Archiv für den Monat: Februar 2011

Diabetes auf vier Pfoten

Mehr als 100000 zuckerkranke Hunde und Katzen in Deutschland brauchen Insulin

Dass Diabetes unter den Menschen der Industrieländer epidemische Ausmaße angenommen hat, ist fast Allgemeinwissen. Dass auch Haustiere zuckerkrank werden können, stellen immer mehr Tierhalter fest: Rund 100000 Hunde und Katzen werden in Deutschland bereits mit Insulin behandelt, dem Hormon, das den Zuckerstoffwechsel regelt, berichtet das Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“. Anzeichen für die Krankheit sind bei beiden Tierarten stark vermehrter Durst, Abmagern, obwohl sie reichlich fressen und häufiges Wasserlassen. Während der Diabetes beim Hund eher dem Typ 1 beim Menschen ähnelt, bekommen Katzen meistens Typ 2. Der Tierarzt stellt es über Blut- und Urinuntersuchungen fest. Die Behandlung erfolgt mit Insulin, dem Hormon, das Zucker aus dem Blut in die Zellen transportiert. Die Halter müssen aber auch viel über die Ernährung ihrer Vierbeiner lernen, denn die muss zur Behandlung passen. Gut betreute Diabetiker auf vier Pfoten können genauso alt werden wie gesunde Artgenossen.

Quelle: Wort & Bildverlag

Messe „Jagd und Hund“: Marktführer in Sachen Tiere töten

Anlässlich der in Dortmund beginnenden Messe „Jagd und Hund“ kritisiert der Deutsche Tierschutzbund die Jagdveranstalter. Nüchtern wirbt die Messe im Veranstaltungskalender mit einem „Produkt- und Dienstleistungsangebot mit den Schwerpunkten in den Bereichen Jagd sowie Angeln“. Jährlich sterben beim „Volksport Jagd“ mehr als fünf Millionen Wildtiere in Deutschland, obwohl es für den Abschuss der meisten jagdbaren Tierarten keinerlei ökologische Notwendigkeit gibt. Darüber hinaus werden geschätzt jedes Jahr über Hunderttausend Katzen und einige Tausend frei laufende Hunde von Jägern erschossen. Die offiziellen Zahlen belegen allein für NRW den Tod von fast 40.000 Katzen in den letzten drei Jahren. Der Deutsche Tierschutzbund erneuert daher seine Forderung nach einer grundlegenden Novellierung des deutschen Jagdrechts.

Das Jagdwesen in Deutschland wird wichtigen Grundsätzen des Tierschutzes nicht gerecht. Wer die ethische Verantwortung für die Mitgeschöpfe ernst nimmt, kann Jagd nur dann rechtfertigen, wenn sie sich nach sorgfältiger wissenschaftlicher Prüfung als ökologisch erforderlich erweist und Tiere dadurch von Leiden erlöst oder vor Leiden bewahrt werden. „Unter dem Deckmantel des angewandten Naturschutzes werden in Deutschland Dutzende von Tierarten erbarmungslos und ohne ökologische Notwendigkeit bejagt. Dies geschieht zum Teil mit Methoden, die absolut grausam und tierquälerisch sind“, so Thomas Schröder, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Tierschutzbundes.

Zur Umsetzung der notwendigen Veränderungen des Jagdwesens und des Jagdrechts in Deutschland muss das Bundesjagdgesetz als Rahmen grundlegend reformiert werden. Einzelne Jagdpraktiken, z.B. die Jagdhundeausbildung an lebenden Enten oder tierschutzwidrige Jagdmethoden wie die Fallenjagd und die Verwendung von Bleischrot, müssen verboten werden, fordert Europas größte Tierschutzorganisation.

Weiteres Problem des Jagdgesetzes: die Pauschalregelung zum Abschuss von Haustieren. Laut derzeitiger Regelung können Jäger wildernde Hunden und Katzen abschießen. In der Praxis bedeutet dies: Eine Katze kann bereits dann abgeschossen werden, wenn sie wenige Hundert Meter von einem Wohnhaus entfernt über eine Wiese läuft oder vor einem Mauseloch sitzt. Dass die Katze in diesem Fall gar keine Gefahr für das Wild darstellt, ist dabei völlig irrelevant. „Es kommt auch immer wieder vor, dass Hunde ohne ersichtlichen Grund getötet werden, selbst dann wenn sie nur einige Meter vom Halter entfernt durch den Wald laufen. Das ist unglaublich“, so Schröder abschließend.

Fellwechsel im Frühling

(djd/pt). Nicht nur Menschen legen im Frühjahr ihre warmen Wintersachen ab: Unmengen von Haarknäueln auf dem Boden zeigen auch Hundebesitzern, dass die Zeit des Fellwechsels gekommen ist. In milden Wintern beginnt der Fellwechsel schon ab Jahresanfang, wobei der gesamte Fellwechsel, Ausfall und Neuwuchs zwischen sechs und sieben Wochen anhalten kann. Junge Tiere haben es schneller hinter sich, bei älteren kann es etwas länger dauern. Die effektivste und erste Maßnahme heißt jetzt Bürsten – und zwar möglichst jeden Tag. Durch das Kämmen wird die Haut gut durchblutet und das Fell kann sich leichter lösen.

Schönes Fell ist Ernährungssache

Neben der Saisonalität spielen auch hormonelle Faktoren beim Fellwechsel eine Rolle. Hündinnen haaren oftmals während der Läufigkeit und nach der Trächtigkeit. Auch wird man bei manchen sterilisierten Hunden feststellen, dass sich der Fellwechsel über das ganze Jahr verteilen kann. Treten jedoch kahle Stellen, ein stumpfes Haarkleid, Schuppen oder Juckreiz auf, kann dies auf einen Nährstoffmangel hinweisen. Ein Onlinecheck zur Haut- und Fellgesundheit erwachsener Hunde unter www.haut-und-fell.de etwa gibt näheren Aufschluss. Die Teilnehmer senden Fragen an ein Expertenteam und erhalten bei Bedarf die Möglichkeit, ein kostenloses Futter-Testpaket anzufordern.

Öl kann Verdauungsprobleme bewirken

Will man die Ernährung umstellen, empfiehlt sich, besonders bei empfindlichen Tieren, die Fütterung einer Spezialnahrung für Hunde mit Haut- und Fellproblemen wie beispielsweise Dermacomfort von Royal Canin (erhältlich im Zoofachhandel). Deren Effekt wurde in Tests bei betroffenen Hunden ermittelt. Nach nur einem Monat attestierten 86 Prozent der Halter eine deutliche Verbesserung des Zustands von Haut und Fell. Vielen Hundebesitzern wird bei Fellproblemen die Gabe von kaltgepressten Ölen ins Futter geraten. Hier sollten aber nur äußerst geringe Mengen verwendet werden, da das Tier ansonsten Verdauungsprobleme wie Durchfall bekommen kann. Bei einem ausgewogenen Futter sind solche Maßnahmen nicht notwendig.