Archiv für den Monat: Juni 2012

Bedingungen der Stadt Charkiw für Streunerhunde-Kastrationsprojekt inakzeptabel

Die für heute geplante Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages zwischen der ukrainischen Stadt Charkiw und VIER PFOTEN ist in letzter Minute geplatzt. Der Grund dafür ist laut VIER PFOTEN, dass die Behörden in Charkiw wesentliche Punkte des Vertrags, der im gleichen Wortlaut bereits von den Städten Kiew, Lemberg, Zaporozhye und Donezk unterzeichnet wurde, abändern wollten.

Für VIER PFOTEN wäre damit weder die Umsetzung des Projekts noch eine klare Absage an die bisher offiziell durchgeführten Hundetötungen gewährleistet. „Diese Bedingungen sind für eine erfolgreiche Umsetzung des Projekts unverzichtbar. Wir werden hier im Sinne des Tierschutzes keinerlei Kompromisse eingehen“, so der Leiter des Streunerhilfe-Projekts, Dr. Amir Khalil. „Wir arbeiten erfolgreich und zu den gleichen klaren Bedingungen mit den Behörden in Kiew, Donezk, Zaporozhye und Lemberg, die eine humane Lösung des Streunerproblems begrüßen. Charkiw geht hier einen Sonderweg, der für die Stadt kontraproduktiv ist – nicht nur, was den Tierschutz, sondern auch was ihre Reputation in der Öffentlichkeit betrifft“, meint Dr. Khalil.

VIER PFOTEN hofft nun auf ein baldiges Einlenken der Behörden: „Wir unterzeichnen den Vertrag mit Charkiw, sobald die Stadt die gleichen Bedingungen wie alle anderen auch akzeptiert – vor allem, weil wir in den anderen Städten nun gesehen haben, wie gut unser Projekt bei der Bevölkerung ankommt und wie effektiv eine humane Lösung auch in der Ukraine umgesetzt werden kann“, so Dr. Khalil abschließend.

VIER PFOTEN Streunerhilfe in der Ukraine

Mit dem Streunerhundeprojekt ist VIER PFOTEN seit einigen Wochen mit Teams aus Veterinärmedizinern und Freiwilligen in der Ukraine aktiv. Über 2.000 Streunerhunde wurden bereits eingefangen, in den mobilen Ambulanzen der Tierschutz-Organisation kastriert, medizinisch versorgt, mit einer Ohrmarke versehen und in ihren angestammten Revieren wieder freigelassen. Die ukrainische Bevölkerung begrüßt die Initiative von VIER PFOTEN und hat sich bislang extrem kooperativ gezeigt.

Protest gegen Hundetötung in der Ukraine

Zusammen mit ukrainischen Tierärzten und Mitarbeitern des Tierschutzzentrums Odessa hat der Deutsche Tierschutzbund Hilfsaktionen für die Straßenhunde in der Ukraine ins Leben gerufen und führt in Kiew u. a. Kastrationsaktionen durch. Nach umfangreichen Umbauarbeiten und der Ausstattung von zwei Tierkliniken konnten bereits einige hundert Hunde kastriert werden.

Gemeinsam mit der Stadt wurde außerdem eine Medienkampagne zur Aufklärung der Bevölkerung gestartet. Hierfür laufen im ukrainischen Fernsehen seit Anfang Mai 2012 sechsmal täglich Spots, in denen der Deutsche Tierschutzbund auf die Bedeutung der Kastration von frei lebenden Hunden wie auch Hunden in Privathaushalten aufmerksam macht. Denn auch unkastrierte Hunde aus Privathaushalten tragen stark zur Vermehrung der Straßentiere bei. Zudem werden in Kiew an zahlreichen Orten Plakate mit den Kontaktdaten der Anlaufstellen für interessierte Bürger aufgehängt.

Die Bilder von Hundetötungen in der Ukraine in Zusammenhang mit den Vorbereitungen der Fußball-Europameisterschaft 2012 hatten eine Debatte über den tierschutzgerechten Umgang mit Straßentieren ausgelöst. Die brutale Tötung der Hunde zur vermeintlichen „Verschönerung des Stadtbildes“ lehnt der Deutsche Tierschutzbund vehement ab.

Ukrainischer Hundekiller zu vier Jahren Gefängnis verurteilt

Ein 19-jähriger Student aus der Ukraine soll neun Straßenhunde brutal gequält und getötet haben. Deshalb muss er nun für vier Jahre hinter Gitter. Ein Freund, der die grausamen Taten im Internet verbreitet hatte, wurde zu drei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.

Die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN begrüßt, dass es rechtliche Konsequenzen gibt, wenn Hunde mutwillig und brutal getötet werden. „Wir hoffen, dass das Urteil abschreckende Wirkung zeigt“, sagt Dr. Amir Khalil von VIER PFOTEN, „vor allem, wenn man bedenkt, dass es sich um keinen Einzeltäter handelt und Hundetötungen sogar im Internet als eine Art Sport organisiert werden.“

Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN führt seit April 2012 in der Ukraine ein großes Kastrationsprojekt von Streunerhunden durch. Mit dieser Methode sollen die Hundepopulationen nachhaltig und auf humane Weise kontrolliert werden.

Nützliche Hilfsmittel für Reisen mit dem Hund

Warum Hilfsmittel für die Reise

Als Hundebesitzer wollen Sie ihren Liebling bestimmt auch im Urlaub bei sich haben. Das ist inzwischen problemlos möglich, in vielen Urlaubsorten gibt es Ferienhäuser in denen das Mitbringen von Hunden gestattet ist. Damit es auch auf der Reise keine unangenehmen Zwischenfälle gibt, sollten Sie allerdings einige Hilfsmittel mit an Bord haben. Diese erleichtern die Autofahrten ungemein, bei Flugreisen sind entsprechende Transportmittel sogar vorgeschrieben. Auch die Tiernahrung sollten Sie nicht vergessen, falls Ihr Hund ein spezielles Futtermittel bevorzugt ist es außerdem von Vorteil, wenn Sie dieses für die ganze Reise vorrätig haben. Nützliches Zubehör für die Vierbeiner finden Sie im Fachhandel oder auf Hunde bei Quoka.

Zweckmäßiges Hundegepäck

Die Organisation von dem „Hundegepäck“ ist ein wichtiger Punkt. Wenn Sie mit dem Auto fahren, ist die Anschaffung eines speziellen Hundegurts sinnvoll, mit dem Sie den Hund auf der Rückbank sichern können. Auch ein KFZ Gurtadapter, der als Erweiterung des Sicherheitsgurtes dient und womit der Hund fest geschnallt werden kann, ist geeignet. Wenn Sie einen Kombi fahren, kann der Hund auch hinter einem Sicherheitsnetz im Kofferraum untergebracht werden. Der Transport in einer speziellen Transportbox ist ebenfalls möglich. Eine weiteres sinnvolles Reisemittel ist eine Autoschondecke, die Türen, Rückbank und Seitenwände vor Verschmutzungen schützt. Diese ist sowohl für die Rückbank als auch für den Kofferraum erhältlich. Tiernahrung ist in einem speziellen Futtersack am Besten aufgehoben. Immer wieder werden bei Hunde bei Quoka gebrauchte Transportmittel für Hunde zum Kauf angeboten.

Die richtige Organisation schafft gute Reisebedingungen

Haben Sie alle notwendigen Reisemittel auf Hunde bei Quoka oder im Fachgeschäft gefunden, können Sie der Reise ganz entspannt entgegen blicken. Ihr Hund ist während der Fahr optimal gesichert und wenn er sich auf der Schutzdecke die Zeit mit Tiernahrung in Form von leckeren Kauknochen vertreibt, bleiben Ihre Sitze von seiner Mahlzeit verschont.

Tiere im Auto: Transportbox ist beste Wahl

Urlaubszeit, Reisezeit. Hund oder Katze müssen natürlich mit. Doch wo ist der sicherste Platz im Auto? „Ganz klar in einer ausreichend großen Transportbox“, sagt TÜV Rheinland-Kraftfahrtexperte Hans-Ulrich Sander und betont: „Viele Tiere fühlen sich in der Höhlenatmosphäre sogar pudelwohl.“ Thront ein Tier jedoch ungesichert auf der Hutablage, wird er bei einer Vollbremsung oder einem Unfall zum gefährlichen Geschoss. Ein etwa 20 Kilogramm schwerer Hund entwickelt bei Tempo 50 eine Aufprallwucht von über einer halben Tonne. Der Hund überlebt den Crash wahrscheinlich nicht, Herrchen oder Frauchen drohen schwere Verletzungen durch den fliegenden Vierbeiner.

Bei kleineren Hunden oder Katzen sollte die kompakte Box im Fußraum hinter den Vordersitzen platziert werden. Für größere Boxen bietet sich der Laderaum von Kombis, Vans und SUVs an. Hierbei darauf achten, dass das Behältnis quer zur Fahrtrichtung direkt an die Lehne der Rücksitzbank gestellt wird. So verteilen sich bei einem Aufprall die Kräfte gleichmäßiger, das Tier übersteht die Belastung besser. Wer die Box zusätzlich mit Spanngurten sichert und dazu ein stabiles, möglichst fest installiertes Trenngitter einbaut, reduziert bei einem heftigen Unfall die Verletzungsgefahr für die Fondpassagiere.

„Haltegeschirre, die am Gurtschloss oder mit Isofix-Haken befestigt werden, sind nur zweite Wahl“, erklärt der TÜV Rheinland-Fachmann. Denn sie sorgen zwar dafür, dass das Tier den Fahrer unterwegs nicht behindert, bieten aber bei einem Unfall einen nur begrenzten Schutz. Wenn schon Geschirr, dann auf breite Gurte und solide Verschlüsse achten und den Vierbeiner stramm festschnallen – eine eher unbequeme Position für den Hausgenossen. Beim Kauf von Boxen oder Rückhaltesystemen unbedingt auf das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit, das auch TÜV Rheinland vergibt, achten. Außerdem sollten die Produkte nach der Crashtest-Prüfnorm ECE R17, ECE R126 oder DIN 75410-2 getestet sein. „Tiere sind rein rechtlich eine Ladung. Und die muss ausreichend gesichert sein. Verursacht ein herumspringender Hund einen Unfall, drohen Bußgeld und Abschläge bei der Vollkaskoversicherung“, so Hans-Ulrich Sander.

Mit Bello auf Reisen

Wer seinen Hund mit in den Urlaub nehmen möchte, sollte für seinen vierbeinigen Begleiter mitdenken. Das Reiseziel muss passen, die Formalitäten erfüllt und die Gesundheitsvorsorge durchgeführt sein. Foto BfT/Klostermann

Das Urlaubsziel steht fest, die Vorbereitungen für den Tag der Abreise laufen auf Hochtouren. Wer dann seine Zahnbürste doch vergisst, kauft sich am Ferienort einfach eine neue – kein Problem. Doch was ist mit dem Hund? Wenn der mit soll, darf nichts vergessen werden. Sonst könnte die schönste Zeit im Jahr schon am ersten Grenzpfosten des Urlaubslandes ein jähes Ende finden. Hunde müssen nämlich bei Reisen ins Ausland mit einem Mikrochip gekennzeichnet sein, eine gültige Tollwutimpfung vorweisen und einen EU-Heimtierausweis mitführen. Darüber hinaus gelten weitere länderspezifische Reisebestimmungen. Der rechtzeitige Besuch beim Tierarzt, der die Vorschriften kennt, gehört deshalb zum Pflichtprogramm.

Reiseerprobte Hundehalter kennen aber auch das: Der Hund verträgt die Fahrt nicht, ihm wird immer wieder schlecht mit allen unangenehmen Begleiterscheinungen. Jeder sechste Hund leidet nämlich unter der Reisekrankheit. Sprechen Sie auch darüber mit Ihrem Tierarzt. Er kann Ihnen spezielle Medikamente für die Hundereiseapotheke mitgeben.

Bei der Reisekrankheit handelt es sich um eine Bewegungsübelkeit, die durch Beschleunigungskräfte verursacht wird. Das Unwohlsein kann sich durch Stress und Angst verstärken. Schließlich ist der Hund fürs Laufen und nicht fürs Auto fahren oder gar Fliegen geschaffen. Gönnen Sie sich und Ihrem Begleiter während der Autofahrt häufiger Pausen. Das kommt Hund und Herrchen gleichermaßen zugute.

Am Urlaubsziel angekommen, lauern häufig weitere Gefahren. Aus Sicht der Tiergesundheit ist vor allem bei Reisen in den Süden Vorsicht geboten. Dort können Wurm- und Infektionserkrankungen, die beispielsweise auch von Zecken übertragen werden, die Gesundheit des Reisegefährten ernsthaft bedrohen. Eine entsprechende Parasitenvorsorge sollte deshalb auf der Urlaubscheckliste ebenfalls ganz weit oben stehen.

Der Erfolg des Urlaubs hängt nicht zuletzt auch davon ab, ob das Urlaubsziel passt. Ist ihr Hund auch wirklich willkommen, ist das Umfeld tiergerecht und bietet alle Möglichkeiten, die ein Tier benötigt? Vorher informieren lohnt sich immer. Es gibt inzwischen viele Anbieter, die sich speziell auf tierische Touristen mit (Familien-)anhang vorbereitet haben.