Archiv für den Monat: Dezember 2010

Vorsicht bei Geschenken für Tiere

Wer seinem tierischen Familienmitglied zu Weihnachten etwas Gutes tun möchte, sollte einige Regeln beachten. Spielzeuggeschenke sollten sorgfältig ausgewählt werden. Viele Bälle, Kauspielzeuge und vermeintliche andere Spaßprodukte bergen Gefahren für das Tier. Zum Schutz der Vierbeiner sollten Tierfreundinnen und Tierfreunde auch darauf verzichten, zusätzliche Leckereien von den Weihnachtstellern oder der Festtafel zu verfüttern. Weihnachtsschmuck und Kerzenwachs sind zudem oft Quellen unnötigen Tierleids.

Viele Menschen wollen auch ihren geliebten Tieren zu Weihnachten eine Freude bereiten. Das Verfüttern von gewürzten Speisen sowie Schokolade ist jedoch gesundheitsschädlich für Katzen und Hunde. In vielen Fällen führt es zu Verdauungsstörungen, die dann schnell beim tierärztlichen Notdienst enden können. Wer sich an Weihnachten auch an den Bedürfnissen seines Tieres ausrichtet und es vor Gefahrenquellen wie Geschenkpapier, Lametta oder Kerzenwachs schützt, für den wird das Fest mit seinen „tierischen Freunden“ sicher ein freudiges Zusammensein.

Beim Kauf von Geschenken für Tiere warnt der Deutsche Tierschutzbund vor nicht artgerechten Spielzeugen, die oftmals Verletzungsgefahren bergen. Zu kleine Spielzeuge oder die Innenteile von quietschenden Gegenständen können im Eifer des Spiels schnell verschluckt werden oder beim Kauen zersplittern. Gefährlich können unter anderem auch die als Katzenspielzeug angebotenen Laserpointer sein, deren Lichtstrahl von Katzen gejagt werden soll. Der Deutsche Tierschutzbund rät dringend vom Kauf ab, da es zu starken Verbrennungen von Mensch und Tier kommen kann, wenn der Lichtstrahl auf das Auge trifft.

Keinesfalls tiergerecht sind Röhrensysteme aus Plastik, wie sie für Hamster angeboten werden. In diesen Plastikgängen können die Tiere stecken bleiben und sogar ersticken. Auch offene Laufräder mit Gittersprossen sind als Käfiginventar bei kleinen Heimtieren ungeeignet: Zum einen haben sie oft einen zu kleinen Durchmesser, sodass die Wirbelsäule des Tieres beim Laufen stark gekrümmt wird, zum anderen kann es zu gefährlichen Verletzungen kommen, wenn Gliedmaßen oder der Schwanz in den Gittersprossen hängen bleiben. Konstruktionen wie das so genannte „Hamsterauto“ sind als äußerst tierquälerisch einzustufen. Spiegel und Plastikvögel im Wellensittich-Käfig mögen vielleicht dem Halter gefallen, dem Tier ersetzen diese Utensilien jedoch nicht den für das Wohlbefinden unerlässlichen Artgenossen.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

Tierlieb ins neue Jahr ohne wilde Böllerei: Rücksicht auf Haus- und Wildtiere nehmen

Tierlieb ins neue Jahr ohne wilde Böllerei: Rücksicht auf Haus- und Wildtiere nehmen
Außergewöhnliche Lautstärke und heftiges Knallen zum Jahreswechsel sind für viele Menschen ein tierisch-schönes Vergnügen – aber nur für sie. Haustiere und Wildtiere leiden an Silvester unter extremen Geräuschbelästigungen, hervorgerufen durch Böller, Raketen und Co. Tierhalter sollten ihren tierischen Lieblingen deshalb in der Silvesternacht besondere Aufmerksamkeit schenken und geeignete Rückzugsmöglichkeiten schaffen. Zudem appelliert der Deutsche Tierschutzbund an Alle, auf Tiere in der Nachbarschaft Rücksicht zu nehmen und, wenn überhaupt, nur weit entfernt von Haushalten mit Tieren zu „böllern“. Menschen, die mit ihren Tieren feiern, rät der Verband, „knallerfreie Zonen“ einzurichten.

Grundsätzlich gilt: alle Tiere reagieren besonders sensibel auf laute Geräusche. Der plötzlich auftretende, ungewohnte Lärm in der Silvesternacht – und vielfach auch schon in den Stunden zuvor – versetzt sie in Angst und Schrecken. Er kann zu Gehörschäden und Traumata führen. Daher sollte überall dort, wo Tiere leben, auf laute Feiern und auf Feuerwerke verzichtet werden.

Bereits einige Tage vor Silvester sollten Tierhalter entsprechende Vorkehrungen treffen: So sollten Hunde in bewohnten Gebieten nur noch angeleint ausgeführt werden, denn verfrühte Kracher könnten sie in panischem Schrecken davonlaufen lassen – Unfälle, verursacht durch das verstörte Tier, sind oft die Folge.

Am Silvesterabend sollten Türen und Fenster geschlossen sein, gegebenenfalls können auch Rollos heruntergelassen werden, um den Lärm ein wenig zu dämpfen. Idealerweise sollte für Hunde, Katzen, Vögel, Meerschweinchen, Hamster und alle anderen Kleintiere ein ruhiger Platz in einem Raum geschaffen werden, der nicht direkt zur Straßenseite liegt. Vogel- und Kleintierkäfige sollten dabei weit vom Fenster entfernt stehen und zusätzlich durch ein großes Tuch abgedeckt werden. Am besten ist es, wenn eine vertraute Bezugsperson an einem solchen Abend bei den Tieren bleibt und ihnen durch einen bewusst ruhigen und entspannten Umgang Sicherheit vermittelt.

Auch für Wildtiere in Wald und Flur ist der Krach in der Silvesternacht ungewohnt. Deshalb rät der Deutsche Tierschutzbund, auf Feuerwerke am Waldrand, in Waldlichtungen oder Parkanlagen zu verzichten.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

Ein Hund als Weihnachtsgeschenk?

Ein Hund als Weihnachtsgeschenk?
„Ich wünsche mir einen Hund“ – alle Jahre wieder steht dieser Kinderwunsch ganz oben auf vielen Wunschzetteln und viele Eltern stellen sich die Frage: Sollen wir unserem Kind zu Weihnachten einen Hund schenken?
Hunde an Weihnachten verschenken – ja oder nein?

Grundsätzlich gilt: Hunde gehören nicht als Überraschungsgeschenk unter den Weihnachtsbaum. Tiere sind keine Spielzeuge, die man nach den Feiertagen wieder umtauschen kann. Auch die Tierheime raten davon ab – kein Wunder, nach den Festtagen häuft sich bei ihnen die Abgabe von nicht gewollten Vierbeinern. Wobei diese Hunde noch Glück haben, wenn sie durch das Tierheim eine zweite Chance bekommen und nicht einfach am Straßenrand angebunden oder aber einfach nur ausgesetzt werden.

Wollen alle Familienmitglieder einen Hund?

Wer sich einen Hund anschaffen möchte, muss sich über viele Punkte im Klaren sein. Es geht mit ganz einfachen Fragen los: Möchten alle Familienmitglieder einen Hund? Haben Sie bereits Tiere, wie würden die sich mit einem Hund vertragen? Hat jemand in der Familie eine Hundehaarallergie? Das ist einer der häufigsten Abgabegründe! Ist die Tierhaltung in der Wohnung erlaubt? Wer sich einen Hund aus dem Tierheim anschafft (siehe Tipp des Monats Februar 2009 der Tophundeschule: Hunde aus dem Tierheim) sollte sich über die grundlegenden Bedürfnisse des Tieres informieren und sich klar machen, dass er Verantwortung für ein Lebewesen übernimmt. Auch wenn der Wunsch der Kinder noch so groß ist und die guten Vorsätze immer wieder beteuert werden: Eltern müssen sich klar darüber sein, dass am Ende sie die Hauptverantwortung für die Tiere ihrer Kinder tragen. Hunde können bis zu 18 Jahre alt werden, das heißt, das Kind mit dem Hundewunsch ist wahrscheinlich längst ausgezogen, während der Hund immer noch von Ihnen versorgt sein will …
Sind diese grundlegenden Fragen geklärt, geht es ins Detail.

Wann ist ein Kind reif für einen Hund?

Ab welchem Alter können Kinder, zumindest teilweise, die Verantwortung übernehmen? Es gibt es kein „richtiges“ Alter. Es gibt Kinder, die verstehen es mit fünf Jahren, respektvoll mit einem Tier umzugehen und es gibt Zehnjährige, die verstehen es immer noch nicht. Für die Hundeexperten der Tophundeschule ist es ganz wichtig, zu vermitteln, dass das Kind für den Hund ebenbürtig ist. Der Hund sieht im Kind einen Spielkameraden. Es muss also immer ein Elternteil bereit sein, die Rudelführerfunktion zu übernehmen. Das kann man selbst von einem Teenager nicht verlangen. Außerdem haben die auch andere Interessen, als sich immer, also täglich, um den Hund zu kümmern. Das heißt in letzter Konsequenz: Nicht Ihr Kind bekommt einen Hund, sondern Sie!

Die wichtigsten Gebote

Wenn bis jetzt alle Kriterien immer noch für einen Hund sprechen, müssen Sie sich die nächsten Fragen stellen: Kann ich die wichtigsten Gebote der Hundehaltung erfüllen?
Hier eine Zusammenfassung:

Auslauf: Ein Hund muss 3 bis 5 Mal am Tag die Möglichkeit haben, seine Geschäfte zu verrichten. Zwei Gassi-Runden davon sollten dem Hund die Möglichkeit geben, sich auszutoben und seinen hündischen Bedürfnissen wie Schnüffeln oder Spielen nachzugehen. Diese Gassi-Runden dauern je nach Rasse und Temperament des Hundes mindestens eine halbe Stunde, eher ein bis zwei Stunden.

Hundekot: Sind alle in der Familie bereit, den Hundekot (draußen in der Natur) wegzuräumen? Dies ist gesetzlich Pflicht, außerdem will auch keiner in ein Häufchen treten!

Zeit: Wie viele Stunden wäre der Hund allein zu Hause? Hunde sind Rudeltiere. Nichts ist schlimmer für sie, als allein zu sein. Einzeln gehaltene Hunde sollten maximal vier bis fünf Stunden allein sein. Neben der Zeit fürs Gassi-Gehen planen Sie auch Zeit zum Spielen, zur Fellpflege und zum „Schmusen“ ein. Denken Sie aber auch daran: Was passiert, wenn Sie einmal ausfallen. Wer kümmert sich um Ihren Hund, wenn Sie mit Grippe im Bett liegen? Oder in den Urlaub fahren?

Kosten: Können wir uns einen Hund leisten? Ein Hund kostet Geld. Neben Hundesteuer und Haftpflichtversicherung fallen die Kosten für das tägliche Futter an. Dazu kommen Tierarztkosten – das können regelmäßige Zahlungen sein, wie die jährliche Routineuntersuchung mit Impfungen, aber auch außergewöhnliche Kosten bei Erkrankung oder Unfall. Eine Operation an der Hüfte beispielsweise kann mehrere hundert Euro betragen.

Konsequente Erziehung: Ein Hund ist keine Maschine. Damit der Hund sozialverträglich ist und gute Manieren hat, braucht er eine konsequente Erziehung. Ziehen ALLE in der Familie an einem Strang? Benutzen ALLE die gleichen Worte für einen Befehl? Halten Sie einmal getroffene Regeln ein? Ein Hund versteht nicht, warum er heute aufs Sofa darf, morgen aber nicht.

Wenn Sie all diese Fragen im Vorfeld ehrlich und positiv geklärt haben, müssen Sie sich entscheiden, welcher Hund es werden soll. Ein Welpe oder ein erwachsener Hund? Weibchen oder Rüde? Vom Züchter oder aus dem Tierheim? Welche Rasse? Ausführliche Informationen und Hilfestellungen geben Ihnen gerne die Trainer der Tophundeschule.

Das richtige Timing

Auch wenn Sie sich nun entschlossen haben, zur Weihnachtszeit die Familie mit einem Hund zu bereichern, dann bitte nicht an Heiligabend! Der Festtagstrubel würde den Hund, der neu ins Haus kommt, zu sehr irritieren und verängstigen. In der Hektik hat wahrscheinlich kaum einer Zeit, sich intensiv um den Neuzugang zu kümmern. Statt eines Hundes könnten dann unterm Christbaum ein Gutschein und lauter Dinge, die sinnvoll sind und Vorfreude auf den Hund machen, wie Hundebücher, ein Körbchen, Leine, Futternäpfe, Bürsten etc. liegen.
Über die Feiertage und die Ferien wird dann alles vorbereitet: Die Bücher werden zusammen gelesen und der Liegeplatz wird eingerichtet. Das erste Futter und weiteres Zubehör wird besorgt. Auch an Silvester mit seiner lauten Knallerei (siehe Tipp des Monats Dezember 2008 der Tophundeschule: Die Silvesterknallerei und der Hund ) sollten Sie den Vierbeiner noch in seiner alten, gewohnten Umgebung belassen. Im neuen Jahr können Sie dann in Ruhe zusammen mit Ihrem Kind den Wunschhund aussuchen.

Quelle: onlinepresse.de

Wohngifte wirken auf Mensch und Hund unterschiedlich

In fast allen Wohnungen und Häusern sind, bei hinreichend genauer Analyse, die sogenannten Innenraumschadtoffe festzustellen. Insektizide dampfen aus den Wollteppichen aus, Holzschutzmittel entweichen der Vertäfelung oder dem Dielenboden, Flammschutzmittel und Weichmacher gasen aus Lacken oder Kunsttoffen aus, Putz- und Pflegemittelrückstände wandeln sich chemisch um – die Liste möglicher Schadstoffe ist lang. Häufig jedoch liegen die Konzentrationen dieser Schadstoffe deutlich unter offiziellen Grenz- und Richtwerten bzw. medizinischen Orientierungswerten – sofern man sie denn auf den Menschen bezieht.

Aus dem Blickwinkel einer Katze oder eines Hundes sieht die ganze Sache allerdings vollkommen anders aus. Haustiere verhalten sich anders, d.h. sie lecken, schnüffeln, atmen in direkter Nähe zu möglichen Schadstoffquellen. Und Haustiere haben ein erheblich geringeres Körpervolumen, d.h. wesentlich geringere Schadstoffkonzentrationen können Belastungs- bzw- Vergiftungs-Reaktionen hervorrufen. Symptome wie gereizte Schleimhäute, Benommenheit, schweres Atmen, Juckreiz, Kribbeln, Taubheit, Lähmungserscheinungen usw. können unter Umständen bereits dann auftreten, wenn für den Menschen noch keinerlei Gefahr besteht.

Eine besondere Rolle spielt hierbei der ganz normale Hausstaub. Viele der Wohngifte sammeln sich an den Oberflächen der Staubpartikel und werden so bei der Fellpflege oder dem Belecken der Innenraumeinrichtung automatisch mitaufgenommen. Was für den Menschen als Konzentration in der Raumluft noch ungefährlich ist, kann für das Haustier in Raumluft und Hausstaub bereits äußerst schädlich sein.

Das Institut für Angewandte Umweltforschung (IfAU) e.V. bietet zum Thema „Hund, Katze, Mensch und Innenraum-Schadstoffe“ eine kostenfreie telefonische Beratung an. Oftmals sind es einfache und schnelle Maßnahmen, die dazu führen können, eine problematische Wohnqualität zu verbessern. Informationen und Studien des Instituts sind im Internet unter www.ifau.org zu finden.

Die Wohnraumbegehung eines IfAU-Experten bzw. gezielte Untersuchungen können helfen, verborgene Schadstoffquellen in der Wohnung ausfindig zu machen und die Wohnqualität für alle „Bewohner“ zu verbessern.

Das Wohngift-Telefon ist unter der Nummer
0800 / 7293600 (kostenlos) oder unter 06171 / 74213 erreichbar.