Hunde - Blog

28.8.2010

An der niedersaechsischen Nordsee sind auch vierbeinige Gaeste willkommen

Abgelegt unter: Reisen mit Hund — admin @ 15:26

Schortens, 09. August 2010. Die Deutschen verreisen gerne mit Bello & Co, wie eine aktuelle forsa-Umfrage belegt. Fast die Hälfte der befragten Hundebesitzer (42 Prozent) nehmen ihren Vierbeiner grundsätzlich mit in die Ferien, 19 Prozent tun dies zumindest gelegentlich. Wer mit Hund in den Urlaub fährt, wählt das Urlaubsziel meist danach aus, ob es für den Hund geeignet ist (69 Prozent). Wie zum Beispiel die niedersächsische Nordsee: Hier finden Hundebesitzer zahlreiche Ziele, die sie gemeinsam mit ihrem vierbeinigen Freund unbeschwert ansteuern können.

Viel Wasser, endlose Weite und Natur pur – die niedersächsische Nordsee ist auf den ersten Blick ein wahres Hundeparadies. Doch völlig zu Recht, gibt es zum Schutz des Ökosystems viele Gebiete, die für Hunde nicht zugänglich sind. Wer sich aber einen Urlaub ohne den Partner mit der kalten Schnauze nicht vorstellen kann, findet entlang der niedersächsischen Nordseeküste oder auf den Ostfriesischen Inseln auch Orte, an denen die vierbeinigen Gäste willkommen sind.

Zahlreiche Hundestrände, wie z. B. auf Borkum, Spiekeroog oder in Butjadingen und an der Wurster Nordseeküste, bieten für die Vierbeiner jede Menge Platz zum Herumtollen – weiße Boxen mit Hundebeuteln stehen hier überall für das Entfernen von Häufchen zur Verfügung. In Otterndorf gibt es zusätzlich einen eingezäunten Freilauf im Wasser- und Landschaftspark Neuseeland, in dem sich die Hunde ohne Leine so richtig austoben können. Herrchen und Frauchen können das muntere Treiben gemütlich von einer Bank aus betrachten. Auf den Hund gekommen ist auch der Küstenbadeort Neßmersiel. Hier hat unmittelbar am Hundestrand der erste Fun-Agility-Park Deutschlands eröffnet. Der neue Abenteuerspielplatz auf circa 6.000 qm ist eine Kombination aus Hundespiel- und Trainingsplatz und speziell für untrainierte Hunde und Hundebesitzer ausgerichtet. Neben diversen Spiel- und Trainingsstationen verfügt der Spielplatz über eine großzügig eingezäunte Freilauffläche. Zu bestimmten Uhrzeiten steht auch ein VDH-zertifizierter Hundetrainer zur Verfügung.

Ein besonderes Abenteuer erleben Hunde mit ihren Besitzern auf Borkum: Unter dem Motto „Kopfarbeit sta(d)t Latschen“ werden auf der größten ostfriesischen Insel Spaziergänge spannend und lehrreich gestaltet. Aus Rücksicht auf andere Gäste – insbesondere Kinder – sind die vierbeinigen Freunde allerdings auf öffentlichen Wegen, wie auf der Promenade oder den Rad- und Wanderwegen, an der Leine zu führen.

Auf den Ostfriesischen Inseln und in den Küstenorten selbst finden sich viele Unterkünfte, in denen Hunde erlaubt sind. Bei Buchung mit Hund gibt es im Upstalsboom Hotel Deichgraf in Wremen sogar als Überraschung ein Hunde-Willkommens-Paket mit Leckerlies, Reisenapf und Spielzeug. Eine kleine aber feine Speisekarte eigens für die vierbeinigen Gäste rundet das Angebot ab.
Erholsame und naturnahe Tage mit dem Hund kann man auch im Columbia Hotel in Wilhelmshaven verbringen. Viele Serviceleistungen, wie ein Begrüßungsleckerli, ein Hundebett oder ein Hundenapf, stehen den Hundebesitzern hier kostenfrei zur Verfügung.

„Zum Start in die Badesaison kommen alljährlich nicht nur Familien mit Kindern an die Nordseeküste und auf die Inseln, immer häufiger bringen unsere Gäste auch ihre vierbeinigen Begleiter mit“, erklärt Oliver Melchert, Pressesprecher der Nordsee GmbH. „Aus diesem Grund bieten wir auch für Hundebesitzer zahlreiche Angebote an. Der Stellenwert des Haustieres steigt und der Hund wird zunehmend als Familienmitglied betrachtet.“

Auch absolute Hundkenner und -experten wie Bernhard Meyer, Hauptgeschäftsführer des Verbands für das deutsche Hundewesen e. V., sind von der niedersächsischen Nordsee begeistert: „An der Wurster Küste gibt es nicht nur vielfältige familienfreundliche Angebote, auch Urlauber mit Hund finden hier ihr ganz persönliches Erlebnis. Rücksichtsvolle Hundehalter mit gut erzogenen Hunden sind überall willkommen – eine absolut empfehlenswerte Urlaubsregion für Hundehalter.”

Umfassende Informationen rund um das Thema „Urlaub mit Hund“ finden Gäste größtenteils auf den Websites der von der Nordsee GmbH vertretenen Urlaubsdestinationen. Unterkünfte, die Haustiere gestatten, sind sowohl in der Online-Unterkunftssuche als auch im Gastgeberverzeichnis entsprechend gekennzeichnet. Eine schnelle Auskunft und weitere Tipps geben auch die Tourist-Informationen.

26.8.2010

Der erste überkonfessionelle Kirchentag “Mensch und Tier”

Abgelegt unter: Tierliebe, Allgemein — admin @ 17:28

Der erste überkonfessionelle Kirchentag “Mensch und Tier” vom 27. bis 29. August in Dortmund will eine Theologie anstoßen, die das Tier als Mitgeschöpf achtet und schützt. Der Deutsche Tierschutzbund unterstützt die Veranstaltung im Fredenbaumpark gemeinsam mit dem Landestierschutzverband Nordrhein-Westfalen sowie den Tierschutzvereinen Dortmund Groß-Dortmund und Groß-Essen mit Vorträgen, Beiträgen bei Podiumsdiskussionen und beim „Markt der Möglichkeiten”. Im Fokus stehen insbesondere die Themen Massentierhaltung und Tierversuche.

Rund 50 Veranstaltungen wie Workshops, Ausstellungen, Gottesdienste, Konzerte und Vorträge stehen auf dem Programm. Der Deutsche Tierschutzbund bringt sich dabei mit seiner Fachkompetenz ein und ist zudem beim “Markt der Möglichkeiten” vor Ort, um sich und seine Tierschutzarbeit vorzustellen. Besucher können sich über die verschiedenen Einrichtungen des Verbandes, seine Projekte, Aktionen und Kampagnen informieren.

15.8.2010

Charlie und Piggy

Abgelegt unter: Hund und Mensch, Heiteres und Nachdenkliches — hundedame @ 12:52

Mein ganz normaler Tag. Mit meinem Boxer Charlie und der kleinen Piggy, sie ist ein Chihuahua, gehe ich in den Park um die Ecke. Angeleint bis zum Eingang, dann lasse ich sie meist so laufen. An der Leine kläfft der Große, und die Kleine zieht mit. Immer das Gleiche. Beide sind eigentlich zu feige, aber Charlie kläfft ohne Ende. Lasse ich die Leine locker, hört er sofort erschrocken auf und sein Kamm auf dem Rücken verschwindet eben soo schnell, wie er gekommen ist. Der Kleinen ist die Leine ziemlich egal. Die guckt nur, was ihr Gefährte macht. Und wenn der kläfft, tut sie das auch. Wird schon richtig sein, was ihr furchterregender und doch sich selbst fürchtender Beschützer macht. Im Park angekommen und ohne Leine sind dann beide die Liebsten der Welt. Rennen umher und sind unzertrennlich. Läuft sie vor und er bleibt zurück, dreht Piggy sich um, erwarten Charlie freudig und beide rennen weiter um die Wette, sich gegenseitig anspringend, als hätten sie sich Jahre nicht gesehen. Ein herzzerreißendes Bild.

Am Ende des Parks ist ein kleiner Teich. Und Charlie ist nicht angeleint. 20° draußen, Zeit für eine Abkühlung, denkt sich der Streuner.  Und mit einem Satz ist der in dem kleinen Tümpel, verscheucht Wasser aufwirbelnd zwei fluchende Rentner und jagt die süßen kleinen Enten. Aber wer könnte ihm da böse sein… Die Kleine steht während dessen am Rand. Sie wartet auf ihren Freund. Doch der kommt so leicht nicht mehr raus. Piggy steht nicht so auf Wasser, aber das dauert ihr nun wirklich zu lang und sie springt hinterher. Geschockt von sich selbst dreht sie jedoch binnen weniger Sekunden wieder um und wartet plitschnass dann doch lieber auf der Wiese, bis der große Entenjäger sich endlich los reißen kann und wieder zu ihr kommt. Als er rauskommt, freut Piggy sich wie an Weihnachten und trottet stolz neben Charlie heim. Auf dem Rückweg fängt es an, zu regnen. Charlie hüpft erfreut durch Pfützen und wälzt sich erstmal in einem Schlammloch. Na dankeschön. Unter dessen stellt sich Piggy unter eine Bank. Regen? Nein danke. Und da bewegt sie sich auch nicht mehr weg. Erst als ich sie hochheben und nach Hause tragen will, läuft sie widerwillig allein weiter. Zuhaus angekommen stehen wir vor der Tür. Charlie schüttelt sich und mein beiger Mantel ist braun. Na toll, den muss ich erstmal wieder sauber kriegen. Und wie bekomm ich die beiden Hunde jetzt sauber? Ich muss doch gleich zur Arbeit. Aber wer könnte den Beiden böse sein…?

30.7.2010

Tierheime durch Finanzkrise in Existenz bedroht

Abgelegt unter: Hund und Mensch, Tierliebe — admin @ 14:39

Deutscher Tierschutzbund warnt:
Die Tierheime leisten Tag für Tag praktische Tierschutzarbeit, zum großen Teil ehrenamtlich, damit Tiere eine Chance auf ein besseres Leben bekommen. Tierheime sind Tierschutzeinrichtungen - sie verstehen sich nicht als ausführende Organe der Behörden, obwohl sie für die Kommunen wichtige Pflichtaufgaben übernehmen wie die Aufnahme von Fundtieren und beschlagnahmten Tieren. Wir erwarten für die Aufgaben, die wir im Auftrag der Kommunen übernehmen, eine kostendeckende Erstattung. Eine breit angelegte Umfrage hat nun ergeben, dass die Kommunen durchschnittlich 25 Prozent der im Tierheim anfallenden Kosten übernehmen, aber knapp 80 Prozent der Leistungen abrufen.

Die Tierheime sind dadurch in ihrer Existenz akut gefährdet: Die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise, aber auch der Sozialgesetzgebung schlagen sich im praktischen Tierschutz negativ nieder. Die Gesetzgebung belastet zusätzlich, so z.B. die Hundeverordnungen der Länder, durch die insbesondere große Hunde und bestimmte Rassen im Tierheim landen und nur schwer vermittelbar sind.

Auf der einen Seite gehen Spenden und Sponsoring weiter zurück, auf der anderen Seite werden immer mehr Tiere aus finanziellen Gründen abgegeben. Die Tiere bleiben immer länger in den Tierheimen und die Kosten steigen dadurch dramatisch. Auch dort, wo Behörden und Veterinärämter nicht konsequent durchgreifen, müssen die Tierheime einspringen.

Durch Insolvenz bedroht
Rücklagen konnten die Tierheime vor diesem Hintergrund nicht bilden - knapp 50 Prozent stehen vor der Insolvenz, wenn die Spenden weiter einbrechen. Die Tierschutzvereine und ihre Tierheime stehen für alle in Not geratenen Tiere auch unter schwierigen Umständen und in großer Zahl ein. Sie bieten eine sachkundige Tierschutzhilfe, mit artgerechter Pflege und Betreuung der Tiere.

Um diese Standards auch weiterhin halten zu können, brauchen die mehr als 700 Tierschutzvereine mit über 500 vereinseigenen Tierheimen, die dem Deutschen Tierschutzbund angeschlossen sind, mehr finanzielle Unterstützung der Kommunen. Denn Insolvenzen der Tierheime wären nicht nur ein Rückschlag für den Tierschutz insgesamt, sondern ebenso für die Kommunen, die dann die Fundtierbetreuung in eigener Regie übernehmen müssten. Der Deutsche Tierschutzbund hat alles versucht, um mit den kommunalen Spitzenvertretern ins Gespräch zu kommen - doch das mit den jeweiligen Präsidenten vereinbarte Spitzengespräch wurde kurzfristig abgesagt.

Wir appellieren jetzt an die einzelnen Mandatsträger in den Kommunen mit einem offenen Brief, den örtlichen Tierschutzverein im Deutschen Tierschutzbund als ihren Partner zu unterstützen. Wir setzen auf die Unterstützung der breiten Öffentlichkeit, damit die Tierschutzvereine und Tierheime - und damit die Tiere - in dieser Krise nicht auf der Strecke bleiben.

13.6.2010

Fun-Agility-Park eröffnet am Sonntag 06.06.10 um 10 Uhr

Abgelegt unter: Hunderziehung, Allgemein — admin @ 11:42

Unmittelbar am Hundestrand in Nessmersiel hat am 06.06.2010 der erste Fun-Agility-Park Deutschlands eröffnet. Der ca. 6.000 qm große Abenteuerspielplatz ist eine Kombination aus Hundespiel- und Trainingsplatz. Egal ob ausgebildeter Profihund oder untrainiertes Schoßhündchen, hier kann sich jeder Vierbeiner nach Herzenslust austoben, kann spielen und lernen. Z. B. im Welpenspiel- und Prägebereich, auf dem Longierplatz oder auf der großzügigen Freilauffläche. Auf dem Hundeabenteuerspielplatz ist übrigens keine Leinenpflicht.

Jeden Mittwoch um 14:30 Uhr steht Ihnen sogar ein VDH-zertifizierter Hundetrainer für eine Trainings- und Spielstunde zur Verfügung. Die Teilnehmergebühr beträgt 5,00 €. Eine Anmeldung in der TI im Sturmfrei in Neßmersiel ist erforderlich. Mindestteilnehmerzahl: 5 Hunde.

28.5.2010

Deutscher Tierschutzbund vermittelt mit Unterstützung von Whiskas und Pedigree wieder kostenlose Hilfe für alle Haustierbesitzer

Abgelegt unter: Hund und Mensch, Tierliebe — admin @ 16:41

Wohin mit dem Haustier in der Urlaubszeit?
Deutscher Tierschutzbund vermittelt mit Unterstützung von Whiskas und Pedigree wieder kostenlose Hilfe für alle Haustierbesitzer

Die Urlaubsaktion Nimmst du mein Tier, nehm’ ich dein Tier der Mitgliedsvereine des Deutschen Tierschutzbundes ist seit 16 Jahren eine Lösung für diejenigen, die ihr Haustier nicht mit in den Urlaub nehmen können. Alljährlich werden dabei viele tausende engagierte Tierbesitzer und Tierliebhaber, die sich als „Frauchen und Herrchen auf Zeit” anbieten, zusammengeführt. Auch in diesem Jahr wird der Deutsche Tierschutzbund wieder von Whiskas und Pedigree unterstützt, die sich bereits seit vielen Jahren als Partner der Urlaubsaktion engagieren.

Trotz der bundesweit erfolgreichen Aktion und des umfangreichen Informationsangebots des Deutschen Tierschutzbundes zum Thema „Tier und Urlaub” werden jedes Jahr fast 70.000 Haustiere - vor allem Hunde und Katzen - von ihren Besitzern ausgesetzt. Auch die Zahl der abgegebenen Kleintiere, wie Hamster, Meerschweinchen und Ratten, steigt stetig an. Die meisten ereilt dieses Schicksal, wenn ihre Besitzer in die Ferien aufbrechen und sich vorab nicht um das Wohl ihres Tieres kümmern.

„Mit unserer Aktion Nimmst du mein Tier, nehm’ ich dein Tier bieten wir eine ganz konkrete Unterstützung und Hilfe bei der Urlaubsplanung an”, erklärt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Das Angebot steht jedem Interessierten ab dem 3. Mai offen. „Das ist für alle Beteiligten unkomplizierter und zugleich praktischer Tierschutz”, so Apel weiter. „Unsere Mitgliedsvereine und Helferinnen und Helfer vor Ort leisten Großartiges.” Daher sei es umso unverständlicher, dass Jahr für Jahr zehntausende Hunde und Katzen ausgesetzt würden. „Tiere auszusetzen ist eine Straftat und die Gerichte sollten die Strafmaße voll ausschöpfen. Es muss deutlich gemacht werden, dass das Aussetzen von Tieren kein Kavaliersdelikt ist”, verdeutlicht Apel.

Für die Tierheime sind die Belastungen besonders hoch. Seit dem letzten Jahr werden immer mehr Tiere aus Gründen der finanziellen Notlage abgegeben. Wenn nun in der Urlaubszeit eine hohe Zahl an Tieren hinzukommt, geraten die Tierheime an die Grenzen ihrer Kapazität und finanziellen Möglichkeiten.

3.4.2010

Vorsicht Staupe: Impfstatus bei Hunden überprüfen

Abgelegt unter: Hundegesundheit, Allgemein — admin @ 08:00

Seit einigen Wochen, darauf weist der Verband praktizierender Tierärzte in seiner Pressemeldung hin, gibt es im Raum Konstanz vermehrt kranke und tote Füchse. Bei einem Tier wurde inzwischen Staupe als Todesursache festgestellt. Ob weitere Tiere infiziert waren, wird zurzeit noch untersucht. Da Staupe auch für Hunde gefährlich werden kann und die Infektion der Füchse schnell Ländergrenzen überschreitet, sollten Hundebesitzer unbedingt den Impfstatus ihrer Vierbeiner überprüfen und gegebenenfalls ihre Schützlinge nachimpfen lassen.

Die Staupe, eine für den Menschen ungefährliche Viruserkrankung, ist die wohl bekannteste Infektionskrankheit des Hundes. Sie ist weltweit verbreitet und tritt immer wieder in unterschiedlichen Gebieten bei Wildtieren, insbesondere bei Mardern und Füchsen, auf. Außerhalb eines lebenden Organismus bleibt das Staupevirus nur wenige Tage infektiös. Eine Infektion erfolgt deshalb meist durch direkten Kontakt mit einem erkrankten Tier.

„Da sich Füchse inzwischen auch in Städten aufhalten, sind Hunde nicht nur in ländlichen Gegenden gefährdet, sich bei Kontakt mit einem kranken oder verendeten Fuchs anzustecken,“ warnt der Vizepräsident des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte, Dr. Burkhard Wendland. Hinzu kommt, dass die Immunität in der Hundepopulation insgesamt niedrig ist, sodass sich die Krankheit problemlos unter den Hunden ausbreiten kann. Nicht geimpfte Hunde sollten deshalb schnellsten geimpft werden, rät Burkhard Wendland. Außerdem ist es möglich, Staupevirusantikörper in verschiedenen Testsystemen zu bestimmen. So kann überprüft werden, ob ein Tier noch über einen ausreichenden Impfschutz verfügt oder eine Wiederholungsimpfung nötig ist.

Die Staupe zeigt ein vielgestaltiges Krankheitsbild und führt häufig zum Tod. Nach den Erstsymptomen hohes Fieber, Fressunlust und Mattigkeit entwickeln sich verschiedene Formen, die Lunge, Magen-Darm-Trakt, zentrales Nervensystem oder Haut betreffen und oft ineinander übergehen. Je nach Organ zeigen sich Husten, Atembeschwerden, Erbrechen, Durchfall, Bewegungsstörungen, Lähmungen, Krämpfe, blasiger Hautausschlag und/oder eine übermäßige Verhornung der Sohlenballen und des Nasenspiegels. Dauerhafte Schäden bei Überleben der Krankheit sind Verhaltensstörungen und Epilepsie. Eine Erkrankung im Alter des Zahnwechsels führt zu bleibenden Schäden am Zahnschmelz.

27.2.2010

Wolf kehrt zurück nach Bayern

Abgelegt unter: Hund und Mensch, Allgemein — admin @ 08:18

In Oberbayern hält sich laut Pressemitteilung des Deutschen Tierschutzbund bereits seit Dezember ein frei lebender Wolf auf. Dies wurde nun auch vom bayerischen Umweltministerium offiziell bestätigt. Der Deutsche Tierschutzbund begrüßt die Rückkehr des Wolfs ganz ausdrücklich und ruft gleichzeitig zu einem besonnenen Umgang mit dem Tier auf.

Das bayerische Umweltministerium hat Meldungen bestätigt, wonach sich im Großraum Brannenburg am Wendelstein in Oberbayern ein Wolf aufhält. Anhand von Bissspuren an einem getöteten Stück Rotwild konnte dies zweifelsfrei nachgewiesen werden. Den letzten Nachweis gab es offenbar Ende Januar. Nutztiere seien bisher nicht gerissen worden. Es wird vermutet, dass es sich um ein aus dem Alpenraum zugewandertes Einzeltier handelt.

„Wir freuen uns über die Rückkehr des Wolf nach Bayern”, so Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Nun muss alles getan werden, um das Tier vor störenden Einflüssen von außen zu bewahren. Die Bevölkerung muss darüber aufgeklärt werden, dass von einem Wolf keine Gefahr ausgeht. Keinesfalls darf Panikmache zu einem zweiten „Fall Bruno” führen”, so Apel, der in diesem Zusammenhang an den Abschuss des Braunbären Bruno vor wenigen Jahren erinnert. Gefahr bestehe weniger für die Bevölkerung als für das Tier selbst, sei es durch den Straßenverkehr oder illegalen Abschuss durch Jäger.

Frei lebende Wölfe sind nach Angaben des Verbands sehr scheue und misstrauische Tiere, die Menschen aus dem Weg gehen. Es sei allerdings möglich, dass vereinzelt Nutztiere gerissen werden. Betroffene Bauern sollten in einem solchen Falle angemessen entschädigt werden. Für den Umgang mit den streng geschützten Wölfen existiere in Bayern sogar ein Managementplan. In Deutschland gibt es derzeit mit Sachsen und Brandenburg nur zwei Bundesländer mit einem reproduzierenden Wolfsbestand. In anderen Bundesländern werden vereinzelt Wölfe gesichtet, die auf der Suche nach neuen Revieren eingewandert sind. In Bayern wurde im Jahr 2006 ein Wolf bei Starnberg überfahren.

5.2.2010

Polizisten überfahren entlaufenden Hund. Deutscher Tierschutzbund prüft Anzeige

Abgelegt unter: Hund und Mensch, Allgemein — admin @ 17:48

02.02.2010
Schleswig-Holsteinische Polizei in Rambolaune: Deutscher Tierschutzbund prüft Anzeige

Der Deutsche Tierschutzbund kritisiert das Vorgehen der schleswig-holsteinischen Polizei: Weil er auf der Autobahn umherirrte, und die Beamten offenbar nicht in der Lage waren, eine angemessene Lösung zu finden, überfuhren die Polizisten einen entlaufenen Hund. Für den Verband eine klare Sache: Es gibt keine polizeirechtliche Rechtfertigung für den Einsatz, aber viele offene Fragen. Der Deutsche Tierschutzbund will die weiteren Ermittlungen abwarten, behält sich eine Anzeige wegen Verstoßes gegen Tierschutzgesetz vor.

In Hoisdorf (Kreis Stormarn), bei Hamburg wurde ein Australian Shepherd bei einem Polizeieinsatz getötet. Offenbar wurde er mit einem Dienstwagen der Landespolizei auf der Autobahn absichtlich überfahren. Das schleswig-holsteinische Landespolizeiamt hat daraufhin eine Schadenersatzforderung wegen Sachbeschädigung gegen eine Hundehalterin aus Hoisdorf geltend gemacht.

„Die Ankündigung, den Vorfall intern zu prüfen, begrüßen wir. Klar muss aber auch sein, dass das Verhalten Folgen haben muss. Die Tötung eines Tieres kann immer nur letztes Mittel sein und muss möglichst ohne weiteres Leid für das Tier und ohne weitere Gefährdungen erfolgen. Das war hier nicht der Fall”, fasst Thomas Schröder, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Tierschutzbundes, zusammen.

Für die Tierschützer ist nicht nachvollziehbar, warum das Überfahren des Hundes möglich war, nicht aber das gezielte Erschießen des Tieres. Grundsätzlich kann die Tötung eines Tiers gerechtfertigt sein um die Sicherheit von Autofahrern zu gewährleisten. Keinesfalls kann aber das gezielte Überfahren eines Tieres ein polizeirechtlich korrektes Vorgehen darstellen. Durch diesen provozierten Unfall hätten weitere Unfälle entstehen können. Zudem bestand die Gefahr, dass das Tier verletzt wird und weiter herumirrt in einem leidvollen Todeskampf. Zu prüfen ist auch, warum keine kurzfristige Sperrung der Autobahn zur Nachtzeit erfolgte.

Der Deutsche Tierschutzbund erwartet insbesondere Aufklärung, ob die Polizisten eigenständig oder auf Basis einer Dienstanweisung gehandelt haben. Dahinter steht die Frage, ob die Tötung durch Überfahren eines Hundes die „übliche Problemlösung” ist. „Wir erwarten gemeinsam mit unserem Landesverband Schleswig-Holstein eine klare, transparente und öffentliche Aufklärung durch die Dienstvorgesetzten. Falls das nicht zufriedenstellend erfolgt, bliebe nur die Anzeige”, so Schröder.

29.1.2010

Auch Hunde leiden unter den winterlichen Witterungsverhältnissen

Abgelegt unter: Hundegesundheit, Tierliebe, Allgemein — admin @ 15:09

Der Deutsche Tierschutzbund weist angesichts niedriger Temperaturen darauf hin, dass auch Tiere unter den winterlichen Witterungsverhältnissen leiden können. Besonders beim Gassigang sei Vorsicht geboten. „Winterbekleidung” für gesunde Tiere sei aber unnötig und nicht artgerecht, so der Verband in Bonn. Das Fell reiche als natürlicher Wärmeschutz in der Regel völlig aus.

Auf die täglichen Spaziergänge muss nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes gerade bei gesunden Hunden nicht verzichtet werden. „Für den Gassigang gilt, zügig gehen, damit der Hund immer in Bewegung bleibt”, rät Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Wenn das Tier zittere, solle der Spaziergang jedoch sofort abgebrochen werden. Bei kurzhaarigen und kleinen Hunden könne es sinnvoll sein, statt eines ausgedehnten Spaziergangs mehrmals kürzere Gänge zu machen. Für viele Hunde ist der Schnee eine „kulinarische” Verlockung. Es ist allerdings ratsam, darauf zu achten, dass die Tiere ihn nicht zu sich nehmen. Die Kälte und die möglicherweise im Schnee enthaltenen Erreger, Schadstoffe oder Streusalz könnten zu Erbrechen, Durchfällen bis hin zu Magen- und Darmentzündungen führen, so der Verband. Die Pfoten sollten nach dem Spaziergang mit lauwarmem Wasser abgespült werden, wenn sie in Kontakt mit Streusalz gekommen sind. Das Jugendportal des Deutschen Tierschutzverbandes gibt ebenfalls Tipps, wie man bei diesem „Hundewetter” seine tierischen Lieblinge schützen kann.

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