Archiv für den Monat: Mai 2012

Wölfin im Milkeler Rudel besendert

Am Mittwoch, den 02.05.2012, wurde vom Wildbiologischen Büro LUPUS eine einjährige Wölfin (Jährlingsfähe) aus dem Milkeler Rudel (sächsisches Wolfsgebiet) gefangen und mit einem Halsbandsender ausgestattet. Der GPS-GSM Sender soll Daten zur Raumnutzung der Wölfe in Sachsen aber auch zum Abwanderungs- und Ausbreitungsverhalten von Wölfen in Deutschland liefern.

Die Aktion erfolgte im Rahmen eines gemeinsamen Projektes des Sächsischen Ministeriums für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) mit der Projektgruppe „Wanderwolf“, die aus der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V. (GzSdW), dem Internationalen Tierschutz-Fonds gGmbH (IFAW), dem Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) und dem World Wide Fund For Nature Deutschland (WWF) besteht.

Die 27 Kilogramm schwere Wölfin hat die wissenschaftliche Bezeichnung FT8 erhalten. Sie ist der zweite Wolf, der aktuell Daten an die Biologinnen von LUPUS sendet. Im Januar wurde ein weiblicher Welpe des Nochtener Rudels, FT7, mit einem Halsbandsender versehen und wieder freigelassen, nachdem sie nach einem Autounfall im Naturschutz-Tierpark Görlitz e.V. wieder gesund gepflegt worden war.

Start der VIER PFOTEN Streunerhilfe in Lemberg Ukraine-Projekt geht weiter voran

37 Tage vor dem Beginn der UEFA-Europameisterschaft 2012 sind immer noch tausende Streunerhunde in Not. Die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN reagierte auf das Elend der Tiere und startete am 03. April 2012 in Kiew ein großes Kastrationsprogramm.

Heute schließt sich Lemberg als zweite Stadt nach Kiew dem Streunerhunde-Kastrationsprogramm an. Yuriy Golets, der Leiter der städtischen Wohnungs- und Kommunalwirtschaft der Stadt Lemberg, sagte der Organisation seine volle Unterstützung zu. „Wir starten nun das Projekt mit unseren ausländischen Kollegen“, so Yuriy Golet. „Sie werden nicht nur Operationen durchführen, sondern auch unsere Tierärzte schulen im Operieren von Hunden nach europäischen Standards. Ich bin sicher, wir werden die Menschen darauf aufmerksam machen, dass herrenlose Hunde vor allen negativen Faktoren, die nun in unserer Stadt sind, beschützt werden sollten.“

„Wir freuen uns, die Stadt Lemberg mit all unserem Know-how und dem größten Einsatz dabei zu unterstützen, das Streunerhundeproblem zu lösen“, sagt Ioana Dungler, Projektleiterin von VIER PFOTEN. „Das ist das erste große Projekt zur Geburtenkontrolle von Tieren in der Westukraine, und ich bin sicher, die Ergebnisse werden zeigen, dass dies der einzige Weg ist, die Anzahl der Streunerhunde nachhaltig zu reduzieren.“

VIER PFOTEN hatte mit dem ukrainischen Umweltminister eine Absichtserklärung über die Durchführung eines Kastrationsprogrammes in den vier größten Städten der Ukraine geschlossen. Es folgten weitere Absichtserklärungen mit den Bürgermeistern von Kiew, Lemberg, Donezk, Lutsk, Zaporozhye und Uzhgorod.

Drei erfahrene VIER PFOTEN Teams sind bereits aktiv in Kiew und Lemberg, ein viertes wird in Kürze in Donezk eintreffen. In Kiew arbeitet VIER PFOTEN in Kooperation mit der Nationalen Universität für Lebens- und Umweltwissenschaften der Ukraine sowie den privat geführten Tierheimen Gostomel und SOS. In der Veterinärmedizinischen Fakultät führt die Organisation Schulungen für Tierärzte und Studenten durch und tauscht Erfahrungen aus.

Freiwillige Helfer aus der ganzen Welt haben sich der internationalen Tierschutzorganisation angeschlossen. Auch viele Menschen aus der Ukraine folgen dem Aufruf von VIER PFOTEN: „Join Our Team“. Die Resonanz der ukrainischen Bevölkerung auf das Projekt ist ausgesprochen positiv. Täglich rufen viele Menschen bei der Organisation an und bitten um Hilfe für die Streunerhunde aus ihrem Wohngebiet und ihre eigenen Haustiere.

„Wir freuen uns über die Fortschritte in der Ukraine und die Zusammenarbeit mit der Stadt Lemberg“, betont Dr. Amir Khalil, Projektmanager von VIER PFOTEN.