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Archive für 18.1.2012
Passivrauchen gefährdet Heimtiere
18.1.2012 von admin.
Vielfach wird in den Medien auf die Gefahr des Passivrauchens insbesondere bei Kindern hingewiesen. Doch auch für Heimtiere ist der blaue Dunst höchst gesundheitsschädlich. Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN appelliert an die Verantwortung der Besitzer.
„Bei einer einzigen Zigarette entweichen mehr als zwei Liter Rauch. Lediglich ein Viertel wird vom Menschen aktiv eingeatmet, der Rest geht in die Luft über und kann so von unseren Schützlingen eingeatmet werden“, erklärt Heimtierexpertin Birgitt Thiesmann von VIER PFOTEN. Beim Rauchen von nur einer Zigarette werden durchschnittlich 1.650 Mikrogramm Nikotin und 12 Mikrogramm Teer freigesetzt. Die Tiere können durch die Genussgifte ähnliche Erkrankungen wie Menschen bekommen. Das Rauchen in geschlossenen Räumen erhöht die Gefahr dabei um ein Vielfaches. Die Beschwerden beginnen mit Keuchen, tränenden Augen und einem geschwächtem Immunsystem. Schlimmstenfalls steigern sie sich über eine Bronchitis bis hin zu Lungentumoren und/oder Nasen-bzw. Nasennebenhöhlenkrebs.
Bei Katzen in Raucherhaushalten ist festgestellt worden, dass sie doppelt so häufig an Lymphomen erkranken, wie Katzen aus Nichtraucherhaushalten. „Katzen sind durch ihre Fellpflege besonders gefährdet, da sie Rauchpartikel auch oral aufnehmen“, warnt Thiesmann. Die Samtpfoten erkranken auch häufig an Mundkrebs. Bei Hunden sind besonders die Rassen mit kurzen bis mittellangen Nasen betroffen. Bei ihnen wurden vermehrt Nasen- und Lungenkrebs diagnostiziert. Bei den Kleintieren verhält es sich ähnlich. Thiesmann: „Man vergleiche nur das Lungenvolumen eines Hamsters oder einer Rennmaus mit dem eines Menschen! Selbstverständlich wirkt sich bei diesen kleinen Tieren eine einzige Zigarette um ein Vielfaches schlimmer aus als beim Menschen.“ Vögel leiden ebenfalls in Raucherhaushalten unter Atemwegserkrankungen. Sie sterben oftmals an Lungenkrebs. „Daher unser Appell an alle tierlieben Raucher: Nehmen Sie bitte Rücksicht auf ihre Schützlinge – sie werden es Ihnen mit einem längerem und gesunderem Leben danken!“
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VIER PFOTEN warnt vor Welpenkauf bei Zoo Zajac
18.1.2012 von admin.
Norbert Zajac, Betreiber des nach eigenen Angaben weltgrößten Zoofachhandels in Duisburg, startet nun entgegen aller Proteste den Verkauf von Hundewelpen. Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN befürchtet den tierschutzwidrigen Handel zu Lasten der Tiere und bittet eindringlich, vom Erwerb dieser Hunde abzusehen.
Hunde und Katzen gehören nicht in den Zoofachhandel. An dieses ungeschriebene Gesetz halten sich alle Mitglieder des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF). Norbert Zajac, 2010 zum Unternehmer des Jahres gekürt, kümmert dies nicht. Er steigt in den offiziellen Welpenhandel ein.
VIER PFOTEN befürchtet nicht nur, dass andere Zoofachhandlungen nachziehen könnten und dass viele Hunde – spontan gekauft – letztlich im Tierheim enden, sondern wirft auch die Frage auf, woher diese Welpen überhaupt stammen sollen. Presseberichten zu Folge will Norbert Zajac nur Welpen ankaufen, die in Deutschland zu viel „produziert“ würden. Recherchen von VIER PFOTEN zeigen jedoch, dass unzählige Hundebabys aus den osteuropäischen Ländern nach Deutschland geschmuggelt werden. Die Tiere werden viel zu früh ihren Müttern entrissen und müssen unglaubliche Qualen bei der Aufzucht und den Transporten erleiden. Diese jungen Hunde sind in der Regel nicht geimpft, oft todkrank und seelisch gestört. Die Tierschutzorganisation sieht den Welpenhandel bei Zoo Zajac aber auch dann kritisch, sollte Norbert Zajac „nur“ mit regionalen Hundehändlern Geschäfte machen.
Birgitt Thiesmann, Leiterin der VIER PFOTEN-Kampagne gegen den unseriösen Hundehandel, sagt hierzu: „Gerade in der Sozialisierungs- und Prägungsphase brauchen die Tiere ein stabiles und ruhiges Umfeld mit festen Bezugspersonen. In einer Zoofachhandlung sind diese Bedingungen nicht gegeben. Die Folgen können für Hund und Herrchen zum Martyrium werden.“ Aber auch die prekäre Lage der deutschen Tierheime sollte jeden mitfühlenden Menschen davon abhalten, einen Welpen bei Zoo Zajac zu kaufen. „Die Tierheime platzen aus allen Nähten, da sie ständig Nachschub an Hunden, die keiner will, erhalten. Zoo Zajac handelt in unseren Augen damit ganz klar gegen den Tierschutz“, so Thiesmann weiter.
Prof. Dr. Theodor Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer, bestätigt diese Erfahrungen und rät ebenfalls von Welpenkäufen ab: „Statt Hunde über das Internet oder im Einzelhandel zu erwerben, sollte sich der zukünftige Hundebesitzer an seriöse Züchter wenden, wo er die Welpen zusammen mit dem dazugehörigen Muttertier besichtigen kann oder sich auf den Weg ins Tierheim machen, von denen die meisten schon jetzt überfüllt sind.“