. Die Tiere benötigen Schattenplätze, an die sie sich jederzeit zurückziehen können. Um große Hitze zu meiden, sollte das Gassigehen mit dem Hund in die Morgen- und Abendstunden sowie in schattige Waldgebiete verlegt werden. Auf gar keinen Fall dürfen Hunde und andere Tiere alleine im Auto gelassen werden, auch nicht für wenige Minuten.

Selbst bei bewölktem oder schwülem Wetter ohne direkte Sonneneinstrahlung steigt die Temperatur im parkenden Auto rasch auf 50 Grad und mehr an. Eine tödliche Falle für Tiere. Manche vergessen auch, dass die Sonne wandert. Die Folge: Das im Schatten abgestellte Fahrzeug steht nach kurzer Zeit wieder in der Sonne. Für den Menschen angenehme Außentemperaturen verwandeln das Fahrzeuginnere in einen Brutkasten. Schnell sind für das Tier unerträgliche Temperaturen erreicht. Die Folgen sind Übelkeit und Kreislaufprobleme. Im schlimmsten Fall sterben die Tiere durch die Überhitzung an Kreislaufversagen qualvoll. Ein geöffnetes Schiebedach oder ein Spalt breit geöffnetes Fenster sorgen in keinem Fall für genügend Abkühlung im Auto. Auch im Käfig oder im Außengehege lebende Tiere dürfen nicht schutzlos der Sonne ausgesetzt werden. Auch hier gilt: Immer prüfen, ob das Gehege sich den ganzen Tag über im Schatten befindet.

Tödlicher Hitzeschlag – Warnsignale erkennen
Glasiger Blick, tiefrote Zunge und Hecheln mit gestrecktem Hals sind einige Anzeichen dafür, dass Hunden und Katzen die Hitze zu sehr zusetzt. Außerdem sind Erbrechen, Gleichgewichtsstörungen und schließlich Bewusstlosigkeit Anzeichen für einen Hitzeschlag, der im schlimmsten Fall zum Tod des Tieres führt. Wenn Symptome auftreten, die auf einen Hitzeschlag deuten, ist so schnell wie möglich ein Tierarzt aufzusuchen.

Urlaubszeit – Leidenszeit für Tiere und Tierheime

In vielen Bundesländern sind die ersten Urlaubswellen bereits gestartet, in fünf weiteren beginnen die Sommerferien die nächsten Tage. Für viele Tierheime bedeutet diese Zeit eine enorme Belastung: Vermehrt werden Tiere ausgesetzt oder direkt in den Tierheimen abgegeben. Viele Tiere kommen ins Tierheim, weil verantwortungslose Halter das Haustier bei der Urlaubsplanung nicht berücksichtigen oder auch konkret die Vorbereitungen bei EU-Auslandsreisen wie den EU-Heimtierausweis nicht rechtzeitig geplant haben. Studien belegen diesen deutlichen Anstieg, der die ohnehin an ihren Kapazitätsgrenzen arbeitenden Tierheime vor große Herausforderungen stellt. Der Deutsche Tierschutzbund bietet konkrete Hilfestellungen und Beratungsangebote, damit rund um das Thema Tier und Urlaub alles reibungslos klappt.

„Tierhalter zu sein, bedeutet Verantwortung zu haben. Und die kann man nicht während der Urlaubszeit einfach abgeben. Daher ist eine rechtzeitige Urlaubsplanung wichtig“, so Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Ausgesetzte Katze in Bottrop, an einer Mülltonne angebundener Hund in Heppenheim, vermehrte Abgabe exotischer Tiere in Erfurt – diese Urlaubs-Opfer hatten noch Glück: Sie wurden gefunden oder direkt in die Obhut der dem Deutschen Tierschutzbund angeschlossenen Tierheime gegeben. Gerade in den Sommerwochen steigen die Tierabgaben und die Zahl ausgesetzter Tiere hauptsächlich urlaubsbedingt stark an. Dabei ist das Aussetzen von Tieren kein Kavaliersdelikt, sondern eine Ordnungswidrigkeit. Eine Strafe bis zu 25.000 Euro kann verhängt werden.

Für die Tierheime ist die Sommerzeit immer eine traurige Hochsaison. Schon vor Beginn der Reisezeit sind die Kapazitätsgrenzen vielerorts erreicht, die Ferienopfer als Neuzugänge eine große Zusatzbelastung. Allein in den wenigen Sommerwochen werden 70.000 Tiere neu in den Tierheimen aufgenommen. „Wir appellieren an alle Tierfreunde, sich im örtlichen Tierheim zu erkundigen, wie geholfen werden kann. Und wer sich für die Aufnahme eines Tieres in die Familie entschlossen hat, sollte gerade jetzt zuerst ins Tierheim gehen. Da warten viele auf ein neues Zuhause“, ergänzt Schröder.

Mit der Aktion „Nimmst du mein Tier, nehm‘ ich dein Tier“ gelingt es vielfach, auch kurzfristig „Tiersitter“ für die Urlaubszeit zu finden. Unter dem Urlaubs-Beratungstelefon 0228-60496-27 bekommen Tierhalter (Mo-Do von 10-17 Uhr; Fr 10-16 Uhr) auch Informationen für die konkrete Reiseplanung. Der Verband rät zudem allen Tierfreunden, ihr tierisches Familienmitglied kennzeichnen und anschließend direkt kostenlos beim Deutschen Haustierregister eintragen zu lassen.

Urlaub mit den Vierbeinern

Urlaub ohne den vierbeinigen Begleiter ist für viele Menschen unvorstellbar. Damit die Reise für alle Beteiligten ein Spaß wird, sollten einige Dinge beachtet werden. Bereits bei der Auswahl eines Ferienhauses muss unbedingt darauf geachtet werden, dass Hunde erlaubt sind. Ärger mit dem Vermieter oder hohe Nachzahlungen können so vermieden werden. Wer in solch einer Unterkunft unterkommen möchte, könnte vorab auf der Seite http://www.belvilla.de vorbeischauen und sich über die verschiedenen Ferienunterkünfte informieren.

Je nach Art der Fütterung, sollte ein Vorrat mit ins Gepäck eingeplant werden oder eine Futterquelle vor Ort heraus gesucht werden, damit der Hund seine gewohnte Ernährung beibehalten kann.
Dass der eigene Hund in den Ferien nicht auf fremde Sofas oder Betten springen sollte, versteht sich von selbst. Kann er das nicht, dann ist rechtzeitig Zeit zum ausgiebigen Üben.
Ist das Tier geimpft? In manchen Ländern ist zumindest die Tollwutimpfung Pflicht und sollte spätestens 4 Wochen vor der Einreise vom Tierarzt erfolgen und in den Europäischen Heimtierausweis eingetragen werden.

Da der Hund auch ein kleines Gepäck hat, sollte rechtzeitig überlegt werden, was mitgenommen wird. Halsband, Geschirr und Leine sind die ersten Dinge, die einem einfallen aber wurde auch an eine Zeckenzange gedacht? Fress- und Trinknapf dürfen genauso wenig fehlen wie ein Schlafplatz. Wenn der Hund mit einer Wolldecke zufrieden ist, lässt sich diese leicht verstauen. Muss jedoch ein Hundebett mitreisen, gibt es platzsparende Matratzen zum zusammen klappen für Hunde, die besser ins Auto passen und auch in den eigenen vier Wänden als Zweitplatz dienen könnten.
Der Hund braucht im Urlaub Kauartikel, Leckerlis und ein Erste-Hilfe-Set, falls es zu kleineren Verletzungen kommt. Auch die Krallenschere sollte eingepackt werden denn schnell kann eine Kralle absplittern und muss korrigiert werden. Wenn alles bedacht wurde, steht dem gemeinsamen Urlaub nichts mehr im Weg.