Zeckenschutz für Bello und Co.

Mit den ersten warmen Tagen geht die Zeckensaison los. Dabei setzen die winzigen Plagegeister nicht nur dem Menschen zu, sondern auch Hunden und Katzen. Denn bei den Vierbeinern können sie ebenfalls gefährliche Krankheiten übertragen, beispielsweise Borreliose, Babesiose – die sogenannte Hundemalaria – oder sogar die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

Natürliche Zeckenabwehr verändert das Hautmilieu

Beim Haustier sollte man ebenfalls auf guten Zeckenschutz achten, um es vor Krankheiten zu bewahren – aber auch deshalb, weil die Zecken vom Hund auf den Menschen übersiedeln können. Nun möchten jedoch die meisten Tierhalter nicht mit chemischen Präparaten gegen die Parasiten vorgehen. Schließlich kommen sie dabei selbst schnell mit den Mitteln in Berührung. Noch größer ist die Sorge, wenn Kinder im Haushalt leben. Sie spielen und kuscheln oft sehr intensiv mit dem geliebten Vierbeiner, weshalb Eltern zu Recht fürchten, dass sie besonders stark mit den Inhaltsstoffen in Kontakt geraten.

Eine natürliche Alternative für die Zeckenabwehr ist zum Beispiel das Nahrungsergänzungsmittel „Formel-Z“ für Hunde. Es enthält einen Vitamin-B-Komplex aus Hefe sowie Vitamin B1 und wird dem Futter beigemischt oder als Leckerli verabreicht. Dabei aktiviert es den Hautstoffwechsel und verändert das Hautmilieu. Das ist für den Mensch und das behandelte Tier nicht wahrnehmbar, für Zecken und anderes Ungeziefer entsteht jedoch ein unangenehmer Geruch, sie werden dadurch ferngehalten. Als zusätzlichen Effekt sorgen die Tabletten für gesundes, dichtes und glänzendes Fell. Unter www.formel-z.info gibt es weitere Informationen dazu.

Auch auf den Selbstschutz achten

Zusätzlich zu solch vorbeugenden Maßnahmen sollten allerdings auch weitere Vorsichtsmaßnahmen nicht vernachlässigt werden. Hunde und freilaufende Katzen sucht man am besten nach dem Ausflug ins Freie gründlich nach Zecken ab und entfernt diese gegebenenfalls vorsichtig. Krankheitserreger werden nicht immer sofort ins Blut übertragen. Tierhalter selbst sollten sich ebenfalls schützen, indem sie etwa auf Wiesen und im Wald geschlossene Schuhe tragen und die Strümpfe über den Hosensaum ziehen.

Zahngesundheit bei Hunden

Tube auf, Zahnpasta auf die Bürste, putzen – Für uns Menschen ist das mindestens zweimal täglich zwei bis drei Minuten lang Routine. Nicht weniger wichtig ist die regelmäßige Zahnpflege für Haustiere. Denn auch bei Hunden kann vernachlässigte Zahnhygiene zu Problemen führen. Das ist sogar ein häufiger Grund für Tierarztbesuche, weiß die für die Tierschutzorganisation TASSO e.V. tätige Tierärztin Dr. Anette Fach.

Da für die medizinisch sinnvolle Entfernung von Zahnstein eine Narkose notwendig ist, sollten Tierhalter versuchen, möglichst viel für die Zähne ihrer Haustiere zu tun. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Zähne von Hunden zu pflegen. Zum Beispiel gilt Trockenfutter im Allgemeinen als besser für die Zahngesundheit, da das Kauen zu einem gewissen Abrieb an den Zahnflächen führt. Außerdem gibt es spezielle Zahnpflegefutter auf dem Markt, die aufgrund ihrer Textur zusätzlich zahnreinigend wirken. Speziellen Kaustangen können ebenfalls helfen, die Zähne zu reinigen. Allerdings haben die industriell hergestellten Produkte auch Nachteile: Sie bestehen meist aus relativ viel Bindegewebe und nicht aus hochwertigem Eiweiß. So nehmen die Tiere zusätzliche Kalorien auf. Da viele Haustiere in Deutschland bereits zu dick sind, ist Vorsicht geboten. Desinfizierende Trinkwasserzusätze sind eine gute Alternative. Diese Produkte helfen auch für einen frischen Atem.

„Am besten, man putzt seinem Tier aktiv die Zähne. Mit vielen Tieren lässt sich das trainieren“, rät Dr. Anette Fach. Dafür gibt es spezielle Hundezahncremes. Man kann mit einer Zahnbürste oder auch mit einem Baumwolltuch die Zahncreme auf die Zähne des Tieres auftragen und verteilen. Hierbei gilt: Ein einfaches Auftragen auf die Zähne ist gut, ein regelrechtes Putzen der Zähne ist besser.

Einem Tier das Zähneputzen beizubringen, sollte mit viel positiver Bestärkung, Geduld und schrittweisem Üben erfolgen. Grundsätzlich gilt: Jede Maßnahme, die man für die Zahngesundheit tut, hat einen Effekt und hilft in der Summe. Regelmäßige professionelle Zahnreinigung und tägliches Zähneputzen zu Hause sind am erfolgreichsten.

Der TASSO-Zahncheck für zu Hause:

1. Frisst oder kaut das Tier abnormal, oder meidet es feste Futterbestandteile?

2. Speichelt oder blutet das Tier aus dem Maul?

3. Riecht das Tier unangenehm aus dem Maul?

4. Ist das Zahnfleisch um die Zähne gerötet oder blutig?

5. Fehlen bei dem Tier Zähne?

6. Sind auf den Zähnen (vor allem hinten im Maul an den oberen Zähnen nachschauen) Beläge zu sehen?

Wer eine oder mehrere Fragen mit „Ja“ beantwortet hat, sollte sein Tier bei einem Tierarzt vorstellen. Eine Erkrankung in der Maulhöhle ist dann wahrscheinlich.

Hunde willkommen

Wanderungen in weitläufiger Landschaft, durch grüne Wälder und über blühende Wiesen – das gefällt Zwei- und Vierbeinern gleichermaßen. Gegenden wie der Bayerische Wald, in denen die Natur die Hauptrolle spielt, sind daher ideale Ziele für einen Wanderurlaub mit Hund. Eingebettet in das größte zusammenhängende Waldgebiet Mitteleuropas, gebildet von dem ältesten Nationalpark Deutschlands und dem tschechischen Nationalpark Sumava, liegt Philippsreut. Die Grenzgemeinde im Landkreis Freyung-Grafenau dürfte zu den hundefreundlichsten Kommunen im Bayerischen Wald zählen.

Füße und Pfoten im Speichersee erfrischen

Zu den speziellen Angeboten für Mensch und Tier gehören zum einen abwechslungsreiche Möglichkeiten des gemeinsamen Auslaufs, beispielsweise geführte Wanderungen mit Hund. Dazu kommen zahlreiche hundefreundliche Gastgeber, Trainingsangebote in der Hundeschule und sogar Wellness-Angebote für die Vierbeiner. Unter www.philippsreut.de gibt es weitere Informationen zur Region und zahlreiche Wandertipps. Zu den genussvollen Grenzerfahrungen für Herrchen oder Frauchen gehört beispielsweise der Rundblick vom Aussichtsfelsen des 1.139 Meter hohen Almbergs über die ursprüngliche Mittelgebirgslandschaft bis ins benachbarte Tschechien. Beim Rückweg über die bequeme Forststraße kann man Füße und Pfoten im großen Speichersee erfrischen.

Attraktive Wanderrouten

Durch die Gemeinde Philippsreut führen der Goldsteig, der längste Wanderweg Deutschlands, der europäische Fernwanderweg E6 sowie der Pilgerweg Via Nova. Wer beim Wandern gerne Natur- und Kulturgenuss verbindet, begibt sich am besten auf den Themenwanderweg „Von Kapelle zu Kapelle“. Ein Muss ist dabei ein Besuch der Tusset-Kapelle im tschechischen Stozec. Den Weg dorthin kann man verkürzen mit den sogenannten Igel- und Linienbussen, deren Benutzung mit dem Gästeservice-Umwelt-Ticket kostenlos ist. Praktisch für alle, die es bei einer kleinen Gassirunde belassen wollen: Eine originalgetreue Kopie der Wallfahrtskapelle steht seit 1985 in Philippsreut.

Luna und Balu sind beliebt – TASSO verrät die TOP-Hunderassen und Haustiernamen im Jahr 2016 in Deutschland

In Berlin und Dresden lieben die Menschen Bulldoggen, in München, Hamburg und Düsseldorf Labradore, und in Frankfurt und Hannover stehen Chihuahuas an der Spitze der Top 10 der beliebtesten Hunderassen. Auch für das Jahr 2016 hat die Tierschutzorganisation TASSO e.V., die Europas größtes Haustierregister betreibt, erneut ausgewertet, welche die beliebtesten Hunderassen waren. Grundlage bilden hierbei die Neuanmeldungen im Register.

Deutschlandweit betrachtet führt der Labrador Retriever (19.761) die Rasse-Rangliste mit großem Vorsprung an, gefolgt wird er vom nach wie vor beliebten Deutschen Schäferhund (14.748). Beide Rassen sind bereits seit Jahren vorne mit dabei. Chihuahuas (12.855) und französische Bulldoggen (9.610), die auf Platz 3 und 4 der Hitliste liegen, erfreuen sich besonders in den vergangenen Jahren steigender Beliebtheit. Es folgen die quirligen Jack-Russel-Terrier (7.872), die besonders bei Familien beliebten freundlichen Golden Retriever (6.864), sportliche Australian Shepherds (6.327), mutige Yorkshire Terrier (6.165), intelligente Border Collies (3.960) und schließlich der robuste Bolonka Zwetna (3.703), der in diesem Jahr den Mops aus der Rangliste verdrängt hat.

Allerdings: Alle Top 10 zusammen haben keine Chance gegen den wirklich beliebtesten Hund in Deutschland: den Mischling. Wie bereits in den Vorjahren liegen Mischlingshunde ganz vorne auf der Beliebtheitsskala der Deutschen. 106.204 Mischlinge wurden allein im vergangenen Jahr bei TASSO registriert.

Grundsätzlich begrüßt TASSO die Vielfalt der verschiedenen Hunderassen und warnt vor dem Trend zu sogenannten Modehunden, also Tieren einer Rasse, die gerade besonders im Trend liegt. Denn das kann für die Hunde schnell gefährlich werden. „Steigt die Nachfrage nach Modehunden plötzlich an, fördert das leider allzu oft den illegalen Welpenhandel“, weiß TASSO-Leiter Philip McCreight. Die Folge: Oft werden zu junge oder kranke Tiere von unseriösen Händlern statt von seriösen Züchtern verkauft, um die gestiegene Nachfrage zu befriedigen. „Die Tiere sind dann häufig unter schlechten Bedingungen im Ausland geboren und zu früh von der Mutter getrennt worden, sodass oft ihr Gesundheitszustand und ihre Sozialisierung mangelhaft sind.“

Beständigkeit bei der Namenswahl

Besonders treu zeigen sich die Deutschen bei der Namensgebung ihrer vierbeinigen Lieblinge. Egal ob Rassehund oder Mischling: Viele Fellnasen dürften Balu oder Luna heißen, denn das waren auch im vergangenen Jahr die beliebtesten Hundenamen. Luna und Emma steht sogar bereits seit 2008 an der Spitze der Namenshitliste. Hündinnen werden auch gerne Bella, Amy, Lucy, Kira, Lilly, Nala oder Paula genannt. Einziger Unterschied zum Vorjahr bei den Hündinnen ist der zehnte Platz: Mia verdrängte Lotte vom letzten Rang der Top 10. Ähnlich beständig ist die Namensliste der Rüden: Hinter Balu folgen Buddy, Sammy und Sam, Rocky, Lucky, Bruno, Max, Leo, Charly und Oskar. Auch hier hat es in den vergangenen Jahren nur wenige Veränderungen gegeben.

Wenig Überraschung bietet auch die Hitliste der beliebtesten Katzennamen. Auch hier sind Luna und Lilly vorne mit dabei. Zudem Mia, Lucy, Nala, Mimi, Minka, Bella, Kitty und Amy. Kater hören – wenn sie wollen – auf die Namen Sam und Sammy, Felix, Leo, Simba, Balu, Findus, Tiger, Max, Charly und Moritz.

Welthundetag am 10. Oktober

Sie sind ein Gewinn für alle: Wenn Hundehalter ihre tierischen Begleiter mit ins Büro bringen dürfen, profitieren davon nicht nur sie selbst, sondern auch die Tiere, die Kollegen, das Arbeitsklima und letztlich die Leistung jedes Einzelnen. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. wirbt dafür, dass mehr Unternehmen ihren Mitarbeitern gestatten, ihre Tiere mit zur Arbeit zu bringen.

Viele Aufträge, wenig Zeit, ständig klingelt das Telefon, und wie am laufenden Band treffen Emails ein: Der Arbeitsalltag ist oft stressig. Auf die wichtigen Ruhepausen wird verzichtet, und auch in der Freizeit können viele nicht loslassen. Für das Unternehmen ist das langfristig kein Gewinn, denn ein Burn-out ist längst kein Randphänomen mehr. Umso wichtiger, dass Firmen sich aktiv für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter einsetzen. Viele wissenschaftliche Studien haben nachgewiesen, dass Arbeitnehmer stark davon profitieren, wenn es erlaubt ist, Hunde mit zur Arbeit zu bringen. Daher setzt sich TASSO dafür ein, dass sich mehr Unternehmen der Idee des „Bürohundes“ öffnen und legt anlässlich des Welthundestages (10. Oktober 2016) im Oktober mit der Aktion „Büroschnauzen“ einen Schwerpunkt auf dieses Thema.

Die Organisation kann dabei auf eigene positive Erfahrungen zurückblicken. Den TASSO-Mitarbeitern ist es seit jeher erlaubt, ihre Vierbeiner mitzubringen. Und TASSO-Leiter Philip McCreight wünscht sich, dass der Bürohund auch in anderen Unternehmen selbstverständlich wird. „Hunde tragen erwiesenermaßen zu einer Verbesserung des Betriebsklimas bei. Die sozialen Tiere fördern die Kommunikation, denn die Kollegen haben ein unverfängliches Smalltalk-Thema. Schließlich bietet ein Hund immer Gesprächsstoff“, weiß Philip McCreight. „Streichel-, Spiel- und Spaziergeh-Pausen führen dazu, dass die Mitarbeiter sich häufiger bewusst entspannen und anschließend konzentrierter weiterarbeiten können“, weiß McCreight. Hierbei ist gerade das Streicheln wichtig, denn dabei schüttet der Körper erwiesenermaßen das Glückhormon Qxytocin aus. Den Stress des Mitarbeiters zu reduzieren, hilft schließlich nicht nur ihm selbst, sondern letztlich auf dem Unternehmen, dass auf gesunde leistungsfähige Mitarbeiter angewiesen ist.

Natürlich ist es nicht in jedem Job möglich, dass der Hund mit zu Arbeit kommt. Es müssen aber einige Grundregeln beachtet werden:

• Der Arbeitsplatz muss geeignet sein. Der Hund darf nicht mit in eine Fabrik, in der es laut und gefährlich ist. Lebensmittelverarbeitende Betriebe sind tabu. Weiterhin sollte nicht zu viel Trubel herrschen. Ein überfülltes Kaufhaus ist zum Beispiel keine gute Umgebung für den Vierbeiner.

• Kollegen und Vorgesetzte müssen einverstanden sein. Auch wenn ein Kollege ein Problem damit hätte – vielleicht allergiebedingt – muss darauf Rücksicht genommen werden.

• Ein eigener Platz: Dem Hund darf es an nichts fehlen. Dazu gehört ein Rückzugplatz. Weiterhin braucht der Hund auch im Job immer Zugang zu frischem Wasser und regelmäßige Spaziergänge und gelegentliche Spielpausen.

• Weiterhin muss sich der Vierbeiner im Büro wohlfühlen. Er sollte keine Angst vor Menschen haben oder Aggressionen zeigen. Ein gewisser Grundgehorsam ist ebenfalls Voraussetzung. Den idealen Begleiter für das Büro zeichnet zudem ein ruhiges und freundliches Gemüt aus.

Rolltreppen sind für Hunde tabu

Hunde haben auf einer Rolltreppe nichts zu suchen. Darauf weist die in Sulzbach bei Frankfurt ansässige Tierschutzorganisation TASSO e.V. mit Nachdruck hin. Immer wieder gibt es Hundehalter, die ihre Tiere mit auf die Rolltreppe nehmen, immer wieder kommt es dabei zu schlimmen Unfällen.

„Rolltreppen sind für Hunde viel zu gefährlich“, warnt TASSO-Leiter Philip McCreight eindringlich. Sehr schnell kann sich das Tier vor allem am Ende der Treppe mit den Krallen oder Haaren in dem stählernen Aufsatz verfangen. Die Folgen sind meist dramatisch. Wahnsinnig schmerzhaft und blutig ist es für die Tiere zum Beispiel, wenn ihnen dabei eine Kralle gezogen wird. Nicht selten mussten auch schon vor Ort ganze Zehen amputiert werden, um das Tier zu retten.

McCreight wünscht sich daher, dass deutlicher darauf hingewiesen wird, dass Rolltreppen für Hunde tabu sind. „Die kleinen Schilder, die oft am Fuße der Treppe angebracht sind, werden leicht übersehen oder nicht ernstgenommen“, kritisiert der Tierschützer und appelliert an Verkehrsbetriebe und Kaufhäuser, deutlicher vor den Gefahren zu warnen. Vor allem ist aber der Halter gefragt: Kleine Hunde gehören auf den Arm, mit großen sollte unbedingt eine normale Treppe oder der Aufzug genutzt werden.

Tierschutzexperten raten weiterhin vom Urlaub mit Hund in Dänemark ab

Mit dem Auto gut erreichbar, mildes Klima, Dünen und Strand – Auf den ersten Blick erscheint ein Urlaub in Dänemark für Menschen mit Hund nahezu perfekt. Doch das dänische Hundegesetz ist alles andere als hundefreundlich. Ein Beißvorfall kann bereits die Beschlagnahmung des Hundes und im schlimmsten Fall seinen Tod zur Folge haben.

Auch wenn Dänemark vor mittlerweile zwei Jahren Änderungen am landeseigenen Hundegesetz vorgenommen hat, warnen die Tierschutzorganisationen TASSO e.V. und VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz sowie der Verband für das deutsche Hundewesen (VDH) dennoch vor Reisen mit dem Hund nach Dänemark.

Das seit dem 1. Juli 2010 geltende Verbot von 13 als gefährlich eingestuften Hunderassen hat weiterhin Bestand. Danach dürfen American Bulldogs, American Staffordshire Terrier, Boerboels, Dogo Argentinos, Fila Brasileiros, Kangals, Kaukasische Owtcharkas, Pitbull Terrier, Sarplaninacs, Südrussische Owtcharkas, Tornjaks, Tosa Inus und Zentralasiatische Owtcharkas in Dänemark weder gezüchtet noch gehalten und auch nicht eingeführt werden.

Hundehalter, insbesondere auch Touristen, deren Tiere einer dieser verbotenen Rassen angehören, müssen mit einer polizeilichen Beschlagnahmung und gegebenenfalls auch Tötung ihrer Vierbeiner rechnen. Auch Hunde, die in ihrem Aussehen einer der im Gesetz genannten Rassen ähneln, sind davor nicht gefeit. Dies kann insbesondere Mischlingshunde betreffen. Die Halter müssen im Fall der Fälle eindeutig mittels Herkunftsnachweisen belegen können, dass ihr Tier keiner der gelisteten Rassen angehört.

Auch Hunde, die auf dänischem Boden in einen Beißvorfall verwickelt sind, kann dieses Schicksal treffen. Seit dem 1. Juli 2014 entscheiden nicht mehr die Polizeibeamten, sondern sogenannte „dog experts“ (Hundesachverständige) darüber, ob der betreffende Hund getötet wird. „Leider ist in der Gesetzgebung auch nach zwei Jahren immer noch nicht festgelegt, welche Ausbildung diese Personen überhaupt haben müssen. Immerhin entscheiden sie über Leben oder Tod eines Lebewesens“, kritisiert Udo Kopernik, Pressesprecher des VDH, diese Bestimmung.

Offiziellen Angaben des dänischen Landwirtschaftsministeriums zufolge wurden bisher über 600 Hunde auf Basis des dänischen Hundegesetzes getötet, die dänische Organisation fairdog schätzt diese Zahl jedoch weitaus höher ein.

Die Tierschutzorganisationen TASSO und VIER PFOTEN sowie der VDH haben bereits in der Vergangenheit deutliche Kritik an der dänischen Hundegesetzgebung, insbesondere an der rassebezogenen Gefährlichkeitseinstufung von Hunden geäußert.

„Das Gefährlichkeitspotential eines Hundes ist von vielen rasseunabhängigen Faktoren wie beispielsweise menschlichem Fehlverhalten abhängig“, weiß Sarah Ross, Heimtierexpertin bei VIER PFOTEN. „Kein Hund ist von Geburt an bissig oder gefährlich.“

Für Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei TASSO, sind Rasselisten grundsätzlich eine haltlose Maßnahme: „Hunde pauschal aufgrund ihrer Rassezugehörigkeit als gefährlich einzustufen, ist wissenschaftlich unhaltbar. Rasselisten, ganz gleich ob in Dänemark oder Deutschland, gaukeln lediglich eine Scheinsicherheit vor, leisten aber keinen effektiven Beitrag zum Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden.“

Hundehalter, die ihren Urlaub mit ihrem Vierbeiner in Dänemark verbringen möchten, sollten sich zum Schutz ihrer Tiere vorab unbedingt umfangreich informieren. Besonders zu beachten ist die Pflicht, Hunde an den dänischen Stränden zwischen dem 1. April und dem 30. September an der Leine zu führen.

Was tun, wenn ein Vierbeiner überhitzt ist

Der Sommer kommt in großen Schritten: Was uns Menschen freut, kann für Hunde schnell zur Gefahr werden. Nach wie vor sterben in Deutschland jedes Jahr Hunde, weil ihre Halter sie im Auto zurücklassen. Dabei gilt: Ein Hund gehört nicht ins abgestellte Auto, wenn es warm ist. Sollte es dennoch passiert sein, ist es wichtig, das überhitzte Tier richtig zu versorgen. Die für die Tierschutzorganisation TASSO e.V. tätige Tierärztin Dr. Anette Fach gibt Tipps zum richtigen Verhalten bei einem Hitzschlag.

Schon ab 20 Grad Celsius Außentemperatur kann ein Auto zur tödlichen Gefahr für einen Hund werden. Das Fahrzeuginnere heizt sich binnen kürzester Zeit auf extreme Temperaturen auf. Der Hund versucht, sich durch Hecheln Kühlung zu verschaffen, dabei verbraucht er jedoch sehr viel Wasser. Wenn er dieses Wasser nicht wieder aufnehmen kann, besteht die Gefahr eines Hitzschlages, weil lebenswichtige Organe nicht mehr ausreichend durchblutet werden.

Erste Anzeichen eines Hitzschlages bei Hunden sind Unruhe, eine weit herausgestreckte Zunge, Taumeln und Erschöpfung. Im fortgeschrittenen Stadium kann der Hitzschlag zu einem Schockzustand, Bewusstlosigkeit und nicht selten sogar zum Tod führen. Ein Tier, das Symptome eines Hitzschlages zeigt, muss daher so schnell wie möglich von einem Tierarzt behandelt werden.

Wie Sie sich im Notfall richtig verhalten, erklärt die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Anette Fach:

„Das Wichtigste ist, das Tier zunächst in den Schatten zu bringen und es vorsichtig für mindestens 30 Minuten abzukühlen. Beginnen Sie zum Beispiel mit nasskalten Umschlägen und arbeiten Sie sich von den Pfoten über die Beine, das Hinterteil, und den Rücken bis zum Nacken hoch. Das Wichtigste ist hierbei eine langsame Abkühlung. Keinesfalls darf das Tier mit eiskaltem Wasser übergossen werden. Danach muss zeitnah der Transport in einem gekühlten Auto zum Tierarzt erfolgen. Eine weitere Hitzebelastung sollte unbedingt vermieden werden. In der Tierarztpraxis sollte man sich sicherheitshalber anmelden, damit auch ein Tierarzt vor Ort und einsatzbereit ist, um das Tier entsprechend notfallmäßig behandeln zu können. Die Behandlung beim Arzt besteht aus Infusionen, Medikamenten und eventuell auch Sauerstoffzufuhr.“

Um noch mehr Vierbeiner vor einem grausamen Tod im Auto zu schützen, hat TASSO vor einigen Jahren die Kampagne „Hund im Backofen“ ins Leben gerufen. Tierfreunde können uns aktiv unterstützen, indem sie unser kostenloses Aufklärungsmaterial anfordern und dieses an andere Hundefreunde verteilen. Somit können noch mehr Menschen die Gefahren erkennen und entsprechend handeln.

Weitere Informationen zur Aktion „Hund im Backofen“ sowie das Bestellformular finden Sie hier: www.tasso.net/hund-im-backofen

Sicher und gut vorbereitet mit dem Hund in den Urlaub

Für Hundehalter gehört der Vierbeiner zur Familie. Dass er sein „Rudel“ in den Urlaub begleitet, ist daher oft selbstverständlich. Bei einer Reise mit dem Hund ist jedoch Vorbereitung notwendig, denn es gilt einiges zu beachten. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. gibt Tipps für einen entspannten Urlaub mit Vierbeiner.

Wenn in den kommenden Wochen wieder tausende Menschen in Richtung Urlaub starten, darf der Familienhund natürlich nicht fehlen. Gerade bei Reisen mit dem Zug oder mit dem Auto nehmen die Deutschen ihren vierbeinigen Liebling gerne mit. Viele Anbieter von Ferienwohnungen und Hotels sind bereits auf Reisende mit Hunden eingestellt und gestatten das Mitbringen des Vierbeiners. Das sollte natürlich immer schon bei der Buchung geklärt werden.

Transponder und Registrierung dürfen nicht fehlen

„Weil der Urlaubsort, egal ob in Deutschland oder im Ausland für den Hund immer fremd sein wird, ist es gerade dann besonders wichtig, dass das Tier bei TASSO registriert ist“, betont TASSO-Leiter Philip McCreight. Bei der Registrierung wird die Nummer des Transponders, der umgangssprachlich auch Mikrochip genannt wird, gemeinsam mit den Daten des Halters in der TASSO-Datenbank hinterlegt. Nur so kann ein entlaufendes Tier auch am Urlaubsort schnell wieder mit seiner Familie zusammengebracht werden. Damit es aber gar nicht erst soweit kommt, dass ein Tier ausbüxt, rät Philip McCreight: „Reisende sollten den Hund sowohl während der Pausen auf der Fahrt als auch die ersten Tage am Urlaubsort anleinen.“ Vor einer weiten und anstrengenden Reise ist es zudem ratsam, noch einmal Rücksprache mit dem Tierarzt zu halten, damit sichergestellt ist, dass die Reise nicht zu viel für das Tier wird.

Die Anreise an den Urlaubsort muss gut geplant werden. Das optimale Verkehrsmittel ist das Auto. Es bietet dem Hund den größten Komfort, weil regelmäßige Pausen eingelegt werden können. Flugreisen bedeuten für Hunde oft großen Stress, besonders wenn die Tiere größer sind und im Frachtraum reisen müssten. Für Bahnfahrten benötigen Hunde ein eigenes Ticket, müssen häufig einen Maulkorb tragen und die Enge in den Zügen kann schnell stressig werden. Vor allem aber ist es bei einer Reise mit der Bahn nicht möglich, dem Tier regelmäßige Pausen zu gönnen.

Im Auto sichern und regelmäßig pausieren

Geht es mit dem Auto in den Urlaub, muss der Hund unbedingt angemessen gesichert werden. Etwa alle zwei Stunden sollte eine Pause eingelegt werden, in der der Vierbeiner frisches Wasser trinken und spazieren gehen kann. Da viele Hunden im Auto schnell unter Übelkeit leiden, ist es ratsam, sie etwa vier bis sechs Stunden vor Abfahrt das letzte Mal zu füttern. Es macht den Tieren nichts, einige Stunden ohne Futter auszukommen. Im Auto sollten die Fenster während der Fahrt geschlossen bleiben und die Klimaanlage darf nicht zu stark einstellt sein, da Hunde leicht eine Bindehautentzündung bekommen. Und natürlich gilt auch für die Pause auf dem Rasthof die Regel, einen Hund an warmen Tagen niemals im Auto zurückzulassen.

Heimtierausweis und Transponder sind Pflicht

Führt die Reise ins Ausland, ist es wichtig, dass der Halter einen EU-Heimtierausweis für sein Tier hat. Weiterhin ist die Kennzeichnung mit dem Transponder vorgeschrieben. Urlauber sollten vor Reiseantritt unbedingt die Einreisebestimmungen klären und sich darüber informieren, welche Vorschriften vor Ort gelten. In einigen Ländern müssen bestimmt Rassen zum Beispiel einen Maulkorb tragen, manchmal gilt Leinenpflicht, oder Hunde dürfen nicht mit ins Restaurant.

Die TASSO-Checkliste für das tierische Reisegepäck:

• Für die Sicherheit: Heimtierausweis mit Informationen zu den letzten Impfungen, Telefonnummer des Ansprechpartners bei der Haftpflichtversicherung und die Adresse eines Tierarztes vor Ort

• Für die Fahrt und den Aufenthalt: Transportbox, Maulkorb (wenn nötig), Leine, Hundekissen oder Körbchen sowie Decke und Spielzeug

• Für Hygiene und Hunger: Fressnapf, Kot-Tüten, Handtuch Kamm und Bürste, Futter und Leckerlies

• Für die Gesundheit: Reiseapotheke mit den Medikamenten, die das Tier benötigt, Mitteln gegen Reiseübelkeit und Durchfall, Wund- und Desinfektionsspray, Tücher zum Reinigen der Augen und Pfoten, Zeckenzange und Verbandsmaterial

Mit einer gründlichen Vorbereitung und etwas Rücksicht auf die Bedürfnisse des Vierbeiners steht einer erholsamen Urlaubsreise mit dem Hund nichts im Wege.

Hundesitting: Wer zahlt, wenn der Hund einen Schaden verursacht?

Rund fünf Millionen Hunde leben in deutschen Haushalten. Häufig sind sie die besten Freunde des Menschen. Seit 2010 gebührt ihnen deshalb ein eigener Tag, der vom Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) ins Leben gerufen wurde. Unter dem Motto „Unser Tag des Hundes“ finden am kommenden Wochenende deutschlandweit Aktivitäten statt, die die besondere Bedeutung dieses treuen Begleiters in unserer Gesellschaft hervorheben sollen. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. nimmt diesen Tag zum Anlass, um Antworten auf Haftungsfragen beim Hundesitting zu geben.

Hundehalter kennen das: Hin und wieder stehen Termine an, bei denen der Vierbeiner nicht dabei sein kann. Viele bringen das Tier für diese Zeit zu einem Freund oder sogar zu einem professionellen Hundesitter. Doch was passiert, wenn der Hund ausgerechnet, während er in der Obhut des Hundesitters ist, einem Dritten gegenüber einen Schaden verursacht? Wer zahlt, wenn zum Beispiel ein Radfahrer durch die Schuld des Hundes stürzt und sich verletzt?

„In jedem Fall haftet der Hundehalter gemäß § 833 Satz 1 BGB und zwar unabhängig von der Tatsache, dass er gar nicht dabei war und den Vorfall nicht verhindern konnte“, gibt die für TASSO tätige Rechtsanwältin Ann-Kathrin Fries zu bedenken. Ob zusätzlich zum Halter auch der Hundesitter haften muss, hängt davon ab, ob es sich beim Hundesitten um eine Gefälligkeit handelte, oder ob es einen Vertrag gab0. Diese Abgrenzung kann im Einzelfall mitunter schwierig sein. Aber sie ist entscheiden. Denn, wurde zwischen Halter und Sitter ein Vertrag geschlossen, muss auch der Hundesitter für entstandene Schäden haften und möglicherweise ein Schmerzensgeld zahlen, erklärt Ann-Kathrin Fries. Eine solche Vereinbarung kann auch mündlich geschlossen werden, bei professionellen Tiersittern sollten die Regelungen zu Beweiszwecken aber besser schriftlich festgehalten werden.

Doch wo beginnt ein Vertrag und wo endet die Gefälligkeit? Maßgeblich für die Abgrenzung ist, ob ein Rechtsbindungswille vorhanden war und ob eine Gegenleistung vereinbart wurde, erklärt Anwältin Ann-Kathrin Fries. Bezahlt der Hundehalter den Aufpasser, oder erbringt er eine andere Gegenleistung, handelt es sich um ein vertraglich vereinbartes Hundesitting. Das kann zum Beispiel schon der Fall sein, wenn zwei Hundehalter sich regelmäßig zu festen Zeiten mit jeweiligen Betreuung der beiden Hunde abwechseln. „§834 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) regelt, dass derjenige, der für einen anderen die Führung und Aufsicht eines Tieres durch einen Vertrag übernimmt, auch für den Schaden verantwortlich ist, der einem Dritten zugefügt wird“, betont Ann-Kathrin Fries. Professionelle Hundesitter haben daher in der Regel eine gewerbliche Haftpflichtversicherung.

„Passt die beste Freundin nur gelegentlich einige Stunden aus Nettigkeit umsonst auf den Hund auf, handelt es sich um eine Gefälligkeit“, erklärt die für TASSO tätigte Anwältin weiter. Passiert dann etwas, übernimmt die Haftpflichtversicherung des Halters die Kosten für entstandene Schäden, sofern das Hüten durch fremde Personen im konkreten Vertrag eingeschlossen ist. Dann würde die Freundin – neben dem Halter – nur noch dann haften, wenn sie grob fahrlässig oder vorsätzlich gehandelt hat.

TASSO-Tipp für Hundehalter:
„Damit Sie als Halter auf der sicheren Seite sind, sollten Sie sich vergewissern, dass Ihre Haftpflichtversicherung das gelegentliche Hüten des Hundes durch Fremde einschließt“, rät Ann-Kathrin Fries. „Da schnell Schäden in enormen Höhen entstehen können, sollten Sie unbedingt auf eine hohe Versicherungssumme achten. Prüfen Sie Ihre Versicherungsunterlagen, und achten Sie beim professionellen Hundesitting darauf, dass Ihnen ein Vertrag vorgelegt wird.“