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Wolf kehrt zurück nach Bayern
In Oberbayern hält sich laut Pressemitteilung des Deutschen Tierschutzbund bereits seit Dezember ein frei lebender Wolf auf. Dies wurde nun auch vom bayerischen Umweltministerium offiziell bestätigt. Der Deutsche Tierschutzbund begrüßt die Rückkehr des Wolfs ganz ausdrücklich und ruft gleichzeitig zu einem besonnenen Umgang mit dem Tier auf.
Das bayerische Umweltministerium hat Meldungen bestätigt, wonach sich im Großraum Brannenburg am Wendelstein in Oberbayern ein Wolf aufhält. Anhand von Bissspuren an einem getöteten Stück Rotwild konnte dies zweifelsfrei nachgewiesen werden. Den letzten Nachweis gab es offenbar Ende Januar. Nutztiere seien bisher nicht gerissen worden. Es wird vermutet, dass es sich um ein aus dem Alpenraum zugewandertes Einzeltier handelt.
„Wir freuen uns über die Rückkehr des Wolf nach Bayern”, so Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Nun muss alles getan werden, um das Tier vor störenden Einflüssen von außen zu bewahren. Die Bevölkerung muss darüber aufgeklärt werden, dass von einem Wolf keine Gefahr ausgeht. Keinesfalls darf Panikmache zu einem zweiten „Fall Bruno” führen”, so Apel, der in diesem Zusammenhang an den Abschuss des Braunbären Bruno vor wenigen Jahren erinnert. Gefahr bestehe weniger für die Bevölkerung als für das Tier selbst, sei es durch den Straßenverkehr oder illegalen Abschuss durch Jäger.
Frei lebende Wölfe sind nach Angaben des Verbands sehr scheue und misstrauische Tiere, die Menschen aus dem Weg gehen. Es sei allerdings möglich, dass vereinzelt Nutztiere gerissen werden. Betroffene Bauern sollten in einem solchen Falle angemessen entschädigt werden. Für den Umgang mit den streng geschützten Wölfen existiere in Bayern sogar ein Managementplan. In Deutschland gibt es derzeit mit Sachsen und Brandenburg nur zwei Bundesländer mit einem reproduzierenden Wolfsbestand. In anderen Bundesländern werden vereinzelt Wölfe gesichtet, die auf der Suche nach neuen Revieren eingewandert sind. In Bayern wurde im Jahr 2006 ein Wolf bei Starnberg überfahren.