Autos werden wieder zur tödlichen Falle für Hunde

Der Sommer naht mit großen Schritten und mit den steigenden Temperaturen ist auch wieder die Zeit gekommen, Hundehalter vor einer großen Gefahr für ihre tierischen Lieblinge zu warnen: Dem Auto. Nach wie vor sterben in Deutschland jedes Jahr Hunde, weil ihre Halter sie im Fahrzeug zurücklassen. Dabei gilt: Ein Hund gehört nicht ins abgestellte Auto, wenn es warm ist.

Noch immer wissen viele Hundehalter nicht darüber Bescheid, wie gefährlich das im Autozurücklassen ihres Tieres wirklich ist. Bereits im März hat es in diesem Jahr die ersten Fälle gegeben, bei denen Hunde nur knapp gerettet worden sind. „Schon ab 20 Grad darf der Hund nicht im Auto zurückgelassen werden“, erklärt Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V. Bereits ab dieser Temperatur heizt sich das Innere des Fahrzeuges binnen kürzester Zeit auf extreme Temperaturen auf. Eine große Gefahr für die Tiere, die in diesem „Backofen“ auf die Rückkehr ihrer Halter warten müssen.

Auch wer die Seitenscheiben seines Autos ein Stück herunter lässt, bevor er weggeht, bringt seinen Hund dennoch in große Gefahr: „Das genügt nicht, um die notwendige Kühlung zu bringen“, sagt der TASSO-Leiter. Parken im Schatten ist ebenfalls ein häufig unterschätztes Risiko, denn auch dort kann sich ein Auto aufheizen. Außerdem wandert die Sonne. Sogar wer seinem Hund einen mit Wasser gefüllten Napf hinstellt, wiegt sich in falscher Sicherheit. Das Wasser kann umkippen oder ausgetrunken werden, während der Hund noch immer unter der Hitze leidet.

Hunde schwitzen völlig anders als Menschen. Ihren Wärmehaushalt kontrollieren sie über das Hecheln. Schon kurze Zeit in dieser Hitze ist gefährlich für die Tiere. Wenn die Hunde überhitzt sind und zu viel Flüssigkeit verloren haben, droht ein Kreislaufkollaps und damit auch der Tod.

Um die Tiere vor einem solchen qualvollen Tod zu schützen, macht TASSO regelmäßig im Frühjahr auf dieses wichtige Thema aufmerksam und bietet kostenlose Informationskarten und Plakate an. Sie können unter www.tasso.net/hund-im-backofen angefordert werden. Inhaber von Geschäften, Gastronomiebetrieben und Firmen, die ihren Kunden gestatten, Hunde mitzubringen, können dort auch ein „Hunde willkommen“-Schild zum Aushängen anfordern. Denn jeder Hund, der seinen Halter begleiten darf, muss nicht im backofenheißen Wagen zurückbleiben.

Wer an einem warmen Tag einen Hund im Auto sieht und eine Notsituation für das Tier erkennt, sollte sofort versuchen, den Halter ausfindig zu machen und anderenfalls die Polizei informieren. Weitere Tipps für den Ernstfall hat TASSO hier zusammengefasst: www.tasso.net/hund-im-backofen

Hilfe gegen Reisekrankheit beim Hund

Manche Hunde lieben das Autofahren und können es kaum abwarten, bis es losgeht. Andere werden nervös, hecheln, bellen, zittern oder müssen sich sogar im Fahrzeug übergeben. In den meisten Fällen ist die Übelkeit eine Auswirkung von Angst. So hat der Hund möglicherweise die Trennung von der Mutter und den Geschwistern oder einen Unfall negativ mit dem Autofahren verknüpft. Schafft man es, dem Hund die Angst zu nehmen, bedeutet dies meist auch den Sieg über die Reisekrankheit.

Um Hunden in stressreichen Situationen, wie dem Autofahren, zu helfen und die Angst zu nehmen, haben Tierärzte eine spezielle Produktreihe entwickelt. Diese enthält eine synthetische Nachbildung des natürlichen Beruhigungspheromons, das von der Mutterhündin gebildet wird, um ihren Welpen ein Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit zu vermitteln. Dieser vertraute Botenstoff hilft Hunden jeden Alters dabei, Autofahrten nicht mehr als bedrohlich zu empfinden und ruhig und entspannt zu bleiben. 15 Minuten vor Fahrtbeginn empfiehlt sich, das Spray, etwa von Adaptil, in die Transportbox oder den Kofferraum zu sprühen und so für Geborgenheit während der Fahrt zu sorgen.

Schritt für Schritt die Angst nehmen

Eine Reduzierung des Angst- und Stresslevels geht am besten in ganz kleinen Schritten, bei denen man dem Vierbeiner vermittelt, dass vom Auto nichts Schlechtes ausgeht:
– Zunächst wird das ruhige Sitzen im Auto geübt, während das Auto stillsteht und der Motor nicht läuft.
– Um das Auto mit etwas Positivem zu verbinden, gibt man Leckerlis, spielt oder kuschelt mit dem Hund im Fahrzeuginneren.
– Die Übungseinheiten sollten kurz gehalten werden und den Hund nicht überfordern.
– Im nächsten Schritt wird das Einsteigen in das Auto mit laufendem Motor geübt. Kleine Snacks als Lob und zur Ermutigung sind erlaubt.
– Sobald das problemlos klappt, kann man mit kurzen Fahrten beginnen, die man bei Erfolg allmählich verlängert.

Positive Atmosphäre schaffen

Um für den Hund eine positive Atmosphäre zu schaffen und die Lernerfolge zu unterstützen, empfiehlt es sich, ein spezielles Halsband, das ebenfalls Pheromone freisetzt, anzulegen. Das Halsband unterstützt den Hund zusätzlich am Ferienort, indem es Sicherheit und Geborgenheit in der neuen Umgebung und bei aufregenden Ereignissen, wie Feuerwerk oder Menschenmengen vermittelt.
Die Produkte sind erhältlich beim Tierarzt oder im Zoofachhandel. Mehr Informationen und Links zu Onlineshops findet man unter www.adaptil.de.

Hund Bruno überlebt rätselhaften Autounfall

So etwas hat Karl Niedermeier noch nie erlebt: Am 21. März 2017 betrat ein Kunde sein Autohaus im bayrischen Donaustauf und teilte ihm mit, er habe einen Hund im Auto. Das ist noch nichts Besonderes, dachte Karl Niedermeier zunächst schulterzuckend. Doch als er der Kunde ihm dann sein Auto zeigte, stockte dem Händler kurz der Atem. Der braune Mischling Bruno hing nach einem Unfall im Lufteinlass der Stoßstange des schwarzen BMW fest.

Bruno hatte sein Frauchen beim Spaziergang im strömenden Regen aus den Augen verloren und vermutlich wegen seiner leichten, altersbedingten Schwerhörigkeit ihre Rufe nicht mehr gehört. Orientierungslos lief er auf eine Bundesstraße und geriet vor einen fahrenden BMW. Bei dem Zusammenstoß rutschte er in den Lufteinlass des Wagens. Der Fahrer bemerkte den Unfall, fuhr sofort rechts ran, konnte Bruno jedoch nicht befreien und brachte seinen Wagen ganz vorsichtig zum nahegelegenen Autohaus.

Dort stellte Karl Niedermeier schnell fest, dass auch er Bruno nicht einfach nach vorne herausziehen, hob daher kurzerhand das Fahrzeug auf die Hebebühne, schraubte den Unterboden ab, hoffte, dass der gelassen wirkende Bruno ihn nicht vor Schreck beißen würde und befreite den Hund vorsichtig. „Er stand dann erst einmal etwas verdattert da, war aber nicht aggressiv oder verstört“, berichtet Karl Niedermeier von diesem außergewöhnlichen Moment. Anschließend fuhr Niedermeier mit Bruno zum Tierarzt, dieser las den Chip aus, den Bruno unter der Haut trägt, und informierte die TASSO-Notrufzentrale. Da das Tier keine medizinische Versorgung benötigte, nahm Niedermeier den Hund wieder mit zurück in sein Geschäft.

Unterdessen war Brunos Frauchen, Anna Paula Gabriel, bereits seit mehr als einer Stunde auf der Suche nach ihrem tierischen Liebling. Verzweifelt sprach sie Passanten an, informierte die Polizei und entdeckte plötzlich eher zufällig auf ihrem Handy eine E-Mail. Sie war von TASSO. Die Mitarbeiter aus der TASSO-Notrufzentrale hatten Anna Paula Gabriel telefonisch nicht erreichen können und daher eine E-Mail geschickt. „Ich bin sofort zum Autohaus gefahren und habe mir erstmal gar nichts dabei gedacht, dass Bruno dort ist“, erzählt sie. Erst vor Ort erfuhr sie von Brunos unglaublichem Abenteuer und konnte kaum glauben, dass ihrem Vierbeiner nichts Schlimmes zugestoßen ist, als das Auto ihn mitten auf der Bundesstraße mit etwa 70 Stundenkilometern anfuhr.

Ein paar kleinere Prellungen und einen Kratzer an der Schnauze – ansonsten war Bruno unverletzt. „Es ist wirklich ein Wunder. Ein ganz tolles Wunder! Ich bin dem Fahrer des Autos so dankbar, dass er Hilfe für Bruno gesucht hat, dem Autohaus, dass sie ihn befreit haben und TASSO, dass sie mich so schnell informiert haben“, freut sich Anna Paula Gabriel, der auch heute Freude und Überraschung noch heute anzuhören sind. Bruno hat sein Abenteuer gut überstanden. Laut seiner Halterin springt er trotz seiner 13 Jahre wie „ein junger Gott“ und hat nach wie vor keine Scheu vor Autos. Bruno muss an diesem verregneten Tag Ende März wirklich mehr als einen Schutzengel gehabt haben. Und großes Glück, so engagierten Tierfreunden zu begegnen.

Bremerhaven: Veterinäramt beschlagnahmt illegal gehandelte Welpen

Erfolgreicher Einsatz gegen die Welpenmafia. Am 03. April hat der Veterinärdienst des Landes Bremen in Bremerhaven illegal gehaltene Welpen von einem Händler beschlagnahmt. Der entscheidende Hinweis kam von VIER PFOTEN. Mitarbeiter hatten die Welpen auf eBay-Kleinanzeigen entdeckt. Sie waren misstrauisch geworden, da der Händler Welpen unterschiedlichster Rassen anbot. Die international tätige Stiftung für Tierschutz setzt sich seit Jahren gegen die Machenschaften der Welpenmafia ein.

Die Tierschützer raten dazu, sich im Falle eines Verdachts direkt an die nächste Polizei- oder Veterinärbehörde zu wenden. Erst im vergangenen Monat konnten durch die Mithilfe einer Privatperson und dem prompten Handeln der Behörde vierzehn Welpen von einem illegalen Händler in Ingolstadt beschlagnahmt werden. Betroffene, die bereits einen kranken Welpen gekauft haben, können sich über www.stoppuppytraders.org bei VIER PFOTEN melden.

Denise Schmidt, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN:
„Das Veterinäramt hat in diesem Fall vorbildlich reagiert. Mit kranken, nicht geimpften, viel zu jungen Welpen zu handeln, ist kein Bagatelldelikt und muss konsequent bestraft werden. Ebenso wichtig: Onlineportale wie eBay-Kleinanzeigen müssen strengere Regeln einführen, damit Dealer diese Plattformen nicht mehr für den illegalen Handel nutzen können.“

Zeckenschutz für Bello und Co.

Mit den ersten warmen Tagen geht die Zeckensaison los. Dabei setzen die winzigen Plagegeister nicht nur dem Menschen zu, sondern auch Hunden und Katzen. Denn bei den Vierbeinern können sie ebenfalls gefährliche Krankheiten übertragen, beispielsweise Borreliose, Babesiose – die sogenannte Hundemalaria – oder sogar die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

Natürliche Zeckenabwehr verändert das Hautmilieu

Beim Haustier sollte man ebenfalls auf guten Zeckenschutz achten, um es vor Krankheiten zu bewahren – aber auch deshalb, weil die Zecken vom Hund auf den Menschen übersiedeln können. Nun möchten jedoch die meisten Tierhalter nicht mit chemischen Präparaten gegen die Parasiten vorgehen. Schließlich kommen sie dabei selbst schnell mit den Mitteln in Berührung. Noch größer ist die Sorge, wenn Kinder im Haushalt leben. Sie spielen und kuscheln oft sehr intensiv mit dem geliebten Vierbeiner, weshalb Eltern zu Recht fürchten, dass sie besonders stark mit den Inhaltsstoffen in Kontakt geraten.

Eine natürliche Alternative für die Zeckenabwehr ist zum Beispiel das Nahrungsergänzungsmittel „Formel-Z“ für Hunde. Es enthält einen Vitamin-B-Komplex aus Hefe sowie Vitamin B1 und wird dem Futter beigemischt oder als Leckerli verabreicht. Dabei aktiviert es den Hautstoffwechsel und verändert das Hautmilieu. Das ist für den Mensch und das behandelte Tier nicht wahrnehmbar, für Zecken und anderes Ungeziefer entsteht jedoch ein unangenehmer Geruch, sie werden dadurch ferngehalten. Als zusätzlichen Effekt sorgen die Tabletten für gesundes, dichtes und glänzendes Fell. Unter www.formel-z.info gibt es weitere Informationen dazu.

Auch auf den Selbstschutz achten

Zusätzlich zu solch vorbeugenden Maßnahmen sollten allerdings auch weitere Vorsichtsmaßnahmen nicht vernachlässigt werden. Hunde und freilaufende Katzen sucht man am besten nach dem Ausflug ins Freie gründlich nach Zecken ab und entfernt diese gegebenenfalls vorsichtig. Krankheitserreger werden nicht immer sofort ins Blut übertragen. Tierhalter selbst sollten sich ebenfalls schützen, indem sie etwa auf Wiesen und im Wald geschlossene Schuhe tragen und die Strümpfe über den Hosensaum ziehen.

Zahngesundheit bei Hunden

Tube auf, Zahnpasta auf die Bürste, putzen – Für uns Menschen ist das mindestens zweimal täglich zwei bis drei Minuten lang Routine. Nicht weniger wichtig ist die regelmäßige Zahnpflege für Haustiere. Denn auch bei Hunden kann vernachlässigte Zahnhygiene zu Problemen führen. Das ist sogar ein häufiger Grund für Tierarztbesuche, weiß die für die Tierschutzorganisation TASSO e.V. tätige Tierärztin Dr. Anette Fach.

Da für die medizinisch sinnvolle Entfernung von Zahnstein eine Narkose notwendig ist, sollten Tierhalter versuchen, möglichst viel für die Zähne ihrer Haustiere zu tun. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Zähne von Hunden zu pflegen. Zum Beispiel gilt Trockenfutter im Allgemeinen als besser für die Zahngesundheit, da das Kauen zu einem gewissen Abrieb an den Zahnflächen führt. Außerdem gibt es spezielle Zahnpflegefutter auf dem Markt, die aufgrund ihrer Textur zusätzlich zahnreinigend wirken. Speziellen Kaustangen können ebenfalls helfen, die Zähne zu reinigen. Allerdings haben die industriell hergestellten Produkte auch Nachteile: Sie bestehen meist aus relativ viel Bindegewebe und nicht aus hochwertigem Eiweiß. So nehmen die Tiere zusätzliche Kalorien auf. Da viele Haustiere in Deutschland bereits zu dick sind, ist Vorsicht geboten. Desinfizierende Trinkwasserzusätze sind eine gute Alternative. Diese Produkte helfen auch für einen frischen Atem.

„Am besten, man putzt seinem Tier aktiv die Zähne. Mit vielen Tieren lässt sich das trainieren“, rät Dr. Anette Fach. Dafür gibt es spezielle Hundezahncremes. Man kann mit einer Zahnbürste oder auch mit einem Baumwolltuch die Zahncreme auf die Zähne des Tieres auftragen und verteilen. Hierbei gilt: Ein einfaches Auftragen auf die Zähne ist gut, ein regelrechtes Putzen der Zähne ist besser.

Einem Tier das Zähneputzen beizubringen, sollte mit viel positiver Bestärkung, Geduld und schrittweisem Üben erfolgen. Grundsätzlich gilt: Jede Maßnahme, die man für die Zahngesundheit tut, hat einen Effekt und hilft in der Summe. Regelmäßige professionelle Zahnreinigung und tägliches Zähneputzen zu Hause sind am erfolgreichsten.

Der TASSO-Zahncheck für zu Hause:

1. Frisst oder kaut das Tier abnormal, oder meidet es feste Futterbestandteile?

2. Speichelt oder blutet das Tier aus dem Maul?

3. Riecht das Tier unangenehm aus dem Maul?

4. Ist das Zahnfleisch um die Zähne gerötet oder blutig?

5. Fehlen bei dem Tier Zähne?

6. Sind auf den Zähnen (vor allem hinten im Maul an den oberen Zähnen nachschauen) Beläge zu sehen?

Wer eine oder mehrere Fragen mit „Ja“ beantwortet hat, sollte sein Tier bei einem Tierarzt vorstellen. Eine Erkrankung in der Maulhöhle ist dann wahrscheinlich.

Hunde willkommen

Wanderungen in weitläufiger Landschaft, durch grüne Wälder und über blühende Wiesen – das gefällt Zwei- und Vierbeinern gleichermaßen. Gegenden wie der Bayerische Wald, in denen die Natur die Hauptrolle spielt, sind daher ideale Ziele für einen Wanderurlaub mit Hund. Eingebettet in das größte zusammenhängende Waldgebiet Mitteleuropas, gebildet von dem ältesten Nationalpark Deutschlands und dem tschechischen Nationalpark Sumava, liegt Philippsreut. Die Grenzgemeinde im Landkreis Freyung-Grafenau dürfte zu den hundefreundlichsten Kommunen im Bayerischen Wald zählen.

Füße und Pfoten im Speichersee erfrischen

Zu den speziellen Angeboten für Mensch und Tier gehören zum einen abwechslungsreiche Möglichkeiten des gemeinsamen Auslaufs, beispielsweise geführte Wanderungen mit Hund. Dazu kommen zahlreiche hundefreundliche Gastgeber, Trainingsangebote in der Hundeschule und sogar Wellness-Angebote für die Vierbeiner. Unter www.philippsreut.de gibt es weitere Informationen zur Region und zahlreiche Wandertipps. Zu den genussvollen Grenzerfahrungen für Herrchen oder Frauchen gehört beispielsweise der Rundblick vom Aussichtsfelsen des 1.139 Meter hohen Almbergs über die ursprüngliche Mittelgebirgslandschaft bis ins benachbarte Tschechien. Beim Rückweg über die bequeme Forststraße kann man Füße und Pfoten im großen Speichersee erfrischen.

Attraktive Wanderrouten

Durch die Gemeinde Philippsreut führen der Goldsteig, der längste Wanderweg Deutschlands, der europäische Fernwanderweg E6 sowie der Pilgerweg Via Nova. Wer beim Wandern gerne Natur- und Kulturgenuss verbindet, begibt sich am besten auf den Themenwanderweg „Von Kapelle zu Kapelle“. Ein Muss ist dabei ein Besuch der Tusset-Kapelle im tschechischen Stozec. Den Weg dorthin kann man verkürzen mit den sogenannten Igel- und Linienbussen, deren Benutzung mit dem Gästeservice-Umwelt-Ticket kostenlos ist. Praktisch für alle, die es bei einer kleinen Gassirunde belassen wollen: Eine originalgetreue Kopie der Wallfahrtskapelle steht seit 1985 in Philippsreut.

Luna und Balu sind beliebt – TASSO verrät die TOP-Hunderassen und Haustiernamen im Jahr 2016 in Deutschland

In Berlin und Dresden lieben die Menschen Bulldoggen, in München, Hamburg und Düsseldorf Labradore, und in Frankfurt und Hannover stehen Chihuahuas an der Spitze der Top 10 der beliebtesten Hunderassen. Auch für das Jahr 2016 hat die Tierschutzorganisation TASSO e.V., die Europas größtes Haustierregister betreibt, erneut ausgewertet, welche die beliebtesten Hunderassen waren. Grundlage bilden hierbei die Neuanmeldungen im Register.

Deutschlandweit betrachtet führt der Labrador Retriever (19.761) die Rasse-Rangliste mit großem Vorsprung an, gefolgt wird er vom nach wie vor beliebten Deutschen Schäferhund (14.748). Beide Rassen sind bereits seit Jahren vorne mit dabei. Chihuahuas (12.855) und französische Bulldoggen (9.610), die auf Platz 3 und 4 der Hitliste liegen, erfreuen sich besonders in den vergangenen Jahren steigender Beliebtheit. Es folgen die quirligen Jack-Russel-Terrier (7.872), die besonders bei Familien beliebten freundlichen Golden Retriever (6.864), sportliche Australian Shepherds (6.327), mutige Yorkshire Terrier (6.165), intelligente Border Collies (3.960) und schließlich der robuste Bolonka Zwetna (3.703), der in diesem Jahr den Mops aus der Rangliste verdrängt hat.

Allerdings: Alle Top 10 zusammen haben keine Chance gegen den wirklich beliebtesten Hund in Deutschland: den Mischling. Wie bereits in den Vorjahren liegen Mischlingshunde ganz vorne auf der Beliebtheitsskala der Deutschen. 106.204 Mischlinge wurden allein im vergangenen Jahr bei TASSO registriert.

Grundsätzlich begrüßt TASSO die Vielfalt der verschiedenen Hunderassen und warnt vor dem Trend zu sogenannten Modehunden, also Tieren einer Rasse, die gerade besonders im Trend liegt. Denn das kann für die Hunde schnell gefährlich werden. „Steigt die Nachfrage nach Modehunden plötzlich an, fördert das leider allzu oft den illegalen Welpenhandel“, weiß TASSO-Leiter Philip McCreight. Die Folge: Oft werden zu junge oder kranke Tiere von unseriösen Händlern statt von seriösen Züchtern verkauft, um die gestiegene Nachfrage zu befriedigen. „Die Tiere sind dann häufig unter schlechten Bedingungen im Ausland geboren und zu früh von der Mutter getrennt worden, sodass oft ihr Gesundheitszustand und ihre Sozialisierung mangelhaft sind.“

Beständigkeit bei der Namenswahl

Besonders treu zeigen sich die Deutschen bei der Namensgebung ihrer vierbeinigen Lieblinge. Egal ob Rassehund oder Mischling: Viele Fellnasen dürften Balu oder Luna heißen, denn das waren auch im vergangenen Jahr die beliebtesten Hundenamen. Luna und Emma steht sogar bereits seit 2008 an der Spitze der Namenshitliste. Hündinnen werden auch gerne Bella, Amy, Lucy, Kira, Lilly, Nala oder Paula genannt. Einziger Unterschied zum Vorjahr bei den Hündinnen ist der zehnte Platz: Mia verdrängte Lotte vom letzten Rang der Top 10. Ähnlich beständig ist die Namensliste der Rüden: Hinter Balu folgen Buddy, Sammy und Sam, Rocky, Lucky, Bruno, Max, Leo, Charly und Oskar. Auch hier hat es in den vergangenen Jahren nur wenige Veränderungen gegeben.

Wenig Überraschung bietet auch die Hitliste der beliebtesten Katzennamen. Auch hier sind Luna und Lilly vorne mit dabei. Zudem Mia, Lucy, Nala, Mimi, Minka, Bella, Kitty und Amy. Kater hören – wenn sie wollen – auf die Namen Sam und Sammy, Felix, Leo, Simba, Balu, Findus, Tiger, Max, Charly und Moritz.

Welthundetag am 10. Oktober

Sie sind ein Gewinn für alle: Wenn Hundehalter ihre tierischen Begleiter mit ins Büro bringen dürfen, profitieren davon nicht nur sie selbst, sondern auch die Tiere, die Kollegen, das Arbeitsklima und letztlich die Leistung jedes Einzelnen. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. wirbt dafür, dass mehr Unternehmen ihren Mitarbeitern gestatten, ihre Tiere mit zur Arbeit zu bringen.

Viele Aufträge, wenig Zeit, ständig klingelt das Telefon, und wie am laufenden Band treffen Emails ein: Der Arbeitsalltag ist oft stressig. Auf die wichtigen Ruhepausen wird verzichtet, und auch in der Freizeit können viele nicht loslassen. Für das Unternehmen ist das langfristig kein Gewinn, denn ein Burn-out ist längst kein Randphänomen mehr. Umso wichtiger, dass Firmen sich aktiv für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter einsetzen. Viele wissenschaftliche Studien haben nachgewiesen, dass Arbeitnehmer stark davon profitieren, wenn es erlaubt ist, Hunde mit zur Arbeit zu bringen. Daher setzt sich TASSO dafür ein, dass sich mehr Unternehmen der Idee des „Bürohundes“ öffnen und legt anlässlich des Welthundestages (10. Oktober 2016) im Oktober mit der Aktion „Büroschnauzen“ einen Schwerpunkt auf dieses Thema.

Die Organisation kann dabei auf eigene positive Erfahrungen zurückblicken. Den TASSO-Mitarbeitern ist es seit jeher erlaubt, ihre Vierbeiner mitzubringen. Und TASSO-Leiter Philip McCreight wünscht sich, dass der Bürohund auch in anderen Unternehmen selbstverständlich wird. „Hunde tragen erwiesenermaßen zu einer Verbesserung des Betriebsklimas bei. Die sozialen Tiere fördern die Kommunikation, denn die Kollegen haben ein unverfängliches Smalltalk-Thema. Schließlich bietet ein Hund immer Gesprächsstoff“, weiß Philip McCreight. „Streichel-, Spiel- und Spaziergeh-Pausen führen dazu, dass die Mitarbeiter sich häufiger bewusst entspannen und anschließend konzentrierter weiterarbeiten können“, weiß McCreight. Hierbei ist gerade das Streicheln wichtig, denn dabei schüttet der Körper erwiesenermaßen das Glückhormon Qxytocin aus. Den Stress des Mitarbeiters zu reduzieren, hilft schließlich nicht nur ihm selbst, sondern letztlich auf dem Unternehmen, dass auf gesunde leistungsfähige Mitarbeiter angewiesen ist.

Natürlich ist es nicht in jedem Job möglich, dass der Hund mit zu Arbeit kommt. Es müssen aber einige Grundregeln beachtet werden:

• Der Arbeitsplatz muss geeignet sein. Der Hund darf nicht mit in eine Fabrik, in der es laut und gefährlich ist. Lebensmittelverarbeitende Betriebe sind tabu. Weiterhin sollte nicht zu viel Trubel herrschen. Ein überfülltes Kaufhaus ist zum Beispiel keine gute Umgebung für den Vierbeiner.

• Kollegen und Vorgesetzte müssen einverstanden sein. Auch wenn ein Kollege ein Problem damit hätte – vielleicht allergiebedingt – muss darauf Rücksicht genommen werden.

• Ein eigener Platz: Dem Hund darf es an nichts fehlen. Dazu gehört ein Rückzugplatz. Weiterhin braucht der Hund auch im Job immer Zugang zu frischem Wasser und regelmäßige Spaziergänge und gelegentliche Spielpausen.

• Weiterhin muss sich der Vierbeiner im Büro wohlfühlen. Er sollte keine Angst vor Menschen haben oder Aggressionen zeigen. Ein gewisser Grundgehorsam ist ebenfalls Voraussetzung. Den idealen Begleiter für das Büro zeichnet zudem ein ruhiges und freundliches Gemüt aus.

Rolltreppen sind für Hunde tabu

Hunde haben auf einer Rolltreppe nichts zu suchen. Darauf weist die in Sulzbach bei Frankfurt ansässige Tierschutzorganisation TASSO e.V. mit Nachdruck hin. Immer wieder gibt es Hundehalter, die ihre Tiere mit auf die Rolltreppe nehmen, immer wieder kommt es dabei zu schlimmen Unfällen.

„Rolltreppen sind für Hunde viel zu gefährlich“, warnt TASSO-Leiter Philip McCreight eindringlich. Sehr schnell kann sich das Tier vor allem am Ende der Treppe mit den Krallen oder Haaren in dem stählernen Aufsatz verfangen. Die Folgen sind meist dramatisch. Wahnsinnig schmerzhaft und blutig ist es für die Tiere zum Beispiel, wenn ihnen dabei eine Kralle gezogen wird. Nicht selten mussten auch schon vor Ort ganze Zehen amputiert werden, um das Tier zu retten.

McCreight wünscht sich daher, dass deutlicher darauf hingewiesen wird, dass Rolltreppen für Hunde tabu sind. „Die kleinen Schilder, die oft am Fuße der Treppe angebracht sind, werden leicht übersehen oder nicht ernstgenommen“, kritisiert der Tierschützer und appelliert an Verkehrsbetriebe und Kaufhäuser, deutlicher vor den Gefahren zu warnen. Vor allem ist aber der Halter gefragt: Kleine Hunde gehören auf den Arm, mit großen sollte unbedingt eine normale Treppe oder der Aufzug genutzt werden.