Wundversorgung ihres Vierbeiners durch neues Wund- und Heilbalsam

Mit PLATINUM SKIN CARE gibt es für Hunde- und Katzenbesitzer ab sofort eine rein natürliche und zugleich wirkungsvolle Alternative für die Wundversorgung ihres Vierbeiners. Der neue Wund- und Heilbalsam aus dem Hause des für seine hochwertigen Tiernahrungs- und -pflegeprodukte bekannten Herstellers PLATINUM enthält ausschließlich natürliche Inhaltsstoffe: kaltgepresstes Olivenöl, natürliches Bienenwachs sowie Kräuterextrakte. Das Besondere dabei ist, dass das verwendete Olivenöl aus Oliven von mindestens 300 Jahre alten Bäumen gewonnen wird. Das hohe Lebensalter dieser Bäume begründet sich in ihrem hohen Anteil an Oleuropein und Hydroxytyrosol – zwei der effektivsten natürlichen Antioxidantien, die damit auch in SKIN CARE ihre Wirkung entfalten. Im Gegensatz zu vielen Konkurrenzprodukten wird der neue Balsam zudem ohne künstliche Inhaltsstoffe hergestellt.

PLATINUM erweitert mit dem SKIN CARE-Balsam seine Tierpflegeserie, die mit PLATINUM OralClean+Care bereits ein erfolgreiches Zahnpflegeprodukt umfasst. “Wir freuen uns sehr, dass wir allen Herrchen und Frauchen mit unserem neuen Produkt eine wirkliche Alternative zu chemischen Wundsalben bieten können”, erklärt Doreen Jähne, Geschäftsführerin der PLATINUM GmbH & Co. KG in Bingen am Rhein; “diese Erweiterung unserer Produktpalette entspricht voll und ganz unserer Unternehmensphilosophie: die Natur des Tieres zu achten und bewusst natürliche Inhaltsstoffe zu verwenden.”

Auf diesen Grundsatz legt PLATINUM laut Doreen Jähne nicht nur bei seinen Tiernahrungs-, sondern auch bei den Tierpflegeprodukten großen Wert. Die traditionelle Rezeptur des SKIN CARE-Balsams verzichtet bewusst auf die Hinzufügung von Farb-, Duft- und Konservierungsstoffen. Durch die bewährten Ingredienzen, die schonend zum Wund- und Heilbalsam verarbeitet werden, ist die Verträglichkeit beim Vierbeiner besonders hoch. Der Wund- und Heilbalsam ist unter anderem bei Hautverletzungen, Entzündungen, Verbrennungen und Schwielen anwendbar. Dabei legt SKIN CARE einen schmerzlindernden Film über die Wundoberfläche, um diese vor Umwelteinflüssen wie Feuchtigkeit, Bakterien und Schmutz zu schützen; gleichzeitig wirkt der Balsam antibakteriell, entzündungshemmend und juckreizlindernd und unterstützt so auf ganz natürliche Weise den körpereigenen Heilungsprozess.

Weitere Informationen über PLATINUM SKIN CARE stehen unter der kostenfreien Info- und Bestell-Hotline 0800 – 364 36 63 sowie online auf www.platinum.com zur Verfügung; dort kann der neue Wund- und Heilbalsam auch direkt versandkostenfrei bestellt werden.

Über die PLATINUM GmbH & Co. KG:

Das mittelständische Unternehmen mit Sitz in Bingen am Rhein wurde im Jahr 2004 gegründet. Die Leitphilosophie von PLATINUM lautet: den Tieren genau die Nahrung und Pflege zu bieten, die ihrer Natur entspricht. So vertreibt PLATINUM unter der gleichnamigen Marke eine breite Palette an natürlichen Produkten: Neben der hochwertigen Trockennahrung für erwachsene Hunde und für Welpen (PLATINUM ADULT bzw. PLATINUM PUPPY) sind auch die Hunde-Nassvollnahrung PLATINUM MENU sowie eine natürliche Zahnpflegeserie (PLATINUM ORAL CLEAN+CARE) und ein Hautpflegeprodukt (SKIN CARE) für Hunde und Katzen erhältlich. Der Anspruch von PLATINUM ist es, mit seinen Produkten dem Verbraucher stets das beste, weil artgerechteste Produkt im jeweiligen Marktsegment zu bieten. Im Jahr 2015 wurden die PLATINUM-Hundenahrungsprodukte durch den TÜV Rheinland zertifiziert (Kriterien: “Mit frischem Fleisch”, “Deklaration geprüft” und “Schadstoffgeprüft”). Der Hersteller legt größten Wert auf die kompetente Beratung seiner Kunden sowie auf die glasklare Transparenz bei Inhaltsstoffen und Zusammensetzung seiner Tiernahrungs- und Tierpflegeprodukte, die im Direktvertrieb erhältlich sind. Weitere Informationen: www.platinum.com

„Hund im Backofen“

Der Frühling ist da: So schön diese Zeit auch ist, sie birgt auch Gefahren. Nach wie vor sterben in Deutschland jedes Jahr Hunde, weil ihre Halter sie im Auto zurücklassen. Dabei gilt: Ein Hund gehört nicht ins abgestellte Auto, wenn es warm ist.

Leider wissen viele Halter nicht über die Gefahren Bescheid. „Schon ab 20 Grad darf der Hund nicht im Auto zurückgelassen werden“, erklärt Philip McCreight, der Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V. Bereits ab dieser Temperatur heizt sich das Innere des Fahrzeuges binnen kürzester Zeit auf extreme Temperaturen auf. Eine große Gefahr für die Tiere, die im Auto auf die Rückkehr ihrer Halter warten müssen.

Auch die Seitenscheiben ein Stück herunterzulassen, ist keine Lösung. „Das genügt nicht, um die notwendige Kühlung zu bringen“, sagt der TASSO-Leiter. Denn Hunde schwitzen völlig anders als Menschen. Ihren Wärmehaushalt kontrollieren sie über das Hecheln. Schon kurze Zeit in dieser Hitze ist gefährlich für die Tiere. Wenn die Hunde überhitzt sind und zu viel Flüssigkeit verloren haben, drohen ein Kreislaufkollaps und damit auch der Tod.

Um die Tiere vor diesem qualvollen Tod zu schützen, macht TASSO regelmäßig auf dieses Thema aufmerksam und bietet kostenlose Informationskarten und Plakate an. Sie können unter www.tasso.net/hund-im-backofen angefordert werden.

Außerdem finden Inhaber von Geschäften, Gastronomiebetrieben und Firmen, die ihren Kunden gestatten, Hunde mitzubringen, dort ein „Hunde-willkommen“-Schild zum Aushängen.

Wer an einem warmen Tag einen Hund im Auto sieht und eine Notsituation für das Tier erkennt, sollte sofort versuchen, den Halter ausfindig zu machen und anderenfalls die Polizei informieren.

Wolf MT6 ist tot

Der Wolf MT6 ist getötet worden, wie das niedersächsische Umweltministerium mitgeteilt hat. In einer gemeinsamen Stellungnahme äußerten die Naturschutzverbände IFAW, NABU und WWF Bedauern über den Tod des Tieres und zugleich Verständnis für die Entscheidung. Auch wenn das Schicksal des Einzeltieres tragisch sei, habe MT6 durch sein auffälliges Verhalten ein nicht mehr zu kalkulierendes Risiko für Menschen dargestellt. Zuvor hatte das niedersächsische Umweltministerium entschieden, den Wolf wenn möglich einzufangen und in ein Gehege zu bringen. MT6 hatte sich wiederholt Menschen mit Hunden genähert und generell ein unberechenbares Verhalten an den Tag gelegt. Vergrämungsaktionen hatten in den vergangenen Monaten keine Erfolge gezeigt. Experten waren sich einig, dass erneute oder weitere Vergrämungsversuche bei dem Wolf MT6 nicht dazu führen würden, dass er sein Verhalten ändert. Aufgrund dieser fachlichen Einschätzung ist die Entnahme des Tieres für die Verbände nachvollziehbar.

„Die dauerhafte Rückkehr des Wolfs nach Deutschland ist nur mit der breiten Akzeptanz der Bevölkerung möglich. Es muss daher vermieden werden, dass einzelne auffällige Wölfe die Akzeptanz der ganzen Art gefährden. Auch muss verhindert werden, dass ein auffälliger Wolf sein Verhalten an den Nachwuchs weitergibt und somit möglicherweise ein ganzes Rudel auffälliges Verhalten zeigt“, so die Verbände. Um derartige Vorfälle zukünftig zu vermeiden, forderten die Verbände ein besseres und effizienteres Management seitens der Behörden an – vor allem in potentiellen Konfliktfällen.

Kritisch ist nach gemeinsamer Auffassung der Verbände, dass nicht ausreichend untersucht ist, wodurch das auffällige Verhalten von MT6 ausgelöst wurde. „Wir plädieren ausdrücklich für die intensive Beobachtung des Munsteraner Rudels, aus dem das Tier ursprünglich stammt. Ziel muss es sein, dass sich ein Verhalten bei anderen Wölfen nicht wiederholt. Für den Fall, dass weitere Tiere auffälliges Verhalten zeigen, sollten zeitnah umfassende Vergrämungsmethoden eingeleitet werden. Da es besonders gefährlich wird, wenn Wölfe durch Menschen angefüttert werden und man sie auf diese Weise lehrt, Menschen aktiv aufzusuchen, muss die Aufklärungsarbeit auch seitens der zuständigen Behörden weiter intensiviert werden“, so IFAW, NABU und WWF.

Zugleich betonten alle drei Verbände einhellig, dass sich aus dem aktuellen Fall keine Gesetzmäßigkeit ableiten lässt. „Der Wolf ist eine in Deutschland streng geschützte Tierart. Jedes potentiell kritische Verhalten muss gesondert bewertet werden. Richtschnur und Leitlinie hierfür muss ein entsprechender Wolfs-Managementplan sein, der von den einzelnen Bundesländern im Vorfeld erarbeitet wurde. Die Einschätzung von Konfliktfällen beruht dabei auf einer Veröffentlichung des Bundesamtes für Naturschutz zum Umgang mit Wölfen in Deutschland“, so die Verbände.

Kosten für Hundebetreuung absetzen

Es ist wieder soweit, die Abgabe der Steuererklärung rückt näher. Für Heimtierhalter kann sich eine Steuerklärung besonders lohnen. Denn ob Hund, Katze, Kaninchen oder Zierfische: Hat der Tierhalter im entsprechenden Steuerjahr eine Betreuung für seine Lieblinge in Anspruch genommen, kann er die dafür entstandenen Kosten steuerlich geltend machen.

Zur Betreuung eines Heimtieres gehören unter anderem das Füttern, Waschen, die Fellpflege, das Beschäftigen des Tieres, das Gassi gehen sowie das Saubermachen des Aquariums oder des Katzenklos. „Das sind im Haushalt regelmäßig anfallende Aufgaben, die zu haushaltsnahen Dienstleistungen gehören, entschied der Bundesfinanzhof vergangenes Jahr (Az: VI R 13/15)“, sagt Ralf Thesing vom Bund der Steuerzahler. Doch wie der Name haushaltsnahe Dienstleistung schon sagt: Die Betreuung muss innerhalb der eigenen vier Wände erfolgen. „Tatsächlich muss der Hundefriseur den Vierbeiner im eigenen Haushalt frisieren. Findet der Termin in einem Hundesalon statt, können die Kosten nicht abgesetzt werden“, sagt der Finanzexperte.

Tierfreunde können sowohl Dienstleister als auch Privatpersonen mit der Betreuung der Lieblinge beauftragen. Wird das eigene Heimtier zur Betreuung in einem Hundehotel oder einer -pension untergebracht, können auch in diesem Fall die Kosten nicht steuerlich abgesetzt werden.

„Bis zu einer Obergrenze von 4.000 Euro im Jahr können Ausgaben für haushaltsnahe Dienstleistungen geltend gemacht werden“, so der Finanzexperte. „Allerdings jeweils nur 20 Prozent vom Betrag der jeweiligen Dienstleistung“, sagt er. Damit alle anfallenden Betreuungskosten abgesetzt werden können, brauchen Steuerzahler eine Rechnung über die erbrachten Leistungen. „Die Rechnungen müssen per Überweisung bezahlt worden sein“, erklärt Thesing. Barzahlungen erkennt das Finanzamt nicht an.
Sonderausgaben und Werbungskosten

Die Hundesteuer ist eine private Ausgabe und kann von der Steuer nicht abgesetzt werden. Dafür aber die Hundehaftpflichtversicherung. „Sie kann als Sonderausgabe geltend gemacht werden“, so der Experte. Voraussetzung dafür: „Der Höchstbetrag darf mit den angefallenen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen nicht bereits ausgeschöpft sein.“ Wer ein Tier aus beruflichen Gründen hält, wie einen Diensthund, kann viele anfallende Kosten wie Futter, Leine, Hundegeschirr, Hundebox und sogar Tierarztbesuche steuerlich als Werbungskosten absetzen, da der Hund in diesem Fall ein „Arbeitsmittel“ ist.

„Wichtig ist, alle Quittungen zu sammeln und genau aufzuschreiben, um was für Ausgaben es sich handelt“, rät der Finanzexperte. Sehr vage und allgemein gehaltene Bezeichnungen wie „Hundezubehör“ reichen dem Finanzamt nicht aus. Bei Fragen helfen Steuerberater und Lohnsteuerhilfevereine weiter. IVH

Den Sommer mit Hund geniessen

Der Hund gilt als der beste Freund des Menschen – und fast alles, was es für Zweibeiner gibt, wird auch für Vierbeiner angeboten. Der neueste Trend: Reisebüros und -führer für Hunde. Denn damit der Urlaub für alle Beteiligten erholsam wird, will er richtig vorbereitet sein. Das beginnt schon bei der Wahl des Reiseziels.

Manche mögen’s heiß – Hunde nicht

Da Hunde nicht schwitzen können, macht ihnen die Hitze in südlichen Ländern zu schaffen. Besser geeignet für den gemeinsamen Trip sind zum Beispiel ein Badeurlaub an der Nordsee oder ein Wanderurlaub in den Alpen. “Hundehalter, die mit ihrem Vierbeiner ins Ausland reisen möchten, sollten sich vorher über Einreisebestimmungen, länderspezifische Tierkrankheiten und entsprechende Vorsorgemaßnahmen informieren”, rät Franziska Obert, Expertin der Agila Haustierversicherung. Für Reisen innerhalb der EU benötigen Hunde einen Heimtierausweis, in dem Angaben über Tier und Halter sowie eine gültige Tollwutimpfung vermerkt sind. Außerdem muss der Hund einen Mikrochip zur Identifikation tragen. Über nationale Besonderheiten können die Botschaft des jeweiligen Landes oder das Veterinäramt Auskunft geben.

Sicher ans Ziel und wieder zurück

Auch die Anreise will gut geplant sein. Wichtig bei einer langen Autofahrt sind regelmäßige Pausen. Und die Klimaanlage sollte nie auf Hochtouren laufen, denn auch Hunde können sich erkälten. Die Bahn transportiert kleine Hunde kostenlos, große Vierbeiner zahlen die Hälfte des Erwachsenentarifs. Bei Airlines wie der Lufthansa reisen Hunde je nach Gewicht und Größe in der Passagierkabine oder im Frachtraum mit. Abschließend sollten die Besitzer prüfen, ob der Versicherungsschutz ihres Vierbeiners auch im Ausland greift. Agila-Expertin Obert erklärt: “Viele Anbieter übernehmen auch einen medizinisch notwendigen Rücktransport nach Deutschland oder erstatten einen Teil der Reisekosten, wenn der Urlaub wegen Reiseunfähigkeit des Hundes nicht angetreten werden kann.” Eine Krankenversicherung für den Hund schont die Nerven – schließlich soll Urlaub der Erholung dienen.

Deutsche Welpenhändler in Österreich festgenommen

Ein Welpenhändlerpaar aus Deutschland wurde am Dienstag in Österreich wegen Tierquälerei und Betrug festgenommen. Mitarbeiter der Stiftung VIER PFOTEN hatten sich zuvor als Kaufinteressenten ausgegeben und auf dem Hof der Züchter Videoaufnahmen erstellt. Die Tierschützer deckten katastrophale hygienische Zustände auf, viele Welpen waren offensichtlich krank. Die 52-Jährige und ihr 43-jähriger Mann züchteten früher in Deutschland. Nach Ärger mit den Behörden und einem Tierhalteverbot zog das Paar auf einen Bauernhof im oberösterreichischen Bezirk Rohrbach. Die Welpen verkauften sie über das Internet.

VIER PFOTEN ist auf der Suche nach weiteren Betroffenen, die einen Welpen bei den betrügerischen Händlern gekauft haben. Hinweise nimmt die Stiftung unter office@vier-pfoten.at sowie die Landespolizeidirektion Oberösterreich unter der Telefonnummer 0043 / 59133403333 entgegen. VIER PFOTEN engagiert sich mit einer internationalen Kampagne gegen den illegalen Welpenhandel und fordert eine europaweite Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für alle Hunde. Die Stiftung sieht die Verantwortung aber auch bei den Online-Plattformen.

Denise Schmidt, Kampagnenleiterin VIER PFOTEN:
„Das Händlerpaar hat die Welpen auf den Plattformen Ebay-Kleinanzeigen.de, Deine-Tierwelt.de, Haustier-Anzeiger.de und Markt.de mit der Ortsangabe ‚Passau‘ eingestellt. Wir appellieren an alle Geschädigten, sich umgehend mit Informationen und Schadensersatzforderungen bei der Polizei zu melden. Erst wenn das ganze Ausmaß der Tierquälerei aufgedeckt ist, können die Händler ihrer angemessenen Strafe überführt werden. Grundsätzlich sollten Tierfreunde niemals einen Welpen im Internet kaufen. Das Ausmaß des illegalen Welpenhandels ist enorm und die Gefahr, im Internet einem Betrüger aufzusitzen, ist groß. Es liegt in der Verantwortung der Online-Plattformen, sich von diesen tierfeindlichen und verbraucherschädigenden Aktivitäten durch strikte Regeln zu distanzieren.“

Hintergrundinformationen
Auf Online-Plattformen stehen täglich hunderte Welpen zum Verkauf. Mit oftmals gefälschten Fotos wird für die vermeintlichen Schnäppchen geworben. Wie viel Leid, Betrug und Korruption sich hinter dem Handel verbergen, erfährt der Käufer jedoch nicht. Besonders in Osteuropa werden tausende Welpen unter schlimmsten Bedingungen produziert. Hundebabys werden viel zu früh von ihren Müttern getrennt und meist schon krank, verwurmt und mit gefälschten Impfpässen quer durch Europa transportiert. Ihre neuen Besitzer sind meist mit hohen Tierarztkosten und nicht selten sogar mit dem frühen Tod der Welpen konfrontiert. VIER PFOTEN engagiert sich mit einer internationalen Kampagne gegen den illegalen Welpenhandel und fordert eine europaweite Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für alle Hunde.

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Wenn Bello Ärger macht

Viele Hundebesitzer kennen diese Situation: Ihr Hund läuft unvermittelt auf die Straße oder erschreckt beim Spaziergang im Feld einen Jogger. Schnell können erhebliche Personen- und Sachschäden entstehen – etwa wenn der Jogger stürzt und sich verletzt oder ein Autofahrer wegen des Hundes bremsen muss und dadurch einen Unfall verursacht. Für solche Schäden haften die Halter der Tiere – und zwar in unbegrenzter Höhe und lebenslang. Richtet der Hund einen schweren Schaden an, kann das sehr teuer und sogar existenzbedrohend werden.

In vielen Bundesländern gesetzlich vorgeschrieben

Eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung sollte daher ein Muss für jeden Hundebesitzer sein. In Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind Hundebesitzer sogar gesetzlich verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. “Die Deckungssumme sollte möglichst hoch sein”, rät Fachjournalist Martin Blömer vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Bei Anbietern wie der DEVK etwa beträgt die Versicherungssumme zehn Millionen Euro pauschal für Personen- und Sachschäden sowie eine Million Euro für Vermögensschäden.

Umfassend geschützt

Ein wichtiger Punkt bei der Tierhalterhaftpflicht ist auch die sogenannte Forderungsausfalldeckung. Sie greift, wenn der Versicherungsnehmer oder auch sein eigenes Tier einen Schaden erleidet, der fremde Tierhalter aber nicht zahlen kann. Seit Februar 2016 übernimmt der Kölner Versicherer auch in diesem Fall die Kosten. Auch Pferdehaltern empfehlen Experten im Übrigen einen solchen Vertrag. Kleintiere wie Meerschweinchen oder Katzen sind dagegen über die Privathaftpflicht geschützt und müssen nicht extra versichert werden.

Die beliebtesten Hunderassen 2015

Ganz oben auf der Beliebtheitsskala der Deutschen stehen Mischlingshunde: Mit 148.364 Neuregistrierungen von Mischlingen im TASSO-Register setzt sich dieser Trend im Jahr 2015 analog zu den Vorjahren fort. „Gegenüber den Rassehunden machen die Mischlinge bei den Neuregistrierungen 2015 mit 41 Prozent knapp die Hälfte aus. Die Deutschen lieben einfach Mischlingshunde“, erläutert Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V., die mit aktuell über 7,7 Millionen registrierten Tieren Europas größtes Haustierzentralregister betreibt.

Der Labrador Retriever trumpft mit 19.031 Neuanmeldungen auf und kommt damit auf Platz 2, gefolgt vom Deutschen Schäferhund auf Platz 3 (15.029). „Die Beliebtheit des Deutschen Schäferhundes hat bei den Hundehaltern in den vergangen Jahren trotz der Platzierung unter den diesjährigen Top 3 stark nachgelassen“, weiß Philip McCreight.

Die Plätze 4 und 5 gehören dem Chihuahua (12.807) und der Französischen Bulldogge (8.523). Mit 8.318 Neuregistrierungen übernimmt der Jack Russell Terrier Platz 6, der Golden Retriever (7.123) und der Yorkshire Terrier (6.291) kommen auf die Plätze 7 und 8. Der Australian Shepherd (5.438) und der Border Collie (3.841) belegen in der TASSO-Rangliste die Plätze 9 und 10.

Welpentransporte an der Grenze zu Bayern aufgedeckt

Insgesamt 217 illegal transportierte Hundewelpen wurden am vergangenen Wochenende bei Fahrzeugkontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze entdeckt. Die Tiere, die ohne gültige Impfungen aus Ungarn und der Slowakei kamen, sollten offenbar noch rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft als Billigware angeboten werden.

Die viel zu jungen, geschwächten und kranken Hunde wurden nach der Beschlagnahmung auf verschiedene bayerische Tierheime verteilt, um sich dort von ihren Strapazen zu erholen. Zunächst sollten die Tiere auf Anordnung des bayerischen Ministeriums für Ernährung und Landwirtschaft an die Händler zurückgegeben und in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt werden. Diese Entscheidung wurde gestern zurückgenommen. Der Grund dafür dürfte unter anderem der immense Druck der Öffentlichkeit gewesen sein.

Auch die international tätige Tierschutzstiftung VIER PFOTEN kritisiert die ursprüngliche Entscheidung des Ministeriums aufs Schärfste, die Welpen abzuschieben, um so die Kosten für die Behandlung und Pflege der Tiere einzusparen. Dies hätte für die Hunde das sichere Todesurteil bedeutet.

Birgitt Thiesmann (52), Heimtierexpertin bei VIER PFOTEN:
„Statt angemessene Strafen zu erlassen, wurde hier zum Wohl der Händler entschieden, ohne auf die bereits geschundenen und traumatisierten Welpen Rücksicht zu nehmen. Das ist nicht nur ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und ein völlig falsches Zeichen im Kampf gegen die weltweit agierende Welpenmafia, sondern auch ein Schlag ins Gesicht für alle Tierschutzorganisationen, die sich gegen den illegalen Welpenhandel engagieren. Angesichts dieser Entscheidung stellt sich die Frage, wie zukünftig mit illegalen Welpentransporten verfahren wird, die durch stichprobenartige Kontrollen auffliegen.“

Die konfiszierten Welpen werden in den Tierheimen bestens versorgt und medizinisch behandelt. Wenn sie gesund sind, können sie nach der Quarantänezeit in gute Hände vermittelt werden.

Der boomende Handel mit jungen Hunden, insbesondere in der Vorweihnachtszeit, ist ein ernstzunehmendes Problem, das nur durch eine strikte Regelung begrenzt werden kann.

Thiesmann, die seit Jahren zum Thema recherchiert:
„Um den Welpenhandel zu kontrollieren, ist eine EU-weite einheitliche Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für alle Hunde erforderlich. Diese ist nicht nur dringend notwendig, sondern auch realisierbar. Eine Expertengruppe von VIER PFOTEN hat das Konzept soeben im Rahnen des EU-Projekts CAROdog fertiggestellt. Andernfalls sind den illegalen Händlern keine Grenzen gesetzt.“

Assistenzhunde sollen bessere Anerkennung erhalten

Hunde können für viele Menschen von Nutzen sein. Besonders profitieren zunehmend Menschen mit Behinderungen von tierischer Unterstützung, die mit Assistenzhunden selbstbestimmter leben können. Für Blindenführhunde gibt es bereits gesetzliche Regelungen, die bisher noch nicht durchgehend für andere Assistenzhunde gelten. Assistenzhunde können im Alltag bei sogenannten ‚Lebenspraktischen Fähigkeiten’ unterstützen. Sie heben einen Schlüssel auf, können eine Türklinke bedienen oder anders helfen. Bei einigen Erkrankungen wie Diabetes, Epilepsie und Asthma werden auch Warn- oder Signalhunde zur Assistenz eingesetzt. Sie warnen vor Unterzuckerung oder holen Hilfe.

„Durch die Festlegung in der UN-Behindertenrechtskonvention ist die Festschreibung des Anerkennens der Notwendigkeit der rechtlichen Gleichstellung verschiedener Assistenzhunde erforderlich”, hatte die Niedersächsische Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Petra Wontorra, bei der Anhörung zum „Antrag zur Gleichstellung verschiedener Assistenzhunde” im Landtag eingefordert. Da bisher einige Regelungen ausschließlich für Blindenführhunde gelten, begrüßt Wontorra, dass die Landesregierung durch den heutigen Beschluss im Landtag aufgefordert wird, sich auf Landesebene wie auf Bundesebene für die rechtliche Gleichstellung unterschiedlicher Assistenzhunde einzusetzen. So soll beim Mitführen von Assistenzhunden der Zugang zu allen Gebäuden sowie Einrichtungen, die der Öffentlichkeit offen stehen, ermöglicht werden. Es wird zudem empfohlen, sich dafür einzusetzen, dass Assistenzhunde wie Blindenführhunde in die Hilfsmittelverzeichnisse der Kostenträger aufgenommen werden.

Wontorra wird außerdem weiter darauf hinwirken, dass ergänzend das Nds. Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung (NWaldLG) bei den Regelungen zum Leinenzwang von Hunden angepasst wird. Künftig soll sichergestellt werden, dass neben Blindenführhunden auch weitere Assistenzhunde, die Menschen mit Behinderungen unterstützen, auch während der Brut-, Setz und Aufzuchtzeit Waldwege ohne Leine nutzen können. Angeregt wird in diesem Verfahren, die Neuregelung grundsätzlich für alle Hunde zu lockern.