Archiv für den Monat: Dezember 2009

Hunde in der Therapie nach dem Schlaganfalle

Neue Therapien auf Rezept mobilisieren Patienten für den Alltag: Ergotherapie für Neurologie und Orthopädie, Physiotherapie für Neurologie sowie tiergestützte Therapie

Therapie in der Neurologie
In der Neurologie werden Erkrankungen des Zentralen Nervensystems, beispielsweise nach Schlaganfall, Schädel-Hirn-Verletzungen, Querschnittlähmungen, Multiple Sklerose oder Parkinson-Syndrom behandelt.

Therapie in der Orthopädie
Durch Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates kommt es zu Beeinträchtigungen, die sich auf den Alltag der Menschen auswirken und somit die Lebensqualität einschränken können.

Ziel der Ergotherapie und Physiotherapie
Ziel der Behandlungen ist es, die Selbständigkeit der Patienten zu verbessern. Dazu gehören beispielsweise das Ankleiden ohne Hilfe, das selbständige Einnehmen der Mahlzeiten, das Führen des Haushalts oder das Fortbewegen mit dem Rollstuhl. Die Therapeuten gehen problemorientiert vor und berücksichtigen die individuellen Alltagsanforderungen und persönlichen Ziele der Patienten.

Tiergestützte Therapie
Das Rehazentrum Rosenheim ist „auf den Hund gekommen“. Ein Hund motiviert bei dieser Therapie die Patienten zur Aktivität und auch zur Entspannung. Hunde sind besonders feinfühlig für die Gefühle und Beeinträchtigungen des Menschen. Dies kann vor allem Patienten mit Sprechproblemen helfen, Barrieren abzubauen.

Seit über 10 Jahren werden im Rehazentrum Rosenheim vor allem Krankheitsbilder in der Orthopädie und Traumatologie therapiert. Mit Einführung der neuen Therapien Ergotherapie, Physiotherapie in der Neurologie sowie tiergestützter Therapie, ist dieses Spektrum um die Behandlung in der Neurologie auf Rezeptbasis erweitert worden. Weitere Informationen über das Rehazentrum Rosenheim gibt es im Internet unter www.reha-rosenheim.de.

Fahrschule für Hunde

Unterwegs sein – für Hundebesitzer ist das oft kein Problem. Denn im Gegensatz zu manch anderem Heimtier fahren viele Hunde gern im Auto mit. Doch nicht alle bellenden Vierbeiner sind von Natur aus entspannte Beifahrer. Sie müssen erst lernen, dass sich Autofahren durchaus lohnen kann.

Der Grundstein dafür, ob ein Hund gern im Wagen mitfährt oder nicht, wird oft schon im Welpenalter gelegt. Frischgebackene Hundehalter sollten deshalb bei den ersten Fahrten mit ihrem Tier nicht zu schnell fahren und sehr kurvenreiche Strecken möglichst vermeiden. Denn sonst kann dem Hund übel werden. „Wenn doch mal ein Malheur passiert, sollten Hundehalter auf keinen Fall mit ihrem Tier schimpfen oder es zu sehr bemitleiden“, rät Hundeexpertin und Ratgeberautorin Anja Mack. „Das verstärkt die schlechte Erfahrung nur.“

Ausgewachsene Hunde, die nicht gern im Auto mitfahren, können mit einigen Tricks lernen, dass sich die Fahrt für sie lohnt:

Das Einsteigen wird zum Beispiel durch im Auto platzierte Leckerlis oder Kauartikel attraktiver.

Die Fahrt selbst kann so manchem Hund durch kurze Strecken, die zu einem schönen Ziel führen, schmackhaft gemacht werden. Am Ende der Tour kann zum Beispiel ein ausgedehnter Spaziergang warten.

„Sollte der Vierbeiner allerdings regelrechtes Angstverhalten zeigen, reichen einfache Lockmittel nicht“, so Mack. Dann ist ein gezielter Trainingsaufbau nötig, bei dem das Tier langsam an das Fahrzeug herangeführt wird. „Erst wird das Tier in der Nähe des Autos gefüttert“, erklärt Mack. „Dann wird das Fressen von mal zu mal näher am Wagen gereicht, bis es schließlich im Fahrzeug serviert wird.“ Erst, wenn der Hund entspannt im Auto frisst, können Herrchen oder Frauchen einen Schritt weiter gehen, zum Beispiel die Tür schließen und den Motor anlassen, und ihr Tier so langsam weiter an das Autofahren heranführen.

Quelle: IVH

Umwerfende Begruessung muss nicht sein

Manche Hunde freuen sich überschwänglich, wenn Herrchen nach Hause kommt, und zeigen ihre Begeisterung, indem sie ihn anspringen. Überschüttet der kontaktfreudige Vierbeiner „seine“ Menschen und auch Fremde bei der Begrüßung mit so viel Zuneigung, kommt das aber meist nicht gut an.

Gepflegtes „Hallo!“ sagen lernen junge wie auch erwachsene Hunde mit ein bisschen Geduld und Konsequenz:

Klare Signale geben

Springt ein Hund seinen Halter an, sollte dieser dem vierbeinigen Gefährten auf jeden Fall vermitteln, dass sein Verhalten nicht erwünscht ist. „Sich steif und groß machen und eine abblockende Geste wie eine gespreizte Hand sind hier wirkungsvolle Signale“, erklärt Anton Fichtlmeier, Hundetrainer und Autor von Hunde-Ratgebern. Am einfachsten ist es, wenn schon der Welpe lernt, dass Anspringen nicht gewollt ist. Sonst stellt er als erwachsener Hund möglicherweise bewusst die Rangordnung infrage.

Fichtlmeier rät deshalb: „Funktioniert das Abblocken nicht, ist das Anspringen schon provozierend, dann kann man ruhig laut ‚Pfui’ rufen. Sinnvoll ist, das Verhalten sofort umzulenken und den Hund durch Handzeichen und Unterstützung von Leckerli ins ‚Sitz’ zu motivieren.“ Einen Verhaltensabbruch zu fordern, sodass der Hund stoppt und zur Ruhe kommt, ist auch in anderen Situation wichtig. Bello sollte lernen, dass es Grenzen gibt, die er nicht übertreten darf. „Der Halter würde z. B. auch mit Vehemenz handeln, würde das Tier auf die Straße rennen wollen“, so Fichtlmeier.

Ruhe ausstrahlen

Zu beachten ist unbedingt: Es ist ein Unterschied, ob der Hund jemanden vor Freude anspringt oder weil er keinen Respekt zeigt. „Kleine Hunde wie Terrier springen oft wie Flummis umher und am Menschen hoch, wenn sie sich freuen“, weiß Fichtlmeier. „Zur Beruhigung hilft es oft schon, in die Hocke zu gehen und den Hund zu begrüßen.“ Der Hundefreund sollte dabei ruhig bleiben und die Be¬geisterung des Tieres nicht noch durch eigenen Enthusiasmus steigern.

Bleibt der Hund ruhig und läuft die Begegnung mit bekannten wie fremden Menschen kontrolliert und für alle stressfrei ab, ist das Ziel erreicht. Gehorsam und richtiges Benehmen sollten dann stets belohnt werden – mit einem Leckerli oder einer Extraportion Streicheleinheiten.

Quelle: IVH

Internationaler Tierrechtstag Traurige Bilanz für Tiere in den Labors

Anlässlich des Internationalen Tierrechtstags am 10. Dezember kritisiert der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche das millionenfache Leid von Tieren in Versuchslabors. Die steigenden Tierversuchszahlen und immer wieder neue abstruse Projektideen auf Kosten der Tiere seien »Ausdruck einer verfehlten Forschung und Wissenschaft«. Die Ärztevereinigung fordert ein sofortiges Ende aller Tierexperimente und stattdessen eine Umkehr in Richtung moderner Methoden ohne Tiere.

Die im Oktober dieses Jahres vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) vorgelegte Tierversuchsstatistik bringt Ernüchterndes zu Tage. Im Jahr 2008 mussten insgesamt 2.692.890 Tiere im Namen der Forschung ihr Leben lassen, darunter Mäuse, Vögel, Fische, Kaninchen, Katzen, Hunde, Affen und Tiere anderer Arten. Entgegen aller politischer Versprechungen, steigt die Zahl der Tieropfer von Jahr zu Jahr an.

»Angesichts der immer kränker werdenden Menschen sind die stetig steigenden Tierversuchszahlen Ausdruck einer gänzlich verfehlten Forschung«, moniert Diplombiologin Silke Bitz, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Ärztevereinigung.

Anstatt den Irrweg Tierversuch endlich zu verlassen, werden immer neue absurde Projekte erdacht – sogar mit Unterstützung der Politik, kritisieren die Ärzte gegen Tierversuche. Das BMELV – und damit der Steuerzahler – beispielsweise fördert die Züchtung von »friedlichen Schweinen«*, die mit den tierquälerischen Haltungsbedingungen besser klar kommen sollen, um so wirtschaftliche Einbußen zu minimieren. Verhaltensmerkmale von mehr als 16.000 Tieren werden erfasst und die entsprechenden Daten auswertet, um die züchterischen Möglichkeiten auszuloten.

Die Ärztevereinigung sieht die Gefahr, dass zur »Herstellung« von »Nutz«tieren mit den von der industriellen Landwirtschaft gewünschten Eigenschaften auch Tierversuche durchgeführt werden, beispielsweise mittels Manipulation des Erbguts, wie dies im Bereich der medizinischen Forschung üblich ist. Nach Aussage des Vereins werden sogenannte Tiermodelle, die zur Simulation menschlicher Krankheiten herhalten müssen, häufig durch Ein- oder Ausschalten bestimmter Gene hergestellt, um so die gewünschten Merkmale zu erzielen. »Es ist inakzeptabel, dass Tiere, sei es durch reine Zucht oder mittels Tierversuch, an die wirtschaftlichen Bedürfnisse des Menschen angepasst werden«, kommentiert Bitz.

Die ins Unermessliche laufenden Tierversuchszahlen und die Durchführung solch moralisch verwerflicher Projekte bekräftigen nach Ansicht der Ärztevereinigung die Forderung an die Politik, endlich die Notbremse zu ziehen und einen klaren Zeitplan zum Ausstieg aus der Methode Tierversuch vorzulegen.

Der 10. Dezember wurde erstmals 1998 in England analog zum Tag der Menschenrechte ausgerufen. Seitdem wird dieser Tag weltweit von Tierrechtlern zum Anlass genommen, um all der Tiere zu gedenken, die ihrer Rechte und Würde beraubt wurden und werden.

Quelle: Ärzte gegen Tierversuche